Cassandra Clare: Chain of Gold [Rezension]

Cassandra Clare: Die letzten Stunden 1. Chain of Gold [Rezension]

Schatten, Lügen und ein dämonischer Großvater. 

bookcoverDämo­nen grei­fen im Schutz der Nacht an. Dies ist ein eiser­nes Gesetz, das die Schat­ten­jä­ger in ›Chain of Gold‹ am Tag in Sicher­heit wiegt. Doch von einem Tag auf den ande­ren zer­fällt die­ses Gesetz zu Staub. Bei dem Angriff der Dämo­nen wer­den meh­re­re jun­ge Schat­ten­jä­ger schwer verletzt. 

Doch ihre Ver­let­zun­gen sind kei­ne, die man mit den Heil­ru­nen der Schat­ten­jä­ger behan­deln könn­te. Noch nie wur­den sol­che Ver­let­zun­gen gese­hen, selbst die Brü­der der Stil­le wis­sen nicht, ob und wie sie geheilt wer­den können. 

Die Dämo­nen sind jedoch nicht das Ein­zi­ge, das den Schat­ten­jä­gern Schwie­rig­kei­ten berei­tet. Alte Feind­schaf­ten, Lügen und Intri­gen sind ein fes­ter Bestand­teil ihrer Welt. Ein Umstand, der nur mit Freund­schaft, Mut und Aben­teu­er­lust aus­ge­stan­den wer­den kann.

»Lucie Heron­da­le war zehn Jah­re alt, als sie dem Jun­gen im Wald zum ers­ten Mal begeg­ne­te. Da sie in Lon­don auf­ge­wach­sen war, hat­te sie sich einen Ort wie den Bro­ce­lind-Wald noch nicht ein­mal in ihren kühns­ten Träu­men vor­stel­len können.«

Die Geschwis­ter James und Lucie Heron­da­le sind Teil einer neu­en Genera­ti­on von Schat­ten­jä­gern, die in die Fuß­stap­fen ihrer Eltern tre­ten will. Doch durch die Fami­lie ihrer Mut­ter Tess besit­zen sie Fähig­kei­ten, die weit über jene ande­rer Schat­ten­jä­ger hin­aus­ge­hen. James wird immer wie­der in das Reich der Schat­ten gezo­gen und Lucie kann selbst jene Geis­ter sehen, die den ande­ren Heron­da­les ver­bor­gen bleiben.

Die­se Fähig­kei­ten schei­nen eng mit den Geschwis­tern Grace und Jes­se Blackt­hor­ne ver­bun­den. Grace Blackt­hor­ne, deren Schön­heit fast unheim­lich ist, wächst bei ihrer Adop­tiv­mut­ter Tatia­na Blackt­hor­ne auf, die seit Jah­ren von einem Hass gegen ande­re Schat­ten­jä­ger zer­fres­sen wird.

»James Heron­da­le kämpf­te gera­de gegen einen Dämon, als er in die Höl­le gezerrt wur­de.
Es war nicht das ers­te Mal, das so etwas geschah – und es wür­de auch nicht das letz­te Mal sein.«

Doch zum Glück sind die Heron­da­le-Geschwis­ter nicht allein bei dem Ver­such, die uner­klär­li­che Krank­heit durch die Tages­licht-Dämo­nen auf­zu­klä­ren. Sowohl James‘ Freun­de als auch Luci­es zukünf­ti­ge Para­ba­tai Cor­de­lia ver­su­chen alles, um die Kran­ken zu heilen.

Doch nicht nur Aben­teu­er und Geheim­nis­se sind ein fes­ter Bestand­teil von ›Chain of Gold‹, auch eine schö­ne Por­ti­on Lie­be und Freund­schaft sind ein fes­ter Bestand­teil von ›Die letz­ten Stun­den‹. Auch eini­ge bekann­te Gesich­ter aus ande­ren Bän­den der Shadowh­un­ter-Welt war­ten auf die Leser und Leserinnen. 

»Idris lag mit­ten in Euro­pa – eine von Schutz­wäl­len umge­ben­de, unbe­rühr­te Land­schaft, ver­bor­gen vor irdi­schen Bli­cken und irdi­schen Erfin­dun­gen: ein Land ohne Eisen­bah­nen, Fabri­ken oder Kohlenruß.«

Es ist nicht unbe­dingt nötig, ande­re Bücher von Cas­san­dra Cla­re vor die­sem Band gele­sen zu haben. Die Geschich­te ist auch so gut zuge­ste­hen und so man­che Ereig­nis­se ande­rer Bän­de wer­den erklärt. Wer jedoch vor­hat, die ande­ren Bän­de aus dem Shadowh­un­ter-Uni­ver­sum zu lesen, soll­te dies am bes­ten vor­her tun, da sonst vie­le Ereig­nis­se und die Aus­gän­ge der vor­he­ri­gen Bän­de ver­ra­ten wer­den könn­ten. Das maxi­ma­le Lese­ver­gnü­gen ent­steht also, wenn man die Bän­de ein­fach der Rei­he nach liest, obwohl ›Chain of Gold‹ auch für sich genom­men ver­stan­den und nach­voll­zo­gen wer­den kann.

Chain of Gold‹ ist zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts ange­sie­delt – mit berau­schen­den Bäl­len, lan­gen Abend­klei­dern und jeder Men­ge star­rer Gesell­schafts­nor­men, inner­halb derer die jun­ge Genera­ti­on der Schat­ten­jä­ger ver­sucht, die ihnen bekann­te Welt zu ret­ten. Ohne den ein oder ande­ren Regel­bruch wäre die­ses Unter­fan­gen ver­mut­lich nur halb so spannend.

Fazit zu ›Chain of Gold‹

Chain of Gold‹ kann sowohl dem ein­ge­fleisch­ten Schat­ten­jä­ger-Fan als auch Neu­lin­gen in Cas­san­dra Cla­res Uni­ver­sum emp­foh­len wer­den. Durch die Viel­zahl der Figu­ren, Fami­li­en, Regeln und auch Orte hat es bei mir etwas gedau­ert, um mit der Sto­ry warm­zu­wer­den, aber als es dann soweit war, habe ich das Buch ger­ne gele­sen. Es bleibt auf jeden Fall span­nend, wie es in ›Chain of Iron‹ für James, Lucie, Cor­de­lia und die ande­ren wei­ter­ge­hen wird. 

Buchinfo

Cassandra Clare: Die letzten Stunden 1. Chain of Gold [Cover]

Cas­san­dra Cla­re:
Chain of Gold

Die letz­ten Stun­den, Band 1
Aus dem Ame­ri­ka­ni­schen von Fran­ca Fritz, Hein­rich Koop
Hard­co­ver
Gold­mann, Mün­chen 2020
704 S., EUR (D) 20,- inkl. MwSt.
ISBN 978−3−442−31454−6

Lust bekom­men?

genialokal microbutton amazon banner 1

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.



Rezensionen des Titels auf anderen Blogs

Bella’s Won­der­world
Bücher­baum
Hol­la the Book­fai­ry
Ivy Book­nerd
Lea­liest
Lucas Bücher­welt


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.