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Fee Krämer: Rille – Die Dschungelfreunde sind los! [Rezension]

Mit guten Freunden geht es für Rille auf ins Abenteuer. 

Ril­le hat sei­nen Aus­bruch aus dem Zoo in ›Ril­le – Die Dschun­gel­freun­de sind los!‹ nicht geplant. Genau genom­men ist Ril­le nicht ein­mal aus­ge­bro­chen: Er wur­de frei­ge­las­sen. Nun gut, viel­leicht waren es nicht sei­ne Wär­ter und Wär­te­rin­nen, die ihn frei­ge­las­sen haben, aber im Dschun­gel fin­det er sich trotz­dem wieder. 

Viel­leicht wäre so ein Dschun­gel auch ein wirk­lich Angst ein­flö­ßen­der Ort, vol­ler wil­der Tie­re, frem­der Pflan­zen und neu­ar­ti­gen Geräu­schen, wenn man sein gan­zes Leben in einem Zoo ver­bracht hat.

Zum Glück ist Ril­le im Dschun­gel in ›Ril­le Die Dschun­gel­freun­de sind los!‹ nicht allein, Mr. Gibbs und gute Freun­de ste­hen im schnell mit Rat und Tat zur Sei­te. Dabei schließt nicht nur Ril­le den Papa­gei Pepe, die Gür­tel­tier­da­me Tan­te Tatu, die Was­ser­schwei­ne und all die ande­ren Geschöp­fe des Dschun­gels ins Herz: Auch den Lesern und die Lese­rin­nen – und natür­lich auch Vor­le­sern und Vor­le­se­rin­nen – wird es ähn­lich gehen.

»Als die Tie­re Ril­le ent­de­cken, ver­stum­men sie plötz­lich. Man hört nur noch das Rau­schen des Was­ser­falls. Weil ihn alle angu­cken, hebt Ril­le eine Pran­ke und winkt zaghaft.«

Eins ist sicher: Bei Ril­les neu­em Leben im Dschun­gel trifft er auf vie­les Neu­es und Bekann­tes, das zum Stau­nen und Wohl­füh­len einlädt.

»›Das dürft ihr doch nicht weg­ma­chen!‹ Ril­le lässt sich aufs Moos fal­len. Es ist wei­cher als alles, was Ril­le jemals zuvor gespürt hat.«

Natür­lich muss Ril­le auch noch vie­les ler­nen. War es im Zoo doch immer ange­nehm, das Fut­ter von den Pfle­gern und Pfle­ge­rin­nen gebracht zu bekom­men, muss der klei­ne Goril­la nun auf ein­mal jagen! Und auch um sei­nen Schlaf­platz hat er sich bis­lang kaum Gedan­ken machen müs­sen, da im Zoo immer ein siche­rer Unter­schlupf bereit­stand. Wenigs­tens ärgern ihn hier die Pavia­ne aus dem Zoo nicht mehr.

»Ril­le hat bis jetzt noch nicht dar­über nach­ge­dacht, wo er woh­nen wird. Ob er über­haupt hier in die­sem Dschun­gel blei­ben soll. Er mag das vie­le Grün, das nir­gend­wo endet.«

Fee Krä­mers Vor­le­se­buch ›Ril­le Die Dschun­gel­freun­de sind los!‹ wird durch die lie­be­vol­len und wun­der­ba­ren Illus­tra­tio­nen von Niko­lai Ren­ger geschmückt. Jede Sei­te des wun­der­schö­nen Buches lädt zu neu­en Aben­teu­ern mit Ril­le und sei­nen Freun­den ein. Denn nicht nur das Fut­ter­sam­meln hat Ril­le nie gelernt – auch tei­len muss­te er bis­lang nie.

Fazit zu ›Rille Die Dschungelfreunde sind los!

Ril­le Die Dschun­gel­freun­de sind los!‹ lädt zu einer span­nen­den Rei­se ein, den klei­nen Goril­la bei sei­nen Her­aus­for­de­run­gen zu beglei­ten, sich sei­nen Ängs­ten zu stel­len und vie­le neue Freun­de ken­nen­zu­ler­nen. Warm­her­zig geschrie­ben sind Krä­mers Aben­teu­er des klei­nen Goril­las Ril­le unglaub­lich lesenswert.

Buchinfo

Fee Krä­mer:
Ril­le Die Dschun­gel­freun­de sind los!

Ein Vor­le­se­buch mit Bil­dern von Niko­lai Ren­ger
Thie­ne­mann-Ess­lin­ger, Stutt­gart 2020
112 S., EUR (D) 13,- inkl. MwSt.
Gebun­de­ne Aus­ga­be inkl. Anto­lin-Quiz
Ab 5 Jah­re
ISBN 978−3−480−23570−4

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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Kathy Rabus: Reset your Body [Rezension]

Eine Einladung, die Sprache des eigenen Körpers kennenzulernen. 

Eins vor­ne weg: Ich lese nicht ton­nen­wei­se Bücher über Ernäh­rung und Gesund­heit. Viel­leicht soll­te ich mehr lesen, aber vor allem, soll­te ich wahr­schein­lich das, was ich lese, auch beher­zi­gen. Mit die­sem Vor­satz will ich mich mit ›Reset your Body‹ beschäf­ti­gen.

Wenn ich aller­dings ein Buch aus die­sem Bereich lesen, dann schaue ich genau, was ich mir da hole. Ich will dann weder ein Buch, das aller­lei Ver­spre­chen macht und nichts davon ein­löst, noch eines, das Schön­heits­idea­le hoch­hält, die weder gesund noch rea­lis­tisch sind. »Vital« und »indi­vi­du­el­le Ernäh­rung« klan­gen da schon vielversprechender. 

Denn das, was Kathy Rabus in ›Reset your Body‹ vor­stellt, ist kein ein­fa­cher, mal so neben­bei Ansatz, der vom wenig tun, kolos­sa­le Ergeb­nis­se ver­spricht. ›Reset your Body‹ ist in ers­ter Linie eine Ein­la­dung, das eige­ne Kör­per­ge­fühl bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Zu ent­schlüs­seln, wel­che Lebens­mit­tel dem eige­nen Kör­per gut­tun und wel­che viel­leicht eher nicht. Kör­per sind unter­schied­lich und reagie­ren unterschiedlich. 

»So wie der Kör­per sich bei unge­sun­der oder unpas­sen­der Lebens­wei­se beschwert, so kann er uns auch deut­lich signa­li­sie­ren, dass wir im Ein­klang mit unse­ren Bedürf­nis­sen leben. Wenn wir ihm geben, was er braucht, wonach er sich sehnt, belohnt er uns.«

Da Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ dar­auf basiert, min­des­tens einen Monat mit der eige­nen Ernäh­rung zu expe­ri­men­tie­ren, anfangs vor allem durch Ent­wöh­nung, soll­te an sich für die­ses Pro­jekt Zeit mitbringen. 

»Statt unse­rem Kör­per Regeln auf­zu­zwin­gen, las­sen wir ihn selbst sei­ne indi­vi­du­el­le Ernäh­rungs­weis­heit fin­den. Daher ist dies auch kein typi­scher Rat­ge­ber, der dir Woche für Woche einen neu­en Plan an die Hand gibt, den du befol­gen sollst.«

Natür­lich ersetzt ›Reset your Body‹ nicht den Arzt­be­such, wenn man sich unwohl fühlt oder, dass gesund­heit­li­che Fra­gen pro­fes­sio­nell abge­klärt wer­den soll­ten. Viel­mehr geht es dar­um, sich eine Wei­le von den Lebens­mit­teln fern­zu­hal­ten, die dafür bekannt sind, häu­fig Pro­ble­me im Kör­per zu ver­ur­sa­chen, wie Müdig­keit oder schlech­te Haut. Wenn man die­se dann nach ein paar Wochen wie­der Stück für Stück in sei­ne Ernäh­rung auf­nimmt, zeigt die kör­per­li­che Reak­ti­on durch die Ent­wöh­nung deut­li­cher, wie gut oder schlecht uns ein bestimm­tes Lebens­mit­tel tut. 

Somit ist Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ kei­ne Wun­der­waf­fe, um mit einem Trick plötz­lich super gesund und schlank zu sein. Son­dern ein Ken­nen­ler­nen des Kör­pers bezie­hungs­wei­se der Spra­che, die die­ser in Bezug auf Lebens­mit­tel spricht.

Da es mit Rat­ge­bern jedoch zumeist nicht getan ist, solan­ge man die­se nur gele­sen hat, ist die­se Rezen­si­on nur vor­läu­fig und bezieht sich auf Schritt 1: das Lesen des Buches. Sobald ich mei­nen Selbst­ver­such abge­schlos­sen habe, wer­de ich die­sen Bei­trag ergänzen. 

Vorläufiges Fazit zu ›Reset your Body

Bis­lang mag ich ›Reset your Body‹ wirk­lich sehr ger­ne. Es ist wis­sen­schaft­lich fun­diert, lie­fert viel Grund­la­gen­wis­sen und vie­le prak­ti­sche Tipps. Nun wird der Selbst­ver­such zei­gen, ob das Buch sei­nem ers­ten Ein­druck gerecht wird. Ich bin gespannt. Wer ›Reset your Body‹ mag, könn­te sich auch für ›Darm mit Charme‹ oder ›Hap­py Food‹ inter­es­sie­ren.

Buchinfo

Kathy Rabus:
Reset your Body

Erle­be ein vita­les Kör­per­ge­fühl dank indi­vi­du­el­ler Ernäh­rung
Lüb­be Life, Mün­chen 2020
320 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−431−07014−9

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Daphne du Maurier: Rebecca [Rezension]

Eine Frau, die nicht vergessen kann. 

Daph­ne du Mau­ri­er zählt zu all jenen Autoren und Autorin­nen, die den eige­nen Erfolg noch erle­ben durf­ten. Als ihr Roman ›Rebec­ca‹ erschien, war sie Anfang 30 und hat­te bereits meh­re­re Roma­ne veröffentlicht. 

Ihr Roman ›Rebec­ca‹ war nicht nur lite­ra­risch äußerst erfolg­reich, son­dern auch die von Alfred Hitch­cock bereits zwei Jah­re spä­ter erschei­nen­de gleich­na­mi­ge Ver­fil­mung ›Rebec­ca‹ (1940), kann dies für sich beanspruchen. 

»Ges­tern Nacht träum­te ich, ich sei wie­der in Manderley.«

Mit die­sem Satz beginnt der Roman, der die Geschich­te der Ich-Erzäh­le­rin erzählt, die unver­hofft den Wit­wer Maxim de Win­ter ken­nen­lernt und des­sen Frau wird. Seit sei­ne Frau ver­starb, lebt die­ser nur von Dienst­bo­ten umge­ben auf sei­nem alten Her­ren­sitz Manderley. 

Das Anwe­sen ist für sei­ne Schön­heit und sei­ne Ele­ganz bekannt, eben­so wie es auch Maxims ver­stor­be­ne Frau Rebec­ca war. 

»Sie war unge­heu­er beliebt, wis­sen Sie, und eine so fas­zi­nie­ren­de Persönlichkeit.«

Doch wäh­rend die jun­ge, nicht aus adli­gen Ver­hält­nis­sen stam­men­de Icher­zäh­le­rin ver­sucht, in das neue Leben hin­ein­zu­wach­sen, auf das sie nie vor­be­rei­tet wur­de, hat Rebec­ca trotz ihrem Tod das Haus nicht ver­las­sen. Alles erin­nert noch an sie, Ein­rich­tung, Brie­fe, Tages­ab­läu­fe und nicht zuletzt: das Per­so­nal. Beson­ders die Haus­häl­te­rin Mrs. Dan­vers, die beses­sen scheint von der ver­stor­be­nen Rebec­ca de Winter.

»›Sie war schon als Kind eine Schön­heit‹, sag­te sie, ›so schön wie ein Bild. Die Män­ner dreh­ten sich auf der Stra­ße nach ihr um, und dabei war sie noch kei­ne zwölf Jah­re alt.‹«

Doch Rebec­cas Schat­ten las­tet nicht nur auf ihr. Als auf dem Kabi­nen­bo­den eines gesun­ke­nen Schif­fes die Lei­che von Rebec­ca gefun­den wird, obwohl Maxim de Win­ter bereits kurz nach ihrem Tod eine ande­re Lei­che als die sei­ner Frau iden­ti­fi­ziert hat, kön­nen Gegen­wart und Ver­gan­gen­heit sich nicht mehr aus dem Weg gehen.

Daph­ne du Mau­ri­ers Roman gibt Ein­blick in das schein­bar per­fek­te Leben auf einem eng­li­schen Her­ren­sitz, der von einer schein­bar noch per­fek­te­ren Frau geführt und von Grund auf reno­viert wurde.

Es ist bezeich­nend für den Roman, dass er nach der nie­mals selbst in Erschei­nung tre­ten­den Ver­stor­be­nen Rebec­ca benannt ist, deren Wir­ken jedoch noch in allen Berei­chen des Hau­ses und der Men­schen, die dort leben, zu spü­ren ist.

Bild rechts: Daph­ne du Mau­ri­er um 1930. The Chi­ches­ter Part­ners­hip (copy­right), Uni­ver­si­ty of Exe­ter (publi­ca­ti­on).

Fazit zu ›Rebecca

Nicht nur Alfred Hitch­cock hat sich dem Stoff des Romans ange­nom­men, vor weni­gen Jah­ren erschien auch das gleich­na­mi­ge Musi­cal, das den mitt­ler­wei­le bereits 80-jäh­ri­gen Stoff noch ein­mal für die Gegen­wart adap­tier­te. Ver­lo­ren hat der Roman von sei­ner dich­ten, bis­wei­len auch düs­te­ren Atmo­sphä­re bis heu­te nichts und kann all jenen wärms­tens emp­foh­len wer­den, die gemein­sam mit der Icher­zäh­le­rin in ein von Wald und Rho­do­den­dron­bü­schen umge­be­nes Haus einer ver­gan­ge­nen Zeit zurück­keh­ren möchten. 

Buchinfo

Daph­ne du Mau­ri­er:
Rebec­ca (1938)
Roman
Fischer Taschen­buch Ver­lag, Frank­furt a. M. 2005
448 S., EUR (D) 7,95 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−596−16350−2

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Bewer­tung: 6 von 5.


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