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Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen [Rezension]

Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen [Rezension]

Von sechs jungen Menschen, die das Unmögliche wagen. 

Die Figu­ren in ›Das Lied der Krä­hen‹ sind Abschaum. Der Dreck auf den Stra­ßen, lie­gen­ge­blie­ben und fest­ge­tre­ten durch die Ver­bre­chen jener, die vor ihnen kamen. 

Das Bar­rel hat sie Leben gelehrt, in sei­nen Freu­den­häu­sern, Stra­ßen­kämp­fen und Kasi­nos, in denen Men­schen­le­ben oft nur eine Ware sind. Sie wis­sen, dass die ver­lie­ren, die Schwä­che zei­gen. Also ver­su­chen sie, sie zu ver­ber­gen: die Her­kunft des einen, die Glücks­spiel­sucht oder die Lie­be des anderen.

Man soll­te anneh­men, dass es Din­ge gibt, die sogar zu ver­rückt und abwe­gig für jene sind, die in Ket­ter­dams dunk­len Gas­sen groß gewor­den sind: Ein Ein­bruch ins Eis­tri­bu­nal der Fje­r­dan, das unzäh­li­ge Gri­sha zum Tode ver­ur­teilt hat, um einen Gefan­ge­nen zu befrei­en, der bes­ser bewacht wird, als jeder sonst im Tribunal.

Eine unmög­li­che, im bes­ten Fall lebens­mü­de Auf­ga­be. Die wenigs­ten wäre so ver­rückt, sich auf solch einen Auf­trag ein­zu­las­sen, selbst wenn eine saf­ti­ge Beloh­nung winkt. Doch die wenigs­ten sind wie Kaz Brek­ker – geris­sen, gefürch­tet und talen­tiert – und sei­ne Dregs. Mit nur fünf Ver­bün­de­ten wagt er sich ins Eis­tri­bu­nal, um eine Per­son zu befrei­en, deren Schick­sal das Leben der Gri­sha für immer ver­än­dern könn­te. Und genau­so unge­wöhn­lich wie sei­ne Metho­den ist die Wahl sei­nes Teams in ›Das Lied der Krä­hen‹.

»Mat­thi­as Hel­var war ein Drüs­kel­le, einer der Hexen­jä­ger aus Fje­r­da, deren Auf­trag es war, Gri­scha zu jagen, um sie dem Gericht und ihrer Exe­ku­ti­on zu über­ant­wor­ten. Doch für sie hat­te er schon immer einem Krie­ger­hei­li­gen geäh­nelt, von gol­de­nem Licht umkränzt.«

Leigh Bar­d­u­gos Glo­ry or Gra­ve‹-Dilo­gie bringt die Leser und Lese­rin­nen zwar nicht zurück in das aus der Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ bekann­te Raw­ka, doch zurück in das Gris­ha­ver­se. Weni­ge Jah­re nach den Ereig­nis­sen der Tri­lo­gie und zeit­lich vor der ›Thron aus Asche und Gold‹-Dilogie (›King of Scars‹) sind ›Das Lied der Krä­hen‹ und ›Das Gold der Krä­hen‹ ange­sie­delt. Ich wür­de emp­feh­len, die Krä­hen-Dilo­gie am bes­ten erst nach der Gri­sha-Tri­lo­gie zu lesen. Zwar lässt sie sich auch eigen­stän­dig lesen, doch hat man so den größ­ten Lesegenuss.

In den Stra­ßen Kerchs, in denen Kaz Brek­ker und sei­ne Dregs, zu Hau­se sind, ist es für Gri­sha nicht sicher. Sie wer­den ent­führt, ver­kauft und in Arbeits­ver­trä­ge gezwängt, die nie­mals abge­ar­bei­tet wer­den kön­nen – im bes­ten Fall. Somit kann Kaz für sei­nen Ein­bruch ins Eis­tri­bu­nal nicht auf ein gut aus­ge­bil­de­tes Gri­sha-Team zurück­grei­fen: Kaz’ Ver­stand und Ideen­reich­tum wer­den mehr­fach auf die Pro­be gestellt.

»Kaz zupf­te an den Ärmeln sei­ner Uni­form. ›Nina, die Men­schen lie­ben es, die Auto­ri­tät an gut geklei­de­te Män­ner abzu­ge­ben. Ich besit­ze Uni­for­men von der Stadt­wacht, der Hafen­po­li­zei und die Tracht eines jeden Krä­mer­hau­ses an der Geldstraat.‹«

Das Lied der Krä­hen‹ ist auf eine ande­re Art span­nend und fes­selnd, als es die Gri­sha-Tri­lo­gie war. 

Unge­wöhn­li­che Magie ist zwar nicht ganz aus der Welt, doch neh­men Tak­tik und Ideen­reich­tum eine weit­aus grö­ße­re Bedeu­tung ein. 

Fazit zu ›Das Lied der Krähen

Die Sol­da­ten der Ers­ten und Zwei­ten Armee machen Platz für die Gano­ven des Bar­rels. Obwohl ich anfangs die Wär­me ver­misst habe, die ich mit der Gri­sha-Tri­lo­gie ver­bin­de, kön­nen Kaz Brek­ker und sei­ne Trup­pe über­zeu­gen: in ihrer Unter­schied­lich­keit und, weil sie sich nicht unter­krie­gen las­sen, obwohl manch­mal alles gegen sie ver­schwo­ren scheint. Düs­ter, span­nend und Lust auf Mehr machen. Der zwei­te Band, ›Das Gold der Krä­hen‹, wird nicht lan­ge auf mich war­ten müssen.

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Das Lied der Krä­hen

Glo­ry or Gra­ve
Band 1
Über­setzt von: Michel­le Gyo
Knaur HC, Mün­chen 2017
592 S., EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−426−65443−9

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Bewer­tung: 4 von 5.


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Leigh Bardugo: Legenden der Grisha [Reihe]

Wo Schatten und Licht sich berühren. 

In man­chen Städ­ten wer­den sie ver­folgt und ver­brannt, in ande­ren als Skla­ven gehal­ten. In Rav­ka hin­ge­gen füh­ren sie ein Leben in der Zwei­ten Armee, ange­führt von einem Mann namens ›der Dunk­le‹, der mäch­tigs­te der Grisha. 

Drei ver­schie­de­nen Orden kön­nen sie ange­hö­ren: den Kor­po­ral­ki, den Ätheral­ki und den Mate­ri­al­ki. Schon als Kin­der wer­den die Men­schen gesucht, die die­se Gaben in sich tra­gen, und zum Dunk­len gebracht. Und wäh­rend Rav­ka immer wie­der von Krie­gen heim­ge­sucht wird, die gigan­ti­sche Schat­ten­flur das Land spal­tet und den Han­del erschwert, wer­den die Gri­sha im Klei­nen Palast aus­ge­bil­det. Somit hat das Reich in den ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht nur mit Pro­ble­men von außer­halb zu kämp­fen, die Schat­ten­flur und die Vol­kra, die in ihr Leben, hal­ten wei­te­re Schre­cken für bereit.

»Die Die­ner nann­ten sie Malench­ki, Geis­ter­chen, denn die Kleins­ten und Jüngs­ten such­ten das Haus des Her­zogs heim wie kichern­de Phan­to­me, rann­ten durch die Zim­mer, ver­steck­ten sich in Schrän­ken, um zu lau­schen, und stah­len die letz­ten Pfir­si­che des Som­mers aus der Küche.«

Beginn von ›Gol­de­ne Flam­men‹, Knaur 2020

Ali­na Star­kov gehört in den ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht zu jenen, die von klein auf in der Gunst des Dunk­len leben dür­fen. Als Wai­sen­kind ist sie mit ihrem Kind­heits­freund Mal in Ker­am­zin auf­ge­wach­sen. Und als die bei­den älter wer­den, zieht es sie in zwei unter­schied­li­che Beru­fe: Ali­na will Kar­ten­zeich­ne­rin wer­den, Mal Fährtensucher.

Doch der Tag, an dem die bei­den jun­gen Men­schen die Schat­ten­flur das ers­te Mal in ihrem Leben durch­que­ren müs­sen, ver­än­dert alles. Sie schaf­fen es nicht, die ande­re Sei­te zu errei­chen. Statt­des­sen wer­den sie in etwas hin­ein­ge­zo­gen, das nicht nur ihr Leben, son­dern auch Rav­ka für immer ver­än­dern soll.

»Frü­her, lan­ge bevor sie die Wah­re See befuh­ren, hat­ten der Jun­ge und das Mäd­chen immer wie­der von Schif­fen geträumt: Schif­fe, rand­voll mit Geschich­ten, ver­zau­ber­te Schif­fe mit Mas­ten aus wohl­rie­chen­dem Zedern­holz und mit Segeln aus purem Gold, von Jung­frau­en gesponnen.«

Beginn von ›Eisi­ge Wel­len‹, Knaur 2020

Beglei­tet von Leigh Bar­d­u­gos Händ­chen für span­nen­de Cha­rak­te­re ent­steht in den ›Legen­den der Gri­sha‹ eine Geschich­te um die jun­ge Ali­na, in der sie bald mehr sein wird, als ein Wai­sen­kind aus Ker­am­zin. Doch es war­ten nicht nur Freun­de auf sie, auch ihre Zahl an Fein­den wächst im Ver­lauf der Tri­lo­gie zunehmend.

Die Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹, bestehend aus ›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹, ist per­fekt für Leser und Lese­rin­nen, die es ger­ne span­nend, atmo­sphä­risch und düs­ter mögen. Bar­d­u­go macht es ihren Cha­rak­te­ren nicht ein­fach. Geheim­nis­se war­ten in Rav­ka, Über­ra­schun­gen und char­man­te Nebencharaktere.

»Das Unge­heu­er heißt Izum­rud, und man­che sag­ten, es habe die Gän­ge unter­halb von Rav­ka geschaf­fen. Von einem uner­sätt­li­chen Hun­ger getrie­ben, habe die­ser gewal­ti­ge Wurm Schlick und Gestein ver­schlun­gen, sich immer tie­fer gebohrt, bis er zu weit vor­ge­drun­gen sei und sich am Ende in der Fins­ter­nis ver­irrt habe.«

Beginn von ›Lodern­de Schwin­gen‹, Knaur 2020

Bar­d­u­gos Fan­ta­sy-Roma­ne zie­hen nicht nur Jugend­li­che in ihren Bann: auch für Erwach­se­ne ist die Tri­lo­gie emp­feh­lens­wert. Das düs­te­re, geheim­nis­vol­le Set­ting, die span­nen­de Hand­lung und vor allem char­man­te Neben­cha­rak­te­re und inter­es­san­te Ant­ago­nis­ten überzeugen. 


Für Fans von …


Bewertung

Bewer­tung: 5 von 5.

Leigh Bar­d­u­go:
Gol­de­ne Flam­men
Legen­den der Gri­sha, Band 1
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
352 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52444−2

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Leigh Bar­d­u­go:
Eisi­ge Wel­len

Legen­den der Gri­sha, Band 2
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
448 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52445−9

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Leigh Bar­d­u­go:
Lodern­de Schwin­gen

Legen­den der Gri­sha, Band 3
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
432 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52446−6

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Leigh Bardugo: Lodernde Schwingen [Rezension]

Von einem Jungen ohne Namen. 

Es gibt Bücher, die gewin­nen mich schon nach der ers­ten Sei­te für sich. So ging es mir mit ›Gol­de­ne Flam­men‹ von Leigh Bar­d­u­go, das ich in kür­zes­ter Zeit ver­schlun­gen habe. Auch ›Eisi­ge Wel­len‹ habe ich wirk­lich ger­ne gele­sen, doch hat mich der 2. Band der Rei­he ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht dar­auf vor­be­rei­tet, wie sehr ich den 3. Band ›Lodern­de Schwin­gen‹ mögen wür­de. Hat­te ich schon nach dem 1. Band kei­ne Zwei­fel mehr dar­an, dass Leigh Bar­d­u­go eine begna­de­te Schrift­stel­le­rin ist, wür­de ich mitt­ler­wei­le jedes Buch von ihr ohne zu zögern lesen. 

Bar­d­u­gos Bücher sind düs­ter, ihre Wel­ten vol­ler Gefah­ren, Geheim­nis­se und Abgrün­de. Und in die­sem düs­te­ren Set­ting kön­nen nicht nur char­man­te Neben­cha­rak­te­re strahlen. 

Nach dem 2. Band ›Eisi­ge Wel­len‹ liegt die Welt der Gri­sha, wie die Lesen­den sie kann­ten, in Trüm­mern. Sowohl der Dunk­le als auch Ali­na sind nur knapp ihrem Tod ent­ron­nen. Vie­le ande­re hat­ten die­ses Glück nicht. Doch wäh­rend der Dunk­le die Zeit danach genutzt hat, um den Thron des Zaren für sich zu bean­spru­chen, lebt Ali­na tief unter der Erde, weg­ge­sperrt vom Son­nen­licht. Doch Ali­na hat etwas in ›Lodern­de Schwin­gen‹, das der Dunk­le nicht hat: Freun­de, die ihr hel­fen wol­len, sich zu befreien.

»Das Unge­heu­er heißt Izum­rud, und man­che sag­ten, es habe die Gän­ge unter­halb von Rav­ka geschaf­fen. Von einem uner­sätt­li­chen Hun­ger getrie­ben, habe die­ser gewal­ti­ge Wurm Schlick und Gestein ver­schlun­gen, sich immer tie­fer gebohrt, bis er zu weit vor­ge­drun­gen sei und sich am Ende in der Fins­ter­nis ver­irrt habe.«

Dabei ist Ali­na Star­kov in ›Lodern­de Schwin­gen‹ im Besitz zwei­er Kräf­te­meh­rer. Obwohl die jun­ge Frau spürt, dass die­se sie ver­än­dern und ihr Wunsch, den drit­ten Kräf­te­meh­rer an sich zu brin­gen, nicht nur posi­ti­ven Ursprungs ist, kann sie die Suche nicht auf­ge­ben. Auch der Dunk­le lässt ihr kei­ne Ruhe, ihr bleibt kaum genug Zeit, ihre Ver­bün­de­ten um sich zu sammeln. 

Doch spä­tes­tens nach dem 1. Band ist klar, dass Freun­de und Ver­bün­de­te oft nur schwer von Fein­den und Ver­rä­tern zu tren­nen sind. Es gibt weni­ge in ›Lodern­de Schwin­gen‹, auf die sich Ali­na glaubt, ver­las­sen zu kön­nen, doch die­se weni­gen haben es in sich. Und hin­ter den Gescheh­nis­sen um Ali­na wird eine wei­te­re Geschich­te in ihren Ansät­zen frei­ge­legt: die Geschich­te einer Fami­lie, aus der ein Mann wie der Dunk­le her­vor­ge­hen konnte.

»Er hat­te um die­sen Thron gekämpft, hat­te Hun­der­te von Jah­ren gefoch­ten und gedient, um ihn end­lich für sich bean­spru­chen zu kön­nen. Ich muss­te zuge­ben, dass er wie geschaf­fen dafür war.«

Fazit zu ›Lodernde Schwingen

Wer also wis­sen will, wie es im Kampf um Rav­ka wei­ter­geht, wie der rich­ti­ge Name des Dunk­len lau­tet und wie ein Prinz, der sein Leben lang kei­ne Not kann­te, doch noch ler­nen muss, was Hun­ger ist, der soll­te den fina­len Band der Tri­lo­gie der ›Legen­den der Gri­sha‹ unbe­dingt lesen. Es wird spannend!

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Lodern­de Schwin­gen

Roman
Legen­den der Gri­sha, Band 3
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur, Mün­chen 2020
432 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52446−6

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Victor Hugo: Les Misérables [Rezension]

Von Verbrechen, Gesetzen und Menschen. 

Ein Mann wird zu einer Stra­fe von vier Jah­ren ver­ur­teilt, weil er Brot geklaut hat und dabei eine Schei­be ein­ge­schla­gen hat. Das Leben als Galee­ren­sträf­ling ist hart – mehr­mals ver­sucht der Mann namens Jean Val­jean in ›Les Misé­ra­bles‹ zu flie­hen und wird erwischt. Aus den vier Jah­ren wird eine Haft­stra­fe von ins­ge­samt 19 Jahren. 

Doch auch nach­dem Val­jean sei­ne Stra­fe ver­büßt hat, ist er kein frei­er Mann. Er muss sich an jedem Ort mel­den, an den er kommt. Sei­ne Papie­re brand­mar­ken ihn als gefähr­li­chen Ex-Sträf­ling. Trotz des Gel­des, das er müh­sam auf den Galee­ren gespart hat, fin­det er kei­ne Unter­kunft und nie­mand, der ihm etwas zu Essen ver­kau­fen möch­te. Erst als er an das Haus des Bischofs Myri­el von Digne gelangt, den Val­jean durch sei­ne spar­sa­me Lebens­wei­se nicht als sol­chen erkennt, bekommt er Essen und einen Schlaf­platz. Doch Jean Val­jean weiß, dass er wie­der in die Welt hin­aus muss und beschließt, das weni­ge Sil­ber im Haus des Bischofs zu stehlen.

Val­jean, der sein Glück mitt­ler­wei­le ken­nen müss­te, wenn er ver­such­te, eine Straf­tat zu bege­hen, wird erwischt und wie­der in das Haus des Bischofs gebracht. Doch Myri­el von Digne reagiert auf Val­jeans Dieb­stahl auf eine Art, die Val­jeans gesam­tes Leben ver­än­dern wird.

»Gegen die Frau­en und gegen die Armen, auf denen das Unrecht der Gesell­schaft am schwers­ten las­te­te, war er stets nach­sich­tig. ›Die Sün­den der Frau­en, der Kin­der, der Bedien­ten, der Schwa­chen, der Elen­den und der Unwis­sen­den‹, sag­te er, ›sind immer die Schuld der Män­ner, der Eltern, der Brot­ge­ber, der Star­ken, Rei­chen und Wissenden.‹«

Jean Val­jean ist einer von jenen, nach denen die­ser Roman benannt ist: ›Les Misé­ra­bles‹ – ›Die Elen­den‹. Men­schen, die nicht das Glück haben, in ein wohl­ha­ben­des Haus gebo­ren zu sein, son­dern mit den erdenk­lich schlech­tes­ten Start­be­din­gun­gen auf die­se Welt kom­men, die kei­ne siche­re ist. Jean Val­jean ist in die­sem Stru­del, der ihn wei­ter hin­ab reißt. Er stahl Brot, wur­de zum Sträf­ling und damit zu einem von der Gesell­schaft aus­ge­schlos­se­nen. Als ein sol­cher stiehlt er nicht mehr nur Brot, son­dern Silber.

»Wenn die See­le in Dun­kel­heit schmach­tet, ist sie der Sün­de zugäng­lich. Nicht der ist schul­dig, der die Sün­de begeht, son­dern der die Fins­ter­nis erzeugt hat.«

Ähn­lich ergeht es den ande­ren Figu­ren in Vic­tor Hugos Roman ›Les Misé­ra­bles‹. Der jun­gen und schö­nen Fan­ti­ne, der fre­chen und muti­gen Epo­ni­ne, dem klei­nen Gav­ro­che. Vic­tor Hugo gelingt es, eine Welt um die­se zu erschaf­fen, die berührt und in der ›die Elen­den‹ in all ihrer Mensch­lich­keit sicht­bar wer­den. Er zeigt sie ver­strickt in ihre sozia­len Umstän­de, die sie ein­engen und denen sie immer wie­der bereit sind, etwas Leben abzutrotzen.

Die Zeit, in der der Roman ›Les Misé­ra­bles‹ ist eine, in der sich ein Umbruch ankün­di­gen will. 1815 set­zen die Gescheh­nis­se ein und beglei­ten die Figu­ren bis 1832.

»Es war schwer, sich einen her­ab­ge­kom­me­ne­ren Men­schen als die­sen vor­zu­stel­len. Er war von mitt­le­rem Wuch­se, stäm­mig, und bei Kräf­ten. Sein Alter hät­te man mit sechs­und­vier­zig oder acht­und­vier­zig Jah­ren ange­ben können.«

Fazit zu ›Les Misérables

Obwohl mehr als ein­ein­halb Jahr­hun­der­te ver­gan­gen sind, seit­dem Hugo die­sen Roman ver­öf­fent­licht hat, sind die Kämp­fe der Prot­ago­nis­ten nicht ver­staubt. Er lädt den Leser ein, die­se ›Elen­den‹ bei dem Ver­such zu beglei­ten, über sich hin­aus­zu­wach­sen, in einer Zeit, die von Hun­ger und Armut geprägt war. Eine defi­ni­ti­ve Lese­emp­feh­lung! Mehr zu Klas­si­kern fin­det sich in mei­nem Post ›Klas­si­ker, die mich wirk­lich über­rascht haben‹.

Buchinfo

Vic­tor Hugo:
Les Misé­ra­bles / Die Elen­den
(1862)
Übersetzer/in Edmund Th. Kaur
Auf­bau Taschen­buch, Ber­lin 2000
608 S., EUR (D) 14,00 inkl. MwSt.
Roman, Bro­schur
ISBN 978−3−7466−1700−8

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Doris Dörrie: Leben schreiben atmen [Rezension]

Von der Kunst, sich Zeit zu nehmen. 

Hast du als Kind gelo­gen? Hast du schon­mal etwas ver­lo­ren, oder jeman­den? Schrei­be über dein Eltern­haus, was ist noch da? So oder so ähn­lich lau­ten eini­ge der Fra­gen und Anre­gun­gen, die Doris Dör­rie in ihrem neu­en Buch ›Leben schrei­ben atmen‹ für den Leser bereithält. 

In 50 Kapi­teln, die zumeist nur weni­ge Sei­ten lang sind, begeg­nen ihnen die Lesen­den und mit ihnen der »Ein­la­dung zum Schrei­ben«. Dör­rie löst die­ses Ver­spre­chen ein, das der Unter­ti­tel des Buches gibt: Kaum hat man das Buch auf­ge­schla­gen, begeg­net man der ers­ten die­ser Fra­gen und Anre­gun­gen, die zum Schrei­ben inspirieren.

Doch Leben schrei­ben atmen ist kein Fron­tal­un­ter­richt, bei dem Dör­rie die Fra­gen dik­tiert und die Ler­nen­den brav eine Ant­wort geben sol­len. Viel­mehr erin­nert das Buch an einen Dia­log, denn noch bevor die Lesen­den die Fra­ge ken­nen­ler­nen, gibt die Autorin kur­ze Erzähl­pas­sa­gen von sich preis, die sich um die kom­men­de Fra­ge drehen.

»Mei­ne Erin­ne­run­gen ver­mi­schen sich mit dei­nen Erin­ne­run­gen.
Wenn ich über Ver­lo­re­nes schrei­be, erin­nerst du dich an Ver­lo­re­nes. Wenn ich über Gewon­ne­nes schrei­be, erin­nerst du dich an Gewon­ne­nes.
«

Leben schrei­ben atmen ist ein Ken­nen­ler­nen durch Schrei­ben und Geschrie­be­nes. Wäh­rend das Bild der Erzäh­le­rin durch ihre Erzähl­tex­te Kon­tur annimmt, wer­den die Lesen­den auch auf ihre eige­nen Kon­tu­ren sto­ßen und die­se neu abzu­tas­ten versuchen.

Doris Dör­rie gelingt es, ihren Lesern – wenn die­se sich auf ihre Ein­la­dung ein­las­sen und zu Schrei­ben­den wer­den –, mit einem uner­schöpf­li­chen Vor­rat an Geschich­ten ver­traut zu machen: Jene Geschich­ten, die der Mensch durch sei­ne Erleb­nis­se und Erin­ne­run­gen in sich trägt. Fra­gen, die zunächst leicht beant­wort­bar erschei­nen, ent­pup­pen sich als Gold­gru­ben. Denn Dör­ries Prin­zip, min­des­tens zehn Minu­ten am Stück zu schrei­ben, führt dazu, dass es bei der schnel­len Ant­wort auf eine Fra­ge nicht blei­ben kann, Asso­zia­tio­nen wer­den geweckt, der Lesen­de gräbt tie­fer nach einer Ant­wort und noch ehe er sich ver­sieht, ist die Ant­wort auf die Fra­ge weit grö­ßer gewor­den, als sie je aus­ge­se­hen hat. Und grö­ßer, als dass sie in zehn Minu­ten nie­der­zu­schrei­ben wäre.

»Erin­ne­run­gen auf­schrei­ben ist wie Per­len auf eine Ket­te auf­zie­hen. Eine nach der ande­ren. Nichts ist verloren.«

Einladung statt Anleitung

Wer sich auf Dör­ries Ein­la­dung zum Schrei­ben ein­lässt, lernt schnell, den eige­nen Kopf beim Schrei­ben nicht mehr als Geg­ner oder Blo­cka­de wahr­zu­neh­men, son­dern ihn zur Quel­le des­sen zu machen.

»Wenn wir dar­über nach­den­ken, was wir so den­ken, schä­men wir uns schnell. Und wenn wir uns schä­men, kön­nen wir schlecht schrei­ben. Wofür schä­men wir uns?«

Leben schrei­ben atmen ver­sucht nicht, letzt­gül­ti­ge Regeln dar­über fest­zu­le­gen, wie geschrie­ben wer­den soll. Es belehrt nicht und kann den­noch eine gro­ße Wir­kung auf sei­ne Leser und Lese­rin­nen ent­fal­ten: Dör­ries Fra­gen inspi­rie­ren, sie regen an und hel­fen, sich selbst zum Schrei­ben zu verhelfen.

Doris Dör­ries neu­es Werk ist kein Buch, das am Stück gele­sen wer­den soll, um dann in den Untie­fen des Bücher­re­gals neben dicken Wör­ter­bü­chern zu ver­schwin­den. Viel­mehr kann es immer wie­der her­vor­ge­zo­gen wer­den, um erneut zum Schrei­ben einzuladen.

Fazit zu ›Leben schreiben atmen

Wer nach kla­ren Vor­ga­ben sucht, wie geschrie­ben wer­den soll, wird bei Dör­rie nicht fün­dig. Doch was sich durch das Buch zieht, ist die Auf­for­de­rung, das geschrie­ben wer­den soll, am bes­ten täg­lich, min­des­tens zehn Minu­ten. Wer ler­nen will, im eige­nen Kopf einen Weg zu pflas­tern, der zu einem Quell an Inspi­ra­ti­on führt, soll­te Leben schrei­ben atmen in sei­nen Werk­zeug­kas­ten packen, denn man­che Ein­la­dun­gen soll­te man nicht ausschlagen.

Buchinfo

Doris Dör­rie:
Leben, schrei­ben, atmen

Eine Ein­la­dung zum Schrei­ben
Dio­ge­nes, Zürich 2019
288 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver, Lei­nen, im Schutz­um­schlag
ISBN 978−3−257−07069−9

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Bewer­tung: 4.5 von 5.


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Nikoletta Kiss: Das Licht vergangener Tage [Rezension]

Von Kanten, Kerben und Zukunftswünschen. 

Als sich der jun­ge Kunst­stu­dent Ist­ván und die ange­hen­de Schau­spie­le­rin Rebe­ka ken­nen­ler­nen, sind die bei­den in ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ noch am Anfang ihrer Kar­rie­re. Obwohl Ist­ván ein talen­tier­ter Künst­ler ist, bekommt er durch sei­ne Male­rei bereits früh Probleme.

Rebe­ka hin­ge­gen, die aus gutem Hau­se kommt und alle Regeln der Eti­ket­te beherrscht, wird schon bald auf der Büh­ne bewun­dert. So ist es, wäh­rend sie die Tage mit Ist­ván ver­bringt und für ihre Vor­spre­chen übt, nur eine Fra­ge der Zeit, bis ein gut situ­ier­ter Pro­fes­sor um ihre Hand anhält. 

Doch als die Gescheh­nis­se der 1950er-Jah­re über Ungarn her­ein­bre­chen, ist es nicht Ist­ván, der vor Pro­ble­men steht, son­dern Rebek­ka: Mit ihrem Vater soll sie das Haus ihrer Kind­heit ver­las­sen und in ein klei­nes Dorf wei­ter weg ziehen.

»Der Aus­la­ge­rungs­be­fehl gab ihnen vier­und­zwan­zig Stun­den, um das Nötigs­te zusam­men­zu­pa­cken, nicht mehr als fünf­zig Kilo­gramm pro Person.«

Als Rebe­kas gewohn­tes Leben aus­ein­an­der­bricht, bit­tet sie ihren Ver­lob­ten, Pro­fes­sor Breit­ner, und ihren Freund Ist­ván um Hil­fe. Doch nur einer der bei­den Män­ner ist bereit, sein gewohn­tes Leben für sie aufzugeben.

Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ gehört zu jenen Roma­nen, die dem Leser auch Tage, nach­dem man das Buch gele­sen hat, noch im Kopf rum­ge­hen. Nach und nach will die Viel­schich­tig­keit des Romans betrach­tet und durch­dacht wer­den. Er zeigt uns das Leben zwei­er jun­ger Men­schen, mit ihren Wün­schen und Vor­stel­lun­gen für die Zukunft. Und gleich­zei­tig zeigt er, wel­che Opfer für die­se gebracht wer­den müs­sen und wel­che uner­reich­bar bleiben.

»Ich habe immer geglaubt, ich müss­te jeman­den wie Breit­ner hei­ra­ten, um das Glück zu fin­den. Bei Ist­váns Ver­su­chen, mir näher­zu­kom­men, stell­te sich mei­ne gut­bür­ger­li­che Erzie­hung ein wie eine Muttersprache.«

Und es ist wohl jene Uner­reich­bar­keit, die den Figu­ren ihre Tie­fe gibt. Denn wäh­rend ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ zwi­schen der Ver­gan­gen­heit der 1940er- und 1950er-Jah­re, in der Ist­ván, Rebe­ka und Breit­ner noch jung waren, und der jun­gen Ver­gan­gen­heit der 2010er-Jah­re schwankt, in der zwei von ihnen zu alten Men­schen gewor­den sind und einer ver­stor­ben ist, weiß der Leser, dass es kei­ne ein­fa­che Geschich­te wer­den kann.

Und so schwebt das Gesche­hen des Romans zwi­schen dem, was ist, dem, was hät­te sein kön­nen, und dem, was nie wer­den wird. Die his­to­ri­schen Ereig­nis­se, die über die Per­so­nen her­ein­bre­chen, sind zu groß und ver­schlu­cken sie, um sie an einem ande­ren Ort wie­der auszuspucken.

Niko­let­ta Kiss gelingt mit ihrem Roman ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ vie­les zugleich: Er ist erfüllt von der Leich­tig­keit der Figu­ren und der Schwe­re der Ereig­nis­se. Von der Ver­än­de­rung der Leben, die die­se füh­ren kön­nen, und der Bestän­dig­keit man­cher Wün­sche und Ziele.

Fazit zu ›Das Licht vergangener Tage

Dabei erschafft sie Figu­ren, die im Gedächt­nis blei­ben, fern­ab von Kitsch und Kli­schee. ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ braucht ein wenig Zeit, um sich zu ent­fal­ten, und so kann es mit­un­ter ein wenig dau­ern, bis man mit den kan­ti­gen Beson­der­hei­ten der Per­so­nen warm wird. Doch sind es eben jene kan­ti­gen Beson­der­hei­ten, die die Geschich­te tra­gen, auch, lan­ge nach­dem man den Buch­de­ckel geschlos­sen hat. 

Buchinfo

Niko­let­ta Kiss:
Das Licht ver­gan­ge­ner Tage

Hey­ne, Mün­chen 2019
448 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−453−42321−3

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Ingeborg Bachmann: Liebe: Dunkler Erdteil [Rezension]

Gedichte aus den Jahren 1942–1967.

Es dau­er­te nach dem Tod von Inge­borg Bach­mann im Jah­re 1973 kaum vier Jah­re, bis der nach ihr benann­te Inge­borg-Bach­mann-Preis 1977 zum ers­ten Mal ver­lie­hen wur­de. ›Lie­be: Dunk­ler Erd­teil‹ ist eine Zusam­men­stel­lung ihrer Gedich­te aus den Jah­ren zwi­schen 1942 und 1967. 

Seit­dem wird der Preis ein­mal im Jahr ver­lie­hen und ist zu einer der bedeu­tends­ten lite­ra­ri­schen Aus­zeich­nun­gen im deut­schen Sprach­raum geworden.

Lie­be: Dunk­ler Erd­teil‹ ent­hält Gedich­te des Zeit­raums als Bach­mann unge­fähr 16 Jah­re alt war bis hin zu Gedich­ten, die sechs Jah­re vor ihrem Tod ent­stan­den sind. Vie­le der Gedich­te des Buches sind bis­lang noch nicht ver­öf­fent­licht gewe­sen und aus ihrem Nach­lass ent­nom­men. Im Anmer­kungs­teil des Buches ist jedoch für jedes Gedicht ange­ge­ben, woher es stamm­te und ob ande­re Bear­bei­tungs­stu­fen vorliegen.

»Der schwar­ze König zeigt die Raub­ti­er­nä­gel,
zehn blas­se Mon­de jagt er in die Bahn,
[…]«

Teil der ers­ten Stro­phe des dem Buch sei­nen Namen
geben­den Gedich­tes ›Lie­be: Dunk­ler Erdteil‹

Der chro­no­lo­gi­sche Auf­bau des Gedicht­ban­des ›Lie­be: Dunk­ler Erd­teil‹ ermög­licht es, den Ver­än­de­run­gen der Gedich­te über die Jahr­zehn­te bei­zu­woh­nen. Doch fal­len neben der Ver­än­de­rung der Gedich­te vor allem die ihnen gleich­blei­ben­den Ele­men­te auf.

Inge­borg Bach­manns Gedich­te schei­nen stets gefüllt zu sein von einem lyri­schen Ich, des­sen Gedan­ken und Gefüh­le ihren Gedich­ten Struk­tur und Leben geben.

© Dr. Heinz Bach­mannn / Piper Verlag
Fazit zu ›Liebe: Dunkler Erdteil

Bach­manns Gedich­te sind gleich­zei­tig von Leich­tig­keit und einer Schwe­re erfüllt. Wäh­rend die Leich­tig­keit vor allem durch ihre kla­re Struk­tur und unge­küns­tel­te Form kommt, erwächst die Schwe­re aus ihrem Inhalt. Das Dunk­le, Ver­lo­re­ne, nicht recht dazu­ge­hö­ren­de fin­det in eini­gen ihrer Gedich­te Gestalt.

So laden die in die­sem Band zum Teil erst­mals abge­druck­ten Wer­ke auch heu­te, über 45 Jah­re nach ihrem Tod, noch dazu ein, gele­sen zu werden.

Buchinfo

Inge­borg Bach­mann:
Lie­be: Dunk­ler Erd­teil
Gedich­te aus den Jah­ren 1942–1967
Piper, Mün­chen 2019
80 S., EUR (D) 8,99 inkl. MwSt.
E‑Book
ISBN 978−3−492−97461−5

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