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Doris Dörrie: Einladung zum Schreiben [Rezension]

Doris Dörrie: Einladung zum Schreiben [Rezension]

50 Kapitel voller Schreibideen. 

Nicht nur für jene, die bereits Doris Dör­ries Buch ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ gele­sen haben, könn­te ihr neu­es Buch ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ inter­es­sant sein. Auch für Dör­rie-Neu­lin­ge trifft dies zu.

Wäh­rend in ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ neben Ermun­te­run­gen zum Schrei­ben auch für das Erleb­te der Autorin Platz war, kon­zen­triert sich ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ auf das eige­ne Schreiben.

In ihrem Buch lei­tet Dör­rie in 50 Kapi­teln mit den unter­schied­lichs­ten Schreib­im­pul­sen zum Schrei­ben an. Ob über Gum­mi­bär­chen, Löwen­zahn oder die Dun­kel­heit – bei der Viel­falt an Schrei­b­ideen ist sicher­lich für jeden etwas dabei. Dabei ist ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ in ers­ter Linie kein Buch über das Schrei­ben, son­dern wie der Unter­ti­tel Schreib­jour­nal bereits ver­rät, ein Buch für das eige­ne Schrei­ben. Neben einer etwa halb­sei­ti­gen Ein­füh­rung sind in jedem Kapi­tel meh­re­re Sei­ten dafür vor­ge­se­hen, dass die Lesen­den die­se selbst fül­len können. 

»Ich schrei­be, um einen Sinn zu fin­den, obwohl es am Ende wahr­schein­lich kei­nen gibt. Schrei­bend erin­ne­re ich mich an mich selbst. Schrei­bend erfor­sche ich die Welt.«

Wer sich jede Woche ein ande­res Kapi­tel aus ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ vor­nimmt, wird somit fast ein Jahr von Dör­ries Buch beglei­tet und zum Schrei­ben angeregt.

Dabei sind Dör­ries Regeln für das Schrei­ben, die sich an nicht mal zwei Hän­den abzäh­len las­sen, denk­bar leicht zu ver­ste­hen und dabei super effek­tiv. Allen vor­an die Auf­for­de­rung, eine bestimm­te Zeit am Stück zu schrei­ben und sich dabei weder zu unter­bre­chen noch zu bewerten.

»Wenn man schreibt, schreibt man immer über sich selbst. Schrei­bend hal­te ich mich am Leben und über­le­be. Jeden Tag wieder.«

Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ ist eine Art geschütz­ter Raum für das eige­ne Schrei­ben. Auch vor der stän­di­gen Selbst­be­wer­tung und Selbst­ab­wer­tung will es durch sei­ne Regeln bewah­ren und somit dem Unge­schrie­be­nem die Chan­ce geben, end­lich geschrie­ben zu werden. 

»Und so ist dies also eine wei­te­re Ein­la­dung, die Schatz­kis­te der eige­nen Erin­ne­run­gen zu öff­nen und zu begrei­fen, dass nie­mand sonst auf der Welt genau die­sen Schatz besitzt, ihn her­vor­zu­ho­len, abzu­stau­ben und zu beschreiben.«

Obwohl ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ nicht nur für Fans von Dör­ries Buch ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ zu emp­feh­len ist, kann die­ses ger­ne zusätz­lich gele­sen wer­den. Die­ses ist aus­führ­li­cher und kann dadurch einen zusätz­li­chen Moti­va­ti­ons­schub schenken.

Fazit zu ›Einladung zum Schreiben‹

Da ich bereits ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ super und sehr inspi­rie­rend und moti­vie­rend fand, wuss­te ich, dass ich ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ unbe­dingt lesen muss. Ich mag Dör­ries ent­spann­ten und wert­neu­tra­len Ansatz, der ermun­tert und anregt. Beim Kauf von ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ soll­te jedoch klar sein, dass es sich dabei nicht um ein Buch im klas­si­schen Sin­ne, son­dern um ein Schreib­jour­nal han­delt. Dies bedeu­tet, dass die frei­en Sei­ten zum Selbst­aus­fül­len im Buch die Mehr­zahl aus­ma­chen. Denn genau dar­um geht es dar­in: selbst ins Schrei­ben zu kommen.

Buchinfo

Doris Dör­rie:
Ein­la­dung zum Schrei­ben

Ein Schreib­jour­nal nach dem Best­sel­ler Leben, Schrei­ben, Atmen
Hard­co­ver Lei­nen
Dio­ge­nes, Zürich 2021
224 S., EUR (D) 16,- inkl. MwSt.
ISBN 978−3−257−07110−8

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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Neuerscheinungen 2021

2020 ist sicher­lich in vie­ler­lei Hin­sicht ein beson­de­res Jahr gewe­sen. Doch wie jedes Jahr war­ten auch in die­sem die Ver­lags­vor­schau­en für Frühjahr/Sommer 2021 dar­auf, durch­stö­bert zu wer­den. Eines ist sicher: 2021 ver­spricht ein span­nen­des Lese­jahr in vie­len Gen­res zu wer­den und macht rich­tig Lust auf sei­ne Neu­erschei­nun­gen 2021. Bücher, die mir bereits jetzt ins Auge gesprun­gen sind und auf deren Erschei­nen ich mich schon sehr freue, stel­le ich Euch hier ger­ne vor. Bestimmt wer­den jedoch über das Jahr noch eini­ge Neu­erschei­nun­gen 2021 in mei­ner Lis­te hinzukommen. 

Navi­ga­ti­on
1. Gegen­warts­li­te­ra­tur
2. Klas­si­ker
3. Phan­tas­tik
4. Sach­bü­cher
5. Über­blicks­lis­te

Neuerscheinungen 2021 – Gegenwartsliteratur

Mei­ne Lie­be zu Kat­zen und den meis­ten Tie­ren ist kein Geheim­nis. Umso mehr freue ich mich auf die­ses viel­ver­spre­chen­de Buch, das 2021 im DuMont-Ver­lag erschei­nen soll. Tokyo, die Acht­zi­ger­jah­re und Außen­sei­ter – klingt nach einer tol­len Mischung, oder?
Bücher, in denen Wär­me und Kat­zen­lie­be auf­ein­an­der tref­fen, sind für mich einen genaue­ren Blick wert. 2016 erschie­nen bereits Suke­ga­was Bücher ›Kirsch­blü­ten und rote Boh­nen‹ und ›Die Insel der Freund­schaft‹ bei DuMont.

Duri­an Suke­ga­wa: Die Kat­zen von Shin­juku,
ca. 272 S., ISBN 978−3−8321−8147−5, DuMont,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 12.02.2021


Seit ›Faser­land‹ ist Chris­ti­an Krachts Name aus dem Lite­ra­tur­be­trieb nicht mehr weg­zu­den­ken. Nach wei­te­ren Wer­ken schien dann 2016 ›Die Toten‹ als sein bis­lang neus­tes Buch bei Kiepenheuer&Witsch. Ich bin rich­tig gespannt, was die Leser und Lese­rin­nen in ›Euro­trash‹ erwar­tet. Das Cover sieht jeden­falls toll aus und auch der Klap­pen­text macht Lust.
Nur bis März muss ich mich noch gedul­den, aber ich bin sicher, das War­ten lohnt sich. 

Chris­ti­an Kracht: Euro­trash,
ca. 224 S., ISBN 978−3−462−05083−7, Kiepenheuer&Witsch,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 04.03.2021


Von Bene­dict Wells hät­te ich schon so viel mehr lesen sol­len, als ich es bis­lang getan habe. Seit 2008 erschei­nen sei­ne Bücher im Dio­ge­nes-Ver­lag und jedes hat sei­nen Reiz. Sein neu­es­tes Werk ›Hard Land‹ führt nach Mis­sou­ri und ins Jahr 1985.
Die Geschich­te dreht sich um den 15-jäh­ri­gen Außen­sei­ter Sam, der einen Feri­en­job in einem Kino annimmt und damit den Som­mer sei­nes Lebens erlebt. Klingt super vielversprechend.

Bene­dict Wells: Hard Land,
ca. 352 S., ISBN 978−3−257−07148−1, Dio­ge­nes,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 24.02.2021

Neuerscheinungen 2021 – Klassiker

Mary Shel­leys Buch ›Fran­ken­stein‹ gehört zu mei­nen unan­ge­foch­te­nen Lieb­lin­gen der Sci­ence-Fic­tion-Lite­ra­tur und unter den Klas­si­kern.
Als ich gese­hen habe, dass Reclam im nächs­ten Jahr auch eine Neu­über­set­zung von ›Der letz­te Mensch‹ raus­bringt, war mir sofort klar, dass die­ses Buch ganz oben auf mei­ne Lese­lis­te für das kom­men­de Jahr gehört. Denn eines ist bei Mary Shel­leys Büchern sicher: Sie ver­spre­chen viel Stoff zum Nachdenken. 

Mary Shel­ley: Der letz­te Mensch (Neu­über­set­zung),
ca. 596 S., ISBN 978−3−15−011328−8, Reclam,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 12.02.2021


Auch Daph­ne du Mau­ri­er hat sich mit ihrem Buch ›Rebec­ca‹ einen Platz unter mei­nen Klas­sik­er­lieb­lin­gen gesi­chert. Hat mich auf ›Rebec­ca‹ noch das gleich­na­mi­ge und wahn­sin­nig tol­le Musi­cal auf­merk­sam gemacht, kommt die­ses Buch allein schon wegen der begab­ten Autorin auf mei­ne Lese­lis­te für das kom­men­de Jahr.
Lie­be, Geheim­nis­se und das Leben auf See – klingt nach einer viel­ver­spre­chen­den Mischung, oder nicht? Ich bin jeden­falls super gespannt auf die­ses Buch.

Daph­ne du Mau­ri­er: Die Bucht des Fran­zo­sen,
ca. 300 S., ISBN 978−3−458−68154−0, Suhrkamp/insel,
erscheint vor­aus­sicht­lich 21.06.2021


Zu mei­ner wirk­lich gro­ßen Schan­de muss ich geste­hen, dass ich noch kein Buch von Geor­ge Orwell gele­sen habe. Und das, obwohl der Autor aus der Welt der Lite­ra­tur nicht mehr weg­zu­den­ken ist.
Somit ver­spre­chen die­se bei­den Neu­über­set­zun­gen von ›1984‹ und ›Farm der Tie­re‹ ein super Anfang für mich zu sein. Die bei­den Buch­co­ver fin­de ich jeden­falls mehr als gelungen.

Geor­ge Orwell: 1984 und Farm der Tie­re (Neu­über­set­zun­gen),
ca. 400 & 144 S., ISBN 978−3−7306−0976−7 & 978−3−7306−0977−4, Pen­gu­in Ran­dom House,
erschei­nen vor­aus­sicht­lich am 18.01.2021

Neuerscheinungen 2021 – Phantastik

Auch V. E. Schwab ist eine jener Schrift­stel­le­rin­nen, von denen ich lei­der noch viel zu wenig gele­sen habe. Und nach­dem die eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­nal­ver­si­on bereits vie­le Anhän­ger gefun­den hat, bin ich umso gespann­ter, auf die deutsch­spra­chi­ge Über­set­zung, die 2021 im Fischer-Ver­lag erschei­nen wird. Ein Teu­fels­pakt, eine span­nen­de Prot­ago­nis­tin und die Kunst – die­se span­nen­de Kom­bi­na­ti­on weckt Vor­freun­de auf die­sen his­to­ri­schen Fantasy-Roman.

V. E. Schwab: Das unsicht­ba­re Leben der Addie LaRue,
ca. 592 S., ISBN 978−3−596−70581−8, Fischer,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 26.05.2021


Leigh Bar­d­u­go ist 2020 in Win­des­ei­le unter mei­ne liebs­ten Fan­ta­sy-Autorin­nen auf­ge­stie­gen. Sowohl die Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ als auch die Krä­hen-Dilo­gie sowie ›King of Scars‹ habe ich wahn­sin­nig ger­ne gele­sen.
Und der ers­te Band der ›King-of-Scars‹-Dilo­gie hat an einem Punkt geen­det, an dem wirk­lich jeder Fort­gang der Sto­ry mög­lich ist. Ich bin also wahn­sin­nig gespannt, wie es wei­ter geht für Niko­lai, Nina, und all die ande­ren Figu­ren des Grishaverse. 

Leigh Bar­d­u­go: Rule of Wol­ves, King-of-Scars-Dilo­gie Band 2,
ca. 592 S., ISBN 978−3−426−22701−5, Droemer Knaur,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 01.06.2021


Ich lie­be den Film Das wan­deln­de Schloss von Stu­dio Ghi­b­li. Mir war also sofort klar, dass ich Band 1 der Howl-Saga ›Das wan­deln­de Schloss‹ unbe­dingt lesen muss. Auch Band 2 ›Der Palast im Him­mel‹ habe ich ver­schlun­gen, obwohl ich den ers­ten Band der Saga wesent­lich lie­ber moch­te.
Umso gespann­ter bin ich nun auf Band 3 der Howl-Saga ›Das Haus der tau­send Räu­me‹ und wel­che Aben­teu­er auf Howl & Co. warten.

Dia­na Wyn­ne Jones: Das Haus der tau­send Räu­me, Howl-Saga Band 3,
ca. 272 S., ISBN 978−3−426−52540−1, Knaur,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 01.03.2021

Neuerscheinungen 2021 – Sachbuch

Von Ste­fan Klein konn­te ich in der Ver­gan­gen­heit bereits zwei Bücher lesen, ›Die Glücks­for­mel‹ und ›Träu­me‹, die mir bei­de gut bis sehr gut gefal­len haben. Vor allem ›Träu­me‹ konn­te mich nach­hal­tig begeis­tern, sodass ich noch immer ger­ne über das Buch rede.
Umso gespann­ter bin ich natür­lich auf das neue Buch von Ste­fan Klein ›Wie wir die Welt ver­än­dern‹. Inno­va­tio­nen, der Geist und der Fort­schritt – eine super span­nen­de the­ma­ti­sche Mischung.

Ste­fan Klein: Wie wir die Welt ver­än­dern,
ca. 256 S., ISBN 978−3−10−002492−3, Fischer,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 10.03.2021


Wenn bei mir etwas kaputt­geht, das ich für rett­bar hal­te, zie­he ich zumeist das Inter­net zu rate. In vie­len Fäl­len bringt mir das auch eine Lösung. Trotz­dem schmei­ße ich noch zu viel weg oder benut­ze etwas wei­ter, das nicht mehr gut funk­tio­niert.
Zum einen sind die Lösun­gen im Inter­net nicht immer ein­deu­tig oder gut. Zum ande­ren aber, kom­me ich bei zu vie­len Din­gen nicht ein­mal auf die Idee, dass ich sie repa­rie­ren könn­te. Und um das zu ver­än­dern, bin ich schon super gespannt auf Nick Har­pers Buch ›Wie man alles repa­riert‹.

Nick Har­per: Wie man alles repa­riert,
ca. 256 S., ISBN 978−3−7306−0953−8, Pen­gu­in Ran­dom House,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 22.03.2021


Wie ihr seht, wird auch 2021 wie­der ein viel­sei­ti­ges und viel­ver­spre­chen­des Lese­jahr. Bestimmt wird im Lau­fe des Jah­res hier noch das ein oder ande­re Buch dazu­kom­men. Aber natür­lich wer­de ich nicht nur Neu­erschei­nun­gen lesen, also bleibt abzu­war­ten, was in die­sem Jahr alles auf mei­nem Lese­sta­pel lan­den wird, das kei­ne Neu­erschei­nung mehr ist.

Ich wün­sche dir ein span­nen­des Lese­jahr mit den Neu­erschei­nun­gen 2021 und wenn ihr mir Bücher emp­feh­len wollt, auf die ich defi­ni­tiv einen Blick wer­fen soll­te, dann lasst doch ein­fach einen Kom­men­tar da, ich wür­de mich sehr freuen. 🙂

  • Voraussichtliche Erscheinungstermine
    Neuerscheinungen 2021

    Neuerscheinungen 2021 – Januar/Februar/März

    Janu­ar Kei Ohku­bo: Arte 4 (Carl­sen)
    15.01. Immun­boos­ter (Droemer Knaur)
    22.01. Geor­ge Orwell: Farm der Tie­re (Neu­über­set­zung, dtv)
    Febru­ar Anne Fleck: Mee­res­glü­hen (Cop­pen­rath)
    01.02. Matt Haig: Die Mit­ter­nachts­bi­blio­thek (Droemer Knaur)
    02.02. Han­nah Frey: Zucker­frei (GU)
    12.02. Duri­an Suke­ga­wa: Die Kat­zen von Shin­juku (Dumont)
    12.02. Mary Shel­ley: Der letz­te Mensch (Reclam)
    18.02. Geor­ge Orwell: 1984 (Neu­über­set­zung, Pen­gu­in Ran­dom House)
    18.02. Geor­ge Orwell: Farm der Tie­re (Neu­über­set­zung, Pen­gu­in Ran­dom House)
    23.02: Momo (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    24.02. Miku Sophie Küh­mel: Kint­su­gi (Fischer Taschen­buch)
    24.02. Jay Kristoff: Never­night. Die Prü­fung (Fischer)
    24.02. Doris Dör­rie: Ein­la­dung zum Schrei­ben (Dio­ge­nes)
    24.02. Chris­toph Nie­mann: Away (Dio­ge­nes)
    24.02. Bene­dict Wells: Hard Land (Dio­genes)
    26.02. Anne Pret­tin: Die vier Gezei­ten (Bas­tei Lüb­be)
    März Kei Ohku­bo: Arte 5 (Carl­sen)
    01.03. Dia­na Wyn­ne Jones: Das Haus der tau­send Räu­me (Droemer Knaur)
    02.03. Dia­na Kin­nert: Die neue Ein­sam­keit (Hoff­mann und Cam­pe)
    04.03. Chris­ti­an Kracht: Euro­trash (Kiwi)
    10.03. Ste­fan Klein: Wie wir die Welt ver­än­dern (Fischer)
    12.03. Mary Mcla­ne: Mei­ne Freun­din Anna­bel Lee (Reclam)
    15.03. Anja Kamp­mann: Der Hund ist immer hung­rig (Han­ser)
    15.03. Ste­phen Fry: Mythos (auf­bau)
    15.03. Roman Wolf: Die Nibe­lun­gen (auf­bau)
    18.03. Hel­ga Schu­bert: Vom Auf­ste­hen (dtv)
    18.03. Anne Fleck: Ener­gy! (dtv)
    20.03. Bern­hard Heck­ler: Das Lie­bes­le­ben der Pin­gui­ne (Klett-Cot­ta)
    22.03. Nick Har­per: Wie man alles repa­riert (Pen­gu­in Ran­dom House)
    26.03. Susan­ne Esche-Bel­ke/­Su­zann Kir­sch­ner-Brouns: Re-Power (Bas­tei Lüb­be)
    26.03. Gret­chen Lidi­cker: Mein Magne­si­um (Bas­tei Lüb­be)
    26.03. Ewald Arenz: Der gro­ße Som­mer (Dumont)


    Neuerscheinungen 2021 – April/Mai/Juni

    April Chris­ti­na Hie­mer: The Second Princess (Carl­sen)
    April Liz Bras­well: Die Schö­ne und ihr Geheim­nis (Carl­sen)
    April Haji­me Isaya­ma: Attack on Titan Delu­xe VIII (Carl­sen)
    01.04. Eli­sa­beth Meck­len­burg: Mein City-Obst­gar­ten (GU)
    01.04. Mech­tild Borr­mann: Glück hat einen lang­sa­men Takt (Droemer Knaur)
    01.04. Yael Adler: Haut nah (Droemer Knaur)
    01.04. Matt Prit­chard: Dir­ty Vegan (GU)
    23.04. Julie Estève: Ich, Antoi­ne (dtv)
    23.04. Ildy Bach: Die Stief­toch­ter (dtv)
    24.04. Susann Sitz­ler: Väter und Töch­ter (Klett-Cot­ta)
    30.04. Neil Gai­man: Der Oze­an am Ende der Stra­ße. Illus­triert (Bas­tei Lüb­be)
    30.04. Julia Dip­pel: Beli­al (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    Mai Kei Ohku­bo: Arte 6 (Carl­sen)
    Mai Phil­ip Le Roy: Die Nacht der Acht (Carl­sen)
    17.05. Lucy Pol­lock: Das Buch über das Älter­wer­den (Dumont)
    26.05. V. E. Schwab: Das unsicht­ba­re Leben der Addie LaRue (Fischer)
    26.05. Car­los Ruiz Zafón: Der Fried­hof der ver­ges­se­nen Bücher (Fischer)
    31.05. Oli­ver Pötzsch: Das Buch des Toten­grä­bers (Ull­stein)
    01.06. Nora Bendzko: Die Göt­ter müs­sen ster­ben (Droemer Knaur)
    01.06. Leigh Bar­d­u­go: Rule of Wol­ves (Droemer Knaur)
    15.06. Daph­ne du Mau­ri­er: Die Bucht des Fran­zo­sen (Suhrkamp/insel)
    21.06. Chris­ti­na Hen­ry: Die Chro­ni­ken von Peter Pan (Pen­gu­in Ran­dom House)
    23.06. Mar­tin Suter: All­men und der Koi (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    23.06. Amé­lie Nothomb: Klopf an dein Herz (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    23.06. Den­ken mit Oscar Wil­de (dio­ge­nes delu­xe)
    23.06. Pau­lo Coel­ho: Untreue (dio­ge­nes delu­xe)
    30.06. Hape Ker­ke­ling: Pfo­ten vom Tisch (Piper)


    Neuerscheinungen 2021 – Juli/August/September

    Juli Zidrou/Frank Pé: Die Bes­tie (Carl­sen)
    Juli Kei Ohku­bo: Arte 7 (Carl­sen)
    05.07. Mark Fah­nert: Echo des Ver­rats (Piper)
    08.07. Simon Beckett: Die Ver­lo­re­nen (Rowohlt)
    16.07. Ben­ja­min Myers: Offe­ne See (Taschen­buch, Dumont)
    24.07. Anna Burns: Milch­mann (Klett-Cot­ta)
    28.07. Simo­ne Lap­pert: Der Sprung (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    30.07. Marie Graß­hoff: Der dunk­le Schwarm (Bas­tei Lüb­be)
    03.08. Julia Marie Schmoll: Die Maschen der Nar­ziss­ten (GU)
    09.08. Hol­ly Black: Wie der König von Elfen­heim lern­te, Geschich­ten zu has­sen (Ran­dom House)
    12.08. Anne Weber: Tal der Herr­lich­kei­ten (Mat­thes & Seitz)
    13.08. Kat­ja Lewi­na: Sie hat Bock (Taschen­buch, Dumont)
    24.08. Fee Krä­mer: Ril­le 2 (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    25.08. Fried­rich Dür­ren­matt. Mino­tau­rus (Dio­ge­nes)
    27.08. Adri­en­ne Her­bert: Power Hour (Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Mei­ke Diess­ner: Natür­lich Schlank (Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Ana­sta­sia Zam­po­uni­dis: Für immer jung (Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Jas­min Schrei­ber: Maria­nen­gra­ben (Taschen­buch, Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Gust­ave Flau­bert: Madame Bova­ry (Reclam)
    27.08. Jules Ver­ne: In 80 Tagen um die Welt (Reclam)
    30.08. Jodi Picoult: Umwe­ge des Lebens (Randm House)
    Sep­tem­ber Kei Ohku­bo: Arte 8 (Carl­sen)
    01.09. Leigh Bar­d­u­go: Das Leben der Hei­li­gen (Droemer Knaur)
    08.09. Feli­ci­tas Hop­pe: Die Nibe­lun­gen (Fischer)
    09.09. Leif Randt: Alle­gro Pas­tell (Taschen­buch, KiWi)
    14.09. René Wadas: Der Pflan­zen­arzt (Rowohlt)
    21.09. Otfried Preuß­ler: Kra­bat. Jubi­lä­ums­aus­ga­be (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    23.09. Tobi­as Keiling & Hei­di Lied­ke: Faul­tie­re (Mat­thes & Seitz)
    23.09. Vere­na Auf­fer­mann: Igel (Mat­thes & Seitz)
    30.09. Anne Pät­zold: Right Here (Bas­tei Lüb­be, Lyx)


    Neuerscheinungen 2021 – Oktober/November/Dezember

    Okto­ber Dis­ney Vil­lains: Fas­zi­na­ti­on des Bösen (Carl­sen)
    Okto­ber Haji­me Isaya­ma: Attack on Titan Delu­xe Edi­ti­on IX (Carl­sen)
    01.10. Mal­te Rubach: Magic Eating (Droemer Knaur)
    01.10. Fran­zis­ka Rubin: Die bes­se­re Medi­zin für Frau­en (Droemer Knaur)
    08.10 Loui­sa May Alcott: Litt­le Women. Beth und ihre Schwes­tern (Reclam)
    11.10. Bern­hard Kegel: Aus­ge­stor­be­ne Tie­re (Dumont)
    14.10. Neil Gai­man: Cora­li­ne (Are­na)
    19.10. Kirs­ten Fuchs: Mäd­chen­meu­te­rei (Rowohlt)
    20.10. J. R. R. Tol­ki­en: Der Herr der Rin­ge. Luxus­aus­ga­be (Klett-Cot­ta)
    27.10. Gün­ter de Bruyn: Die neue Undi­ne (Fischer)
    Novem­ber Vic­to­ria Avey­ard: Die Rote Köni­gin (Taschen­buch-Schu­ber, Carl­sen)
    01.11. Hau­ke Goos: Schö­ner Schrei­ben (Ran­dom House)
    23.11. Ais­ling Fow­ler: Feu­er­blut 1 (Har­per Col­lins)
    25.11. Julia Dip­pel: Cas­sar­dim 3 (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    30.11. Kei Ohku­bo: Arte 9 (Carl­sen)
    11.12. Chris­ti­na Hen­ry: Die Chro­ni­ken der Meer­jung­frau (Ran­dom House)
    14.12. Marie Kon­do: Glück­lich im Job, glück­lich im Leben (Rowohlt)
    14.12. Marie Kon­do: Alles in Ord­nung (Rowohlt)


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Eveline Helmink: Handbuch für miese Tage [Rezension]

Tipps und Tricks für den Umgang mit (vielleicht doch nicht immer ganz so) miesen Tagen. 

So schön der Umschlag des Buches ›Hand­buch für mie­se Tage‹ anmu­tet, so uner­freu­lich ist oft­mals des­sen The­ma. Manch­mal steht man nicht mit dem rich­ti­gen Bein auf. An ande­ren hin­ge­gen schon, aber irgend­je­mand tritt einem trotz­dem gegen das Schien­bein. Oder in die Knie­keh­le. Oder man steht mit dem rich­ti­gen Fuß auf, die Mit­men­schen sind einem wohl­ge­son­nen, und dann star­tet man vol­ler Eupho­rie und Ener­gie in den Tag und rammt den klei­nen Zeh Freu­de strah­lend gegen die Bett­kan­te. Und plötz­lich ist jede Ener­gie und gute Lau­ne fort. 

Und die­se den klei­nen Zeh hin­ter­häl­tig angrei­fen­den mie­sen Tage sol­len für etwas gut sein? Und was ist mit den Tagen, an denen man sich nicht nur wünscht, man wäre nicht auf­ge­stan­den, son­dern tat­säch­lich nicht aus dem Bett kommt? Gera­de noch die neue Blu­se ange­zo­gen und direkt brü­hend hei­ßen Kaf­fee dar­über gekippt?

Hel­minks ›Hand­buch für mie­se Tage‹ ist eine Lie­bes­er­klä­rung an sie, an die­se Tage, die weder zu einem Hoch­glanz-Leben pas­sen, noch im Lebens­lauf erwähnt wer­den, doch zu etwas zu gebrau­chen sind. Denn was macht man nun mit ihnen, wenn mie­se Tage wie­der unein­ge­la­den vor der Tür ste­hen und sich selbst hineinbitten? 

Das ›Hand­buch für mie­se Tage‹ hat hier­für mehr als nur die eine oder ande­re Idee: Zahl­reich sind die Short­cuts, die Hel­mink zusam­men­ge­stellt hat, um die mie­sen Tage etwas bes­ser zu über­ste­hen, und sie viel­leicht sogar zum Vor­teil zu nutzen.

»Ich bin weder Coach oder Psy­cho­lo­gin noch Dozen­tin – ich inter­es­sie­re mich schon seit jeher für mensch­li­che Ecken und Kan­ten, Unvoll­kom­men­heit und alles rund um die soge­nann­te Resi­li­enz, also das, was man see­li­sche Wider­stands­kraft bezeich­net. Des­halb sehe ich in mir selbst eine Art Cheer­lea­de­rin bei Rück­schlä­ge, Miss­mut und Ungemach.«

Die­se Short­cuts tref­fen vor allem einen Kern des Mensch­li­chen: Es muss nicht alles glän­zen, auch nicht per­fekt ist gut genug, und man ist nicht der ein­zi­ge Mensch auf der Welt, der hin und wie­der von sei­nen mie­sen Tagen erdrückt wird. 

»In einer Zeit, in der wir so ger­ne dar­über spre­chen oder in den sozia­len Netz­wer­ken tei­len, wie gut es uns geht, wie cool das Leben ist und wie bewusst wir das Bes­te aus Kör­per, Geist und See­le machen, scheint es nur wenig Raum für die­se unaus­weich­li­che Wahr­heit zu geben: Jedes mensch­li­che Leben beinhal­tet Tage, die ein­fach nur blöd sind.«

Mit einem Augen­zwin­kern und vie­len Ein­bli­cken in die Tief­punk­te ihres Lebens führt die Autorin durch das ›Hand­buch für mie­se Tage‹. Die­ses ist durch­zo­gen von ganz­sei­ti­gen Abbil­dun­gen mit inspi­rie­ren­den Sprü­chen, die auf den Punkt brin­gen, womit sich die Kapi­tel beschäftigen.

»Mist muss nicht unbe­dingt Sinn ergeben.«

Fazit zu ›Handbuch für miese Tage

So schön und detail­ver­liebt der Umschlag und das Lay­out des Buches ›Hand­buch für mie­se Tage‹ auch sind, so sehr hät­te ich mir gewünscht, dass die Sei­ten weni­ger text­las­tig sind. Durch das gro­ße Sei­ten­for­mat und das ein­spal­ti­ge Lay­out haben die Sei­ten mich manch­mal etwas erschla­gen. Aber das tut dem Inhalt des Buches natür­lich kei­nen Abbruch, der das hält, was bereits das Cover ver­spricht: Es zeigt Mög­lich­kei­ten auf, wie die eige­nen »ungla­mou­rö­sen Tage« betrach­tet wer­den kön­nen und wie auf ein »Ab« ein »Auf« fol­gen kann.

Hel­minks Vor­schlä­ge sind sehr per­sön­lich und von der Autorin bereits erprobt. Nicht jeder Short­cut muss für jeden Leser und jede Lese­rin der rich­ti­ge sein, doch ist bei der umfang­rei­chen Men­ge an Vor­schlä­gen sicher­lich für jeden etwas dabei, das zukünf­tig im Umgang mit den eige­nen mie­sen Tagen erprobt wer­den kann. 

Buchinfo

Eve­li­ne Hel­mink:
Hand­buch für mie­se Tage

Ohne Ab kein Auf: Wie uns die
ungla­mou­rö­sen Tage wei­ter­brin­gen
Über­setzt von Ingrid Oster­mann
Iri­sia­na, Mün­chen 2020
256 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−424−15383−5

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.

Eine Haf­tung der Rezen­sen­tin für Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­schä­den ist ausgeschlossen.


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Edward Brooke-Hitching: Der goldene Atlas [Rezension]

Von Seefahrern, Forschern und Entdeckungen. 

Die Geschich­te von Kolum­bus, der Ame­ri­ka ent­deck­te und sich dabei in Indi­en wähn­te, kennt auch ohne ›Der gol­de­ne Atlas‹ heu­te jedes Kind. Weni­ger bekannt ist, dass Kolum­bus nicht der ers­te Euro­pä­er war, der sei­nen Fuß auf ame­ri­ka­ni­schen Boden setz­te. Auch nicht, wie Ame­ri­ka über­haupt zu sei­nem Namen kam. 

Die Geschich­te der Ent­de­ckun­gen ist eine Geschich­te vol­ler Aben­teu­er, hoff­nungs­vol­ler Erwar­tun­gen, küh­ner Auf­brü­che und tra­gi­scher Schick­sa­le. Die Stra­pa­zen und Risi­ken, die mit einer Rei­se ins Unge­wis­se ver­bun­den waren, sind heu­te kaum noch vor­stell­bar. Erst all­mäh­lich form­te sich aus den Erfah­run­gen unzäh­li­ger Expe­di­tio­nen und Rei­sen jene Gewiss­heit, die uns heu­te selbst­ver­ständ­lich ist. Wie ein gewal­ti­ges Puz­zle füg­te sich für die Mensch­heit über Jahr­tau­sen­de das Bild unse­rer Welt zusam­men. Zahl­lo­se Irr­tü­mer beglei­te­ten die­sen Weg.

Ist die Erde eine Schei­be? Der Indi­sche Oze­an in Wirk­lich­keit ein Bin­nen­meer? Liegt am Nord­pol ein gewal­ti­ger Magnet­berg, der Kom­pass­na­deln magisch anzieht? Und was steckt hin­ter der sagen­haf­ten Ter­ra Aus­tra­lis?

»Als die chi­ne­si­schen Kai­ser den Flot­ten­bau ein­stell­ten, begann in Euro­pa die Epo­che der gro­ßen Aben­teu­er zur See. Die Peri­ode zwi­schen dem 15. und 18. Jahr­hun­dert gilt als Zeit­al­ter der Ent­de­ckun­gen, das von euro­päi­scher Expan­si­on, Gier nach Gold und Erobe­run­gen geprägt war.«

Edward Broo­ke-Hit­ching
© Alex Anstey; Stand: April 2017

Wer sich für die Ent­de­ckung und Erfor­schung unse­rer Welt inter­es­siert, für den bie­tet ›Der gol­de­ne Atlas‹ einen idea­len Ein­stieg. In 39 kna­ckig kur­zen Kapi­teln ent­führt er Lese­rin­nen und Leser auf eine 4000-jäh­ri­ge Ent­de­ckungs­rei­se rund um die Welt. Dabei schlägt er einen Bogen von den alten Ägyp­tern und Grie­chen über die Rei­sen des Mar­co Polo hin­ein ins Zeit­al­ter der Ent­de­ckun­gen und schließ­lich der wis­sen­schaft­li­chen Erkun­dung der Welt im Zuge der Auf­klä­rung. Vor­ge­stellt wer­den auch Ent­de­ckun­gen isla­mi­scher Gelehr­ter und der chi­ne­si­schen Schatzflotte.

»Noch wich­ti­ger waren die Erkennt­nis­se der Expe­di­ti­on. Sie hat­te den Beweis erbracht, dass die Erde tat­säch­lich rund war und einen Umfang hat­te, der die bis­he­ri­gen Schät­zun­gen weit übertraf.«

Gar­niert ist das Gan­ze mit zahl­lo­sen Abbil­dun­gen his­to­ri­scher Kar­ten und Gemäl­de, die den Wis­sens­stand und die Vor­stel­lun­gen der jewei­li­gen Zeit greif­bar machen.

Wel­chen Wert sol­che Kar­ten und die dar­in ent­hal­te­ne Infor­ma­ti­on in ihrer Zeit besa­ßen, lässt ihre auf­wen­di­ge, kunst­vol­le und oft­mals präch­ti­ge Aus­ge­stal­tung erah­nen. Hier­in liegt der zwei­te Reiz die­ses Buches: Es ist ein Buch vol­ler groß­for­ma­ti­ger, manch­mal Sei­ten und Dop­pel­sei­ten fül­len­der Kunst­wer­ke der ver­schie­dens­ten Epo­chen und Kul­tu­ren. Lei­der las­sen sich klei­ne Details und Beschrif­tun­gen in vie­len Kar­ten nur mit Mühe oder gar nicht erken­nen, was in ers­ter Linie dem ver­gleichs­wei­se hand­li­chen For­mat des Buches (ca. 19 x 24,5 cm) geschul­det ist. Die wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen und der Gesamt­ein­druck kom­men aber immer rüber.

Fazit zu ›Der goldene Atlas

Der gol­de­ne Atlas‹ bil­det eine kurz­wei­li­ge Lek­tü­re über einen fas­zi­nie­ren­den Aspekt der Mensch­heits­ge­schich­te. Durch sei­ne hoch­wer­ti­ge Ver­ar­bei­tung und die vie­len Abbil­dun­gen ist er auch optisch und hap­tisch ein Leckerbissen.

Buchinfo

Edward Broo­ke-Hit­ching:
Der gol­de­ne Atlas

Die aben­teu­er­li­chen Rei­sen der gro­ßen See­fah­rer, Ent­de­cker und For­scher
Über­setzt von Lutz‑W. Wolff
dtv, Mün­chen 2019
256 S., EUR (D) 30,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−423−28207−9

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Bewer­tung: 4.5 von 5.

Marie Kondo/Scott Sonenshein: Joy at Work [Rezension]

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz und andere Zaubertricks. 

Die ›Kon­Ma­ri-Metho­de‹ am Arbeits­platz – heißt das, man räumt mit ›Joy at Work‹ sei­nen Schreib­tisch auf und voilà? 

Spä­tes­tens wenn man an E‑Mails, Mee­tings oder Kon­tak­te denkt, ist klar, dass damit die Arbeit nicht getan ist: Den­noch, das Auf­räu­men der mate­ri­el­len Bestand­tei­le des Berufs bil­det einen per­fek­ten ers­ten Schritt auf dem Weg zu einem Arbeits­platz, an dem man sich wohl­füh­len kann.

Wer Marie Kon­dos ›Kon­Ma­ri-Metho­de‹ kennt, viel­leicht sogar ›Magic Clea­ning‹ gele­sen hat, den dürf­ten die Grund­la­gen des Auf­räu­mens am Arbeits­platz in ›Joy at Work‹ nicht über­ra­schen: nach Kate­go­rien getrennt, in einem Rutsch und an der Fra­ge ori­en­tiert, was Freu­de ent­facht. Zuge­ge­ben, am Arbeits­platz tum­meln sich zumeist sel­te­ner Ber­ge an Klei­dung oder Küchen­uten­si­li­en, dafür umso häu­fi­ger Doku­men­te, E‑Mails oder erschöp­fen­de Besprechungen.

»Das Ziel der in die­sem Buch vor­ge­stell­ten Metho­de besteht nicht nur dar­in, am Ende an einem hübsch auf­ge­räum­ten Schreib­tisch zu sit­zen, son­dern durch das Auf­räu­men mit sich selbst ins Gespräch zu kom­men – zu ent­de­cken, was Sie wert­schät­zen, indem Sie erfor­schen, war­um Sie eigent­lich arbei­ten und wel­che Art Arbeit Sie sich wünschen.«

Wie wun­der­bar sich Marie Kon­dos Auf­räum-Metho­de mit dem Arbeits­le­ben ver­bin­den lässt, zeigt ›Joy at Work‹. Für die­ses Buch haben sich die Auf­räumspe­zia­lis­tin Marie Kon­do und der Exper­te für Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­ti­on Scott Sonen­s­hein zusam­men getan. Und das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen: Die Metho­den und Fähig­kei­ten des Autoren­du­os ergän­zen sich hervorragend.

Einen Werk­zeug­kof­fer vol­ler Tech­ni­ken haben Sonen­s­hein und Kon­do mit­ge­bracht: Ganz gleich, ob es sich um digi­ta­le Daten, Pro­ble­me mit der Ent­schei­dungs­fin­dung oder der Team­ar­beit geht. Mit Offen­heit und einer Men­ge Kar­tei­kar­ten kann es ans Werk gehen. Wie groß der Unter­schied sein kann, den ein Freu­de spen­den­der Arbeits­platz schafft, ist spä­tes­tens dann klar, wenn man dar­über nach­denkt, wie vie­le Stun­den man durch­schnitt­lich auf der Arbeit verbringt.

»Der Schlüs­sel zu mehr Freu­de bei der Arbeit liegt dar­in, mehr Zeit in Tätig­kei­ten zu inves­tie­ren, die Spaß machen, und weni­ger in sol­che, die es nicht tun.«

Fazit zu ›Joy at Work

Und wenn man bedenkt, wie oft man nach einem bestimm­ten Doku­ment sucht, das man doch letz­tens noch hat­te, was bei den wenigs­ten Hoch­ge­füh­le aus­löst, ist es viel­leicht einen Ver­such wert, dem Buch ›Joy at Work‹ eine Chan­ce geschrieben. 

Ein fri­scher Schreib­stil, wis­sen­schaft­li­che Quel­len und ein sym­pa­thi­sches Autoren­duo mit einer Men­ge Berufs­er­fah­rung laden dazu ein, zukünf­tig viel­leicht mehr Freu­de am Arbeits­platz zu fin­den: Einen Ver­such ist es alle­mal wert.

Buchinfo

Marie Kondo/Scott Sonen­s­hein:
Joy at Work

Auf­ge­räumt und erfolg­reich im
Arbeits­le­ben
Magic Clea­ning fürs Büro
über­setzt von: Antoi­net­te Git­tin­ger;
Ursu­la Pesch; Rita Gra­vert; Kat­ja Hald
Rowohlt, Ham­burg 2020
256 S., EUR (D) 14,99 inkl. MwSt.
Ebook
ISBN 978−3−644−00604−1

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Neuerscheinungen 2020

2019 ist zu Ende gegan­gen und 2020 hat begon­nen. Die Ver­lags­vor­schau­en für (Frühjahr/Sommer) 2020 lie­gen bei vie­len Ver­la­gen vor und ver­spre­chen ein span­nen­des neu­es Lese­jahr in vie­len Gen­res. Bücher, die mir bereits jetzt ins Auge gesprun­gen sind und auf deren Erschei­nen ich mich schon sehr freue, stel­le ich Euch ger­ne vor. Ver­mut­lich wer­den über das Jahr noch eini­ge Bücher dazu­kom­men, aber die­se Neu­erschei­nun­gen 2020 haben bereits mei­ne Vor­freu­de ent­facht und ich hof­fe, sie rezen­sie­ren zu können. 

Navi­ga­ti­on
1. Gegen­warts­li­te­ra­tur
2. Klas­si­ker
3. Phan­tas­tik
4. Sach­bü­cher
5. Über­blicks­lis­te

Gegenwartsliteratur

Bei Suhr­kamp wird Ben­ja­min Maacks neu­es Buch Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein erschei­nen, das sich mit dem Leben mit Depres­sio­nen beschäf­tigt und auf das ich mich sehr freue. Ich habe bereits sei­nen Erzähl­band Mons­ter gele­sen, der mir unheim­lich nah gegan­gen ist und bin sehr gespannt, womit der Autor uns die­ses Jahr über­ra­schen wird. Maack ver­bin­de ich mit unge­wöhn­li­cher, authen­ti­scher und auf­rich­ti­ger Lite­ra­tur, die ich nur schwer aus der Hand legen kann.

Ben­ja­min Maack: Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein,
333 S., ISBN: 978−3−518−47073−2, Suhr­kamp, erschie­nen am 09.03.2020


Maxim Bil­ler gehört zu mei­nen abso­lu­ten Lieb­lin­gen der deutsch­spra­chi­gen Gegen­warts­li­te­ra­tur und so lan­den sei­ne Bücher auto­ma­tisch auf mei­ner Lese­lis­te. 2020 wird bei KiWi Sie­ben Ver­su­che zu lie­ben erschei­nen, das ich sicher­lich lesen wer­de. Dar­in ent­hal­ten sind gesam­mel­te Fami­li­en­ge­schich­ten von Maxim Bil­ler und weil mir sei­ne Bücher immer einen neu­en Blick auf die Din­ge geschenkt haben, bin ich schon sehr gespannt, wie die­ser neue Blick bei Fami­li­en­ge­schich­ten aus­se­hen wird.

Maxim Bil­ler: Sie­ben Ver­su­che zu lie­ben. Fami­li­en­ge­schich­ten,
368 S., ISBN: 978−3−462−05437−8, Kiepenheuer&Witsch, erschie­nen am 13.02.2020


Seit ich vor vie­len Jah­ren das Buch 19 Minu­ten von Jodi Picoult gele­sen habe, über das ich bereits vie­le span­nen­de Gesprä­che geführt habe, habe ich immer wie­der zu Roma­nen der Schrift­stel­le­rin gegrif­fen und wur­de bis­lang nicht ent­täuscht. Ich mag die kom­ple­xen, emo­tio­na­len und viel­schich­ti­gen The­men, die sie in ihren Roma­nen behan­delt. Auch in Der Fun­ke des Lebens hat sie sich einem sol­chen – eine Gei­sel­na­me in einer Frau­en­kli­nik – angenommen.

Jodi Picoult: Der Fun­ke des Lebens, Roman,
448 S., ISBN: 978−3−570−10400−2, Ber­tels­mann, erschie­nen am 27.04.2020

Klassiker

Bei Suhr­kamp wird eine Gra­phic Novel von Nico­las Mah­ler zu Ulys­ses von James Joy­ce erschei­nen. Ich bin ein gro­ßer Fan von Klas­si­kern im neu­en Gewand und von krea­ti­ven Mög­lich­kei­ten, Lesern Klas­si­ker näher­zu­brin­gen. Dar­um bin ich auch sehr gespannt, wie Ulys­ses in die­ser Gra­phic Novel umge­setzt wurde.

Nico­las Mah­ler: Ulys­ses von James Joy­ce, Gra­phic Novel,
ca. 288 S., ISBN: 978−3−518−47006−0, Suhr­kamp, erscheint vor­aus­sicht­lich am 17.08.2020


Von allen Klas­si­kern sind mir vor allem auch die Roma­ne der Schwes­tern Bron­të ans Herz gewach­sen, egal ob in Buch­form oder als Ver­fil­mung. Umso glückli­cker bin ich, dass bei Reclam 2020 ein wirk­lich sehr hüb­scher Schu­ber erschei­nen wird, in dem Jane Eyre, Sturm­hö­he und Agnes Grey ent­hal­ten sein wer­den. Ich bin ein gro­ßer Fan der Schu­ber, die bei Reclam erschei­nen, wie der bezau­bern­de Schu­ber zu Grimms Mär­chen. Am meis­ten freue ich mich, Agnes Grey zu lesen, da ich mit die­sem Roman bis­lang am wenigs­ten zu tun hat­te. Es wird spannend.

Anne/Charlotte/Emily Bron­të: Jane Eyre/Sturm­hö­he/Agnes Grey,
insg. 1434 S., ISBN: 978−3−15−030066−4, Reclam, erschie­nen Febru­ar 2020 


Auch Rowohlt hat ab 2020 zwei Klas­si­ker im Pro­gramm, auf die ich mein Auge gewor­fen habe. Dabei han­delt es sich um Die Sturm­flu­ten des Früh­lings und Die fünf­te Kolon­ne von Heming­way. Da ich bis­lang noch sehr Heming­way-unbe­le­sen bin, freue ich mich schon sehr auf die­se bei­den Bücher, um mei­ne Kennt­nis­se auszuweiten.

Ernest Heming­way: Die Sturm­flu­ten des Früh­lings und Die fünf­te Kolon­ne,
ca. 96 & 128 S., ISBN: 978−3−499−00368−4 & 978−3−499−00369−1, Rowohlt, erschei­nen vor­aus­sicht­lich am 15.09.2020

Phantastik

Nach­dem Band 1 und Band 2 (vor allem Band 2) von Stran­ge the Drea­mer 2019 bereits eine wun­der­ba­re Über­ra­schung waren, die ich wirk­lich sehr ger­ne gele­sen habe, bin ich umso glück­li­cher, dass 2020 bereits Band 3 und Band 4 – jedoch Muse of Night­ma­res Band 1 und Band 2 genannt – erschei­nen wer­den. Eine gelun­ge­ne Mischung aus Phan­tas­tik, Span­nung und ori­gi­nel­len Ideen.

Lai­ni Tay­lor: Muse of Night­ma­res, Band 1 und 2,
ISBN: 978−3−8466−0100−6 & 978−3−8466−0101−3, Bas­tei Lüb­be, One, erschie­nen am 29.06. & erscheint vor­aus­sicht­lich am 28.08.2020


Leigh Bar­d­u­gos Gri­sha-Tri­lo­gieGol­de­ne Flam­men, Eisi­ge Wel­len, Lodern­de Schwin­gen – wird bei Knaur in neu­er Aus­stat­tung erschei­nen und ich freue mich rie­sig, die­se Roma­ne ken­nen­zu­ler­nen, nach­dem ich die Lese­pro­ben dazu bereits sehr moch­te. Die Autorin ist von die­sen abge­se­hen jedoch ein voll­kom­men unbe­schrie­be­nes Blatt für mich und ich bin sehr gespannt, nach­dem ich so viel Gutes über ihre Roma­ne gehört habe.

Leigh Bar­d­u­go: Gol­de­ne Flam­men/Eisi­ge Wel­len/Lodern­de Schwingen,
352÷448÷432 S., ISBN: 978−3−426−52444−2÷978−3−426−52445−9÷978−3−426−52446−6, Droemer Knaur,
erschie­nen am 02.03./01.04./04.05.2020


Mit der Howl-Saga habe ich begon­nen, da ich den Film Das wan­deln­de Schloss von Stu­dio Ghi­b­li sehr moch­te. Band 1 habe ich wirk­lich sehr ger­ne gele­sen und jetzt bin ich gespannt wie es in Band 2 Der Palast im Him­mel wei­ter­ge­hen wird. Das Cover ist jeden­falls wunderschön.

Dia­na Wyn­ne Jones: Der Palast im Him­mel, Howl-Saga Band 2,
272 S., ISBN 978−3−426−52539−5 , Knaur, erscheint vor­aus­sicht­lich am 03.08.2020


Die Tri­bu­te von Panem gehö­ren zu den Fan­ta­sy-Rei­hen, die mich nach dem Lesen bzw. Hören noch lan­ge beschäf­tigt haben. Umso mehr freue ich mich, dass ein Pre­quel die­ser tol­len Serie in die­sem Jahr her­aus­kommt und ich fin­de die Wahl des Prot­ago­nis­ten wirk­lich unglaub­lich span­nend!
Das Lied von Vogel und Schlan­ge wer­de ich mir auf kei­nen Fall ent­ge­hen lassen.

Suzan­ne Col­lins: Die Tri­bu­te von Panem. Das Lied von Vogel und Schlan­ge,
608 S., ISBN 978−3−7891−2002−2 , Oetin­ger, erschie­nen am 19.05.2020

Sachbücher

Ich glau­be, Marie Kon­dos Kon­Ma­ri-Metho­de muss man pro­biert haben, um zu ver­ste­hen, was es damit auf sich hat und, ob es was für einen ist. Seit ich ihr Buch Magic Clea­ning gele­sen (und das vor­ge­schla­ge­ne Prin­zip beher­zigt) habe, bin ich (nicht immer ohne Kampf mit mir selbst) eine Men­ge Din­ge los­ge­wor­den und füh­le mich wirk­lich woh­ler in mei­ner häus­li­chen Umge­bung. Da man bekannt­lich in der Regel eini­ge Stun­den sei­nes Lebens bei der Arbeit ver­bringt, bin ich sehr gespannt, ob Joy at Work von Marie Kon­do und Scott Sonen­s­hein einen ähn­lich posi­ti­ven Effekt auf mein Arbeits­le­ben haben wird. Pro­bie­ren wer­de ich es auf jeden Fall.

Marie Kon­do und Scott Sonen­s­hein: Joy at Work,
224 S., ISBN 978−3−8052−0056−1, Wun­der­lich Ver­lag, erschie­nen am 28.04.2020


Als stu­dier­te Psy­cho­lo­gin und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin bin ich immer sehr gespannt auf Bücher, die ver­su­chen, Psy­cho­lo­gie und Lite­ra­tur oder das Schrei­ben mit­ein­an­der zu ver­bin­den und für den Leser nutz­bar zu machen. Des­we­gen hal­te ich immer wie­der Aus­schau nach Büchern, die einen sol­chen Ansatz ver­fol­gen. Die­ses Jahr wird von der aus­ge­bil­de­ten Poe­sie­t­he­ra­peu­tin Sil­ke Hei­mes, die Medi­zin und Ger­ma­nis­tik stu­diert hat, das Buch Ich schrei­be mich gesund erschei­nen. Ich bin schon sehr gespannt auf ihren Ansatz und wer­de sicher­lich berichten.

Sil­ke Hei­mes: Ich schrei­be mich gesund,
240 S., ISBN 978−3−423−28222−2, dtv, erschie­nen am 21.02.2020


Wie ihr seht, wird 2020 sicher­lich ein viel­sei­ti­ges Lese­jahr. Ich bin sicher, es wer­den noch eini­ge Neu­erschei­nun­gen 2020 dazu­kom­men, die von Inter­es­se sind und die ich hier bespre­chen wer­de. Bleibt natür­lich abzu­war­ten, was in die­sem Jahr alles auf mei­nem Lese­sta­pel lan­den wird, das kei­ne Neu­erschei­nung mehr ist, aber sicher­lich eben­so span­nend zu lesen.

Ich wün­sche ein span­nen­des Lese­jahr 2020 und wenn ihr mir Bücher emp­feh­len wollt, auf die ich defi­ni­tiv einen Blick wer­fen soll­te, dann lasst doch ein­fach einen Kom­men­tar da, ich wür­de mich freuen. 🙂

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Theresa Lachner: Lvstprinzip [Rezension]

Humorvoll, unverblümt und ehrlich. 

»10 Tipps, wie Sie ihn um den Ver­stand brin­gen. Sie wer­den nie glau­ben, was Tipp 7 mit ihm gemacht hat!«? 

Dan­ke, nein – nicht bei The­re­sa Lach­ner und Lvst­prin­zip.

Für ein Buch von einer Autorin, die Deutsch­lands größ­ten Sex-Blog betreibt, und das den spre­chen­den Namen Lvst­prin­zip trägt, dreht es sich in die­sem Buch über­ra­schend lan­ge nicht direkt um Sex, und dadurch zugleich wie­der sehr. 

Denn Lvst­prin­zip ver­folgt nicht das Ziel, dem Leser oder der Lese­rin Rat­schlä­ge und Tipps zu geben, wie sie sich in punc­to Lust und Sexua­li­tät wei­ter opti­mie­ren kann. 

Statt­des­sen schält es The­men wie den eige­nen Kör­per, das Frau­sein und auch die Sexua­li­tät aus die­ser Leis­tungs­di­men­si­on frei. Dabei gibt Lach­ner nicht noch mehr Tipps und Tricks auf den Hau­fen an Regeln drauf, die zu einem gelun­ge­nen Leben füh­ren sol­len, son­dern erteilt vie­len von ihnen eine Abfuhr.

»Denn auch wenn ich inzwi­schen genü­gend Gen­der-Pro­se­mi­na­re besucht habe, um zu kapie­ren, was an Frau­en­zeit­schrif­ten alles so rich­tig beschis­sen ist, habe ich eben auch noch mein zwölf­jäh­ri­ges Ich vor Augen, das drin­gend eine Freun­din braucht, die ihr sagt, wo’s im Leben so langgeht.«

Lach­ner nimmt kein Blatt vor den Tas­ta­tur-Mund, gibt Ein­blick in die Höhen und Tie­fen ihrer »Sex­pe­ri­men­te« und setzt sich in ihrem Buch Lvst­prin­zip mit The­men aus­ein­an­der, die so fest im All­tag ver­an­kert sind, dass sie kaum mehr auf­fal­len. So bei­spiels­wei­se, dass man doch ein biss­chen schlan­ker sein sol­le, damit man ansehn­li­cher und begeh­rens­wer­ter sei, und dadurch berech­tigt sein soll, Sexua­li­tät zu erfah­ren. Ob Bodys­ha­ming, Gewalt gegen­über Frau­en, Opti­mie­rungs­zwang oder das Ver­lo­rensein, Lach­ner nimmt sich die­ser The­men so ehr­lich und scho­nungs­los an wie mög­lich. Und scheint damit den Nerv der Zeit zu tref­fen, wie ihr boo­men­der Blog beweist.

Dabei bricht Lvst­prin­zip zugleich eine Lan­ze dafür, wie wich­tig es ist, offen über sol­che The­men zu spre­chen. Dass es wich­tig ist, die Erfah­rung zu machen, dass es ande­ren oft genau­so geht, vor allem in einer Zeit, in der man sehr viel sehr schnell pho­to­shop­pen kann.

»Wie sehr man das Gefühl für sich selbst ver­lie­ren kann, weiß man manch­mal erst, wenn es vor­sich­tig wie­der aus einem her­vor­ge­kro­chen kommt.«

Fazit zu Lvstprinzip

Lvst­prin­zip zeigt alle Etap­pen auf: Wie es zu der Idee kam, einen sol­chen Blog zu grün­den, war­um es genau jetzt sein muss­te und wel­che Begeg­nun­gen und Momen­te dazu geführt haben, dass die Idee schluss­end­lich Rea­li­tät wur­de. Dabei ist es vie­les zugleich, eine erfri­schend ehr­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit Sexua­li­tät und Weib­lich­keit, mit ihren guten und schwie­ri­gen Gesich­tern, sowie ein Ein­blick in ein schnel­les, Kon­ti­nen­te über­grei­fen­des Bloggerleben.

Buchinfo

The­re­sa Lach­ner:
Lvst­prin­zip

Blu­men­bar / Auf­bau Digi­tal, Ber­lin 2019
224 S., EUR (D) 14,99 inkl. MwSt.
eBook
ISBN 978−3−84121847−6

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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Sven Frank: Speedlearning [Rezension]

Wie wir lernen und wie besser nicht mehr. 

Sven Franks Sach­buch ›Speed­lear­ning knöpft sich auf kaum mehr als 200 Sei­ten sowohl die Män­gel des Bil­dungs­sys­tems vor, führt theo­re­tisch und prak­tisch an alter­na­ti­ve Lern­me­tho­den her­an und bleibt dabei erfri­schend klar zu lesen. 

In nur zehn Wochen ein Instru­ment oder eine Spra­che ler­nen oder sich einen ganz ande­ren Wis­sens­be­reich erschlie­ßen. Was wag­hal­sig und schwer vor­stell­bar klingt, zer­legt Frank in sei­nem Buch Speed­lear­ning in ein­zel­ne Schrit­te, die plötz­lich gar nicht mehr so unbe­wäl­tig­bar erscheinen. 

Dafür holt er den Leser bei der Art zu ler­nen ab, die ihm aus der Schu­le, dem Stu­di­um oder ande­ren Lebens­be­rei­chen bekannt ist – und führt anhand lern­theo­re­ti­scher Annah­men deren Schwä­chen vor. Meh­re­re Stun­den am Tag ein Fach nach dem ande­ren ler­nen, obwohl das Gehirn doch bereits nach 20 Minu­ten Auf­nah­me am Stück wie­der zu über­schrei­ben beginnt – nicht bei Frank. Sei­ne in Speed­lear­ning beschrie­be­ne und gelehr­te Tech­nik nimmt eben sol­che Pro­zes­se des Ler­nens ernst und baut sich auf dem Wis­sen über Lern- und Ver­ges­sens­pro­zes­sen auf.

Die Metho­den, auf die er dabei zurück­greift, sind zum Teil modern, zum Teil alt bewährt. So greift er bei­spiels­wei­se als ers­te kon­kre­te Mne­mo­tech­nik eine Metho­de auf, die auf die Anti­ke zurück­geht und Zah­len Bil­der zuteilt. Nur die ver­wen­de­ten Bil­der sind zum Teil an die Neu­zeit angepasst.

Obwohl Frank erst nach 100 Sei­ten zum Übungs­teil über­geht und sich davor mit der Theo­rie aus­ein­an­der­setzt, lässt er immer wie­der Bei­spie­le aus sei­ner Berufs­er­fah­rung ein­flie­ßen. Dem Leser bleibt zu wün­schen, dass sich die­ser Theo­rie­teil an die 20 Minu­ten-Ein­hei­ten des Speed­lear­nings hal­ten wür­de, jedoch stellt der eigen­stän­di­ge Trans­fer wohl bereits den ers­ten Übungs­schritt dar und tut dem Buch somit kei­nen Abbruch.

Obwohl zehn Wochen ein ehr­gei­zi­ges Ziel zu sein schei­nen, um etwas so kom­ple­xes wie eine neue Spra­che zu ler­nen, ver­sucht Frank ein rea­lis­ti­sches Bild des­sen auf­zu­zei­gen, was dies für den Ler­nen­den bedeu­tet. Er bricht das zu Ler­nen­de auf das Wesent­li­che her­un­ter, das nötig ist, um sich in einem Wis­sens­be­reich zurecht­zu­fin­den und kon­zen­triert sich dar­auf. Dabei ist vor allem der Grund, war­um man etwas ler­nen möch­te im Auge zu behal­ten, um sich für die­sen Zeit­raum gegen etwai­ge Pro­ble­me und Ablen­kun­gen zu wapp­nen: Die fünf »Apo­ka­lyp­ti­schen Rei­tern«, wie Frank sie nennt.

Fazit zu ›Speedlearning

Sven Franks Speed­lear­ning rüt­telt an all jenen Metho­den, durch die der durch­schnitt­li­che Leser bis­her sein Wis­sen erwor­ben hat. Wer bereit ist, sich auf neue Lern­tech­ni­ken ein­zu­las­sen und sei­ne bis­he­ri­ge Art zu ler­nen zu hin­ter­fra­gen, dem kann Speed­lear­ning wärms­tens emp­foh­len werden.

Buchinfo

Sven Frank:
Speed­lear­ning
Die Erfolgs­tech­ni­ken für Beruf, Schu­le und mehr
Red­li­ne Ver­lag, Mün­chen 2018
224 S., EUR (D) 17,99 inkl. MwSt.
Soft­co­ver
ISBN 978−3−86881−720−1

Rezen­si­on zuerst erschie­nen auf: Liz­zy­Net

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