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Melinda Mullet: Whisky mit Mord [Rezension]

Melinda Mullet: Whisky mit Mord [Rezension]

Das Erbe des Onkels. 

Die begab­te und erfolg­rei­che Jour­na­lis­tin Abi­ga­il Logan erbt die Destil­le­rie ihres Onkels in Schott­land. Doch Abi ist alles ande­re als eine Ken­ne­rin von Whis­kys und froh, dass sie das Erbe ihres Onkels nicht allein besich­ti­gen muss.

Beglei­tet von ihrem Kol­le­gen Patrick und ihrem Ter­ri­er Liam reist sie nach Schott­land und betritt in eine Welt, von der sie bis­lang kei­ne Ahnung hat­te. Obwohl sie ihrem Onkel sehr nah stand, hat sie die Destil­le­rie noch kein ein­zi­ges Mal besucht. Und in Schott­land wird sie jeden Ver­bün­de­ten brauchen. 

Schon bevor Abi an der Destil­le­rie ankommt, erhält sie selt­sa­me Post, doch bei Abbey Glen ange­kom­men, häu­fen sich die Dro­hun­gen gegen sie. All­zu deut­lich macht man ihr, dass weder eine Frem­de noch eine Frau als neue Besit­ze­rin der Destil­le­rie gedul­det wer­den wür­de. Doch Abi wäre nicht Abi, wenn sie sich dadurch ent­mu­ti­gen las­sen würde.

»Ben war in mei­ner dun­kels­ten Stun­de für mich da gewe­sen, und am Ende hat­te ich ihn im Stich gelas­sen. Über fünf­und­zwan­zig Jah­re waren ver­gan­gen, doch die Erin­ne­rung dar­an, wie ich allein und ver­ängs­tigt im Kran­ken­haus auf­wach­te, war mir noch so frisch im Gedächt­nis, als wäre es ges­tern gewesen.«

Doch Dro­hun­gen und selt­sa­me Post sind nicht das Ein­zi­ge, das Abi in Schott­land erwar­tet. Unbe­kann­te schlei­chen um ihr Haus und sabo­tie­ren die Destil­le­rie. Selbst bei die­sen Taten bleibt es jedoch nicht, kurz nach ihrer Ankunft wird eine Lei­che in einem Whis­key-Fass in Abbey Glen gefunden.

Für die Poli­zei ist klar, dass Abi sich aus den Ermitt­lun­gen raus­hal­ten soll. Doch dies hält die Jour­na­lis­tin nicht davon ab, mit Erfolg eige­ne Nach­for­schun­gen anzu­stel­len, die sie einen genau­en Blick auf die Geschich­te der Destil­le­rie und der dort arbei­ten­den Men­schen wer­fen lässt.

»Abbey Glen, das ist einer der ange­sag­tes­ten auf­stre­ben­den Her­stel­ler von Sin­gle Malt Whis­ky in Schott­land. Klein und sehr teu­er, eine Nobel­de­stil­le­rie. Wirk­lich etwas, das zu Ben passt. Ech­te Klasse.«

Whis­ky mit Mord‹ lebt von viel­fäl­ti­gen Cha­rak­te­ren, einer Prot­ago­nis­tin, die nicht auf den Mund gefal­len ist, und dem Zau­ber Schott­lands. Fast jeder scheint etwas zu ver­ber­gen zu haben und auch um die Destil­le­rie ran­ken sich zahl­rei­che Geschichten. 

Die Hand­lung ist dicht, die Ereig­nis­se nach­voll­zieh­bar und zugleich über­ra­schend. Nach und nach ent­steht so durch die Hin­ter­blie­be­nen ein Bild von Abis Onkel Ben, der sich mit dem Erbe eini­ges gedacht zu haben scheint.

Fazit zu ›Whisky mit Mord

Whis­ky mit Mord‹ ist eine span­nen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on aus Geheim­nis­sen, der Auf­klä­rung eines Ver­bre­chens und den per­sön­li­chen Bezie­hun­gen, der Leu­te um Abby Glen. Ich bin jeden­falls schon sehr gespannt, wie es mit der Rei­he wei­ter­ge­hen wird und was Abi­ga­il Logan im zwei­ten Band, ›Whis­ky für den Mör­der‹ erwar­ten wird.

Buchinfo

Melin­da Mul­let
Whis­ky mit Mord

Kri­mi­nal­ro­man
Abi­ga­il Logan-Rei­he, Band 1
Übersetzer/in Ulri­ke See­ber­ger
Gele­sen von: Kat­rin Heß
Auf­bau Audio, Ber­lin 2020
683 Minu­ten., EUR (D) 9,99 inkl. MwSt.
ISBN 978−3−96105−128−1

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Molly Flanaghan: Der Tag beginnt mit Mord [Rezension]

Die Spuren der Vergangenheit. 

Als Fio­na O’Con­nor in ›Der Tag beginnt mit Mord‹ nach Jah­ren aus Dub­lin in ihren Hei­mat­ort zurück­kehrt, hat sich dort vie­les ver­än­dert. Die eins­ti­ge Dorf­ge­mein­schaft ist ein­an­der frem­der gewor­den, die Kin­der sind weg­ge­zo­gen, die Alten geblieben.

Als Fio­na ihr Hei­mat­dorf Bal­lin­w­roe an der iri­schen West­küs­te ver­las­sen hat, war sie sech­zehn und schwan­ger. Doch ent­ge­gen dem Wunsch ihrer Eltern war eine Hoch­zeit mit dem Vater des Kin­des das Letz­te, was Fio­na woll­te. Eine Ent­schei­dung, die nicht auf Ver­ständ­nis stieß. Zumal sie nicht ein­mal gefragt wor­den war, was sie eigent­lich wollte.

Um dem zu ent­kom­men, flieht das jun­ge Mäd­chen aus Bal­lin­w­roe und baut sich in Dub­lin ein neu­es Leben in der Frem­de auf. Doch als ihre Eltern ster­ben und sie ihr Eltern­haus erbt, führt ihr Weg sie zurück in die eins­ti­ge Hei­mat. Doch ihre Rück­kehr wird von den wenigs­ten gut gehei­ßen. Denn zum einen wohnt noch immer der Vater ihres Kin­des im Ort, zum ande­ren neh­men es die Bewoh­ner Bal­lin­w­roes per­sön­lich, dass sie ihnen den Rücken gekehrt hat­te. Obwohl Fio­na offe­ne Feind­schaft begeg­net, ver­wan­delt sie ihr Eltern­haus in ein gemüt­li­ches und ein­la­den­des Bed & Bre­ak­fast, das schnell gut besucht ist. 

»Die Rui­nen der Müh­le von Bal­lin­w­roe rag­ten schwarz und still in den iri­schen Nacht­him­mel. Der Win­ter in Cla­re war die­ses Jahr uner­war­tet lang und kalt gewe­sen, nur vor­sich­tig streck­ten die ers­ten Früh­lings­blu­men ihre Köp­fe zwi­schen den regen­nas­sen Stei­nen hervor.«

Als plötz­lich einer der Gäs­te des B&Bs ermor­det an den Rui­nen der alten Müh­le gefun­den wird, ist nicht nur das Anse­hen von Fio­na O’Con­nors Bed & Bre­ak­fast in Gefahr. Denn wer auch immer den Mann erschos­sen hat, wuss­te, was er tat. Schnell wird klar, dass der Ermor­de­te unter fal­schem Namen in Bal­lin­w­roe war.

Spä­tes­tens als die Iden­ti­tät des Ermor­de­ten auf­ge­deckt wird, weiß die Poli­zei, dass sie es hier mit einer grö­ße­ren Sache zu tun haben, als sie bis­lang geahnt hat. 

»Sie hat­te nicht vor­ge­habt, jemals hier­her zurück­zu­keh­ren. Und doch war sie, als sie die Nach­richt vom Tod ihrer Mut­ter erhal­ten hat­te, in Rich­tung Wes­ten geeilt. Sie woll­te nur Abschied neh­men. Doch statt­des­sen war sie nach Hau­se gekommen.«

Iri­scher Flair, alte Feind­schaf­ten und Freund­schaf­ten und eine star­ke Prot­ago­nis­tin, die nicht auf den Mund gefal­len ist. Vie­le der Bewoh­ner von Bal­lin­w­roe schei­nen etwas zu ver­ber­gen zu haben, das nach dem Mord an einem Mann ans Tages­licht gezerrt wer­den will. Geschich­ten ran­ken sich um die alte Müh­le, die unfrei­wil­lig zum Schau­platz eines Ver­bre­chens gewor­den ist.

Der Tag beginnt mit Mord‹ erzählt die Geschich­te einer Frau, die bereit ist, für das zu kämp­fen, was sie ihr Zuhau­se nennt. Konn­te sie es als jun­ges Mäd­chen noch nicht, ist sie nun fest ent­schlos­sen, sich nicht noch ein­mal ver­trei­ben zu las­sen. Ganz gleich, wie vie­le tote Vögel um das Cot­ta­ge gefun­den werden.

Fazit zu ›Der Tag beginnt mit Mord

Der Tag beginnt mit Mord‹ ist ein span­nen­der, cozy Kri­mi über ein ver­schla­fe­nes Dörf­chen, dem Mord bis­lang fremd gewe­sen ist. Der Ver­gan­gen­heit und den per­sön­li­chen Geschich­ten der wich­tigs­ten Cha­rak­te­re wird neben der Auf­klä­rung des Ver­bre­chens viel Platz ein­ge­räumt. Ein rät­sel­haf­ter Kri­mi für ver­reg­ne­te Tage und mit hei­ßem Tee zu genießen.

Buchinfo

Mol­ly Flanag­han
Der Tag beginnt mit Mord

Ein Kri­mi in Irland
Fio­na O’Con­nor-Rei­he, Band 1

Taschen­buch
Auf­bau Taschen­buch, Ber­lin 2021
240 S., EUR (D) 9,99 inkl. MwSt.
ISBN 978−3−7466−3722−8

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Hör­buch-Ver­si­on, unge­kürzt
auf­bau audio, Ber­lin 2021
Gespro­chen von Marylu Pool­man
6 Stun­den, 56 Minu­ten, EUR (D) 9,99 inkl. MwSt.
ISBN 978−3−96105498−5

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Sei­ten-Hin­weis


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BookBeat – meine super Erfahrungen

Spannende Hörbücher, tolle Auswahl und super leichte Anwendung. 

Dass ich Hör­bü­cher lie­be, ist kein Geheim­nis. Die Grün­de dafür sind zahl­reich und stän­dig kom­men neue dazu. Zum Glück ist jedoch die Zeit vor­bei, in der man eine Audio-CD kau­fen oder lei­hen muss­te, um ein tol­les Hör­buch zu hören. 

Die­ser Bei­trag
ent­hält Werbelinks.

Apps für das Han­dy, sodass man das Hör­buch mit weni­gen Klicks hören kann, machen das Hör­buch­hö­ren heut­zu­ta­ge super leicht und bequem. 

Über Book­Beat* bin ich auf Insta­gram und online schon häu­fi­ger gestol­pert und fand es inter­es­sant. Also wur­de es höchs­te Zeit, es auch mal auszuprobieren.

Eins vor­ne­weg: Ich bin mit Book­Beat* wirk­lich super zufrie­den und begeis­tert. Natür­lich gibt es dort nicht jedes Buch als Hör­buch. Aber es gibt jede Men­ge Aus­wahl, in ver­schie­de­nen Spra­chen und in allen mög­li­chen Gen­res und Kate­go­rien. Ich habe in den letz­ten vier Wochen Book­Beat* wirk­lich sehr inten­siv genutzt und getes­tet und ich bin weit davon ent­fernt, dass mir die pas­sen­den Hör­bü­cher aus­ge­hen wür­den. Natür­lich gibt es auch eini­ge Titel, die dort exklu­siv sind. 

Ich bin wirk­lich über­rascht, wie ein­fach und bequem Book­Beat* ist. Durch den Down­load kön­nen Hör­bü­cher auch off­line gehört wer­den, die Qua­li­tät ist spit­ze. Zusätz­lich gibt es auch einen Sleep-Timer, was es leich­ter macht, am nächs­ten die Stel­le zu fin­den, bei der man ein­ge­schla­fen ist. 

Wer Lust auf Hör­bü­cher hat, soll­te Book­Beat* defi­ni­tiv mal eine Chan­ce geben. Vier Wochen gra­tis tes­ten* sind auf jeden Fall eine super Gele­gen­heit, um es ken­nen­zu­ler­nen und zu sehen, ob es was für einen ist. Ich wün­sche jeden­falls ein span­nen­des Hör­ver­gnü­gen! Schreibt mir ger­ne in die Kom­men­ta­re, wel­che Erfah­run­gen ihr mit Book­Beat* oder ande­ren Anbie­tern gemacht habt und ob ihr Hör­bü­cher genau­so mögt wie ich.

Fazit BookBeat*

App/Anwendung: ★★★★★
Aus­wahl: ★★★★★
Extras: ★★★★★
Preis: ★★★★☆

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Simon Beckett: Die Verlorenen [Rezension]

Ein Grauen, das vor zehn Jahren begann. 

Vor zehn Jah­ren hat sich Jonah Col­leys Leben in ›Die Ver­lo­re­nen‹ schlag­ar­tig ver­än­dert, an dem Tag, an dem sein Sohn ver­schwand. Sei­ne Ehe ist mitt­ler­wei­le geschie­den, Jonah und Gavin haben seit Jah­ren kei­nen Kon­takt mehr, obwohl sie frü­her die bes­ten Freun­de waren. 

Doch auch nach über zehn Jah­ren sind die Geis­ter der Ver­gan­gen­heit nicht zur Ruhe gekom­men. Beim Fund meh­re­rer Lei­chen in einem ver­las­se­nen Lager­haus ver­liert Jonah bei­na­he sein Leben. Doch je stär­ker er in die Auf­klä­rung der Gescheh­nis­se im Lager­haus hin­ein gerät, des­to stär­ker wird im klar, dass alles mit den Ereig­nis­sen vor zehn Jah­ren zusam­men­hän­gen könnte.

Doch Jonah ist nicht Teil des Ermitt­lungs­teams. Mehr noch steht er bald selbst als Ver­däch­ti­ger im Fokus der Ermitt­lung, da er vor den Ermitt­lern Din­ge zu ver­heim­li­chen scheint.

»Als Jonah das Blut roch, war ihm klar, dass er in Schwie­rig­kei­ten steck­te.
An dem alten Kai war es stock­fins­ter. Kei­ne ein­zi­ge Stra­ßen­la­ter­ne brann­te, die Lager­häu­ser lagen im Dun­keln, Relik­te einer ande­ren Zeit.«

Mit dem Fall bre­chen Jonahs alte Wun­den wie­der auf. Was war vor zehn Jah­ren gesche­hen, als sein damals vier­jäh­ri­ger Sohn ver­schwun­den ist? Wie­so kom­men zu Gavins Beer­di­gung, der frü­her beliebt und bekannt war, nur so wenig Leute?

Nie­mand weiß, wer die Lei­chen sind, die im Lager­haus gefun­den wor­den sind. Und nie­mand weiß, was aus dem Mann gewor­den ist, der Jonah im Lager­haus ange­grif­fen hat. Für Jonah sind die Ereig­nis­se genau­so rät­sel­haft wie die Gescheh­nis­se vor zehn Jahren. 

»Sie kann­ten sich seit Ewig­kei­ten. In der Schu­le bes­te Freun­de, dann zusam­men zur Poli­zei, die Pro­be­zeit bei der Met gemein­sam durch­lau­fen und schließ­lich im sel­ben Stadt­teil gear­bei­tet. Gavin war immer der Extra­ver­tier­te­re gewe­sen, aber hin­ter sei­ner Läs­sig­keit und Fröh­lich­keit ver­barg sich erbit­ter­ter Ehrgeiz.«

Doch plötz­lich begin­nen sich die Ereig­nis­se von vor zehn Jah­ren zu wie­der­ho­len. Kin­der ver­schwin­den und Jonah muss sich erneut der Fra­gen stel­len, ob er sie ret­ten kann. Getrie­ben von der vagen Hoff­nung, end­lich her­aus­zu­fin­den, was mit sei­nem Sohn gesche­hen ist, geht Jonah aufs Ganze.

»Das war Jah­re her. Ein ande­res Leben. Wie­so such­te Gavin jetzt aus dem Nichts auf und bat Jonah um Hilfe?«

Simon Beckett hat sein Talent für span­nen­de Thril­ler-Rei­hen bereits mit der David Hun­ter-Rei­he bewie­sen. Mit Jonah Col­ley hat Beckett jedoch einen Prot­ago­nis­ten für sei­ne neue Rei­he erfun­den, der als Poli­zist unmit­tel­bar an der Auf­klä­rung der Fäl­le als Ermitt­ler betei­ligt sein kann. Dabei ist Jonah kein Kli­schee-Poli­zist, son­dern facet­ten­reich und nahbar.

Fazit zu ›Die Verlorenen

Die Ver­lo­re­nen‹ ist von der ers­ten bis zur letz­ten Minu­te span­nend. Johan­nes Steck ist ein tol­ler Hör­buch­spre­cher, der die Stim­mung des Romans rich­tig gut rüber­bringt. Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart sind in ›Die Ver­lo­re­nen‹ ein­falls­reich mit­ein­an­der ver­wo­ben und geben jede Men­ge Rät­sel auf. Ich bin gespannt, wie es mit Jonah Col­ley im zwei­ten Band der Rei­he wei­ter­ge­hen wird.

Buchinfo

Simon Beckett:
Die Ver­lo­re­nen

Jonah Col­ley-Rei­he, Band 1
Gele­sen von Johan­nes Steck
Aus dem Eng­li­schen von Karen Wit­t­huhn und Sabi­ne Längs­feld
Thril­ler, Hör­buch, unge­kürzt
argon hör­buch, Ber­lin 2021
Lauf­zeit 11 Stun­den 11 Minu­ten, EUR (D) 24,95 inkl. MwSt.
ISBN 978−3−7324−5537−9

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Books of Tiger­li­ly
Nana – Der Bücher­blog
rikes­li­bra­ry
umge­bucht


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Julia Dippel: Belial [Rezension]

Eine Wette zwischen Göttern und ein Mädchen, das sich nicht beugt. 

Die jun­ge Tem­pel­die­ne­rin Cas­sia hat­te defi­ni­tiv nicht geplant, zum Gegen­stand einer Wet­te zwi­schen Göt­tern zu wer­den. Vor allem nicht, wenn es sich dabei um den grau­sa­men und sadis­ti­schen Dämon Ianus und den Teu­fel Beli­al höchst­per­sön­lich han­delt. Auch dann nicht, wenn der Teu­fel äußerst attrak­tiv und char­mant ist. 

Doch Cas­sia ver­folgt eige­ne Zie­le. Sie weiß genau, wer dafür ver­ant­wort­lich ist, dass immer wie­der Frau­en aus dem Tem­pel ver­schwin­den, in dem sie lebt. Ianus‘ Grau­sam­keit ist bekannt, doch bis­lang konn­te ihm nie etwas nach­ge­wie­sen werden. 

Als Cas­sia die Gele­gen­heit bekommt, Ianus zu Fall zu brin­gen, sagt sie nicht nein. Sie ist bereit, sich als Skla­vin an ihn ver­kau­fen zu las­sen, um nach einem Beweis für sei­ne Ver­bre­chen suchen zu kön­nen und zu erfah­ren, was mit ihrer Freun­din Daph­ne gesche­hen ist.

»Ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl … sonst nichts. Mir wur­de die Keh­le eng. Man hat­te Daph­nes Hab­se­lig­kei­ten bereits weg­ge­bracht und trotz­dem schweb­te die Erin­ne­rung an die jun­ge Pries­te­rin noch immer in die­sen vier Wänden.«

Doch Cas­sia ist nicht die ein­zi­ge, die eine Rech­nung mit Ianus offen hat. Auch der Teu­fel Beli­al ist kein Fan von Ianus. In Ianus‘ Besitz befin­det sich jedoch etwas, das Beli­al unbe­dingt zurück­will: sein Hei­mat­land Mal­ta. Um Mal­ta zurück­zu­be­kom­men, lässt Beli­al sich auf eine Wet­te mit Ianus ein. Wenn Cas­sia ihm inner­halb von fünf Tagen frei­wil­lig ihre See­le ver­spricht, gehört Mal­ta wie­der Beli­al. Wenn nicht, muss er das Knie vor Ianus beugen. 

Aber Cas­sia hat defi­ni­tiv nicht vor, irgend­je­man­dem ihre See­le zu schen­ken, vor allem kei­nen Dämon. Den­noch lie­fert ihr die Wet­te die Gele­gen­heit, an Ianus heranzukommen.

»Die Eisen­ket­ten an mei­nen Hand­ge­len­ken fühl­ten sich inzwi­schen nach einer rich­tig mie­sen Fehl­ent­schei­dung an. Anfangs waren sie nur ein nöti­ges Requi­sit gewe­sen, um unse­re Geschich­te glaub­haft zu machen, doch hier in den Höh­len schie­nen die Ket­ten mit jedem Schritt schwe­rer und schwe­rer zu wer­den. Mei­ne Instink­te rie­ten mir laut­stark zur Flucht.«

Doch ihr wird schnell bewusst, dass ihre Auf­ga­be nicht so leicht wird, wie sie es sich gewünscht hät­te. Ianus hütet sei­ne Geheim­nis­se gut und Beli­al lässt sie kaum einen Moment aus den Augen. Zusätz­lich läuft sie stän­dig Gefahr, von Ianus erwischt und getö­tet zu werden.

Cas­sia hat jedoch einen Vor­teil: Sie wird von den Göt­tern unter­schätzt. Sie wis­sen nicht von ihrer Gabe, die sie immun gegen man­che Kräf­te der Dämo­nen macht und kann nicht durch Illu­sio­nen getäuscht werden.

»Ich sah die Din­ge, wie sie waren und nicht, wie die Dämo­nen sie erschei­nen lie­ßen. Mei­ne Fähig­kei­ten mach­ten mich zu einer sel­te­nen Ano­ma­lie und zum per­fek­ten Wach­hund für Lucusta.«

Beli­al‹ wird abwech­seln aus zwei Per­spek­ti­ven erzählt. Zum einen aus Cas­si­as Per­spek­ti­ve, die den Dämo­nen zutiefst miss­trau. Zum ande­ren aus Beli­als Per­spek­ti­ve, die Ianus zwar eben­so sehr hasst wie Cas­sia, jedoch auf sein Hei­mat­land nicht ver­zich­ten will. In einem Gemisch aus Mani­pu­la­tio­nen, Täu­schung und Ver­füh­rung kom­men sich Cas­sia und Beli­al näher. Bei­de müs­sen erfah­ren, dass sowohl Men­schen als auch Dämo­nen anders sein kön­nen, als sie es sich vor­ge­stellt haben.

Julia Dip­pels neu­er Roman aus den Iza­ra-Chro­ni­ken ist von der ers­ten bis zu letz­ten Sei­te span­nend. Beli­al ist char­mant, mäch­tig und sehr, sehr arro­gant. Cas­sia hin­ge­gen ist klug, mutig und eine Über­le­bens­künst­le­rin. Mit Grim ist Dip­pel eine wun­der­ba­re Neben­fi­gur gelun­gen, die man durch ihre rup­pi­ge und ehr­li­che Art ein­fach mögen muss.

Fazit zu ›Belial‹

Beli­al‹ kann defi­ni­tiv gele­sen wer­den, ohne das man die Iza­ra-Chro­ni­ken bereits gele­sen hat, da es zeit­lich vor die­sen ange­sie­delt ist. Es ist eine lie­be­voll aus­ge­ar­bei­te­te Geschich­te über eine Wet­te, einen gefähr­li­chen Dämon und Cas­sia und Beli­al, auf die im Rom der Ver­gan­gen­heit jede Men­ge Über­ra­schun­gen und Her­aus­for­de­run­gen war­ten. Zugleich endet ›Beli­al‹ mit einem Cliff­han­ger, der defi­ni­tiv nach der Fort­set­zung schreit. Ich bin jeden­falls gespannt, wie es wei­ter­ge­hen wird. Wer ›Beli­al‹ moch­te, wird ver­mut­lich auch ›Cas­sar­dim 1‹ sehr mögen. 

Buchinfo

Julia Dip­pel:
Beli­al

Göt­ter­krieg – Aus den Iza­ra-Chro­ni­ken
(Iza­ra, Band 5)
Unge­kürz­te Lesung mit Sven Macht und Jodie Ahl­born
Sil­ber­fisch, Ham­burg 2021
679 Minu­ten Lauf­zeit, EUR (D) 24,95 inkl. MwSt.
Ab 13 Jah­ren
ISBN 978−3−8449−2739−9

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Gini­l­ove­sbooks
Mai­kes Book­world
Span­nungs­jä­ge­rin


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3 Gründe, warum ich Hörbücher so liebe [Buchwelt]

3 Gründe, warum ich Hörbücher so liebe. 

In der letz­ten Zeit habe ich zwei Din­ge wie­der schät­zen gelernt: Let’s plays und Hör­bü­cher. Je weni­ger ich unter Men­schen sein kann, des­to mehr ver­mis­se ich Unter­hal­tun­gen und die Stim­men von Men­schen. Nor­ma­ler­wei­se war das Lesen eines Buches für mich stets ein tol­ler und ruhi­ger Aus­gleich zu einem All­tag, der vol­ler Gesprä­che und Begeg­nun­gen war. 

Für vie­le hat sich 2020 der All­tag ver­än­dert, sowohl in beruf­li­cher als auch in pri­va­ter Hin­sicht. Man­chen wird es dabei so wie mir gehen, dass der All­tag ruhi­ger und weni­ger gesprä­chig gewor­den ist. Pas­sen nicht zu genau so einer Zeit Let’s plays und Hörbücher?


Grund Nummer 3, warum ich Hörbücher so liebe: Durch die Stimme eines Mitmenschen fühlt sich auch das Alleinsein geselliger an

Wenn ich ein Hör­buch höre – ger­ne über Laut­spre­cher und im gan­zen Raum –, kann die Stil­le des Social Distancing weni­ger wir­ken. Und mensch hat gleich etwas, wor­über er spre­chen kann, sobald man das nächs­te Mal mit Freun­den und Bekann­ten spricht. 

Also, war­um nicht gute Bücher in einen oft­mals ruhig gewor­de­nen All­tag holen? Unzäh­li­ge Hörbuchsprecher_innen tum­meln sich im Lite­ra­tur­be­trieb. Wen hörst du dir am liebs­ten an?


Grund Nummer 2, warum ich Hörbücher so liebe: Sie können bei vielen Aufgaben des Alltags begleiten

Ein zwei­ter unglaub­lich tol­ler Vor­teil beim Hören von Hör­bü­chern ist es, dass mensch so unglaub­lich viel neben­bei tun kann. Um das Geschirr zu spü­len oder den Fahr­rad­rei­fen aus­zu­wech­seln, muss ich das Buch qua­si nicht mehr aus der Hand legen. Es kann mich in vie­ler­lei Situa­tio­nen beglei­ten und mir die­se versüßen.

War­um also nicht zu Char­lot­te Bron­tes ›Jane Eyre‹ die Fens­ter put­zen, zu Marie Graß­hoffs ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie den Klei­der­schrank aus­mis­ten oder zu Dör­te Han­sens ›Altes Land‹ die Schrau­ben an den Schrank­tü­ren nach­zie­hen? Natür­lich geht das alles auch ohne Hör­buch. Aber wie­so nicht doch ein­fach mal mit Hör­buch probieren?


Grund Nummer 1, warum ich Hörbücher so liebe: Hörbücher sind prima beim Sport 

Ich war in Sport nie ein Über­flie­ger. In der Schu­le habe ich mich, wenn mög­lich, davor gedrückt. Pri­vat war es auch nicht bes­ser. Es hat eini­ge Jah­re gebraucht, bis ich auf den Trich­ter gekom­men bin, dass Sport etwas Gutes für mich sein könn­te. Und selbst danach hat es noch eini­ge Zeit gedau­ert, bis die­ses Wis­sen etwas an mei­ner Frei­zeit­ge­stal­tung ver­än­dert hat. Was es mir sicher­lich ein­fa­cher gemacht hat, waren Hör­bü­cher. Vor allem Span­nen­de, die über­wie­gend line­ar erzählt wer­den und nur an eine Per­spek­ti­ve gebun­den sind. So wur­den beim Sport schnell Kri­mi und Thril­ler zu mei­nen Lieb­lin­gen. Den Anfang mach­te Simon Beckett mit sei­ner ›David Hun­ter‹-Rei­he.

Als wirk­lich per­fekt für mich haben sich die Hör­bü­cher zu Sher­lock Hol­mes erwie­sen. Vie­le der Geschich­ten um Hol­mes und Wat­sons sind eher kurz und las­sen sich somit per­fekt in einer Lauf(-band)-Session durch­hö­ren. War­um das Jahr also nicht mit Sport und Hör­bü­chern füllen?


Hörst du ger­ne Hör­bü­cher? Und wenn ja, wann am liebs­ten? Ich freue mich über eure Mei­nun­gen und Ideen. 


In freund­li­cher Zusam­men­ar­beit mit Audible. 

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