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Leigh Bardugo: Legenden der Grisha [Reihe]

Wo Schatten und Licht sich berühren. 

In man­chen Städ­ten wer­den sie ver­folgt und ver­brannt, in ande­ren als Skla­ven gehal­ten. In Rav­ka hin­ge­gen füh­ren sie ein Leben in der Zwei­ten Armee, ange­führt von einem Mann namens ›der Dunk­le‹, der mäch­tigs­te der Grisha. 

Drei ver­schie­de­nen Orden kön­nen sie ange­hö­ren: den Kor­po­ral­ki, den Ätheral­ki und den Mate­ri­al­ki. Schon als Kin­der wer­den die Men­schen gesucht, die die­se Gaben in sich tra­gen, und zum Dunk­len gebracht. Und wäh­rend Rav­ka immer wie­der von Krie­gen heim­ge­sucht wird, die gigan­ti­sche Schat­ten­flur das Land spal­tet und den Han­del erschwert, wer­den die Gri­sha im Klei­nen Palast aus­ge­bil­det. Somit hat das Reich in den ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht nur mit Pro­ble­men von außer­halb zu kämp­fen, die Schat­ten­flur und die Vol­kra, die in ihr Leben, hal­ten wei­te­re Schre­cken für bereit.

»Die Die­ner nann­ten sie Malench­ki, Geis­ter­chen, denn die Kleins­ten und Jüngs­ten such­ten das Haus des Her­zogs heim wie kichern­de Phan­to­me, rann­ten durch die Zim­mer, ver­steck­ten sich in Schrän­ken, um zu lau­schen, und stah­len die letz­ten Pfir­si­che des Som­mers aus der Küche.«

Beginn von ›Gol­de­ne Flam­men‹, Knaur 2020

Ali­na Star­kov gehört in den ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht zu jenen, die von klein auf in der Gunst des Dunk­len leben dür­fen. Als Wai­sen­kind ist sie mit ihrem Kind­heits­freund Mal in Ker­am­zin auf­ge­wach­sen. Und als die bei­den älter wer­den, zieht es sie in zwei unter­schied­li­che Beru­fe: Ali­na will Kar­ten­zeich­ne­rin wer­den, Mal Fährtensucher.

Doch der Tag, an dem die bei­den jun­gen Men­schen die Schat­ten­flur das ers­te Mal in ihrem Leben durch­que­ren müs­sen, ver­än­dert alles. Sie schaf­fen es nicht, die ande­re Sei­te zu errei­chen. Statt­des­sen wer­den sie in etwas hin­ein­ge­zo­gen, das nicht nur ihr Leben, son­dern auch Rav­ka für immer ver­än­dern soll.

»Frü­her, lan­ge bevor sie die Wah­re See befuh­ren, hat­ten der Jun­ge und das Mäd­chen immer wie­der von Schif­fen geträumt: Schif­fe, rand­voll mit Geschich­ten, ver­zau­ber­te Schif­fe mit Mas­ten aus wohl­rie­chen­dem Zedern­holz und mit Segeln aus purem Gold, von Jung­frau­en gesponnen.«

Beginn von ›Eisi­ge Wel­len‹, Knaur 2020

Beglei­tet von Leigh Bar­d­u­gos Händ­chen für span­nen­de Cha­rak­te­re ent­steht in den ›Legen­den der Gri­sha‹ eine Geschich­te um die jun­ge Ali­na, in der sie bald mehr sein wird, als ein Wai­sen­kind aus Ker­am­zin. Doch es war­ten nicht nur Freun­de auf sie, auch ihre Zahl an Fein­den wächst im Ver­lauf der Tri­lo­gie zunehmend.

Die Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹, bestehend aus ›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹, ist per­fekt für Leser und Lese­rin­nen, die es ger­ne span­nend, atmo­sphä­risch und düs­ter mögen. Bar­d­u­go macht es ihren Cha­rak­te­ren nicht ein­fach. Geheim­nis­se war­ten in Rav­ka, Über­ra­schun­gen und char­man­te Nebencharaktere.

»Das Unge­heu­er heißt Izum­rud, und man­che sag­ten, es habe die Gän­ge unter­halb von Rav­ka geschaf­fen. Von einem uner­sätt­li­chen Hun­ger getrie­ben, habe die­ser gewal­ti­ge Wurm Schlick und Gestein ver­schlun­gen, sich immer tie­fer gebohrt, bis er zu weit vor­ge­drun­gen sei und sich am Ende in der Fins­ter­nis ver­irrt habe.«

Beginn von ›Lodern­de Schwin­gen‹, Knaur 2020

Bar­d­u­gos Fan­ta­sy-Roma­ne zie­hen nicht nur Jugend­li­che in ihren Bann: auch für Erwach­se­ne ist die Tri­lo­gie emp­feh­lens­wert. Das düs­te­re, geheim­nis­vol­le Set­ting, die span­nen­de Hand­lung und vor allem char­man­te Neben­cha­rak­te­re und inter­es­san­te Ant­ago­nis­ten überzeugen. 


Für Fans von …


Bewertung

Bewer­tung: 5 von 5.

Leigh Bar­d­u­go:
Gol­de­ne Flam­men
Legen­den der Gri­sha, Band 1
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
352 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52444−2

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Leigh Bar­d­u­go:
Eisi­ge Wel­len

Legen­den der Gri­sha, Band 2
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
448 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52445−9

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Leigh Bar­d­u­go:
Lodern­de Schwin­gen

Legen­den der Gri­sha, Band 3
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
432 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52446−6

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.



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Leigh Bardugo: The Demon in the Wood [Kurzrezension]

Von einem Jungen, der zu viele Namen hatte. 

Bevor ein Mann namens ›der Dunk­le‹ die Welt der Gri­sha ver­än­der­te und nie­mand mehr sei­nen rich­ti­gen Namen kann­te, gab es einen Jun­gen, der zu vie­le Namen haben muss­te. An jedem Ort, an den sie flo­hen, muss­ten er und sei­ne Mut­ter einen neu­en Namen anneh­men. Zu vie­le Geheim­nis­se muss­ten sie wah­ren und zu gefähr­lich war ihre Welt.

Doch für den 13-jäh­ri­gen Jun­gen in ›The Demon in the Wood‹ birgt jeder neue Ort nicht nur Risi­ken, son­dern auch Hoff­nun­gen. Wür­den sie die­ses Mal län­ger blei­ben können? 

In einer Zeit, in der die Gri­sha in ganz Rav­ka in Gefahr waren und sich in Ber­gen oder Wäl­dern ver­ste­cken muss­ten, um nicht Hexen­jä­gern in die Hän­de zu fal­len. Eine Zeit, bevor es eine Zwei­te Armee unter dem Zaren gab und Orte, an denen Gri­sha offen mit­ein­an­der leben durften.

»For the readers––thank you for
wan­ting to know more«

Doch der Jun­ge und sei­ne Mut­ter sind nicht nur für otkazat’sya Frem­de, auch für die ande­ren Gri­sha sind ihre Kräf­te fremd­ar­tig. Wenn die­se nicht Angst her­vor­ru­fen, dann ist es Gier. Sel­ten tref­fen der Jun­ge und sei­ne Mut­ter auf Normalität.

»He’d once asked his mother if that was the truth, if his father was real­ly dead.
He will be, she’d said. Befo­re you can blink your eye. You’ll out­li­ve him by a hund­red years, may­be a thousand, may­be more

Und in die­ser Zeit, in der der Jun­ge und sei­ne Mut­ter stän­dig auf der Flucht sind, und dabei auf Gri­sha tref­fen, die sich ver­ste­cken müs­sen und in Ver­zweif­lung leben, wird in ›The Demon in the Wood‹ eine Idee gebo­ren. Die Idee von einem Rav­ka, in dem kein Gri­sha mehr ver­bor­gen leben muss.

Fazit zu ›The Demon in the Wood

Für Fans von Leigh Bar­d­u­go und ihrer Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ – ›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹ – defi­ni­tiv ein must-read. ›The Demon in the Wood‹ ist eine span­nen­de Kurz­ge­schich­te mit stim­mungs­vol­lem Set­ting, die mehr über ›den Dunk­len‹ und Baghra verrät. 

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
The Demon in the Wood

A Dar­k­ling Pre­quel Sto­ry
Legen­den der Gri­sha
Spra­che: Eng­lisch
Hen­ry Holt and Co. 2015
Ebook
Kurzgeschichte/Erzählung
ISBN 9781627796620

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Leigh Bardugo: Lodernde Schwingen [Rezension]

Von einem Jungen ohne Namen. 

Es gibt Bücher, die gewin­nen mich schon nach der ers­ten Sei­te für sich. So ging es mir mit ›Gol­de­ne Flam­men‹ von Leigh Bar­d­u­go, das ich in kür­zes­ter Zeit ver­schlun­gen habe. Auch ›Eisi­ge Wel­len‹ habe ich wirk­lich ger­ne gele­sen, doch hat mich der 2. Band der Rei­he ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht dar­auf vor­be­rei­tet, wie sehr ich den 3. Band ›Lodern­de Schwin­gen‹ mögen wür­de. Hat­te ich schon nach dem 1. Band kei­ne Zwei­fel mehr dar­an, dass Leigh Bar­d­u­go eine begna­de­te Schrift­stel­le­rin ist, wür­de ich mitt­ler­wei­le jedes Buch von ihr ohne zu zögern lesen. 

Bar­d­u­gos Bücher sind düs­ter, ihre Wel­ten vol­ler Gefah­ren, Geheim­nis­se und Abgrün­de. Und in die­sem düs­te­ren Set­ting kön­nen nicht nur char­man­te Neben­cha­rak­te­re strahlen. 

Nach dem 2. Band ›Eisi­ge Wel­len‹ liegt die Welt der Gri­sha, wie die Lesen­den sie kann­ten, in Trüm­mern. Sowohl der Dunk­le als auch Ali­na sind nur knapp ihrem Tod ent­ron­nen. Vie­le ande­re hat­ten die­ses Glück nicht. Doch wäh­rend der Dunk­le die Zeit danach genutzt hat, um den Thron des Zaren für sich zu bean­spru­chen, lebt Ali­na tief unter der Erde, weg­ge­sperrt vom Son­nen­licht. Doch Ali­na hat etwas in ›Lodern­de Schwin­gen‹, das der Dunk­le nicht hat: Freun­de, die ihr hel­fen wol­len, sich zu befreien.

»Das Unge­heu­er heißt Izum­rud, und man­che sag­ten, es habe die Gän­ge unter­halb von Rav­ka geschaf­fen. Von einem uner­sätt­li­chen Hun­ger getrie­ben, habe die­ser gewal­ti­ge Wurm Schlick und Gestein ver­schlun­gen, sich immer tie­fer gebohrt, bis er zu weit vor­ge­drun­gen sei und sich am Ende in der Fins­ter­nis ver­irrt habe.«

Dabei ist Ali­na Star­kov in ›Lodern­de Schwin­gen‹ im Besitz zwei­er Kräf­te­meh­rer. Obwohl die jun­ge Frau spürt, dass die­se sie ver­än­dern und ihr Wunsch, den drit­ten Kräf­te­meh­rer an sich zu brin­gen, nicht nur posi­ti­ven Ursprungs ist, kann sie die Suche nicht auf­ge­ben. Auch der Dunk­le lässt ihr kei­ne Ruhe, ihr bleibt kaum genug Zeit, ihre Ver­bün­de­ten um sich zu sammeln. 

Doch spä­tes­tens nach dem 1. Band ist klar, dass Freun­de und Ver­bün­de­te oft nur schwer von Fein­den und Ver­rä­tern zu tren­nen sind. Es gibt weni­ge in ›Lodern­de Schwin­gen‹, auf die sich Ali­na glaubt, ver­las­sen zu kön­nen, doch die­se weni­gen haben es in sich. Und hin­ter den Gescheh­nis­sen um Ali­na wird eine wei­te­re Geschich­te in ihren Ansät­zen frei­ge­legt: die Geschich­te einer Fami­lie, aus der ein Mann wie der Dunk­le her­vor­ge­hen konnte.

»Er hat­te um die­sen Thron gekämpft, hat­te Hun­der­te von Jah­ren gefoch­ten und gedient, um ihn end­lich für sich bean­spru­chen zu kön­nen. Ich muss­te zuge­ben, dass er wie geschaf­fen dafür war.«

Fazit zu ›Lodernde Schwingen

Wer also wis­sen will, wie es im Kampf um Rav­ka wei­ter­geht, wie der rich­ti­ge Name des Dunk­len lau­tet und wie ein Prinz, der sein Leben lang kei­ne Not kann­te, doch noch ler­nen muss, was Hun­ger ist, der soll­te den fina­len Band der Tri­lo­gie der ›Legen­den der Gri­sha‹ unbe­dingt lesen. Es wird spannend!

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Lodern­de Schwin­gen

Roman
Legen­den der Gri­sha, Band 3
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur, Mün­chen 2020
432 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52446−6

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Leigh Bardugo: Goldene Flammen [Rezension]

Von Wünschen, Freundschaft und Entscheidungen. 

Von klein auf haben die Wai­sen­kin­der Ali­na und Mal einen Wunsch: bei­ein­an­der zu sein. Sie leben in einer Welt, in der Krieg und Magie herr­schen und die zum Teil durch eine rie­si­ge Schat­ten­flur über­zo­gen ist. Und die Freund­schaft der bei­den wird in ›Gol­de­ne Flam­men‹ auf die Pro­be gestellt. 

Wai­se, Kar­ten­zeich­ne­rin und meis­tens fehl am Platz: Ali­na Star­kov fühlt sich sel­ten wohl in ihrer Haut. Auch unter Men­schen scheint sie sel­ten dazu­zu­ge­hö­ren – nur bei ihrem bes­ten Freund Mal kennt sie die­ses Gefühl.

Doch als die bei­den älter wer­den und Mal sich zu einem attrak­ti­ven jun­gen Mann ent­wi­ckelt, hat er nur Augen für ande­re Frau­en. Ali­na, auch »Besen­stiel« genannt, kann in ›Gol­de­ne Flam­men‹ dabei nur zusehen.

»Die Die­ner nann­ten sie Malench­ki, Geis­ter­chen, denn die Kleins­ten und Jüngs­ten such­ten das Haus des Her­zogs heim wie kichern­de Phan­to­me, rann­ten durch die Zim­mer, ver­steck­ten sich in Schrän­ken, um zu lau­schen, und stah­len die letz­ten Pfir­si­che des Som­mers aus der Küche.«

Als die bei­den Kind­heits­freu­de im Zuge ihrer Aus­bil­dun­gen zur Kar­ten­zeich­ne­rin und zum Fähr­ten­le­ser die von Vol­kra bewohn­te Schat­ten­flur durch­que­ren müs­sen, ver­än­dern sich die Leben der bei­den grund­le­gend: Ali­na schützt ihren Freund Mal durch Kräf­te, die sie bis­lang nicht ein­mal erahnt hat. Sie ver­las­sen die Schat­ten­flur wie­der und Ali­na Star­kov wird einem Mann über­ge­ben, der sich »Der Dunk­le« nennt. Er ist der Anfüh­rer der Gri­sha und zählt zu den mäch­tigs­ten Män­nern im Reich.

»Die Vol­kra waren blind, weil sie seit Genera­tio­nen auf der Schat­ten­flur leb­ten und jag­ten, aber sie konn­ten Men­schen­blut angeb­lich schon aus wei­ter Fer­ne wittern.«

Und aus­ge­rech­net die als mager und häss­lich ver­lach­te Ali­na, mit ihren dunk­len Augen­rin­gen und den hage­ren Ärm­chen soll Kräf­te besit­zen, für die sich ein sol­cher Mann inter­es­siert? Nicht, wenn man Ali­nas Ein­schät­zung ihrer selbst glau­ben darf. 

Doch der Dunk­le macht sich in ›Gol­de­ne Flam­men‹ ein eige­nes Bild von ihr und wird zu ihrem Men­tor. Sie rei­sen zum Hof des Zaren und Ali­na wird in die Rei­hen der Gri­sha auf­ge­nom­men: wun­der­schö­ne Frau­en und Män­ner, die der Magie mäch­tig sind. Ein Blick in den Spie­gel genügt für sie, um das Gefühl zu haben, dass sie wie­der nicht hin­ein­passt. Bis zu dem Tag, als ihre Kräf­te wie­der aus ihr hervorbrechen.

»Die­ser Dunk­le hat­te die Gri­sha schon vor mei­ner Geburt befeh­ligt, und trotz­dem wirk­te der Mann, der vor mir auf dem Podest thron­te, nicht viel älter als ich. Sein Gesicht war schön und mar­kant, er hat­te vol­les schwar­zes Haar und kla­re graue, wie Quarz glän­zen­de Augen. Es hieß, die mäch­tigs­ten Gri­sha leb­ten sehr lan­ge, und der Dunk­le war der mäch­tigs­te von allen.«

Mit ›Gol­de­ne Flam­men‹ schafft Leigh Bar­d­u­go den Auf­takt zu einer Fan­ta­sy-Rei­he um die ›Legen­den der Gri­sha‹, der von der ers­ten Sei­te an mit­reißt und den Figu­ren Leben ein­haucht. Dabei ist die fan­tas­ti­sche Welt, die sie schafft, erfri­schend kli­schee­frei. Was zu Beginn schwarz und weiß scheint, ver­liert bald an Klar­heit. Die Zie­le und Plä­ne der Figu­ren über­schnei­den und ver­wi­schen sich.

Fazit zu ›Goldene Flammen

Bar­d­u­go macht es ihren Figu­ren nicht leicht, sie treibt sie wie­der­holt zum Äußers­ten und lässt nicht für einen Moment Lang­wei­le auf­kom­men. Und doch über­schla­gen sich die Ereig­nis­se mit­un­ter so schnell, dass auch der Leser her­um­ge­wir­belt wird, bis nur noch Eines klar ist: Die nächs­ten Bän­de ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹ müs­sen so schnell wie mög­lich erscheinen.

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Gol­de­ne Flam­men

Legen­den der Gri­sha, Band 1
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
352 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52444−2

Rezen­si­on erst­mals erschie­nen auf: Liz­zy­Net

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