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Leigh Bardugo: The Demon in the Wood [Kurzrezension]

Von einem Jungen, der zu viele Namen hatte. 

Bevor ein Mann namens ›der Dunk­le‹ die Welt der Gri­sha ver­än­der­te und nie­mand mehr sei­nen rich­ti­gen Namen kann­te, gab es einen Jun­gen, der zu vie­le Namen haben muss­te. An jedem Ort, an den sie flo­hen, muss­ten er und sei­ne Mut­ter einen neu­en Namen anneh­men. Zu vie­le Geheim­nis­se muss­ten sie wah­ren und zu gefähr­lich war ihre Welt.

Doch für den 13-jäh­ri­gen Jun­gen in ›The Demon in the Wood‹ birgt jeder neue Ort nicht nur Risi­ken, son­dern auch Hoff­nun­gen. Wür­den sie die­ses Mal län­ger blei­ben können? 

In einer Zeit, in der die Gri­sha in ganz Rav­ka in Gefahr waren und sich in Ber­gen oder Wäl­dern ver­ste­cken muss­ten, um nicht Hexen­jä­gern in die Hän­de zu fal­len. Eine Zeit, bevor es eine Zwei­te Armee unter dem Zaren gab und Orte, an denen Gri­sha offen mit­ein­an­der leben durften.

»For the readers––thank you for
wan­ting to know more«

Doch der Jun­ge und sei­ne Mut­ter sind nicht nur für otkazat’sya Frem­de, auch für die ande­ren Gri­sha sind ihre Kräf­te fremd­ar­tig. Wenn die­se nicht Angst her­vor­ru­fen, dann ist es Gier. Sel­ten tref­fen der Jun­ge und sei­ne Mut­ter auf Normalität.

»He’d once asked his mother if that was the truth, if his father was real­ly dead.
He will be, she’d said. Befo­re you can blink your eye. You’ll out­li­ve him by a hund­red years, may­be a thousand, may­be more

Und in die­ser Zeit, in der der Jun­ge und sei­ne Mut­ter stän­dig auf der Flucht sind, und dabei auf Gri­sha tref­fen, die sich ver­ste­cken müs­sen und in Ver­zweif­lung leben, wird in ›The Demon in the Wood‹ eine Idee gebo­ren. Die Idee von einem Rav­ka, in dem kein Gri­sha mehr ver­bor­gen leben muss.

Fazit zu ›The Demon in the Wood

Für Fans von Leigh Bar­d­u­go und ihrer Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ – ›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹ – defi­ni­tiv ein must-read. ›The Demon in the Wood‹ ist eine span­nen­de Kurz­ge­schich­te mit stim­mungs­vol­lem Set­ting, die mehr über ›den Dunk­len‹ und Baghra verrät. 

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
The Demon in the Wood

A Dar­k­ling Pre­quel Sto­ry
Legen­den der Gri­sha
Spra­che: Eng­lisch
Hen­ry Holt and Co. 2015
Ebook
Kurzgeschichte/Erzählung
ISBN 9781627796620

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Edgar Allan Poe: The complete poetry [Rezension]

Von Raben und Verlusten. 

In dem Jahr, in dem Edgar All­an Poe gebo­ren wur­de, erblick­ten auch Charles Dar­win, Abra­ham Lin­coln und Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy das Licht der Welt und bis heu­te sind sie in ihren Berei­chen nicht vergessen. 

Auch Edgar All­an Poes Bekannt­heit ende­te nicht 1849, als er mit kaum 40 Jah­ren ver­starb. Es gibt zahl­rei­che Ver­fil­mun­gen und Thea­ter-Adap­tio­nen sei­ner Wer­ke, eben­so wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en, Bio­gra­fien und auch in Tex­te und Musik­stü­cke ande­rer Künst­ler haben er und sei­ne Wer­ke Ein­zug gehalten.

Wäh­rend Roma­ne, Novel­len und Erzäh­lun­gen zumeist Zeit haben, um beim Leser einen Ein­druck zu hin­ter­las­sen, haben Gedich­te dazu nur sehr begrenzt die Gele­gen­heit. Umso ein­drucks­vol­ler schei­nen meist jene Gedich­te im Gedächt­nis zu blei­ben, denen dies trotz oder viel­leicht auch wegen ihrer Kür­ze gelun­gen ist.

Von denen in die­ser Aus­ga­be abge­druck­ten 48 Gedich­ten Edgar All­an Poes, die zwi­schen 1827 und 1849 ent­stan­den sind, haben dies bei mir unter ande­rem auf jeden Fall ›The Raven‹ (1845) und ›Anna­bel Lee‹ (1849) geschafft.

»But the Raven, sit­ting lonely on the pla­cid bust,
spo­ke only
That one word, as if his soul in that one word
he did outpour.«

The Raven‹ (1845)

Edgar All­an Poe gelingt es, in sei­nen Gedich­ten in ›The com­ple­te poe­try of Edgar All­an Poe‹ Geschich­ten zu erzäh­len, atmo­sphä­risch, düs­ter und beson­ders. Und zugleich bleibt der Leser mit dem Ein­druck zurück, das das Gedicht nur der Anfang war, dass die ange­sto­ße­nen Vor­stel­lun­gen und Bil­der noch eine Wei­le wir­ken würden.

»That the wind came out of the cloud by night,
Chil­ling and kil­ling my Anna­bel Lee.«

Anna­bel Lee‹ (1849)
Fazit zu ›The complete poetry of Edgar Allan Poe

Wer bis­lang nur Poes Pro­sa kennt, dem kann ich ›The com­ple­te poe­try of Edgar All­an Poe‹ auf jeden Fall ans Herz legen. Aber auch für Poe-Uner­fah­re­ne sind sei­ne Gedich­te ein super Ein­stieg, da sich in jedem Poes Stil und beson­de­re Atmo­sphä­re fin­den lassen.

Edgar All­an Poe:
The com­ple­te poe­try of Edgar All­an Poe (2008)
Signet Clas­sics, Eng­lisch
139 S., EUR (D) ca. 6,- inkl. MwSt.
Lyrik, Taschen­buch
ISBN 978−0−451−53105−6

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