Schlagwort-Archive: Droemer Knaur

Neuerscheinungen 2021

Neuerscheinungen 2021

2020 ist sicher­lich in vie­ler­lei Hin­sicht ein beson­de­res Jahr gewe­sen. Doch wie jedes Jahr war­ten auch in die­sem die Ver­lags­vor­schau­en für Frühjahr/Sommer 2021 dar­auf, durch­stö­bert zu wer­den. Eines ist sicher: 2021 ver­spricht ein span­nen­des Lese­jahr in vie­len Gen­res zu wer­den und macht rich­tig Lust auf sei­ne Neu­erschei­nun­gen 2021. Bücher, die mir bereits jetzt ins Auge gesprun­gen sind und auf deren Erschei­nen ich mich schon sehr freue, stel­le ich Euch hier ger­ne vor. Bestimmt wer­den jedoch über das Jahr noch eini­ge Neu­erschei­nun­gen 2021 in mei­ner Lis­te hinzukommen. 

Navi­ga­ti­on
1. Gegen­warts­li­te­ra­tur
2. Klas­si­ker
3. Phan­tas­tik
4. Sach­bü­cher
5. Über­blicks­lis­te

Neuerscheinungen 2021 – Gegenwartsliteratur

Mei­ne Lie­be zu Kat­zen und den meis­ten Tie­ren ist kein Geheim­nis. Umso mehr freue ich mich auf die­ses viel­ver­spre­chen­de Buch, das 2021 im DuMont-Ver­lag erschei­nen soll. Tokyo, die Acht­zi­ger­jah­re und Außen­sei­ter – klingt nach einer tol­len Mischung, oder?
Bücher, in denen Wär­me und Kat­zen­lie­be auf­ein­an­der tref­fen, sind für mich einen genaue­ren Blick wert. 2016 erschie­nen bereits Suke­ga­was Bücher ›Kirsch­blü­ten und rote Boh­nen‹ und ›Die Insel der Freund­schaft‹ bei DuMont.

Duri­an Suke­ga­wa: Die Kat­zen von Shin­juku,
ca. 272 S., ISBN 978−3−8321−8147−5, DuMont,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 12.02.2021


Seit ›Faser­land‹ ist Chris­ti­an Krachts Name aus dem Lite­ra­tur­be­trieb nicht mehr weg­zu­den­ken. Nach wei­te­ren Wer­ken schien dann 2016 ›Die Toten‹ als sein bis­lang neus­tes Buch bei Kiepenheuer&Witsch. Ich bin rich­tig gespannt, was die Leser und Lese­rin­nen in ›Euro­trash‹ erwar­tet. Das Cover sieht jeden­falls toll aus und auch der Klap­pen­text macht Lust.
Nur bis März muss ich mich noch gedul­den, aber ich bin sicher, das War­ten lohnt sich. 

Chris­ti­an Kracht: Euro­trash,
ca. 224 S., ISBN 978−3−462−05083−7, Kiepenheuer&Witsch,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 04.03.2021


Von Bene­dict Wells hät­te ich schon so viel mehr lesen sol­len, als ich es bis­lang getan habe. Seit 2008 erschei­nen sei­ne Bücher im Dio­ge­nes-Ver­lag und jedes hat sei­nen Reiz. Sein neu­es­tes Werk ›Hard Land‹ führt nach Mis­sou­ri und ins Jahr 1985.
Die Geschich­te dreht sich um den 15-jäh­ri­gen Außen­sei­ter Sam, der einen Feri­en­job in einem Kino annimmt und damit den Som­mer sei­nes Lebens erlebt. Klingt super vielversprechend.

Bene­dict Wells: Hard Land,
ca. 352 S., ISBN 978−3−257−07148−1, Dio­ge­nes,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 24.02.2021

Neuerscheinungen 2021 – Klassiker

Mary Shel­leys Buch ›Fran­ken­stein‹ gehört zu mei­nen unan­ge­foch­te­nen Lieb­lin­gen der Sci­ence-Fic­tion-Lite­ra­tur und unter den Klas­si­kern.
Als ich gese­hen habe, dass Reclam im nächs­ten Jahr auch eine Neu­über­set­zung von ›Der letz­te Mensch‹ raus­bringt, war mir sofort klar, dass die­ses Buch ganz oben auf mei­ne Lese­lis­te für das kom­men­de Jahr gehört. Denn eines ist bei Mary Shel­leys Büchern sicher: Sie ver­spre­chen viel Stoff zum Nachdenken. 

Mary Shel­ley: Der letz­te Mensch (Neu­über­set­zung),
ca. 596 S., ISBN 978−3−15−011328−8, Reclam,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 12.02.2021


Auch Daph­ne du Mau­ri­er hat sich mit ihrem Buch ›Rebec­ca‹ einen Platz unter mei­nen Klas­sik­er­lieb­lin­gen gesi­chert. Hat mich auf ›Rebec­ca‹ noch das gleich­na­mi­ge und wahn­sin­nig tol­le Musi­cal auf­merk­sam gemacht, kommt die­ses Buch allein schon wegen der begab­ten Autorin auf mei­ne Lese­lis­te für das kom­men­de Jahr.
Lie­be, Geheim­nis­se und das Leben auf See – klingt nach einer viel­ver­spre­chen­den Mischung, oder nicht? Ich bin jeden­falls super gespannt auf die­ses Buch.

Daph­ne du Mau­ri­er: Die Bucht des Fran­zo­sen,
ca. 300 S., ISBN 978−3−458−68154−0, Suhrkamp/insel,
erscheint vor­aus­sicht­lich 21.06.2021


Zu mei­ner wirk­lich gro­ßen Schan­de muss ich geste­hen, dass ich noch kein Buch von Geor­ge Orwell gele­sen habe. Und das, obwohl der Autor aus der Welt der Lite­ra­tur nicht mehr weg­zu­den­ken ist.
Somit ver­spre­chen die­se bei­den Neu­über­set­zun­gen von ›1984‹ und ›Farm der Tie­re‹ ein super Anfang für mich zu sein. Die bei­den Buch­co­ver fin­de ich jeden­falls mehr als gelungen.

Geor­ge Orwell: 1984 und Farm der Tie­re (Neu­über­set­zun­gen),
ca. 400 & 144 S., ISBN 978−3−7306−0976−7 & 978−3−7306−0977−4, Pen­gu­in Ran­dom House,
erschei­nen vor­aus­sicht­lich am 18.01.2021

Neuerscheinungen 2021 – Phantastik

Auch V. E. Schwab ist eine jener Schrift­stel­le­rin­nen, von denen ich lei­der noch viel zu wenig gele­sen habe. Und nach­dem die eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­nal­ver­si­on bereits vie­le Anhän­ger gefun­den hat, bin ich umso gespann­ter, auf die deutsch­spra­chi­ge Über­set­zung, die 2021 im Fischer-Ver­lag erschei­nen wird. Ein Teu­fels­pakt, eine span­nen­de Prot­ago­nis­tin und die Kunst – die­se span­nen­de Kom­bi­na­ti­on weckt Vor­freun­de auf die­sen his­to­ri­schen Fantasy-Roman.

V. E. Schwab: Das unsicht­ba­re Leben der Addie LaRue,
ca. 592 S., ISBN 978−3−596−70581−8, Fischer,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 26.05.2021


Leigh Bar­d­u­go ist 2020 in Win­des­ei­le unter mei­ne liebs­ten Fan­ta­sy-Autorin­nen auf­ge­stie­gen. Sowohl die Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ als auch die Krä­hen-Dilo­gie sowie ›King of Scars‹ habe ich wahn­sin­nig ger­ne gele­sen.
Und der ers­te Band der ›King-of-Scars‹-Dilo­gie hat an einem Punkt geen­det, an dem wirk­lich jeder Fort­gang der Sto­ry mög­lich ist. Ich bin also wahn­sin­nig gespannt, wie es wei­ter geht für Niko­lai, Nina, und all die ande­ren Figu­ren des Grishaverse. 

Leigh Bar­d­u­go: Rule of Wol­ves, King-of-Scars-Dilo­gie Band 2,
ca. 592 S., ISBN 978−3−426−22701−5, Droemer Knaur,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 01.06.2021


Ich lie­be den Film Das wan­deln­de Schloss von Stu­dio Ghi­b­li. Mir war also sofort klar, dass ich Band 1 der Howl-Saga ›Das wan­deln­de Schloss‹ unbe­dingt lesen muss. Auch Band 2 ›Der Palast im Him­mel‹ habe ich ver­schlun­gen, obwohl ich den ers­ten Band der Saga wesent­lich lie­ber moch­te.
Umso gespann­ter bin ich nun auf Band 3 der Howl-Saga ›Das Haus der tau­send Räu­me‹ und wel­che Aben­teu­er auf Howl & Co. warten.

Dia­na Wyn­ne Jones: Das Haus der tau­send Räu­me, Howl-Saga Band 3,
ca. 272 S., ISBN 978−3−426−52540−1, Knaur,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 01.03.2021

Neuerscheinungen 2021 – Sachbuch

Von Ste­fan Klein konn­te ich in der Ver­gan­gen­heit bereits zwei Bücher lesen, ›Die Glücks­for­mel‹ und ›Träu­me‹, die mir bei­de gut bis sehr gut gefal­len haben. Vor allem ›Träu­me‹ konn­te mich nach­hal­tig begeis­tern, sodass ich noch immer ger­ne über das Buch rede.
Umso gespann­ter bin ich natür­lich auf das neue Buch von Ste­fan Klein ›Wie wir die Welt ver­än­dern‹. Inno­va­tio­nen, der Geist und der Fort­schritt – eine super span­nen­de the­ma­ti­sche Mischung.

Ste­fan Klein: Wie wir die Welt ver­än­dern,
ca. 256 S., ISBN 978−3−10−002492−3, Fischer,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 10.03.2021


Wenn bei mir etwas kaputt­geht, das ich für rett­bar hal­te, zie­he ich zumeist das Inter­net zu rate. In vie­len Fäl­len bringt mir das auch eine Lösung. Trotz­dem schmei­ße ich noch zu viel weg oder benut­ze etwas wei­ter, das nicht mehr gut funk­tio­niert.
Zum einen sind die Lösun­gen im Inter­net nicht immer ein­deu­tig oder gut. Zum ande­ren aber, kom­me ich bei zu vie­len Din­gen nicht ein­mal auf die Idee, dass ich sie repa­rie­ren könn­te. Und um das zu ver­än­dern, bin ich schon super gespannt auf Nick Har­pers Buch ›Wie man alles repa­riert‹.

Nick Har­per: Wie man alles repa­riert,
ca. 256 S., ISBN 978−3−7306−0953−8, Pen­gu­in Ran­dom House,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 22.03.2021


Wie ihr seht, wird auch 2021 wie­der ein viel­sei­ti­ges und viel­ver­spre­chen­des Lese­jahr. Bestimmt wird im Lau­fe des Jah­res hier noch das ein oder ande­re Buch dazu­kom­men. Aber natür­lich wer­de ich nicht nur Neu­erschei­nun­gen lesen, also bleibt abzu­war­ten, was in die­sem Jahr alles auf mei­nem Lese­sta­pel lan­den wird, das kei­ne Neu­erschei­nung mehr ist.

Ich wün­sche dir ein span­nen­des Lese­jahr mit den Neu­erschei­nun­gen 2021 und wenn ihr mir Bücher emp­feh­len wollt, auf die ich defi­ni­tiv einen Blick wer­fen soll­te, dann lasst doch ein­fach einen Kom­men­tar da, ich wür­de mich sehr freuen. 🙂

  • Voraussichtliche Erscheinungstermine
    Neuerscheinungen 2021

    Neuerscheinungen 2021 – Januar/Februar/März

    Janu­ar Kei Ohku­bo: Arte 4 (Carl­sen)
    15.01. Immun­boos­ter (Droemer Knaur)
    22.01. Geor­ge Orwell: Farm der Tie­re (Neu­über­set­zung, dtv)
    Febru­ar Anne Fleck: Mee­res­glü­hen (Cop­pen­rath)
    01.02. Matt Haig: Die Mit­ter­nachts­bi­blio­thek (Droemer Knaur)
    02.02. Han­nah Frey: Zucker­frei (GU)
    12.02. Duri­an Suke­ga­wa: Die Kat­zen von Shin­juku (Dumont)
    12.02. Mary Shel­ley: Der letz­te Mensch (Reclam)
    18.02. Geor­ge Orwell: 1984 (Neu­über­set­zung, Pen­gu­in Ran­dom House)
    18.02. Geor­ge Orwell: Farm der Tie­re (Neu­über­set­zung, Pen­gu­in Ran­dom House)
    23.02: Momo (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    24.02. Miku Sophie Küh­mel: Kint­su­gi (Fischer Taschen­buch)
    24.02. Jay Kristoff: Never­night. Die Prü­fung (Fischer)
    24.02. Doris Dör­rie: Ein­la­dung zum Schrei­ben (Dio­ge­nes)
    24.02. Chris­toph Nie­mann: Away (Dio­ge­nes)
    24.02. Bene­dict Wells: Hard Land (Dio­genes)
    26.02. Anne Pret­tin: Die vier Gezei­ten (Bas­tei Lüb­be)
    März Kei Ohku­bo: Arte 5 (Carl­sen)
    01.03. Dia­na Wyn­ne Jones: Das Haus der tau­send Räu­me (Droemer Knaur)
    02.03. Dia­na Kin­nert: Die neue Ein­sam­keit (Hoff­mann und Cam­pe)
    04.03. Chris­ti­an Kracht: Euro­trash (Kiwi)
    10.03. Ste­fan Klein: Wie wir die Welt ver­än­dern (Fischer)
    12.03. Mary Mcla­ne: Mei­ne Freun­din Anna­bel Lee (Reclam)
    15.03. Anja Kamp­mann: Der Hund ist immer hung­rig (Han­ser)
    15.03. Ste­phen Fry: Mythos (auf­bau)
    15.03. Roman Wolf: Die Nibe­lun­gen (auf­bau)
    18.03. Hel­ga Schu­bert: Vom Auf­ste­hen (dtv)
    18.03. Anne Fleck: Ener­gy! (dtv)
    20.03. Bern­hard Heck­ler: Das Lie­bes­le­ben der Pin­gui­ne (Klett-Cot­ta)
    22.03. Nick Har­per: Wie man alles repa­riert (Pen­gu­in Ran­dom House)
    26.03. Susan­ne Esche-Bel­ke/­Su­zann Kir­sch­ner-Brouns: Re-Power (Bas­tei Lüb­be)
    26.03. Gret­chen Lidi­cker: Mein Magne­si­um (Bas­tei Lüb­be)
    26.03. Ewald Arenz: Der gro­ße Som­mer (Dumont)


    Neuerscheinungen 2021 – April/Mai/Juni

    April Chris­ti­na Hie­mer: The Second Princess (Carl­sen)
    April Liz Bras­well: Die Schö­ne und ihr Geheim­nis (Carl­sen)
    April Haji­me Isaya­ma: Attack on Titan Delu­xe VIII (Carl­sen)
    01.04. Eli­sa­beth Meck­len­burg: Mein City-Obst­gar­ten (GU)
    01.04. Mech­tild Borr­mann: Glück hat einen lang­sa­men Takt (Droemer Knaur)
    01.04. Yael Adler: Haut nah (Droemer Knaur)
    01.04. Matt Prit­chard: Dir­ty Vegan (GU)
    23.04. Julie Estève: Ich, Antoi­ne (dtv)
    23.04. Ildy Bach: Die Stief­toch­ter (dtv)
    24.04. Susann Sitz­ler: Väter und Töch­ter (Klett-Cot­ta)
    30.04. Neil Gai­man: Der Oze­an am Ende der Stra­ße. Illus­triert (Bas­tei Lüb­be)
    30.04. Julia Dip­pel: Beli­al (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    Mai Kei Ohku­bo: Arte 6 (Carl­sen)
    Mai Phil­ip Le Roy: Die Nacht der Acht (Carl­sen)
    17.05. Lucy Pol­lock: Das Buch über das Älter­wer­den (Dumont)
    26.05. V. E. Schwab: Das unsicht­ba­re Leben der Addie LaRue (Fischer)
    26.05. Car­los Ruiz Zafón: Der Fried­hof der ver­ges­se­nen Bücher (Fischer)
    31.05. Oli­ver Pötzsch: Das Buch des Toten­grä­bers (Ull­stein)
    01.06. Nora Bendzko: Die Göt­ter müs­sen ster­ben (Droemer Knaur)
    01.06. Leigh Bar­d­u­go: Rule of Wol­ves (Droemer Knaur)
    15.06. Daph­ne du Mau­ri­er: Die Bucht des Fran­zo­sen (Suhrkamp/insel)
    21.06. Chris­ti­na Hen­ry: Die Chro­ni­ken von Peter Pan (Pen­gu­in Ran­dom House)
    23.06. Mar­tin Suter: All­men und der Koi (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    23.06. Amé­lie Nothomb: Klopf an dein Herz (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    23.06. Den­ken mit Oscar Wil­de (dio­ge­nes delu­xe)
    23.06. Pau­lo Coel­ho: Untreue (dio­ge­nes delu­xe)
    30.06. Hape Ker­ke­ling: Pfo­ten vom Tisch (Piper)


    Neuerscheinungen 2021 – Juli/August/September

    Juli Zidrou/Frank Pé: Die Bes­tie (Carl­sen)
    Juli Kei Ohku­bo: Arte 7 (Carl­sen)
    05.07. Mark Fah­nert: Echo des Ver­rats (Piper)
    08.07. Simon Beckett: Die Ver­lo­re­nen (Rowohlt)
    16.07. Ben­ja­min Myers: Offe­ne See (Taschen­buch, Dumont)
    24.07. Anna Burns: Milch­mann (Klett-Cot­ta)
    28.07. Simo­ne Lap­pert: Der Sprung (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    30.07. Marie Graß­hoff: Der dunk­le Schwarm (Bas­tei Lüb­be)
    03.08. Julia Marie Schmoll: Die Maschen der Nar­ziss­ten (GU)
    09.08. Hol­ly Black: Wie der König von Elfen­heim lern­te, Geschich­ten zu has­sen (Ran­dom House)
    12.08. Anne Weber: Tal der Herr­lich­kei­ten (Mat­thes & Seitz)
    13.08. Kat­ja Lewi­na: Sie hat Bock (Taschen­buch, Dumont)
    24.08. Fee Krä­mer: Ril­le 2 (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    25.08. Fried­rich Dür­ren­matt. Mino­tau­rus (Dio­ge­nes)
    27.08. Adri­en­ne Her­bert: Power Hour (Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Mei­ke Diess­ner: Natür­lich Schlank (Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Ana­sta­sia Zam­po­uni­dis: Für immer jung (Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Jas­min Schrei­ber: Maria­nen­gra­ben (Taschen­buch, Bas­tei Lüb­be)
    27.08. Gust­ave Flau­bert: Madame Bova­ry (Reclam)
    27.08. Jules Ver­ne: In 80 Tagen um die Welt (Reclam)
    30.08. Jodi Picoult: Umwe­ge des Lebens (Randm House)
    Sep­tem­ber Kei Ohku­bo: Arte 8 (Carl­sen)
    01.09. Leigh Bar­d­u­go: Das Leben der Hei­li­gen (Droemer Knaur)
    08.09. Feli­ci­tas Hop­pe: Die Nibe­lun­gen (Fischer)
    09.09. Leif Randt: Alle­gro Pas­tell (Taschen­buch, KiWi)
    14.09. René Wadas: Der Pflan­zen­arzt (Rowohlt)
    21.09. Otfried Preuß­ler: Kra­bat. Jubi­lä­ums­aus­ga­be (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    23.09. Tobi­as Keiling & Hei­di Lied­ke: Faul­tie­re (Mat­thes & Seitz)
    23.09. Vere­na Auf­fer­mann: Igel (Mat­thes & Seitz)
    30.09. Anne Pät­zold: Right Here (Bas­tei Lüb­be, Lyx)


    Neuerscheinungen 2021 – Oktober/November/Dezember

    Okto­ber Dis­ney Vil­lains: Fas­zi­na­ti­on des Bösen (Carl­sen)
    Okto­ber Haji­me Isaya­ma: Attack on Titan Delu­xe Edi­ti­on IX (Carl­sen)
    01.10. Mal­te Rubach: Magic Eating (Droemer Knaur)
    01.10. Fran­zis­ka Rubin: Die bes­se­re Medi­zin für Frau­en (Droemer Knaur)
    08.10 Loui­sa May Alcott: Litt­le Women. Beth und ihre Schwes­tern (Reclam)
    11.10. Bern­hard Kegel: Aus­ge­stor­be­ne Tie­re (Dumont)
    14.10. Neil Gai­man: Cora­li­ne (Are­na)
    19.10. Kirs­ten Fuchs: Mäd­chen­meu­te­rei (Rowohlt)
    20.10. J. R. R. Tol­ki­en: Der Herr der Rin­ge. Luxus­aus­ga­be (Klett-Cot­ta)
    27.10. Gün­ter de Bruyn: Die neue Undi­ne (Fischer)
    Novem­ber Vic­to­ria Avey­ard: Die Rote Köni­gin (Taschen­buch-Schu­ber, Carl­sen)
    01.11. Hau­ke Goos: Schö­ner Schrei­ben (Ran­dom House)
    23.11. Ais­ling Fow­ler: Feu­er­blut 1 (Har­per Col­lins)
    25.11. Julia Dip­pel: Cas­sar­dim 3 (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    30.11. Kei Ohku­bo: Arte 9 (Carl­sen)
    11.12. Chris­ti­na Hen­ry: Die Chro­ni­ken der Meer­jung­frau (Ran­dom House)
    14.12. Marie Kon­do: Glück­lich im Job, glück­lich im Leben (Rowohlt)
    14.12. Marie Kon­do: Alles in Ord­nung (Rowohlt)


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 2 Average: 5]

Diana Wynne Jones: Der Palast im Himmel [Rezension]

Von einem Jungen, der eine Enttäuschung war. 

Nur weni­ge Jah­re nach dem ers­ten Band der ›Howl-Saga‹, ›Das wan­deln­de Schloss‹, erschien bereits der zwei­te Band der Rei­he: ›Der Palast im Him­mel‹.

Auf den ers­ten Blick schei­nen die bei­den Roma­ne die Geschich­ten von voll­kom­men unter­schied­li­chen Per­so­nen zu erzäh­len. Abdul­lah ist ein Tag­träu­mer. Wäh­rend er sich durch den Ver­kauf wert­vol­ler und nicht so wert­vol­ler Tep­pi­che über Was­ser hält, ver­bringt er all sei­ne Frei­zeit damit, sich sein Leben so aus­zu­ma­len, wie es sein könn­te. Was wäre, wenn Abdul­lah in Wahr­heit ein Prinz wäre, der noch als Baby ent­führt wor­den ist? 

So ver­bringt der jun­ge, attrak­ti­ve Mann sei­ne Tage, bis plötz­lich ein Frem­der in sei­nem Laden steht. Er will ihm in höchs­ter Not, wie er sagt, einen magi­schen, flie­gen­den Tep­pich ver­kau­fen. Und so neh­men die selt­sa­men Bege­ben­hei­ten ihren Anfang, die Abdul­lah dem Palast im Him­mel immer näher brin­gen sollen. 

»Unglück­li­cher­wei­se – und auch dar­in waren sich alle einig – hat­te Abdul­lah den Cha­rak­ter von sei­ner Mut­ter geerbt, der zwei­ten Frau sei­nes Vaters. Sie war eine träu­me­ri­sche und ängst­li­che Frau gewe­sen und für alle eine gro­ße Enttäuschung.«

Beim Lesen stellt sich lan­ge die Fra­ge, war­um die­ser Band als Teil 2 der ›Howl-Saga‹ bezeich­net wird. Bekann­te Namen und Gesich­ter las­sen lan­ge auf sich war­ten –, zumin­dest auf den ers­ten Blick. Denn wer ›Das wan­deln­de Schloss‹ gele­sen hat, weiß Jones’ Fähig­kei­ten, das Gesuch­te oder Ver­miss­te direkt vor der eige­nen Nase zu ver­ste­cken, zu schätzen. 

»Der Tep­pich gehorch­te, indem er sich wie eine Schlan­ge über die hohen Mau­ern wand. Danach glitt er über die Haus­dä­cher wie eine Flun­der über den Mee­res­bo­den. Abdul­lah, der Sol­dat und auch die Kat­zen blick­ten stau­nend nach unten.«

Der Palast im Him­mel‹ lebt von Fan­ta­sie und Magie. Lie­bens­wer­te, leicht schrä­ge und in jedem Fall beson­de­re Cha­rak­te­re stel­len sich einem Aben­teu­er, das aus Träu­men gebaut sein könn­te. Ein flie­gen­der Tep­pich mit einer Schwä­che für Schmei­che­lei­en, ein Sol­dat mit einer Vor­lie­be für Kat­zen und ein Dschinn, der bereit ist, alles zu tun, um sein Leben zurückzuerlangen. 

Fazit zu ›Der Palast im Himmel

Der zwei­te Band, ›Der Palast im Him­mel‹, kommt zwar nicht ganz an den ers­ten Teil her­an, ist jedoch eines der Bücher, das man auf jeden Fall zwei­mal lesen soll­te. Das ers­te Mal, um das Aben­teu­er Abdul­lahs zu erle­ben, das zwei­te Mal, um das Wie­der­se­hen mit den Cha­rak­te­ren aus ›Das wan­deln­de Schloss‹ in vol­len Zügen genie­ßen zu können.

Buchinfo

Dia­na Wyn­ne Jones:
Der Palast im Him­mel

Die Howl-Saga, Band 2
Über­setzt von Doro­thee Haent­jes-Hol­län­der
Droemer Knaur, Mün­chen 2020
272 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−426−52539−5

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 3.5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: Glory or Grave [Reihe]

Von Dieben, Wagemut und Freundschaften. 

Gri­sha füh­ren in ›Glo­ry or Gra­ve‹ kein ein­fa­ches Leben in Kerch. In Arbeits­ver­trä­ge gezwun­gen, für die ein Leben nicht reicht, um sie abzu­ar­bei­ten. Ent­führt und ver­kauft, ohne, dass jemand nach ihnen suchen wür­de. Vie­le sind nach dem Bür­ger­krieg aus Rav­ka dort­hin geflo­hen, doch die wenigs­ten nur konn­ten dort Sicher­heit finden. 

Doch nicht nur die Gri­sha sind in Kerch nicht sicher. Auch ande­re wer­den dort­hin ver­schleppt und als Skla­ven ver­kauft, vie­le an Freu­den­häu­ser, wie die jun­ge Akro­ba­tin Inej. Ande­re las­sen sich von den Ver­spre­chen des Glücks­spiels ein­lul­len, bis sie bei den Fal­schen Schul­den machen und Heim und Hof ver­lie­ren. Die wenigs­ten fin­den einen Weg hin­aus aus den uner­bitt­li­chen Teu­fels­krei­sen von Kerch, in denen ein Unglück das nächs­te jagt. 

Nicht ein­mal als Sohn eines wohl­ha­ben­den Krä­mers hat man in Kerch ein siche­res Leben, wie Wyl­an am eige­nen Leib erfah­ren muss. Doch die Fein­de lau­ern nicht immer nur in den Schat­ten und Gos­sen. Häu­fig genug sit­zen sie mit einem zum Abend­essen am Tisch.

»Kaz Brek­ker brauch­te kei­nen Grund für etwas. Die­se Wor­te waren es, die man sich auf den Stra­ßen von Ket­ter­dam zuflüs­ter­te, in den Taver­nen und Kaf­fee­häu­sern, in den dunk­len und ver­schwitz­ten Gas­sen des Ver­gnü­gungs­be­zirks, der als der Bar­rel bekannt war.«

Beginn des zwei­ten Kapi­tels von ›Das Lied der Krä­hen‹, Knaur 2017

Doch wen sonst, wür­de man fra­gen, um ver­mut­lich das gewag­tes­te Ver­bre­chen seit Jah­ren zu bege­hen, wenn nicht die Tunicht­gu­te von Kerch? In Kerch lebt das Ver­bre­chen, es bil­det sei­ne Kin­der aus und lässt nur die geschick­tes­ten am leben. 

Kaz Brek­ker kennt in ›Glo­ry or Gra­ve‹ die Abgrün­de von Kerch bes­ser als die meis­ten. Und er hat noch eini­ge offe­ne Rech­nun­gen zu beglei­chen, allen vor­an mit einem ande­ren Ban­den­boss aus dem Bar­rel. Und dafür kommt ihm das gebo­te­ne Geld genau recht. Die Gegen­leis­tung? Das Unmög­li­che mög­lich machen. Und lan­ge genug leben, um sich dar­an zu erfreuen.

»Was tue ich hier?
Die­ser Gedan­ke war Wyl­an min­des­tens sechs Mal am Tag durch den Kopf geschos­sen, seit er Kaz Brek­ker ken­nen­ge­lernt hat­te. Aber in einer Nacht wie die­ser, in einer Nacht, in der sie ›arbei­te­ten‹, sang er in sei­nem Kopf wie ein ner­vö­ser Tenor, der sei­ne Ton­lei­tern übte: Was­tu­eich­hier­was­tu­eich­hier­was­tu­eich­hier

Beginn des zwei­ten Kapi­tels von ›Das Gold der Krä­hen‹, Knaur 2018

Kei­ner der Sechs aus Kaz Brek­kers Trup­pe, die in das Eis­tri­bu­nal der Fje­r­dan ein­bre­chen sol­len, hat­te es in ›Glo­ry or Gra­ve‹ leicht. Wer sich in den dunk­len Gas­sen von Kerch her­um­treibt, hat zumeist kei­nen ande­ren Ort, an den er gehen kann. Oder eine Schuld abzu­be­zah­len. Und doch schaf­fen es die­se sechs in all ihrer Zer­rüt­tung und mit all ihren Pro­ble­men zu einer Mann­schaft zusam­men­zu­wach­sen, die sich sehen las­sen kann.

Ihre Metho­den sind alles ande­re als gewöhn­lich, ihre Umgangs­for­men oft­mals rau und abwei­send. Und doch hal­ten sie anein­an­der fest, geben sich nicht auf und glau­ben aneinander. 

Fazit zur ›Glory or Grave‹-Reihe

Leigh Bar­d­u­gos Krä­hen-Dilo­gie ›Glo­ry or Gra­ve‹ ist per­fekt für alle, die kan­ti­ge Cha­rak­te­re mögen, die sel­ten ein Blatt vor den Mund neh­men und immer wie­der über­ra­schen kön­nen. Ein­ge­bet­tet wer­den sie in eine span­nen­de Geschich­te, die immer wie­der ein Ass im Ärmel zu haben scheint. Wer also düs­te­re Figu­ren mit schwe­rer Ver­gan­gen­heit will, die zusam­men immer wie­der Momen­te der Inten­si­tät und der Leich­tig­keit erle­ben, der kann sich ger­ne in die Stra­ßen von Ket­ter­dam ent­füh­ren las­sen. Es lohnt sich.


Für Fans von …

  • Stran­ge the Drea­mer‹, Band 1 und 2 von Lai­ni Taylor
  • Muse of Night­ma­res‹, Band 1 und 2 Lai­ni Taylor
  • Kno­chen­die­bin‹ von Mar­ga­ret Owen
  • Die ›Legen­den der Gri­sha‹-Tri­lo­gie von Leigh Bardugo
  • Die ›Thron aus Gold und Asche‹-Duo­lo­gie von Leigh Bardugo

Bewertung

Bewer­tung: 4.5 von 5.

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Das Lied der Krä­hen

Glo­ry or Gra­ve, Band 1
Über­setzt von Michel­le Gyo
Knaur HC, Mün­chen 2017
EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back, 592 S.,
ISBN 978−3−426−65443−9

Lust bekom­men?

Leigh Bar­d­u­go:
Das Gold der Krä­hen

Glo­ry or Gra­ve, Band 2
Über­setzt von Michel­le Gyo
Knaur HC, Mün­chen 2018
EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back, 592 S.,
ISBN 978−3−426−44380−4

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.



Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 2 Average: 5]

Leigh Bardugo: Das Lied der Krähen [Rezension]

Von sechs jungen Menschen, die das Unmögliche wagen. 

Die Figu­ren in ›Das Lied der Krä­hen‹ sind Abschaum. Der Dreck auf den Stra­ßen, lie­gen­ge­blie­ben und fest­ge­tre­ten durch die Ver­bre­chen jener, die vor ihnen kamen. 

Das Bar­rel hat sie Leben gelehrt, in sei­nen Freu­den­häu­sern, Stra­ßen­kämp­fen und Kasi­nos, in denen Men­schen­le­ben oft nur eine Ware sind. Sie wis­sen, dass die ver­lie­ren, die Schwä­che zei­gen. Also ver­su­chen sie, sie zu ver­ber­gen: die Her­kunft des einen, die Glücks­spiel­sucht oder die Lie­be des anderen.

Man soll­te anneh­men, dass es Din­ge gibt, die sogar zu ver­rückt und abwe­gig für jene sind, die in Ket­ter­dams dunk­len Gas­sen groß gewor­den sind: Ein Ein­bruch ins Eis­tri­bu­nal der Fje­r­dan, das unzäh­li­ge Gri­sha zum Tode ver­ur­teilt hat, um einen Gefan­ge­nen zu befrei­en, der bes­ser bewacht wird, als jeder sonst im Tribunal.

Eine unmög­li­che, im bes­ten Fall lebens­mü­de Auf­ga­be. Die wenigs­ten wäre so ver­rückt, sich auf solch einen Auf­trag ein­zu­las­sen, selbst wenn eine saf­ti­ge Beloh­nung winkt. Doch die wenigs­ten sind wie Kaz Brek­ker – geris­sen, gefürch­tet und talen­tiert – und sei­ne Dregs. Mit nur fünf Ver­bün­de­ten wagt er sich ins Eis­tri­bu­nal, um eine Per­son zu befrei­en, deren Schick­sal das Leben der Gri­sha für immer ver­än­dern könn­te. Und genau­so unge­wöhn­lich wie sei­ne Metho­den ist die Wahl sei­nes Teams in ›Das Lied der Krä­hen‹.

»Mat­thi­as Hel­var war ein Drüs­kel­le, einer der Hexen­jä­ger aus Fje­r­da, deren Auf­trag es war, Gri­scha zu jagen, um sie dem Gericht und ihrer Exe­ku­ti­on zu über­ant­wor­ten. Doch für sie hat­te er schon immer einem Krie­ger­hei­li­gen geäh­nelt, von gol­de­nem Licht umkränzt.«

Leigh Bar­d­u­gos Glo­ry or Gra­ve‹-Dilo­gie bringt die Leser und Lese­rin­nen zwar nicht zurück in das aus der Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ bekann­te Raw­ka, doch zurück in das Gris­ha­ver­se. Weni­ge Jah­re nach den Ereig­nis­sen der Tri­lo­gie und zeit­lich vor der ›Thron aus Asche und Gold‹-Dilogie (›King of Scars‹) sind ›Das Lied der Krä­hen‹ und ›Das Gold der Krä­hen‹ ange­sie­delt. Ich wür­de emp­feh­len, die Krä­hen-Dilo­gie am bes­ten erst nach der Gri­sha-Tri­lo­gie zu lesen. Zwar lässt sie sich auch eigen­stän­dig lesen, doch hat man so den größ­ten Lesegenuss.

In den Stra­ßen Kerchs, in denen Kaz Brek­ker und sei­ne Dregs, zu Hau­se sind, ist es für Gri­sha nicht sicher. Sie wer­den ent­führt, ver­kauft und in Arbeits­ver­trä­ge gezwängt, die nie­mals abge­ar­bei­tet wer­den kön­nen – im bes­ten Fall. Somit kann Kaz für sei­nen Ein­bruch ins Eis­tri­bu­nal nicht auf ein gut aus­ge­bil­de­tes Gri­sha-Team zurück­grei­fen: Kaz’ Ver­stand und Ideen­reich­tum wer­den mehr­fach auf die Pro­be gestellt.

»Kaz zupf­te an den Ärmeln sei­ner Uni­form. ›Nina, die Men­schen lie­ben es, die Auto­ri­tät an gut geklei­de­te Män­ner abzu­ge­ben. Ich besit­ze Uni­for­men von der Stadt­wacht, der Hafen­po­li­zei und die Tracht eines jeden Krä­mer­hau­ses an der Geldstraat.‹«

Das Lied der Krä­hen‹ ist auf eine ande­re Art span­nend und fes­selnd, als es die Gri­sha-Tri­lo­gie war. 

Unge­wöhn­li­che Magie ist zwar nicht ganz aus der Welt, doch neh­men Tak­tik und Ideen­reich­tum eine weit­aus grö­ße­re Bedeu­tung ein. 

Fazit zu ›Das Lied der Krähen

Die Sol­da­ten der Ers­ten und Zwei­ten Armee machen Platz für die Gano­ven des Bar­rels. Obwohl ich anfangs die Wär­me ver­misst habe, die ich mit der Gri­sha-Tri­lo­gie ver­bin­de, kön­nen Kaz Brek­ker und sei­ne Trup­pe über­zeu­gen: in ihrer Unter­schied­lich­keit und, weil sie sich nicht unter­krie­gen las­sen, obwohl manch­mal alles gegen sie ver­schwo­ren scheint. Düs­ter, span­nend und Lust auf Mehr machen. Der zwei­te Band, ›Das Gold der Krä­hen‹, wird nicht lan­ge auf mich war­ten müssen.

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Das Lied der Krä­hen

Glo­ry or Gra­ve
Band 1
Über­setzt von: Michel­le Gyo
Knaur HC, Mün­chen 2017
592 S., EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−426−65443−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: King of Scars [Rezension]

Geheimnisse, älter als die Schattenflur. 

Kaum drei Jah­re sind ver­gan­gen, seit der Kampf auf der Schat­ten­flur Rav­ka ver­än­dert hat. Doch wäh­rend eine Bedro­hung abge­wehrt scheint, tre­ten die Pro­ble­me, die der Dunk­le been­den woll­te, in ›King of Scars‹ wie­der deut­lich hervor. 

Rav­ka befin­det sich schon viel zu lan­ge im Krieg. Von allen Sei­ten ist das Land von Fein­den umge­ben, doch auch im Innern wol­len die Unru­hen nicht enden. Vor allem für den König des Lan­des, in des­sen Innern noch immer etwas schlum­mert, das sich nicht kon­trol­lie­ren lässt.

Niko­lai Lant­sov hat vie­le Namen gehabt und eben­so vie­le Leben gelebt. In der Infan­te­rie und auf dem Meer gefürch­tet und geehrt, im eige­nen Land hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand als Bas­tard oder Wel­pe beschimpft. Doch wer glaubt, das hät­te Niko­lai zu einem mür­ri­schen und grau­sa­men Mann her­an­wach­sen las­sen, der irrt.

Wer die ›Gri­sha-Tri­lo­gie‹ (›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹) bereits gele­sen hat, was drin­gend vor dem Lesen von ›King of Scars‹ emp­foh­len sein will, wird sich sicher­lich an den gut aus­se­hen­den, ein­falls­rei­chen und char­man­ten Prin­zen erin­nern, der nie um eine Ant­wort ver­le­gen ist.

Wäh­rend die Wun­den des letz­ten Kamp­fes kaum ver­heilt sind, ver­än­dert sich Rav­ka. Wun­der­sa­me Ereig­nis­se gesche­hen über­all im Land, die alle­samt in eine Rich­tung zu wei­sen schei­nen: zur Schat­ten­flur. Und mit ihnen wird das Mons­ter in Niko­lais Innern stär­ker: die Dun­kel­heit, die in der schein­bar unbe­küm­mer­tes­ten Figur lauert.

»Der Dämon war damit nicht ein­ver­stan­den. Der Dämon hat­te kein Inter­es­se am Lösen von Pro­ble­men oder an der Staats­kunst oder der Zukunft. Ihn trieb nur der Hun­ger, die Gier des Augen­blicks, Töten und Verschlingen.«

Doch nicht nur in Rav­ka herr­schen Unru­hen und Pro­ble­me. Auch in Fje­r­da sind die Geg­ner der Gri­sha nicht taten­los. Wäh­rend somit die Pro­ble­me noch da sind, die der Schaf­fer der Schat­ten­flur mit ihr lösen woll­te, haben Niko­lai und sei­ne Freun­de und Fein­de alle Hän­de voll zu tun: Ein Mons­ter will besiegt wer­den, eine Hoch­zeit geplant und ein altes Geheim­nis gelöst.

King of Scars‹ ver­eint neue Erzähl­per­spek­ti­ven mit der ver­trau­ten Magie der Gri­sha und lässt neben neu­en Schre­cken, vie­len alten Bekann­ten aus dem Gris­ha­ver­se begegnen.

»Einen Moment stand Nina allein mit dem Tod auf den Docks, zwei müde Rei­sen­de, lang­jäh­ri­ge Gefähr­ten. Aber jetzt sah sie die Art, wie die ande­ren sie beob­ach­te­ten – die Gri­sha-Flücht­lin­ge, Adrik und Leo­ni, sogar der Kapi­tän des Schiffs und sei­ne Mann­schaft, die sich über die Reling beugten.«

Fazit zu ›King of Scars

Bar­d­u­go gelingt es mit ›King of Scars‹ erneut, zu begeis­tern: Sie ver­webt eine fan­tas­ti­sche Geschich­te, mit span­nen­den Cha­rak­te­ren, alten Rät­seln und einer ordent­li­chen Por­ti­on Dun­kel­heit und Humor. Es bleibt span­nend, wohin die Autorin ihre Leser im zwei­ten Band von ›Thron aus Gold und Asche‹ noch füh­ren wird. 

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
King of Scars

Thron aus Gold und Asche
Band 1
Über­setzt von: Michel­le Gyo
Knaur HC, Mün­chen 2019
512 S., EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−426−22700−8

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4.5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: Legenden der Grisha [Reihe]

Wo Schatten und Licht sich berühren. 

In man­chen Städ­ten wer­den sie ver­folgt und ver­brannt, in ande­ren als Skla­ven gehal­ten. In Rav­ka hin­ge­gen füh­ren sie ein Leben in der Zwei­ten Armee, ange­führt von einem Mann namens ›der Dunk­le‹, der mäch­tigs­te der Grisha. 

Drei ver­schie­de­nen Orden kön­nen sie ange­hö­ren: den Kor­po­ral­ki, den Ätheral­ki und den Mate­ri­al­ki. Schon als Kin­der wer­den die Men­schen gesucht, die die­se Gaben in sich tra­gen, und zum Dunk­len gebracht. Und wäh­rend Rav­ka immer wie­der von Krie­gen heim­ge­sucht wird, die gigan­ti­sche Schat­ten­flur das Land spal­tet und den Han­del erschwert, wer­den die Gri­sha im Klei­nen Palast aus­ge­bil­det. Somit hat das Reich in den ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht nur mit Pro­ble­men von außer­halb zu kämp­fen, die Schat­ten­flur und die Vol­kra, die in ihr Leben, hal­ten wei­te­re Schre­cken für bereit.

»Die Die­ner nann­ten sie Malench­ki, Geis­ter­chen, denn die Kleins­ten und Jüngs­ten such­ten das Haus des Her­zogs heim wie kichern­de Phan­to­me, rann­ten durch die Zim­mer, ver­steck­ten sich in Schrän­ken, um zu lau­schen, und stah­len die letz­ten Pfir­si­che des Som­mers aus der Küche.«

Beginn von ›Gol­de­ne Flam­men‹, Knaur 2020

Ali­na Star­kov gehört in den ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht zu jenen, die von klein auf in der Gunst des Dunk­len leben dür­fen. Als Wai­sen­kind ist sie mit ihrem Kind­heits­freund Mal in Ker­am­zin auf­ge­wach­sen. Und als die bei­den älter wer­den, zieht es sie in zwei unter­schied­li­che Beru­fe: Ali­na will Kar­ten­zeich­ne­rin wer­den, Mal Fährtensucher.

Doch der Tag, an dem die bei­den jun­gen Men­schen die Schat­ten­flur das ers­te Mal in ihrem Leben durch­que­ren müs­sen, ver­än­dert alles. Sie schaf­fen es nicht, die ande­re Sei­te zu errei­chen. Statt­des­sen wer­den sie in etwas hin­ein­ge­zo­gen, das nicht nur ihr Leben, son­dern auch Rav­ka für immer ver­än­dern soll.

»Frü­her, lan­ge bevor sie die Wah­re See befuh­ren, hat­ten der Jun­ge und das Mäd­chen immer wie­der von Schif­fen geträumt: Schif­fe, rand­voll mit Geschich­ten, ver­zau­ber­te Schif­fe mit Mas­ten aus wohl­rie­chen­dem Zedern­holz und mit Segeln aus purem Gold, von Jung­frau­en gesponnen.«

Beginn von ›Eisi­ge Wel­len‹, Knaur 2020

Beglei­tet von Leigh Bar­d­u­gos Händ­chen für span­nen­de Cha­rak­te­re ent­steht in den ›Legen­den der Gri­sha‹ eine Geschich­te um die jun­ge Ali­na, in der sie bald mehr sein wird, als ein Wai­sen­kind aus Ker­am­zin. Doch es war­ten nicht nur Freun­de auf sie, auch ihre Zahl an Fein­den wächst im Ver­lauf der Tri­lo­gie zunehmend.

Die Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹, bestehend aus ›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹, ist per­fekt für Leser und Lese­rin­nen, die es ger­ne span­nend, atmo­sphä­risch und düs­ter mögen. Bar­d­u­go macht es ihren Cha­rak­te­ren nicht ein­fach. Geheim­nis­se war­ten in Rav­ka, Über­ra­schun­gen und char­man­te Nebencharaktere.

»Das Unge­heu­er heißt Izum­rud, und man­che sag­ten, es habe die Gän­ge unter­halb von Rav­ka geschaf­fen. Von einem uner­sätt­li­chen Hun­ger getrie­ben, habe die­ser gewal­ti­ge Wurm Schlick und Gestein ver­schlun­gen, sich immer tie­fer gebohrt, bis er zu weit vor­ge­drun­gen sei und sich am Ende in der Fins­ter­nis ver­irrt habe.«

Beginn von ›Lodern­de Schwin­gen‹, Knaur 2020

Bar­d­u­gos Fan­ta­sy-Roma­ne zie­hen nicht nur Jugend­li­che in ihren Bann: auch für Erwach­se­ne ist die Tri­lo­gie emp­feh­lens­wert. Das düs­te­re, geheim­nis­vol­le Set­ting, die span­nen­de Hand­lung und vor allem char­man­te Neben­cha­rak­te­re und inter­es­san­te Ant­ago­nis­ten überzeugen. 


Für Fans von …


Bewertung

Bewer­tung: 5 von 5.

Leigh Bar­d­u­go:
Gol­de­ne Flam­men
Legen­den der Gri­sha, Band 1
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
352 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52444−2

Lust bekom­men?

Leigh Bar­d­u­go:
Eisi­ge Wel­len

Legen­den der Gri­sha, Band 2
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
448 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52445−9

Lust bekom­men?

Leigh Bar­d­u­go:
Lodern­de Schwin­gen

Legen­den der Gri­sha, Band 3
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
432 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52446−6

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.



Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: Lodernde Schwingen [Rezension]

Von einem Jungen ohne Namen. 

Es gibt Bücher, die gewin­nen mich schon nach der ers­ten Sei­te für sich. So ging es mir mit ›Gol­de­ne Flam­men‹ von Leigh Bar­d­u­go, das ich in kür­zes­ter Zeit ver­schlun­gen habe. Auch ›Eisi­ge Wel­len‹ habe ich wirk­lich ger­ne gele­sen, doch hat mich der 2. Band der Rei­he ›Legen­den der Gri­sha‹ nicht dar­auf vor­be­rei­tet, wie sehr ich den 3. Band ›Lodern­de Schwin­gen‹ mögen wür­de. Hat­te ich schon nach dem 1. Band kei­ne Zwei­fel mehr dar­an, dass Leigh Bar­d­u­go eine begna­de­te Schrift­stel­le­rin ist, wür­de ich mitt­ler­wei­le jedes Buch von ihr ohne zu zögern lesen. 

Bar­d­u­gos Bücher sind düs­ter, ihre Wel­ten vol­ler Gefah­ren, Geheim­nis­se und Abgrün­de. Und in die­sem düs­te­ren Set­ting kön­nen nicht nur char­man­te Neben­cha­rak­te­re strahlen. 

Nach dem 2. Band ›Eisi­ge Wel­len‹ liegt die Welt der Gri­sha, wie die Lesen­den sie kann­ten, in Trüm­mern. Sowohl der Dunk­le als auch Ali­na sind nur knapp ihrem Tod ent­ron­nen. Vie­le ande­re hat­ten die­ses Glück nicht. Doch wäh­rend der Dunk­le die Zeit danach genutzt hat, um den Thron des Zaren für sich zu bean­spru­chen, lebt Ali­na tief unter der Erde, weg­ge­sperrt vom Son­nen­licht. Doch Ali­na hat etwas in ›Lodern­de Schwin­gen‹, das der Dunk­le nicht hat: Freun­de, die ihr hel­fen wol­len, sich zu befreien.

»Das Unge­heu­er heißt Izum­rud, und man­che sag­ten, es habe die Gän­ge unter­halb von Rav­ka geschaf­fen. Von einem uner­sätt­li­chen Hun­ger getrie­ben, habe die­ser gewal­ti­ge Wurm Schlick und Gestein ver­schlun­gen, sich immer tie­fer gebohrt, bis er zu weit vor­ge­drun­gen sei und sich am Ende in der Fins­ter­nis ver­irrt habe.«

Dabei ist Ali­na Star­kov in ›Lodern­de Schwin­gen‹ im Besitz zwei­er Kräf­te­meh­rer. Obwohl die jun­ge Frau spürt, dass die­se sie ver­än­dern und ihr Wunsch, den drit­ten Kräf­te­meh­rer an sich zu brin­gen, nicht nur posi­ti­ven Ursprungs ist, kann sie die Suche nicht auf­ge­ben. Auch der Dunk­le lässt ihr kei­ne Ruhe, ihr bleibt kaum genug Zeit, ihre Ver­bün­de­ten um sich zu sammeln. 

Doch spä­tes­tens nach dem 1. Band ist klar, dass Freun­de und Ver­bün­de­te oft nur schwer von Fein­den und Ver­rä­tern zu tren­nen sind. Es gibt weni­ge in ›Lodern­de Schwin­gen‹, auf die sich Ali­na glaubt, ver­las­sen zu kön­nen, doch die­se weni­gen haben es in sich. Und hin­ter den Gescheh­nis­sen um Ali­na wird eine wei­te­re Geschich­te in ihren Ansät­zen frei­ge­legt: die Geschich­te einer Fami­lie, aus der ein Mann wie der Dunk­le her­vor­ge­hen konnte.

»Er hat­te um die­sen Thron gekämpft, hat­te Hun­der­te von Jah­ren gefoch­ten und gedient, um ihn end­lich für sich bean­spru­chen zu kön­nen. Ich muss­te zuge­ben, dass er wie geschaf­fen dafür war.«

Fazit zu ›Lodernde Schwingen

Wer also wis­sen will, wie es im Kampf um Rav­ka wei­ter­geht, wie der rich­ti­ge Name des Dunk­len lau­tet und wie ein Prinz, der sein Leben lang kei­ne Not kann­te, doch noch ler­nen muss, was Hun­ger ist, der soll­te den fina­len Band der Tri­lo­gie der ›Legen­den der Gri­sha‹ unbe­dingt lesen. Es wird spannend!

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Lodern­de Schwin­gen

Roman
Legen­den der Gri­sha, Band 3
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur, Mün­chen 2020
432 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52446−6

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: Eisige Wellen [Rezension]

Charmante Verbündete und grausame Feinde. 

Dass gro­ße Macht nicht unbe­dingt ein beque­mes und ein­fa­ches Leben mit sich bringt, muss­te Ali­na Star­kov in der Ver­gan­gen­heit ler­nen. Wie schwer und gefähr­lich es mit ›Eisi­ge Wel­len‹ genau wer­den wür­de, hät­te sie jedoch ver­mut­lich eben­so wenig erwar­tet wie, dass sie über­haupt über der­ar­ti­ge Kräf­te verfügte.

Bereits im ers­ten Band der ›Legen­den der Gri­sha‹-Tri­lo­gie ›Gol­de­ne Flam­men‹ ist es Leigh Bar­d­u­go gelun­gen, eine Welt und eine Geschich­te zu erschaf­fen, die dem Leser den Atem raubt. Wer den ers­ten Band noch nicht gele­sen hat, dem sei emp­foh­len, dies zu tun, bevor er die­se Rezen­si­on und ›Eisi­ge Wel­len‹ liest. Es wäre scha­de, zu vie­le Details und Wen­dun­gen der Geschich­te im Vor­feld zu verraten.

Ali­na Star­kov ist in ›Eisi­ge Wel­len‹ noch nicht lan­ge Teil der Gri­sha, die sich um den Dunk­len scha­ren, als die Regeln und die Welt der Gri­sha durch­ein­an­der­ge­ra­ten. Jäh wird sie aus die­ser beson­de­ren Welt her­aus­ge­ris­sen, noch bevor sie rich­tig dar­in ange­kom­men war. Doch die Gefahr, die ihr droh­te, kommt nicht von außen – obwohl die Gri­sha genug Fein­de haben.

»Kein Gri­sha konn­te etwas Kör­per­li­ches her­vor­brin­gen; wir konn­ten kein Leben erschaf­fen. Trotz­dem kam die­ses Geschöpf auf uns zu, und die Gri­sha aus dem Gefol­ge des Dunk­len drück­ten sich ängst­lich gegen die Zimmerwände.«

Auch im zwei­ten Band der Tri­lo­gie ›Eisi­ge Wel­len‹ schafft es die Autorin, an die Span­nung des ers­ten Ban­des anzu­knüp­fen. Ihre Spra­che ist ein­dring­lich, ihre Bil­der stark und ihre Hel­den und Hel­din­nen facettenreich.

Ali­na Star­kov will zugleich weg von all­dem – von Grishas, Magie und der Zaren­fa­mi­lie – und zu ihnen hin. Sie will ein fried­li­ches Leben füh­ren, ohne Gefahr, mit dem Mann, den sie liebt. Doch sie lernt auf grau­sa­me Wei­se, dass ein solch fried­li­ches Leben für sie nicht mög­lich scheint. Ganz gleich, wohin sie geht.

»Frü­her, lan­ge bevor sie die Wah­re See befuh­ren, hat­ten der Jun­ge und das Mäd­chen immer wie­der von Schif­fen geträumt: Schif­fe, rand­voll mit Geschich­ten, ver­zau­ber­te Schif­fe mit Mas­ten aus wohl­rie­chen­dem Zedern­holz und mit Segeln aus purem Gold, von Jung­frau­en gesponnen.« 

So wird Ali­na Teil eines Kamp­fes, der älter ist als sie. Sie erlebt die Schre­cken Rav­kas, die schon viel zu lan­ge andau­ern und was mit jenen geschieht, die zwi­schen die Fron­ten die­ses Kamp­fes geraten.

Bar­d­u­gos Cha­rak­te­re sind viel­fäl­tig, ein­zig­ar­tig und alles ande­re als Abzieh­bil­der von Ste­reo­ty­pen. Nicht nur Ali­nas Fein­de haben es in sich – auch ihre Ver­bün­de­ten müs­sen sich nicht verstecken.

»Ivan erstarr­te, sein Grin­sen ver­flog. Hin­ter ihm stand ein jun­ger, hoch­ge­wach­se­ner Mann, der unge­fähr in mei­nem Alter war, viel­leicht ein paar Jah­re älter – Strub­bel­haa­re, eine krum­me Nase, die bestimmt schon ein paar­mal gebro­chen wor­den war.«

Fazit zu ›Eisige Wellen

Bar­d­u­gos Roman ›Eisi­ge Wel­len‹ ist defi­ni­tiv nicht nur für ein­ge­fleisch­te Fan­ta­sy-Fans ein Muss und vor allem auch für Erwach­se­ne emp­feh­lens­wert. So bleibt nach dem zwei­ten Band der Rei­he nun nur noch auf den drit­ten Band ›Lodern­de Schwin­gen‹ zu war­ten, um das gro­ße Fina­le um Rav­ka zu erle­ben. Ich bin jeden­falls gespannt.

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Eisi­ge Wel­len

Legen­den der Gri­sha, Band 2
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur, Mün­chen 2020
448 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch, Roman
ISBN 978−3−426−52445−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: Goldene Flammen [Rezension]

Von Wünschen, Freundschaft und Entscheidungen. 

Von klein auf haben die Wai­sen­kin­der Ali­na und Mal einen Wunsch: bei­ein­an­der zu sein. Sie leben in einer Welt, in der Krieg und Magie herr­schen und die zum Teil durch eine rie­si­ge Schat­ten­flur über­zo­gen ist. Und die Freund­schaft der bei­den wird in ›Gol­de­ne Flam­men‹ auf die Pro­be gestellt. 

Wai­se, Kar­ten­zeich­ne­rin und meis­tens fehl am Platz: Ali­na Star­kov fühlt sich sel­ten wohl in ihrer Haut. Auch unter Men­schen scheint sie sel­ten dazu­zu­ge­hö­ren – nur bei ihrem bes­ten Freund Mal kennt sie die­ses Gefühl.

Doch als die bei­den älter wer­den und Mal sich zu einem attrak­ti­ven jun­gen Mann ent­wi­ckelt, hat er nur Augen für ande­re Frau­en. Ali­na, auch »Besen­stiel« genannt, kann in ›Gol­de­ne Flam­men‹ dabei nur zusehen.

»Die Die­ner nann­ten sie Malench­ki, Geis­ter­chen, denn die Kleins­ten und Jüngs­ten such­ten das Haus des Her­zogs heim wie kichern­de Phan­to­me, rann­ten durch die Zim­mer, ver­steck­ten sich in Schrän­ken, um zu lau­schen, und stah­len die letz­ten Pfir­si­che des Som­mers aus der Küche.«

Als die bei­den Kind­heits­freu­de im Zuge ihrer Aus­bil­dun­gen zur Kar­ten­zeich­ne­rin und zum Fähr­ten­le­ser die von Vol­kra bewohn­te Schat­ten­flur durch­que­ren müs­sen, ver­än­dern sich die Leben der bei­den grund­le­gend: Ali­na schützt ihren Freund Mal durch Kräf­te, die sie bis­lang nicht ein­mal erahnt hat. Sie ver­las­sen die Schat­ten­flur wie­der und Ali­na Star­kov wird einem Mann über­ge­ben, der sich »Der Dunk­le« nennt. Er ist der Anfüh­rer der Gri­sha und zählt zu den mäch­tigs­ten Män­nern im Reich.

»Die Vol­kra waren blind, weil sie seit Genera­tio­nen auf der Schat­ten­flur leb­ten und jag­ten, aber sie konn­ten Men­schen­blut angeb­lich schon aus wei­ter Fer­ne wittern.«

Und aus­ge­rech­net die als mager und häss­lich ver­lach­te Ali­na, mit ihren dunk­len Augen­rin­gen und den hage­ren Ärm­chen soll Kräf­te besit­zen, für die sich ein sol­cher Mann inter­es­siert? Nicht, wenn man Ali­nas Ein­schät­zung ihrer selbst glau­ben darf. 

Doch der Dunk­le macht sich in ›Gol­de­ne Flam­men‹ ein eige­nes Bild von ihr und wird zu ihrem Men­tor. Sie rei­sen zum Hof des Zaren und Ali­na wird in die Rei­hen der Gri­sha auf­ge­nom­men: wun­der­schö­ne Frau­en und Män­ner, die der Magie mäch­tig sind. Ein Blick in den Spie­gel genügt für sie, um das Gefühl zu haben, dass sie wie­der nicht hin­ein­passt. Bis zu dem Tag, als ihre Kräf­te wie­der aus ihr hervorbrechen.

»Die­ser Dunk­le hat­te die Gri­sha schon vor mei­ner Geburt befeh­ligt, und trotz­dem wirk­te der Mann, der vor mir auf dem Podest thron­te, nicht viel älter als ich. Sein Gesicht war schön und mar­kant, er hat­te vol­les schwar­zes Haar und kla­re graue, wie Quarz glän­zen­de Augen. Es hieß, die mäch­tigs­ten Gri­sha leb­ten sehr lan­ge, und der Dunk­le war der mäch­tigs­te von allen.«

Mit ›Gol­de­ne Flam­men‹ schafft Leigh Bar­d­u­go den Auf­takt zu einer Fan­ta­sy-Rei­he um die ›Legen­den der Gri­sha‹, der von der ers­ten Sei­te an mit­reißt und den Figu­ren Leben ein­haucht. Dabei ist die fan­tas­ti­sche Welt, die sie schafft, erfri­schend kli­schee­frei. Was zu Beginn schwarz und weiß scheint, ver­liert bald an Klar­heit. Die Zie­le und Plä­ne der Figu­ren über­schnei­den und ver­wi­schen sich.

Fazit zu ›Goldene Flammen

Bar­d­u­go macht es ihren Figu­ren nicht leicht, sie treibt sie wie­der­holt zum Äußers­ten und lässt nicht für einen Moment Lang­wei­le auf­kom­men. Und doch über­schla­gen sich die Ereig­nis­se mit­un­ter so schnell, dass auch der Leser her­um­ge­wir­belt wird, bis nur noch Eines klar ist: Die nächs­ten Bän­de ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹ müs­sen so schnell wie mög­lich erscheinen.

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
Gol­de­ne Flam­men

Legen­den der Gri­sha, Band 1
Roman
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Knaur TB Ver­lag, Mün­chen 2020
352 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−426−52444−2

Rezen­si­on erst­mals erschie­nen auf: Liz­zy­Net

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Diana Wynne Jones: Das wandelnde Schloss [Rezension]

Von einem Mädchen, das an sein Unglück glaubte. 

Als Dia­na Wyn­ne Jones (1934–2011) im Jah­re 1986 den ers­ten Band der ›Howl-Saga‹ ›Das wan­deln­de Schloss‹ ver­öf­fent­lich­te, war sie im Lite­ra­tur­be­trieb längst kei­ne Unbe­kann­te mehr. Neben eigen­stän­di­gen Wer­ken der Kinder‑, Jugend- und Erwach­se­nen­li­te­ra­tur hat­te sie bereits die ers­ten Bän­de ihrer ›Chres­to­man­ci‹- und ihrer ›Dale­mark‹-Serie ver­öf­fent­licht.

Das wan­deln­de Schloss‹ erzählt die Geschich­te der jun­gen Sophie Hat­ter, die in einem Hut­la­den arbei­tet und beson­de­re Hüte schnei­dert, bis sie eines Tages von einem bösen Fluch in eine alte Frau ver­wan­delt wird. Sophie, die über­zeugt davon ist, das nur das Unglück auf sie war­te, weil sie die ältes­te von drei Schwes­tern ist, kann sich nie­man­dem in ihrem Hei­mat­ort anvertrauen. 

Sie geht fort und ent­schließt sich, als ihr die Stra­pa­zen ihres neu­en Alters bewusst wer­den, zum Schloss des Zau­be­rers Howl zu gehen, von dem behaup­tet wird, dass er jun­ge Mäd­chen ent­füh­re und auffresse. 

Doch statt auf einen men­schen­fres­sen­den Zau­be­rer zu tref­fen, wird sie Teil der selt­sams­ten und lie­bens­wür­digs­ten Wohn­ge­mein­schaft, die man sich vor­stel­len kann. 

»Was mich her­ge­führt hat, jun­ger Mann?«, frag­te sie. Das lag doch auf der Hand, jetzt, wo sie das Schloss gese­hen hat­te. »Ich bin her­ge­kom­men, weil ich dei­ne neue Putz­frau bin, ist doch klar.«

Mit einer wohl plat­zier­ten und dosier­ten Por­ti­on Humor räumt Sophie Hat­ter in vie­ler­lei Hin­sicht in die­ser neu­en Welt der Zau­be­rei auf. Umge­ben von dem sich stets bekla­gen­den Ofen­feu­er, dem ver­lieb­ten Lehr­ling des Zau­be­rers, ver­folgt von einer flot­ten Vogel­scheu­che und stets bereit, eine neue Sei­te an Howl ken­nen­zu­ler­nen, fin­det sie weit mehr als das Unglück, das sie in ihrem Leben erwar­tet hatte. 

Klas­si­sche Ele­men­te der Fan­tas­tik wie die Sie­ben­mei­len­stie­fel, ver­zau­ber­te Gegen­stän­de und Tie­re, wer­den gemischt mit ori­gi­nel­len Figu­ren und einer zau­ber­haf­ten Schreib­wei­se und machen so ›Das wan­deln­de Schloss‹ zu einem gro­ßen Ver­gnü­gen – und dies nicht nur für jene, die bereits den gleich­na­mi­gen Film von ›Stu­dio Ghi­b­li‹ mochten. 

»Die­ser Mann und die­ses rie­si­ge, wich­ti­ge Ding, sein König­tum eben, kamen ihr in ihrem ver­wirr­ten Zustand vor wie zwei unter­schied­li­che Wesen, die nur durch Zufall den­sel­ben Ses­sel besetz­ten. Und ihr ging auf, dass sie jedes Wort der von Howl sorg­sam aus­ge­tüf­tel­ten Rede ver­ges­sen hatte.«

Der ers­te Band der ›Howl-Saga‹ lebt von dem Unaus­ge­spro­che­nem. Die Per­so­nen haben Geheim­nis­se vor­ein­an­der, nicht alles ist leicht aus­zu­spre­chen, ob durch Angst oder einen Fluch. Und obwohl die Kapi­tel­über­schrif­ten bereits einen Vor­aus­blick zulas­sen, um zu wis­sen, was das Kapi­tel brin­gen wird, trägt das Unaus­ge­spro­che­ne als Grund­span­nung über den Roman hinweg. 

Fazit zu ›Das wandelnde Schloss

Das wan­deln­de Schloss‹ ist eine Lie­bes­er­klä­rung an die Fan­tas­tik, an lie­be­voll ent­wor­fe­ne Figu­ren mit Kan­ten und an klei­ne Hel­den und Hel­din­nen, die zusam­men Gro­ßes bewir­ken kön­nen. Ich freue mich auf ein Wie­der­se­hen mit Howl und Sophie in ›Der Palast im Him­mel‹.

Buchinfo

Dia­na Wyn­ne Jones:
Das wan­deln­de Schloss

Die Howl-Saga, Band 1
Über­setzt von Dr. Gabrie­le Haefs
Droemer Knaur, Mün­chen 2019
304 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−426−52538−8

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 6 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]