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James Gould-Bourn: Pandatage [Rezension]

James Gould-Bourn: Pandatage [Rezension]

Wie eine Stangentänzerin und ›Dirty Dancing‹ das Leben verändern können. 

Dass ein Unglück sel­ten allein kommt, weiß Dan­ny in ›Pan­da­ta­ge‹ ver­mut­lich bes­ser als die meis­ten. Seit sei­ne Frau Liz vor einem Jahr plötz­lich bei einem Auto­un­fall ver­starb, ist das Leben der klei­nen Fami­lie nicht mehr das gleiche. 

Sein Sohn Will spricht nicht mehr – weder mit ihm, noch mit ande­ren. War das Geld vor­her schon knapp, reicht es nun nicht ein­mal mehr für das Nötigs­te: Unbe­zahl­te Rech­nun­gen häu­fen sich und sein Ver­mie­ter gehört nicht zur gedul­di­gen Sor­te, dem Gewalt als Lösung fern läge. Als Dan­ny dann noch sei­nen Job als Bau­ar­bei­ter ver­liert, bringt ihn nur der Gedan­ke an sei­nen Sohn noch dazu, mor­gens das Haus zu verlassen. 

»›Ist eine lan­ge Geschich­te‹, sag­te er und schau­te auf sei­nen unbe­ring­ten Ring­fin­ger. Als Liz noch am Leben gewe­sen war, hat­te er sich nie Sor­gen um sei­nen Ehe­ring gemacht, aber nach ihrem Tod hat­te er mit einem Mal schreck­li­che Angst bekom­men, er kön­ne ihn ver­lie­ren, also hat­te er ihn in Wat­te gehüllt, in eine Streich­holz­schach­tel gesteckt und in der Schub­la­de sei­nes Nacht­tischs verborgen.«

Doch ganz gleich, wie sehr er sich auch bemüht, eine Anstel­lung ist für den unge­lern­ten Mann nicht zu fin­den. Hat man ihm bereits sein Leben lang gesagt, dass er zu nichts zu gebrau­chen sei, scheint es sich jetzt zu bewahrheiten. 

Aber Dan­ny wäre nicht Dan­ny, wenn er ein­fach auf­ge­ben wür­de. Das Pan­da­kos­tüm, das er in einem her­un­ter­ge­kom­me­nen Laden bekommt, ist weder schön noch sau­ber. Aber es ist güns­tig und erfüllt somit Dan­nys Haupt­vor­aus­set­zung. Doch schon bald muss Dan­ny fest­stel­len, dass es nicht genügt, sich mit einem Kos­tüm in einen Park zu stel­len. Um genug Geld zu bekom­men, um sei­ne Mie­te zu zah­len, muss er den Leu­ten etwas bieten. 

Dan­ny kann nicht tan­zen. Aber da er all die ande­ren Sachen, für die Leu­te einem Mann im Pan­da­kos­tüm Geld zah­len wür­den, noch schlech­ter kann, bleibt ihm nichts ande­res übrig. 

»Wäh­rend sei­ne ver­stor­be­ne Frau auf der Tanz­flä­che eine Art Natur­ta­lent gewe­sen war, war Dan­ny eher eine Natur­ka­ta­stro­phe. Sein Pro­blem war ganz ein­fach. Er hat­te kei­nen Rhythmus.«

Pan­da­ta­ge‹ ist ein Roman, der trotz sei­ner tra­gi­schen The­ma­tik immer wie­der zum Lachen bringt. Die trau­ri­gen Momen­te sind weder kit­schig noch pathe­tisch. Gould-Bourn gelingt es, auf eine sub­ti­le Art stark mit Dan­ny und Will mit­füh­len zu las­sen. Die lus­ti­gen Momen­te las­sen den Leser oder die Lese­rin laut auf­la­chen. An man­chen Stel­len kann die Komik zwar etwas zu auf­ge­setzt und kon­stru­iert wir­ken und dadurch dar­an erin­nern, was ›Pan­da­ta­ge‹ ist: ein Roman. Ein Roman, der die Kraft zeigt, über die man ver­fügt, wenn man sich nicht unter­krie­gen lässt. Und Freun­de hat, die einen unterstützen. 

Fazit zu ›Pandatage

Pan­da­ta­ge‹ ist kein Roman, der zeigt, dass alles wie­der gut wird, viel­leicht kann es das auch gar nicht. Und doch führt er vor Augen, dass es wie­der gut wird, dass es wei­ter­ge­hen kann, auch wenn es weh­tut und sicher­lich nicht leicht fällt. ›Pan­da­ta­ge‹ ist vol­ler Figu­ren, die man fast schon mögen muss, ob Dan­ny und Will, oder die Stan­gen­tän­ze­rin Krys­tal und den Ukrai­ner Ivan. Gould-Bourns Debüt ist defi­ni­tiv ein Lesevergnügen.

Buchinfo

James Gould-Bourn:
Pan­da­ta­ge

Roman
Über­setzt von: Ste­phan Klei­ner
Kiepenheuer&Witsch, Köln 2020
384 S., EUR (D) 20,- inkl. MwSt.
Gebun­de­ne Aus­ga­be
ISBN 978−3−462−05364−7

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Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone – Goldener Zorn [Rezension]

Die Schrecken von Mensch und Magie. 

Die Zeit, in der die Macht der Maji die Welt beherrsch­te, ist in ›Gol­de­ner Zorn‹ vor­über. Und mit ihr ist die Magie ver­schwun­den. Doch obwohl die Gefahr durch den Miss­brauch von Magie gebannt ist, müs­sen all jene ster­ben, die in der Lage waren, sie auszuführen. 

Wäh­rend mit der Magie die Maji ver­schwin­den, ver­lie­ren vie­le Freun­de, Geschwis­ter, Eltern. Nur wer zu jung ist, um Magie ein­ge­setzt zu haben, darf überleben. 

Doch das Leben jener, die durch das wei­ße Haar noch immer davon zeu­gen, dass es die Maji ein­mal gege­ben hat, ist hart: Sie wer­den grund­los ernied­rigt, gequält oder getö­tet. Wer ihnen hilft, muss mit Pro­ble­men rechnen. 

Doch der Geist der Divî­nés, die in der Zeit der Magie zu Majis gewor­den wären, ist nicht erlo­schen. Im Gehei­men trai­nie­ren eini­ge von ihnen. Dür­fen sie auch kei­ne Waf­fen tra­gen, schu­len sie den­noch ihre Fähig­kei­ten, als spür­ten sie, dass der Tag kom­men wür­de. Und der Tag kommt.

»Die Göt­ter haben bereits ein­ge­grif­fen. Nach so lan­ger Zeit schen­ken sie uns unse­re Gaben erneut. Ihr müsst dar­auf ver­trau­en, dass sie nicht mit dem Schick­sal der Maji spie­len würden.«

Zélie war noch ein Kind, als ihre Mut­ter vor ihren Augen ver­schleppt wur­de. Als sie sie das nächs­te Mal sieht, ist sie bereits tot. Der Geist des Vaters gebro­chen. Der Bru­der selbst noch ein Kind. Und Zélie weiß, dass ihre Mut­ter noch leben wür­de, wenn man ihr zuvor nicht die Magie genom­men hätte.

Doch jetzt, nach vie­len Jah­ren, geschieht etwas, das die Welt wie­der ver­än­dern könn­te: Ist es mög­lich, die Magie zurückzubringen? 

Zélie hofft es, denn so kann es für die Divî­nés nicht wei­ter­ge­hen. Fern ab von dem Dorf, in dem sie auf­wuchs, will sie die­se Hoff­nung wahr machen – und das nicht allein. Doch wäh­rend sie Hil­fe von uner­war­te­ten Ver­bün­de­ten erhält, wächst die Zahl ihrer Fein­de schnell. In einem Land, das von Raub­tie­ren bevöl­kert ist, in dem die Toten von ihren Trau­ma­ta im Dies­seits gehal­ten wer­den und das Leben einer Divî­né nichts wert ist.

»Töte das Mäd­chen.
Ver­nich­te die Magie.
Das ist mein ein­zi­ger Plan.«

Adey­e­mis Figu­ren in ›Gol­de­ner Zorn‹ haben vor allem eines: Mut. Sie las­sen alles hin­ter sich, was sie gekannt haben. Obwohl sie sich noch an die Grau­en der Blut­nacht, die Zélies Mut­ter das Leben gekos­tet hat, erin­nern. Die Regeln die­ser Welt sind grau­sam für jene wie Zélie, die mit wei­ßen Haa­ren gebo­ren sind. Leben ist kaum mehr als Über­le­ben – und auch das nur, falls sie Glück haben.

Doch trotz der Schre­cken, die sie erlebt haben, sprü­hen Adey­e­mis Figu­ren in ›Gol­de­ner Zorn‹ vor Ener­gie. Sie sind nicht auf den Mund gefal­len, kön­nen ihr Tem­pe­ra­ment nicht immer zügeln und hal­ten an den Din­gen fest, an die sie glauben.

Fazit zu ›Goldener Zorn‹

Gol­de­ner Zorn‹ ist ein star­ker Anfang einer Rei­he, der ledig­lich etwas ver­liert, da die klei­nen Span­nungs­bö­gen oft­mals zu früh auf­ge­löst wer­den. Doch wer will schon über man­che der klei­nen Span­nungs­bö­gen kla­gen, wenn der Haupt­span­nungs­bo­gen so über­zeu­gen kann? Der zwei­te Teil ›Child­ren of Vir­tue and Ven­ge­an­ce‹ ver­spricht span­nend zu werden.

Buchinfo

Tomi Adey­e­mi:
Child­ren of Blood and Bone

Band 1
Gol­de­ner Zorn
Über­setzt von: Andrea Fischer
FISCHER FJB, Frank­furt a. M. 2018
624 S., EUR (D) 18,99 inkl. MwSt.
Roman, Hard­co­ver
ISBN 978−3−8414−4029−7

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Gianna Molinari: Hier ist noch alles möglich [Rezension]

Eine Fabrik, ein Wolf und andere Rätsel. 

Eine jun­ge Frau nimmt ›Hier ist noch alles mög­lich‹ einen Job in einer Ver­pa­ckungs­fa­brik an und zieht dafür in einen Raum auf dem Fabrik­ge­län­de. Wäh­rend die Tage der Fabrik bereits gezählt sind und das Gebäu­de immer ver­las­sen­der wird, ver­brei­tet sich ein Gerücht: Ein Wolf wur­de auf dem Gelän­de gesehen. 

Die jun­ge Frau, die für die Sicher­heit der Fabrik zustän­dig ist, ver­bringt Nacht für Nacht damit, auf den Moni­to­ren nach dem Tier Aus­schau zu hal­ten. Doch so sehr sie auch eine Spur des Wol­fes fin­den will, hält die­ser sich auf dem Bereich der Kame­ras fern. Nur eine Per­son in der Fabrik scheint den Wolf bis­lang über­haupt zu Gesicht bekom­men zu haben.

Doch obwohl die Fabrik bereits vor ihrer Schlie­ßung steht, will der Lei­ter kei­nen Zwi­schen­fall ris­kie­ren. Gru­ben wer­den auf dem Gelän­de aus­ge­ho­ben, die das Tier fan­gen sollen. 

»Der Wolf kam aus den Ber­gen, und mit ihm kamen ande­re Wöl­fe, kamen ins Flach­land. Dran­gen in Gebie­te vor, in denen man sie nie zuvor gese­hen hat­te.
Sie trieb der Hun­ger, das Wis­sen um Wel­pen, das Wis­sen um den Hun­ger der Welpen.«

Und obwohl der Gedan­ke an den Wolf die jun­ge Frau nicht mehr los­lässt, ist sei­ne Geschich­te nicht die ein­zi­ge, die man sich auf dem Fabrik­ge­län­de erzählt. 

Auch der M. d. v. H. f. – der Mann, der vom Him­mel fiel, – erhält einen Ein­trag im Uni­ver­sal-Gene­ral-Lexi­kon der jun­gen Frau. Nicht nur die Gerüch­te und Geschich­te um das Fabrik­ge­län­de sind beson­ders, eben­so der Blick der jun­gen Frau auf die Welt und ihre Art, die Din­ge zu ordnen.

»Es gibt eine Insel, auf der vor vie­len Jahr­hun­der­ten ein Hahn zum Tode ver­ur­teilt wur­de. Sein Ver­bre­chen bestand im Leben eines Eis. Das war gegen die Natur und dar­um gesetzeswidrig.«

Eine Fabrik, ein Wolf und eine jun­ge Frau: Aus die­sen Zuta­ten lässt Moli­na­ri in ›Hier ist noch alles mög­lich‹ eine Geschich­te ent­ste­hen, die von der ers­ten bis zur letz­ten Sei­te etwas Beson­de­res ist. 

Fazit zu ›Hier ist noch alles möglich

Die Angst vor dem Frem­den und Unbe­kann­ten, die Gefah­ren, die es mit sich brin­gen könn­te, auch wenn sie nur eine dunk­le Ahnung sind, durch Ver­mu­tun­gen geschürt. ›Hier ist noch alles mög­lich‹ ist eine Art Blau­pau­se, vor deren Hin­ter­grund The­men auf­schei­nen, weit näher als die Hal­len einer bald still­ge­leg­ten Fabrik. Moli­na­ris Debüt­ro­man ›Hier ist noch alles mög­lich‹ ist ori­gi­nell und regt viel­sei­tig zum Nach­den­ken an – wenn man bereit ist, sich auf den beson­de­ren Schreib­stil einzulassen.

Buchinfo

Gian­na Moli­na­ri:
Hier ist noch alles mög­lich

Roman
Auf­bau Ver­lag, Ber­lin 2018
192 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Gebun­den mit Schutz­um­schlag
ISBN 978−3−351−03739−0

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Victoria Mas: Die Tanzenden [Rezension]

Von Frauen und Freiheit. 

Ende des 19. Jahr­hun­derts wird wohl jede Frau in Paris den Namen einer bestimm­ten Ein­rich­tung gekannt haben. Das ›Hôpi­tal de la Sal­pê­triè­re‹ von ›Die Tan­zen­den‹ war eine Ner­ven­heil­an­stalt, in die man über Jah­re nicht nur jene Frau­en brach­te, die eine Behand­lung benötigten. 

Zumeist von ihren Vätern, Ehe­müt­tern oder Brü­dern dort hin­ge­brach­te, ging die Ein­wei­sung nicht sel­ten mit einem Aus­schluss aus der Fami­lie ein­her. Häu­fig genug, ohne das die Frau­en das selbst wollten.

Die unter­schied­lichs­ten Frau­en leben in ›Die Tan­zen­den‹ im ›Hôpi­tal de la Sal­pê­triè­re‹, ehe­ma­li­ge Pro­sti­tu­ier­te, Hys­te­ri­ke­rin­nen, Melan­cho­li­ke­rin­nen oder Frau­en, die nicht bereit sind, die ihnen zuge­dach­te Rol­le im Leben ein­zu­neh­men. Frau­en, die von sich selbst sagen, Geis­ter sehen zu kön­nen, und sol­che, die ihnen zu nah sind. 

In einer Zeit, in der Män­ner Fami­li­en­ober­häup­ter oder Ärz­te sind, wäh­rend Frau­en als Kran­ken­schwes­ter arbei­ten, sich unter­ord­nen und über sich bestim­men las­sen müssen. 

»War­um Göt­ter ver­eh­ren, wenn es Män­ner wie Char­cot gibt? Nein, das stimmt nicht ganz: Kein Mann kann es mit Char­cot auf­neh­men. Sie ist stolz, ja, stolz auf das Vor­recht, seit fast zwan­zig Jah­ren ihren Bei­trag zur Arbeit und zu den Fort­schrit­ten des berühm­tes­ten Ner­ven­arz­tes von Paris leis­ten zu dürfen.«

Und wäh­rend in ›Die Tan­zen­den‹ für vie­le Frau­en, der Gedan­ke erschre­ckend ist, im ›Hôpi­tal de la Sal­pê­triè­re‹ zu laden, gibt es ande­re, für die der Gedan­ke nicht ertrag­bar ist, dort jemals wie­der hin­aus zu müs­sen. Was ist das für eine Welt, der Frau­en die Ner­ven­heil­an­stalt vorziehen?

Vic­to­ria Mas gelingt es in ihrem Debüt­ro­man ›Die Tan­zen­den‹ einen span­nen­den Blick auf jene Frau­en zu geben, so unter­schied­lich und facet­ten­reich sie sind, und eine Ahnung des Schre­ckens zu ver­mit­teln, der der ›Sal­pê­triè­re‹ ange­haf­tet hat.

Das ›Hôpi­tal de la Sal­pê­triè­re‹ ver­kör­pert die Wün­sche vie­ler Frau­en zugleich: den Wunsch nach Sicher­heit, den Wunsch gese­hen zu wer­den und den Wunsch, mög­lichst schnell wie­der wegzukommen.

»Wer zum Aber­glau­ben neigt, könn­te mei­nen, das Mäd­chen sei von Dämo­nen beses­sen, und eini­ge im Publi­kum bekreu­zen sich tat­säch­lich verstohlen …«

Das High­light des Jah­res ist für die meis­ten Pati­en­tin­nen – und nicht nur für die­se – der Ball an Mitt­fas­ten. Die Ein­la­dun­gen für Außen­ste­hen­de sind begehrt und das, was es zu sehen gibt, ist sonst hin­ter den Mau­ern der Ein­rich­tung ver­bor­gen: die Pati­en­tin­nen, auf der einen Sei­te über­ra­schend nor­mal, auf der ande­ren Sei­te auf­re­gend anders.

Fazit zu ›Die Tanzenden

Mas macht die Frau­en der ›Sal­pê­triè­re‹ sicht­bar, ohne sie auf Schau­ob­jek­te zu redu­zie­ren, span­nend, bewe­gend und erschre­ckend zugleich. 

Buchinfo

Vic­to­ria Mas:
Die Tan­zen­den

Über­setzt von: Julia Scho­ch
Piper, Mün­chen 2020
240 S., EUR (D) 20,- inkl. MwSt.
Roman
Hard­co­ver mit Schutz­um­schlag
ISBN 978−3−492−07014−0

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Daniel Kehlmann: Beerholms Vorstellung [Rezension]

Von einem Mann, der auszog, um Theologie zu studieren, und zu einem Magier wurde. 

Ein jun­ger Mann ›Beer­holms Vor­stel­lung‹ will Theo­lo­gie stu­die­ren und Pries­ter sein, bis er es nicht mehr sein will. Ein jun­ger Mann will sich der Zau­be­rei wid­men und Magi­er wer­den, bis er es nicht mehr will. 

Arthur Beer­holm hat die­se bei­den Leben gelebt. Und umso unter­schied­li­cher sie in ihrem Wesen auch klin­gen, des­to stär­ker fal­len die Din­ge auf, die bei Beer­holm über bei­de Beru­fe hin­weg kon­stant geblie­ben sind. 

Zum einen Beer­holms Vor­lie­be für Schlaf­ta­blet­ten. Manch­mal scheint es, als wäre sei­ne Lebens­ge­schich­te von nichts so stark beglei­tet, als von sei­nem Tablet­ten­miss­brauch. Zum ande­ren gesund­heit­li­che Pro­ble­me, die mehr­mals mit sei­ner Wahr­neh­mung zu spie­len scheinen. 

»Weißt du eigent­lich, daß man unun­ter­bro­chen auf sich selbst ein­re­det? In einem Win­kel unse­res Kop­fes sitzt ein Schwät­zer und spricht, spricht, spricht vom Augen­blick unse­res Auf­wa­chens bis in die letz­ten im Dun­kel ver­schwim­men­den Regun­gen vor dem Einschlafen.«

Kehl­manns Debüt­ro­man ›Beer­holms Vor­stel­lung‹ ist ein Kipp­bild: In man­chen Momen­ten ist er voll wun­der­sa­mer Ereig­nis­se, der Zau­be­rei scheint ech­te Magie inne­zu­woh­nen. In ande­ren Momen­ten tauscht er sei­nen Zau­ber gegen Alter­na­tiv­erklä­run­gen, wie Träu­me, Fie­ber­wahn, Tablet­ten­miss­brauch. Exis­tiert Magie in ›Beer­holms Vor­stel­lung‹ oder han­delt es sich in vie­len Momen­ten ledig­lich um außer­ge­wöhn­li­che Zufäl­le, die den Anschein von Bedingt­heit und Vor­be­stim­mung erwe­cken? Schafft Wahr­schein­lich­keit Realität?

»Ich setz­te ein iro­ni­sches Lächeln auf – was außer den unbe­ein­druck­bar schwei­gen­den Mön­chen kei­ner sah – und beschloß, die Sei­te von ihrer komi­schen Sei­te zu betrach­ten. Dann, nach und nach, fand ich her­aus, daß sie kei­ne komi­sche Sei­te hatte.«

Fazit zu ›Beerholms Vorstellung

Bereits in sei­nem Erst­lings­werk sind eini­ge der The­men ange­legt, die auch für Kehl­manns spä­te­res Werk maß­ge­bend sein wer­den, wie ›F‹ oder ›Tyll‹. Die Wirk­lich­keit und ihre Wahr­neh­mung wer­den spie­le­risch auf die Pro­be gestellt. Doch scheint es ›Beer­holms Vor­stel­lung‹ im Ver­gleich zu sei­nen spä­te­ren Wer­ken noch an Schliff zu feh­len, die­se The­men sind noch nicht so prä­zi­se her­aus­ge­ar­bei­tet, wie es ihm in spä­te­ren Roma­nen gelin­gen wird, ohne, dass sein vir­tuo­ser Umgang mit Wirk­lich­keit dar­un­ter zu lei­den hät­te. Doch ver­fliegt dies nach 50 Sei­ten wie­der und übrig bleibt ein Roman, der sich auch am Ende nicht in die Enge drän­gen lässt.

Denn die eige­ne Wahl, ob Magie in Beer­holms Lebens­wirk­lich­keit exis­tiert oder nicht, bleibt für den Roman­ver­lauf nicht folgenlos.

Buchinfo

Dani­el Kehl­mann:
Beer­holms Vor­stel­lung

Roman
rowohlt/rororo, Ham­burg 2007
256 S., EUR (D) 10,- inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−499−24549−7

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Nikoletta Kiss: Das Licht vergangener Tage [Rezension]

Von Kanten, Kerben und Zukunftswünschen. 

Als sich der jun­ge Kunst­stu­dent Ist­ván und die ange­hen­de Schau­spie­le­rin Rebe­ka ken­nen­ler­nen, sind die bei­den in ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ noch am Anfang ihrer Kar­rie­re. Obwohl Ist­ván ein talen­tier­ter Künst­ler ist, bekommt er durch sei­ne Male­rei bereits früh Probleme.

Rebe­ka hin­ge­gen, die aus gutem Hau­se kommt und alle Regeln der Eti­ket­te beherrscht, wird schon bald auf der Büh­ne bewun­dert. So ist es, wäh­rend sie die Tage mit Ist­ván ver­bringt und für ihre Vor­spre­chen übt, nur eine Fra­ge der Zeit, bis ein gut situ­ier­ter Pro­fes­sor um ihre Hand anhält. 

Doch als die Gescheh­nis­se der 1950er-Jah­re über Ungarn her­ein­bre­chen, ist es nicht Ist­ván, der vor Pro­ble­men steht, son­dern Rebek­ka: Mit ihrem Vater soll sie das Haus ihrer Kind­heit ver­las­sen und in ein klei­nes Dorf wei­ter weg ziehen.

»Der Aus­la­ge­rungs­be­fehl gab ihnen vier­und­zwan­zig Stun­den, um das Nötigs­te zusam­men­zu­pa­cken, nicht mehr als fünf­zig Kilo­gramm pro Person.«

Als Rebe­kas gewohn­tes Leben aus­ein­an­der­bricht, bit­tet sie ihren Ver­lob­ten, Pro­fes­sor Breit­ner, und ihren Freund Ist­ván um Hil­fe. Doch nur einer der bei­den Män­ner ist bereit, sein gewohn­tes Leben für sie aufzugeben.

Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ gehört zu jenen Roma­nen, die dem Leser auch Tage, nach­dem man das Buch gele­sen hat, noch im Kopf rum­ge­hen. Nach und nach will die Viel­schich­tig­keit des Romans betrach­tet und durch­dacht wer­den. Er zeigt uns das Leben zwei­er jun­ger Men­schen, mit ihren Wün­schen und Vor­stel­lun­gen für die Zukunft. Und gleich­zei­tig zeigt er, wel­che Opfer für die­se gebracht wer­den müs­sen und wel­che uner­reich­bar bleiben.

»Ich habe immer geglaubt, ich müss­te jeman­den wie Breit­ner hei­ra­ten, um das Glück zu fin­den. Bei Ist­váns Ver­su­chen, mir näher­zu­kom­men, stell­te sich mei­ne gut­bür­ger­li­che Erzie­hung ein wie eine Muttersprache.«

Und es ist wohl jene Uner­reich­bar­keit, die den Figu­ren ihre Tie­fe gibt. Denn wäh­rend ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ zwi­schen der Ver­gan­gen­heit der 1940er- und 1950er-Jah­re, in der Ist­ván, Rebe­ka und Breit­ner noch jung waren, und der jun­gen Ver­gan­gen­heit der 2010er-Jah­re schwankt, in der zwei von ihnen zu alten Men­schen gewor­den sind und einer ver­stor­ben ist, weiß der Leser, dass es kei­ne ein­fa­che Geschich­te wer­den kann.

Und so schwebt das Gesche­hen des Romans zwi­schen dem, was ist, dem, was hät­te sein kön­nen, und dem, was nie wer­den wird. Die his­to­ri­schen Ereig­nis­se, die über die Per­so­nen her­ein­bre­chen, sind zu groß und ver­schlu­cken sie, um sie an einem ande­ren Ort wie­der auszuspucken.

Niko­let­ta Kiss gelingt mit ihrem Roman ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ vie­les zugleich: Er ist erfüllt von der Leich­tig­keit der Figu­ren und der Schwe­re der Ereig­nis­se. Von der Ver­än­de­rung der Leben, die die­se füh­ren kön­nen, und der Bestän­dig­keit man­cher Wün­sche und Ziele.

Fazit zu ›Das Licht vergangener Tage

Dabei erschafft sie Figu­ren, die im Gedächt­nis blei­ben, fern­ab von Kitsch und Kli­schee. ›Das Licht ver­gan­ge­ner Tage‹ braucht ein wenig Zeit, um sich zu ent­fal­ten, und so kann es mit­un­ter ein wenig dau­ern, bis man mit den kan­ti­gen Beson­der­hei­ten der Per­so­nen warm wird. Doch sind es eben jene kan­ti­gen Beson­der­hei­ten, die die Geschich­te tra­gen, auch, lan­ge nach­dem man den Buch­de­ckel geschlos­sen hat. 

Buchinfo

Niko­let­ta Kiss:
Das Licht ver­gan­ge­ner Tage

Hey­ne, Mün­chen 2019
448 S., EUR (D) 12,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−453−42321−3

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Dörte Hansen: Altes Land [Rezension]

Ein Haus, das seine Bewohner überleben wird. 

Altes Land‹ erzählt von einem alten Haus, bewohnt von einem Kriegs­ver­sehr­ten und Geflüch­te­ten, über Genera­tio­nen und Fami­li­en. Ein Haus, in dem gelebt und gestor­ben wird. Man­che ver­las­sen es mit dem fes­ten Vor­ha­ben, nie­mals wie­der zurück­zu­kom­men. Ande­re keh­ren immer wie­der zurück und wol­len doch nie ganz blei­ben und wie­der ande­re, die es nicht ver­las­sen wollen. 

Doch das Haus im Alten Land fügt sich kei­nem ihrer Wün­sche. Vier Genera­tio­nen bewoh­nen es, mal zwei zur glei­chen Zeit, mal abwech­selnd. Doch wäh­rend sich die Bewoh­ner ändern, scheint das Haus lang­sa­mer zu veralten. 

»Die Inschrift am Gie­bel war ver­wit­tert, aber Vera wuss­te, was da stand: Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nennt’t ook noch sien.«

Doch nicht nur das Haus und sei­ne Bewoh­ner sind im Wan­del, auch das Alte Land selbst, wie es die älte­ren Anwoh­ner in Dör­te Han­sens Roman noch kann­ten, scheint im Ver­fall. Die Kin­der wol­len oder kön­nen den Hof nicht mehr wei­ter­füh­ren und so wird ein eins­ti­ges Fami­li­en­heim, bald nur noch von Wit­wen und Grei­sen bewohnt.

Dör­te Han­sens Roman ›Altes Land‹ erzählt die Geschich­te von zwei Frau­en, die bei­de aus ihrem alten Leben fort müs­sen. Vera Eck­hoff, die noch Eck­hoff hei­ßend, als Flücht­ling mit ihrer Mut­ter in das Alte Land kommt und durch die Hei­rat ihrer Mut­ter dort in einem Haus woh­nen blei­ben kann. 

Und sie erzählt die Geschich­te der jun­gen Mut­ter Anne, die nach der Tren­nung von ihrem Lebens­ge­fähr­ten mit dem gemein­sa­men Sohn aus Ham­burg fort­zog und bei Vera Eck­hoff Unter­schlupf fin­det. Annes Mut­ter ist Veras jün­ge­re Halbschwester.

Dör­te Han­sens Roman ›Altes Land‹ erzählt von den gro­ßen The­men des Lebens, dem Ver­lo­rensein, den Fol­gen von Krieg und Ent­wur­ze­lung, dem Ver­ge­hen von Tra­di­tio­nen, und doch bleibt ihre Spra­che klar und unverstellt. 

»Vera Eck­hoff wuss­te nicht viel von ihrer Nich­te, aber sie erkann­te einen Flücht­ling, wenn sie einen sah.«

Fazit zu ›Altes Land

Wer zuvor kei­ne Vor­stel­lung vom Alten Land gehabt hat, wird sie nach dem Lesen die­ses Romans sicher­lich haben. Han­sens Schil­de­run­gen füh­ren nicht nur in die alte Welt der Bau­ern auf dem Land, mit sei­nen Tra­di­tio­nen, son­dern auch in die Gedan­ken­welt unter­schied­lichs­ter Frau­en, die den­noch im Alten Land zusam­men­fin­den. So kann ›Altes Land‹ nicht nur Freun­den der Land­wirt­schaft emp­foh­len wer­den, son­dern ist sicher­lich auch für ande­re Leser und Lese­rin­nen lesens­wert. Ich freue mich schon auf ihr Buch ›Mit­tags­stun­de‹.

Buchinfo

Dör­te Han­sen:
Altes Land
Knaus, Mün­chen 2015
288 S., EUR (D) 19,99 inkl. MwSt.
Roman
Hard­co­ver
ISBN 978−3−8135−0647−1

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Lucia Lucia: Texte die auf Liebe enden [Rezension]

Über das Einfache und das Schwere. 

Zier­lich und klein liegt Lucia Luci­as Debüt ›Tex­te die auf Lie­be enden‹ in der Hand. Das Cover anspre­chend illus­triert, eine dun­kel­haa­ri­ge Frau, ganz in Rot geklei­det. Doch was auf den ers­ten Blick wie ein net­tes, klei­nes Büch­lein vol­ler Lie­bes­ge­dich­te erscheint, ist weit mehr als das. 

Denn wer ihren Text ›Mat­hil­da‹ bereits kennt, ahnt, dass Lucia Lucia sich nicht nur mit den rosi­gen Aspek­ten der Lie­be und des Lebens beschäf­tigt. In mal kur­zer, mal län­ge­rer Form dre­hen sich Lucia Luci­as Tex­te und Gedich­te um die ver­schie­de­nen Sta­di­en der Lie­be, von »wo die Lie­be anfängt« bis »wo es wei­ter­geht«. Obwohl ihre Gedich­te mit tra­di­tio­nel­len Reim­sche­ma­ta bre­chen, feh­len ihnen kei­nes­falls Melo­die und Klang. 

Der Auf­takt ihres ers­ten Gedich­tes ›trink mich‹ scheint sich durch Lucia Lucia lyri­sches Schaf­fen zu ziehen.

»Ich sehe was, was du nicht siehst,
und das ist die Poesie.«

Denn oft scheint es, als könn­te die Autorin mit ihren Gedich­ten wirk­lich etwas ein­fan­gen, was sonst im Ver­bor­ge­nen bleibt. Es sind Momen­te des All­tags, der gro­ßen und klei­ne­ren Momen­te zwi­schen zwei Men­schen, der hel­len und dunk­len, denen sie in ihren Tex­ten Raum gibt.

Zwi­schen ihren Gedich­ten in Vers­form fin­den sich auch hin und wie­der kür­ze­re pro­sa-arti­ge Tex­te, denen Rhyth­mus jedoch nicht fehlt. Außer­dem zeich­net sich ›Tex­te die auf Lie­be enden‹ auch dadurch aus, dass die Tex­te von Illus­tra­tio­nen von Sere­na Vio­la beglei­tet wer­den, die auch das Cover schmü­cken. Die­se zum Teil abs­trak­ten zum Teil kon­kre­ten Bil­der haben eben­so wie Lucia Lucia Gedich­te ihre eige­ne Hand­schrift. So bleibt in Hin­blick auf die Illus­tra­tio­nen nur zu bedau­ern, dass der Innen­teil des Buches nicht eben­falls far­big ist wie das Cover, son­dern schwarz-weiß.

Fazit zu ›Texte die auf Liebe enden

Wer also einen Blick durch die Augen Lucia Luci­as auf Lie­be und Leben wagen möch­te, dem sei das Buch ›Tex­te die auf Lie­be enden‹ in jedem Fall emp­foh­len. Die Tex­te und das Büch­lein an sich brin­gen ein span­nen­des Tem­po mit sich, kei­ne Pas­sa­gen, die sich zie­hen oder die Tex­te verwässern.

So bleibt, gespannt auf wei­te­re Wer­ke von Lucia Lucia zu war­ten oder ›Tex­te die auf Lie­be enden‹ ein zwei­tes Mal zur Hand zu neh­men, denn trotz des über­grei­fen­den The­mas sind vie­le ihrer Tex­te sehr unter­schied­lich und einen wei­te­ren Blick wert.

Buchinfo

Lucia Lucia:
Tex­te, die auf Lie­be enden
FISCHER New Media, Frank­furt a. M. 2019
144 S., EUR (D) 10,- inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−7335−0555−4

Rezen­si­on zuerst erschie­nen auf: Liz­zy­Net

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