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Meine Buchfotografie-Basics [Tipps und Tricks]

Meine Buchfotografie-Basics.

Buch­blogs und Book­sta­gram sind voll tol­ler Fotos von Büchern und ande­ren Din­gen. Anfangs war ich fast schon sprach­los und es fiel mir schwer, den Dreh für schö­ne Buch­fo­tos raus­zu­krie­gen. Ich will nicht sagen, dass ich den mitt­ler­wei­le zu 100 Pro­zent raus­ha­be, aber zumin­dest für mei­nen Geschmack hat sich von mei­nen ers­ten bis zu mei­nen neue­ren Fotos viel getan. Und das wür­de ich ger­ne mit euch tei­len, viel­leicht erleich­tert es ja dem einen oder ande­rem, einen Anfang zu fin­den. Ich bin kei­ne pro­fes­sio­nel­le Foto­gra­fin und all mei­ne Tipps in ›Mei­ne Buch­fo­to­gra­fie-Basics‹ las­sen sich bestimmt noch ver­bes­sern und ergän­zen. Auch bei den Pro­duk­ten will ich nur die anspre­chen, die ich selbst benut­ze, obwohl es bestimmt noch vie­le ande­re gibt. 

Über­sicht
Damals vs. heu­te
Foto­hin­ter­grün­de
Licht
Dekoration/Props
Kame­ra
Bild­be­ar­bei­tung

Damals vs. heute


Fotohintergründe

Als ich mit dem Buch­blog­gen anfing, hat­te ich kei­ne Ahnung, was Back­drops sind. Ich wuss­te nichts von Props, auf die ich im Detail in einem sepa­ra­ten Arti­kel ein­ge­he. Und ich habe mir dann alles nach und nach durch Beob­ach­tung und Online­su­chen ver­sucht, zusammenzureimen.

In mei­ner Anfän­ger­vor­stel­lung, dach­te ich, dass man­che Blog­ger viel Glück haben, so schö­ne Tische und Böden zu Hau­se zu haben, die sie als Hin­ter­grund für Fotos nut­zen kön­nen. Weit gefehlt. Natür­lich haben das eini­ge, aber hier kommt die Ent­zau­be­rung für viel­leicht man­che, ande­re – wie mitt­ler­wei­le auch ich – nut­zen soge­nann­te Back­drops, Foto­lein­wän­de oder schlicht Fotohintergründe. 

In mei­nem Fall war das anfangs die­ser hier von Ama­zon*, der für mich sehr gut in die Herbst- und Win­ter­zeit passt.


Mitt­ler­wei­le bin ich, wie ihr oben schon gese­hen habt, vor allem für die Früh­jahrs- und Som­mer­zeit zu einem hel­le­ren Hin­ter­grund gewech­selt, eben­falls von Ama­zon*, wobei ich mit dem leich­ten Blau­stich noch nicht so zufrie­den bin, den ich immer per Bild­be­ar­bei­tung ver­su­che, herauszunehmen. 


Natür­lich las­sen sich eben­so gut Decken oder schö­ne Tücher ver­wen­den. Eine schö­ne oder auch schlich­te Bett­wä­sche kann Wun­der wirken.


Licht

Eine wei­te­re Sache, die ich lan­ge für ein Hexen­werk hielt, ist Licht. Am liebs­ten ist mir per­sön­lich ein hel­les, jedoch nicht zu hel­les Licht, ohne viel direk­ter Son­nen­ein­strah­lung. Beson­ders im Win­ter, wenn es früh dun­kel wird und ich län­ger arbei­ten muss, hat mich das ein­ge­schränkt. Also muss­te ich ent­we­der alle Fotos am Wochen­en­de machen, was für mich auch nicht so super­güns­tig war, oder mir net­te­res Licht in die Abend­stun­den holen. Mei­ne Wahl ist dann auf die­ses Set von Ama­zon* gefal­len. Und das hat mir vie­les leich­ter gemacht, weil ich mehr danach gehen kann, wann ich Lust habe zu foto­gra­fie­ren und weni­ger danach, was die Jah­res­zei­ten dazu meinen.


Dekoration/Props

Foto-Props, also deko­ra­ti­ve Gegen­stän­de in Fotos, sind mir per­sön­lich wich­tig. Es macht mir ein­fach Spaß, unter­schied­li­che Sachen aus­zu­pro­bie­ren und alles für das Foto her­zu­rich­ten. Zumin­dest meis­tens, manch­mal bin ich auch faul und wür­de lie­ber wei­ter lesen oder Net­flix schauen.

Props geben dem Foto schnell eine eige­ne Note und machen es span­nend, weil das Auge mehr zu ent­de­cken hat. Weil mir die­ses The­ma so Spaß macht, habe ich dafür einen eige­nen Bei­trag ver­fasst: Deko und Props für Buch­fo­tos und Book­sta­gram.


Kamera

Manch­mal kommt die Fra­ge auf, mit wel­cher Kame­ra ich mei­ne Fotos mache. Wie gesagt, bin ich kei­ne pro­fes­sio­nel­le Foto­gra­fin und pro­bie­re durch tri­al-and-error ein­fach aus, was für mich gut passt. Da ich mich auch noch davor scheue, mit einem Schlag so viel Geld für eine gute Kame­ra aus­zu­ge­ben, ver­su­che ich der­zeit noch her­aus­zu­fin­den, was sich alles durch güns­ti­ge­re oder kos­ten­lo­se Din­ge errei­chen lässt. Mei­ne Fotos mache ich der­zeit also mit mei­nem treu­en Sam­sung Gala­xy S7*, aber in Gold, das ich schon vor die­sem Blog hat­te, noch sei­nen Dienst tut und auch fast immer dabei ist. 


Bildbearbeitung

Und wenn das Foto dann mal gemacht ist, folgt bei mir noch die Bild­be­ar­bei­tung. Da ich auch da kein Pro­fi bin, erfolgt die bei mir auch auf dem Han­dy durch viel Rum­pro­bie­ren. Aber ein paar Sachen gehö­ren inzwi­schen zu mei­nem Stan­dard­pro­gramm, mehr dazu in Kür­ze in einem eige­nen Beitrag.


Viel­leicht konn­te ich dem einen oder ande­ren mit ›Mei­ne Buch­fo­to­gra­fie-Basics‹ hel­fen, einen ers­ten Ein­blick hin­ter die Kulis­sen der Fotos eines Buch­blogs zu bekom­men. Natür­lich mache das alle irgend­wie anders und vie­le Wege sind rich­tig. Pro­biert ein­fach aus, was sich für euch natür­lich anfühlt oder wel­che Details auf Fotos zu euch pas­sen. Wenn ihr noch Fra­gen habt oder Emp­feh­lun­gen und Tipps für mich, dann schreibt mir doch ger­ne eine Mail oder in die Kom­men­ta­re. Ich wür­de mich freuen.



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Laini Taylor: Strange the Dreamer 2 [Rezension]

Von Traumata und Träumen. 

Das Leben, das Sarai und die ande­ren vier über­le­ben­den Kin­der der toten Göt­ter in der Zita­del­le füh­ren, befin­det sich in ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ in Auflösung. 

Wäh­rend sich Lazlo Stran­ge noch im ers­ten Band von ›Stran­ge the Drea­mer‹ nichts sehn­li­cher wünscht, als end­lich nach Weep zu gelan­gen und die Mys­te­ri­en der Stadt zu ergrün­den, wer­den die­se bald zu sei­ner Welt. Denn wäh­rend Lazlo nach Weep gelan­gen möch­te, müs­sen die fünf über­le­ben­den Göt­ter­kin­der, die in der Zita­del­le über der Stadt leben, befürch­ten, ent­deckt und umge­bracht zu werden.

In Lazlos Träu­men kom­men die Muse der Alb­träu­me, Sarai, und der Träu­mer sich bald näher. Doch wäh­rend sie bei Lazlo auf Offen­heit, Ver­ständ­nis und Wohl­wol­len trifft, zei­gen sich nicht alle Men­schen so freund­lich. Auch die Empa­thie und das Ver­ständ­nis, die Sarai den Men­schen ent­ge­gen­brin­gen kann, wird nicht von allen Kin­dern der Göt­ter geteilt.

Und so fin­den sich Sarai und Lazlo in ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ bald in einem Stru­del aus Ereig­nis­sen wie­der, in dem es um mehr geht, als Aben­teu­er­ge­schich­ten und Wun­der­glau­ben. Die Men­schen von Weep, die die Göt­ter­herr­schaft über­leb­ten, sind eben­so tief trau­ma­ti­siert wie die Kin­der der Göt­ter, die das Mas­sa­ker über­leb­ten, das ihre Eltern tötete.

»Noch immer hör­te sie die Schreie, die auf ent­setz­li­che, blu­ti­ge Art nach­ein­an­der ver­stumm­ten. Sie wür­de immer dort sein, und ihre Arme wür­den für die Kin­der nie aus­rei­chen, genau wie an jenem Tag.«

Dabei schafft es Lai­ni Tay­lor ein Span­nungs­feld zu erschaf­fen, das sie zwi­schen die bei­den Gräu­eln spannt, jenen der Göt­ter und jenen der Men­schen. Gräu­el, mit deren Nach­wir­kun­gen noch immer eine gan­ze Stadt zu kämp­fen hat, in der die Erin­ne­rung, der Hass und der Schmerz tief sitzen. 

Die Men­schen und Göt­ter­kin­der in ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ sind Über­le­ben­de, sie waren bis auf weni­ge Aus­nah­men, nicht an den Taten gegen die jeweils ande­ren betei­ligt. Die Men­schen lit­ten lan­ge unter der Göt­ter­herr­schaft und waren tag­täg­lich ihrer Gewalt aus­ge­setzt. Die fünf über­le­ben­den Göt­ter­kin­der lit­ten ent­we­der direkt unter dem Mas­sa­ker, das die Göt­ter­herr­schaft been­de­te, oder unter sei­nen Nach­wir­kun­gen, da sie allein und mit vie­len Ent­beh­run­gen auf­wach­sen mussten.

»Doch es gab kein Ent­kom­men vor den Taten der Ver­gan­gen­heit. Weder vor den Gräu­eln der Göt­ter, noch denen der Menschen.«

Die Wun­den auf bei­den Sei­ten sit­zen tief und sind alt. Und inmit­ten die­ser Trau­ma­ta, Ängs­te und Nöte ver­su­chen der unbe­darf­te Biblio­the­kar Lazlo und die Muse der Alb­träu­me Sarai eine Ant­wort auf das Gesche­hen zu fin­den, die nicht noch mehr Hass, Tod und neue Trau­ma­ta bringt. 

Damit greift Lai­ni Tay­lor im Gewand eines Jugend­bu­ches und der Fan­tas­tik exis­ten­ti­el­le The­men des Mensch­seins auf, balan­ciert fein zwi­schen abso­lu­ten Gut- oder Böse-Kate­go­ri­sie­run­gen und erschafft vor den Schre­cken der Ver­gan­gen­heit mit Lazlo und Sarai einen Hel­den und eine Hel­din, die ans Herz gehen.

Fazit zu ›Strange the Dreamer 2‹

Lan­ge­wei­le kommt beim Lesen von ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ nicht auf: Offe­ne Fra­gen, unter­schied­lichs­te Cha­rak­te­re und eine beson­de­re Erzähl­tie­fe erfül­len den Roman. So gelingt es ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ nicht nur, an die Qua­li­tät des Vor­gän­ger­ban­des ›Stran­ge the Drea­mer‹ 1 anzu­knüp­fen, son­dern, sie sogar noch zu über­tref­fen. Die bei­den Fol­ge­bän­de ›Muse of Night­ma­resBand 1 und Band 2 wer­den also auf jeden Fall auf mei­nem Lese­sta­pel landen.

Buchinfo

Lai­ni Tay­lor:
Stran­ge the Drea­mer

Ein Traum von Lie­be
Buch 2
Über­setzt von Ulri­ke Rai­mer-Nol­te
One, Köln 2019
382 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Roman, Hard­co­ver
Erzäh­len­des für jun­ge Erwach­se­ne
Alters­emp­feh­lung: ab 14 Jah­ren
ISBN 978−3−8466−0086−3

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4.5 von 5.


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Jonathan Safran Foer: Wir sind das Klima! [Rezension]

Erfrischend authentisch, nah und nicht zuletzt selbstkritisch. 

›Wir sind das Kli­ma!‹ ist eines jener Bücher, das man am liebs­ten allen Men­schen, die man kennt und nicht kennt, emp­feh­len will. Zugleich ist es aber auch eines jener Bücher, von denen man weiß, dass eine sol­che Emp­feh­lung sehr gemisch­te Reak­tio­nen her­vor­ru­fen wird. 

Jona­than Safran Foers neu­es Buch ›Wir sind das Kli­ma!‹ beschäf­tigt sich mit einem The­ma, das der­zeit in aller Mun­de ist. Doch obwohl viel über den Kli­ma­wan­del, sei­ne Fol­gen und sei­ne Ursa­chen gespro­chen wird, setzt er sich auf eine Art und Wei­se mit die­sem The­ma aus­ein­an­der, die erfri­schend authen­tisch, nah und nicht zuletzt selbst­kri­tisch ist. 

Denn das, was Foer in die­sem Buch tut, geht über das Sam­meln von Fak­ten hin­aus: Obwohl die­se das Grund­ge­rüst für das Reden über das Kli­ma bil­den, genü­gen sie laut Foer dem Anschein nach nicht allein, um indi­vi­du­el­le und kol­lek­ti­ve Ver­än­de­run­gen loszutreten.

Und dann frag­te Foer nach dem ›War­um‹.

Er fragt, wie es sein kann, dass wir zwar auf der Fak­ten­ebe­ne oft wis­sen, dass der Kli­ma­wan­del ver­her­ren­de Fol­gen für die Welt hat und haben wird, doch sich die­ses Wis­sen oft nicht in Hand­lung nie­der­schlägt. Es bleibt abs­trakt. Viel abs­trak­ter in jedem Fall, als die ver­trau­ten gemein­sa­men Mahl­zei­ten, oder die prak­ti­schen Fahr­ten zum Super­markt um die Ecke.

Es ist eine der bedeu­tends­ten Stär­ken von Jona­than Safran Foer, das er genau hin­se­hen will. Und, dass er in der Lage ist, das, was er sieht, unter dut­zen­den Zwie­bel­schich­ten von Emo­tio­nen frei­zu­schä­len. Foer liebt das Essen und die Tra­di­tio­nen sei­ner Fami­lie. Sie sind nicht abs­trakt, sie sind fest ver­an­kert. Doch Foer weiß, dass er sie auf gelie­he­ner Zeit genießt.

»Wir kön­nen nicht unse­re ver­trau­ten Mahl­zei­ten und zugleich unse­ren ver­trau­ten Pla­ne­ten behalten.«

Doch ›Wir sind das Kli­ma!‹ ist kein tro­cke­nes Sam­mel­su­ri­um an Wis­sen. Foer ver­bin­det die abs­trak­ten, rie­si­gen Zah­len der For­schung mit einer Geschich­te über das Mensch­sein in sei­nen schwa­chen und star­ken Momen­ten. Denn obwohl vie­le Fol­gen zeit­lich und räum­lich weit weg erschei­nen, sodass der Ein­zel­ne sie schwer fas­sen kann, kämpft sich Foer zu einem ande­ren Ansatz durch: Sei­ne Bereit­schaft, etwas zu ver­än­dern, damit es die­sem Pla­ne­ten viel­leicht ein wenig bes­ser gehen kann, kommt nicht daher, dass er es emo­tio­nal begrei­fen kann, son­dern, dass es getan wer­den muss. Foer kehrt die Rei­hen­fol­ge um: Nicht emo­tio­na­les Erfas­sen sorgt für sei­ne Ent­schei­dung, son­dern sei­ne Ent­schei­dung ist der Startpunkt.

»Ist radi­ka­ler Wan­del gefragt, behaup­ten vie­le, man kön­ne ihn als Ein­zel­ner ja sowie­so nicht her­bei­füh­ren, brau­che es also gar nicht erst zu ver­su­chen. Das genaue Gegen­teil trifft zu: Die Ohn­macht des Ein­zel­nen ist der Grund, aus dem alle es ver­su­chen müssen.«

Fazit zu ›Wir sind das Klima!

Jona­than Safran Foers Buch ›Wir sind das Kli­ma!‹ gehört bereits jetzt zu den Büchern, die man gele­sen haben muss. Und je mehr etwas sich dage­gen wehrt, des­to mehr soll­te man es tun. Sein Schreib­stil ist leben­dig, sei­ne Ideen und Anek­do­ten ori­gi­nell und inspi­rie­rend, sodass das Buch trotz aller Inten­si­tät schnell gele­sen ist. ›Wir sind das Kli­ma!‹ kann den Leser nur schwer kalt­las­sen, wenn sich die­ser dar­auf ein­lässt, den Buch­de­ckel aufzuschlagen.

Buchinfo

Jona­than Safran Foer:
Wir sind das Kli­ma!
Wie wir unse­ren Pla­ne­ten schon beim Früh­stück ret­ten kön­nen
Kiepenheuer&Witsch, Köln 2019
336 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
gebun­den mit SU
ISBN 978−3−462−05321−0

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Bewer­tung: 6 von 5.


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