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Neuerscheinungen 2021

2020 ist sicher­lich in vie­ler­lei Hin­sicht ein beson­de­res Jahr gewe­sen. Doch wie jedes Jahr war­ten auch in die­sem die Ver­lags­vor­schau­en für Frühjahr/Sommer 2021 dar­auf, durch­stö­bert zu wer­den. Eines ist sicher: 2021 ver­spricht ein span­nen­des Lese­jahr in vie­len Gen­res zu wer­den und macht rich­tig Lust auf sei­ne Neu­erschei­nun­gen 2021. Bücher, die mir bereits jetzt ins Auge gesprun­gen sind und auf deren Erschei­nen ich mich schon sehr freue, stel­le ich Euch hier ger­ne vor. Bestimmt wer­den jedoch über das Jahr noch eini­ge Neu­erschei­nun­gen 2021 in mei­ner Lis­te hinzukommen. 

Navi­ga­ti­on
1. Gegen­warts­li­te­ra­tur
2. Klas­si­ker
3. Phan­tas­tik
4. Sach­bü­cher
5. Über­blicks­lis­te

Neuerscheinungen 2021 – Gegenwartsliteratur

Mei­ne Lie­be zu Kat­zen und den meis­ten Tie­ren ist kein Geheim­nis. Umso mehr freue ich mich auf die­ses viel­ver­spre­chen­de Buch, das 2021 im DuMont-Ver­lag erschei­nen soll. Tokyo, die Acht­zi­ger­jah­re und Außen­sei­ter – klingt nach einer tol­len Mischung, oder?
Bücher, in denen Wär­me und Kat­zen­lie­be auf­ein­an­der tref­fen, sind für mich einen genaue­ren Blick wert. 2016 erschie­nen bereits Suke­ga­was Bücher ›Kirsch­blü­ten und rote Boh­nen‹ und ›Die Insel der Freund­schaft‹ bei DuMont.

Duri­an Suke­ga­wa: Die Kat­zen von Shin­juku,
ca. 272 S., ISBN 978−3−8321−8147−5, DuMont,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 12.02.2021


Seit ›Faser­land‹ ist Chris­ti­an Krachts Name aus dem Lite­ra­tur­be­trieb nicht mehr weg­zu­den­ken. Nach wei­te­ren Wer­ken schien dann 2016 ›Die Toten‹ als sein bis­lang neus­tes Buch bei Kiepenheuer&Witsch. Ich bin rich­tig gespannt, was die Leser und Lese­rin­nen in ›Euro­trash‹ erwar­tet. Das Cover sieht jeden­falls toll aus und auch der Klap­pen­text macht Lust.
Nur bis März muss ich mich noch gedul­den, aber ich bin sicher, das War­ten lohnt sich. 

Chris­ti­an Kracht: Euro­trash,
ca. 224 S., ISBN 978−3−462−05083−7, Kiepenheuer&Witsch,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 04.03.2021


Von Bene­dict Wells hät­te ich schon so viel mehr lesen sol­len, als ich es bis­lang getan habe. Seit 2008 erschei­nen sei­ne Bücher im Dio­ge­nes-Ver­lag und jedes hat sei­nen Reiz. Sein neu­es­tes Werk ›Hard Land‹ führt nach Mis­sou­ri und ins Jahr 1985.
Die Geschich­te dreht sich um den 15-jäh­ri­gen Außen­sei­ter Sam, der einen Feri­en­job in einem Kino annimmt und damit den Som­mer sei­nes Lebens erlebt. Klingt super vielversprechend.

Bene­dict Wells: Hard Land,
ca. 352 S., ISBN 978−3−257−07148−1, Dio­ge­nes,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 24.02.2021

Neuerscheinungen 2021 – Klassiker

Mary Shel­leys Buch ›Fran­ken­stein‹ gehört zu mei­nen unan­ge­foch­te­nen Lieb­lin­gen der Sci­ence-Fic­tion-Lite­ra­tur und unter den Klas­si­kern.
Als ich gese­hen habe, dass Reclam im nächs­ten Jahr auch eine Neu­über­set­zung von ›Der letz­te Mensch‹ raus­bringt, war mir sofort klar, dass die­ses Buch ganz oben auf mei­ne Lese­lis­te für das kom­men­de Jahr gehört. Denn eines ist bei Mary Shel­leys Büchern sicher: Sie ver­spre­chen viel Stoff zum Nachdenken. 

Mary Shel­ley: Der letz­te Mensch (Neu­über­set­zung),
ca. 596 S., ISBN 978−3−15−011328−8, Reclam,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 12.02.2021


Auch Daph­ne du Mau­ri­er hat sich mit ihrem Buch ›Rebec­ca‹ einen Platz unter mei­nen Klas­sik­er­lieb­lin­gen gesi­chert. Hat mich auf ›Rebec­ca‹ noch das gleich­na­mi­ge und wahn­sin­nig tol­le Musi­cal auf­merk­sam gemacht, kommt die­ses Buch allein schon wegen der begab­ten Autorin auf mei­ne Lese­lis­te für das kom­men­de Jahr.
Lie­be, Geheim­nis­se und das Leben auf See – klingt nach einer viel­ver­spre­chen­den Mischung, oder nicht? Ich bin jeden­falls super gespannt auf die­ses Buch.

Daph­ne du Mau­ri­er: Die Bucht des Fran­zo­sen,
ca. 300 S., ISBN 978−3−458−68154−0, Suhrkamp/insel,
erscheint vor­aus­sicht­lich 21.06.2021


Zu mei­ner wirk­lich gro­ßen Schan­de muss ich geste­hen, dass ich noch kein Buch von Geor­ge Orwell gele­sen habe. Und das, obwohl der Autor aus der Welt der Lite­ra­tur nicht mehr weg­zu­den­ken ist.
Somit ver­spre­chen die­se bei­den Neu­über­set­zun­gen von ›1984‹ und ›Farm der Tie­re‹ ein super Anfang für mich zu sein. Die bei­den Buch­co­ver fin­de ich jeden­falls mehr als gelungen.

Geor­ge Orwell: 1984 und Farm der Tie­re (Neu­über­set­zun­gen),
ca. 400 & 144 S., ISBN 978−3−7306−0976−7 & 978−3−7306−0977−4, Pen­gu­in Ran­dom House,
erschei­nen vor­aus­sicht­lich am 18.01.2021

Neuerscheinungen 2021 – Phantastik

Auch V. E. Schwab ist eine jener Schrift­stel­le­rin­nen, von denen ich lei­der noch viel zu wenig gele­sen habe. Und nach­dem die eng­lisch­spra­chi­ge Ori­gi­nal­ver­si­on bereits vie­le Anhän­ger gefun­den hat, bin ich umso gespann­ter, auf die deutsch­spra­chi­ge Über­set­zung, die 2021 im Fischer-Ver­lag erschei­nen wird. Ein Teu­fels­pakt, eine span­nen­de Prot­ago­nis­tin und die Kunst – die­se span­nen­de Kom­bi­na­ti­on weckt Vor­freun­de auf die­sen his­to­ri­schen Fantasy-Roman.

V. E. Schwab: Das unsicht­ba­re Leben der Addie LaRue,
ca. 592 S., ISBN 978−3−596−70581−8, Fischer,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 26.05.2021


Leigh Bar­d­u­go ist 2020 in Win­des­ei­le unter mei­ne liebs­ten Fan­ta­sy-Autorin­nen auf­ge­stie­gen. Sowohl die Tri­lo­gie ›Legen­den der Gri­sha‹ als auch die Krä­hen-Dilo­gie sowie ›King of Scars‹ habe ich wahn­sin­nig ger­ne gele­sen.
Und der ers­te Band der ›King-of-Scars‹-Dilo­gie hat an einem Punkt geen­det, an dem wirk­lich jeder Fort­gang der Sto­ry mög­lich ist. Ich bin also wahn­sin­nig gespannt, wie es wei­ter geht für Niko­lai, Nina, und all die ande­ren Figu­ren des Grishaverse. 

Leigh Bar­d­u­go: Rule of Wol­ves, King-of-Scars-Dilo­gie Band 2,
ca. 592 S., ISBN 978−3−426−22701−5, Droemer Knaur,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 01.06.2021


Ich lie­be den Film Das wan­deln­de Schloss von Stu­dio Ghi­b­li. Mir war also sofort klar, dass ich Band 1 der Howl-Saga ›Das wan­deln­de Schloss‹ unbe­dingt lesen muss. Auch Band 2 ›Der Palast im Him­mel‹ habe ich ver­schlun­gen, obwohl ich den ers­ten Band der Saga wesent­lich lie­ber moch­te.
Umso gespann­ter bin ich nun auf Band 3 der Howl-Saga ›Das Haus der tau­send Räu­me‹ und wel­che Aben­teu­er auf Howl & Co. warten.

Dia­na Wyn­ne Jones: Das Haus der tau­send Räu­me, Howl-Saga Band 3,
ca. 272 S., ISBN 978−3−426−52540−1, Knaur,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 01.03.2021

Neuerscheinungen 2021 – Sachbuch

Von Ste­fan Klein konn­te ich in der Ver­gan­gen­heit bereits zwei Bücher lesen, ›Die Glücks­for­mel‹ und ›Träu­me‹, die mir bei­de gut bis sehr gut gefal­len haben. Vor allem ›Träu­me‹ konn­te mich nach­hal­tig begeis­tern, sodass ich noch immer ger­ne über das Buch rede.
Umso gespann­ter bin ich natür­lich auf das neue Buch von Ste­fan Klein ›Wie wir die Welt ver­än­dern‹. Inno­va­tio­nen, der Geist und der Fort­schritt – eine super span­nen­de the­ma­ti­sche Mischung.

Ste­fan Klein: Wie wir die Welt ver­än­dern,
ca. 256 S., ISBN 978−3−10−002492−3, Fischer,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 10.03.2021


Wenn bei mir etwas kaputt­geht, dass ich für rett­bar hal­te, zie­he ich zumeist das Inter­net zu rate. In vie­len Fäl­len bringt mir das auch eine Lösung. Trotz­dem schmei­ße ich noch zu viel weg oder benut­ze es noch, auch wenn es nicht mehr gut funk­tio­niert.
Zum einen sind die Lösun­gen des Inter­nets nicht immer ein­deu­tig oder gut. Zum ande­ren aber, komm ich bei zu vie­len Din­gen ver­mut­lich nicht ein­mal auf die Idee, dass ich sie repa­rie­ren könn­te. Und um das ver­än­dern, bin ich schon super gespannt auf Nick Har­pers Buch ›Wie man alles repa­riert‹.

Nick Har­per: Wie man alles repa­riert,
ca. 256 S., ISBN 978−3−7306−0953−8, Pen­gu­in Ran­dom House,
erscheint vor­aus­sicht­lich am 22.03.2021


Wie ihr seht, wird auch 2021 wie­der ein viel­sei­ti­ges und viel­ver­spre­chen­des Lese­jahr. Bestimmt wird im Lau­fe des Jah­res hier noch das ein oder ande­re Buch dazu­kom­men. Aber natür­lich wer­de ich nicht nur Neu­erschei­nun­gen lesen, also bleibt abzu­war­ten, was in die­sem Jahr alles auf mei­nem Lese­sta­pel lan­den wird, das kei­ne Neu­erschei­nung mehr ist.

Ich wün­sche dir ein span­nen­des Lese­jahr mit den Neu­erschei­nun­gen 2021 und wenn ihr mir Bücher emp­feh­len wollt, auf die ich defi­ni­tiv einen Blick wer­fen soll­te, dann lasst doch ein­fach einen Kom­men­tar da, ich wür­de mich sehr freuen. 🙂

  • Voraussichtliche Erscheinungstermine
    Neuerscheinungen 2021

    Neuerscheinungen 2021 – Januar/Februar/März

    Janu­ar Kei Ohku­bo: Arte 4 (Carl­sen)
    15.01. Immun­boos­ter (Droemer Knaur)
    22.01. Geor­ge Orwell: Farm der Tie­re (Neu­über­set­zung, dtv)
    Febru­ar Micha­el Ende: Momo (Thie­ne­mann-Ess­lin­ger)
    Febru­ar Anne Fleck: Mee­res­glü­hen (Cop­pen­rath)
    01.02. Matt Haig: Die Mit­ter­nachts­bi­blio­thek (Droemer Knaur)
    02.02. Han­nah Frey: Zucker­frei (GU)
    02.02. Eli­sa­beth Meck­len­burg: Mein City-Obst­gar­ten (GU)
    12.02. Duri­an Suke­ga­wa: Die Kat­zen von Shin­juku (Dumont)
    12.02. Mary Shel­ley: Der letz­te Mensch (Reclam)
    18.01. Geor­ge Orwell: 1984 (Neu­über­set­zung, Pen­gu­in Ran­dom House)
    18.01. Geor­ge Orwell: Farm der Tie­re (Neu­über­set­zung, Pen­gu­in Ran­dom House)
    24.02. Miku Sophie Küh­mel: Kint­su­gi (Fischer Taschen­buch)
    24.02. Jay Kristoff: Never­night. Die Prü­fung (Fischer)
    24.02. Doris Dör­rie: Ein­la­dung zum Schrei­ben (Dio­ge­nes)
    24.02. Chris­toph Nie­mann: Away (Dio­ge­nes)
    24.02. Bene­dict Wells: Hard Land (Dio­genes)
    26.02. Anne Pret­tin: Die vier Gezei­ten (Bas­tei Lüb­be)
    März Kei Ohku­bo: Arte 5 (Carl­sen)
    01.03. Dia­na Wyn­ne Jones: Das Haus der tau­send Räu­me (Droemer Knaur)
    02.03. Dia­na Kin­nert: Die neue Ein­sam­keit (Hoff­mann und Cam­pe)
    04.03. Chris­ti­an Kracht: Euro­trash (Kiwi)
    10.03. Ste­fan Klein: Wie wir die Welt ver­än­dern (Fischer)
    12.03. Mary Mcla­ne: Mei­ne Freun­din Anna­bel Lee (Reclam)
    15.03. Anja Kamp­mann: Der Hund ist immer hung­rig (Han­ser)
    15.03. Ste­phen Fry: Mythos (auf­bau)
    15.03. Roman Wolf: Die Nibe­lun­gen (auf­bau)
    18.03. Hel­ga Schu­bert: Vom Auf­ste­hen (dtv)
    18.03. Anne Fleck: Ener­gy! (dtv)
    20.03. Bern­hard Heck­ler: Das Lie­bes­le­ben der Pin­gui­ne (Klett-Cot­ta)
    22.03. Nick Har­per: Wie man alles repa­riert (Pen­gu­in Ran­dom House)
    26.03. Susan­ne Esche-Bel­ke/­Su­zann Kir­sch­ner-Brouns: Re-Power (Bas­tei Lüb­be)
    26.03. Gret­chen Lidi­cker: Mein Magne­si­um (Bas­tei Lüb­be)
    26.03. Ewald Arenz: Der gro­ße Som­mer (Dumont)


    Neuerscheinungen 2021 – April/Mai/Juni

    April Chris­ti­na Hie­mer: The Second Princess (Carl­sen)
    April Liz Bras­well: Die Schö­ne und ihr Geheim­nis (Carl­sen)
    April Haji­me Isaya­ma: Attack on Titan Delu­xe VIII (Carl­sen)
    01.04. Leigh Bar­d­u­go: Rule of Wol­ves (Droemer Knaur)
    01.04. Mech­tild Borr­mann: Glück hat einen lang­sa­men Takt (Droemer Knaur)
    01.04. Yael Adler: Haut nah (Droemer Knaur)
    01.04. Julia Marie Schmoll: Die Maschen der Nar­ziss­ten (GU)
    01.04. Matt Prit­chard: Dir­ty Vegan (GU)
    23.04. Julie Estève: Ich, Antoi­ne (dtv)
    23.04. Ildy Bach: Die Stief­toch­ter (dtv)
    24.04. Susann Sitz­ler: Väter und Töch­ter (Klett-Cot­ta)
    30.04. Neil Gai­man: Der Oze­an am Ende der Stra­ße. Illus­triert (Bas­tei Lüb­be)
    Mai Kei Ohku­bo: Arte 6 (Carl­sen)
    Mai Phil­ip Le Roy: Die Nacht der Acht (Carl­sen)
    17.05. Lucy Pol­lock: Das Buch über das Älter­wer­den (Dumont)
    26.05. V. E. Schwab: Das unsicht­ba­re Leben der Addie LaRue (Fischer)
    26.05. Car­los Ruiz Zafón: Der Fried­hof der ver­ges­se­nen Bücher (Fischer)
    31.05. Oli­ver Pötzsch: Das Buch des Toten­grä­bers (Ull­stein)
    01.06. Nora Bendzko: Die Göt­ter müs­sen ster­ben (Droemer Knaur)
    15.06. Daph­ne du Mau­ri­er: Die Bucht des Fran­zo­sen (Suhrkamp/insel)
    21.06. Chris­ti­na Hen­ry: Die Chro­ni­ken von Peter Pan (Pen­gu­in Ran­dom House)
    23.06. Mar­tin Suter: All­men und der Koi (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    23.06. Amé­lie Nothomb: Klopf an dein Herz (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    23.06. Den­ken mit Oscar Wil­de (dio­ge­nes delu­xe)
    23.06. Pau­lo Coel­ho: Untreue (dio­ge­nes delu­xe)


    Neuerscheinungen 2021 – Juli/August/September

    Juli Zidrou/Frank Pé: Die Bes­tie (Carl­sen)
    Juli Kei Ohku­bo: Arte 7 (Carl­sen)
    05.07. Mark Fah­nert: Echo des Ver­rats (Piper)
    08.07. Simon Beckett: Die Ver­lo­re­nen (Rowohlt)
    28.07. Simo­ne Lap­pert: Der Sprung (Dio­ge­nes Taschen­buch)
    30.07. Marie Graß­hoff: Der dunk­le Schwarm (Bas­tei Lüb­be)
    Sep­tem­ber Kei Ohku­bo: Arte 8 (Carl­sen)
    14.09. René Wadas: Der Pflan­zen­arzt (Rowohlt)
    30.09. Anne Pät­zold: Right Here (Bas­tei Lüb­be, Lyx)


    Neuerscheinungen 2021 – Oktober/November/Dezember


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Marie Graßhoff: Beta Hearts [Rezension]

Vergessene Sünden, verlorene Erinnerungen. 

Die Welt, die sie kann­ten, gibt es nicht mehr. KAMI hat die Sperr­zo­nen ver­las­sen. Immer mehr Bezir­ke fal­len in ›Beta Hearts‹ dem von Men­schen geschaf­fe­nen Virus zum Opfer, der sei­nen Wir­ten jeg­li­che Emo­tio­nen raubt. 

Denn KAMI lernt, es ent­wi­ckelt sich und ist den Men­schen längst ent­wach­sen. Und in ihm wächst ein Drang her­an, stär­ker noch als der Wunsch, alle Men­schen zu assi­mi­lie­ren: Es will sie ver­ste­hen. Es will wis­sen, war­um sie so han­deln, wie sie han­deln. Es will Emo­tio­nen ver­ste­hen ler­nen. Und es will, dass die Welt in all ihren Far­ben und For­men end­lich nicht mehr unter den Men­schen zu lei­den hat.

»Danach erin­ne­re ich mich nur an Cha­os. An Schreie, Schüs­se, Rauch, Angst und Dun­kel­heit. So viel Dun­kel­heit in so vie­len Gedanken.« 

Was ist das für eine Welt, die Marie Graß­hoff in ihrer ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie beschreibt und die ein Kind braucht, das sich Stück für Stück zu einer Maschi­ne machen lässt? Wie viel bleibt von die­sem Kind übrig, das zwar mit den Jah­ren zu einem jun­gen Erwach­se­nen her­an­wächst, doch des­sen Kör­per bis dahin zu mehr als 70 Pro­zent nicht mehr mensch­lich ist?

Und wie kann die­ses Kind, das nie etwas ande­res gekannt hat, als das Kämp­fen, damit auf­hö­ren? Erst nach und nach wird in ›Neon Birds‹, ›Cyber Trips‹ und ›Beta Hearts‹ klar, wie kaputt die­se Welt ist, in der Oki­jen, Andra, Flover, Luke und Byth ver­su­chen, zu über­le­ben. Was auf den ers­ten Blick fort­schritt­lich, erstre­bens­wert und makel­los erscheint, bekommt Ris­se. Geheim­nis­se schei­nen durch, Leer­stel­len bil­den sich. Und immer grö­ßer wird der Wunsch, zu wis­sen, wie die­se Welt der ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie ent­stan­den ist. Und vor allem, was aus ihr wer­den soll.

»Die Men­schen gaben mir die Macht zu ler­nen. Und ich lern­te, mich zu erin­nern. An die­se Wesen, die an ihren Besitz­tü­mern hän­gen wie an Ankern.«

Denn wäh­rend alle ihre Kräf­te bün­deln und ver­ei­nen in dem Wunsch, KAMI end­gül­tig aus­zu­lö­schen, wächst in Andra ein ande­res Ziel her­an. Ist der Mensch über­haupt dazu in der Lage, KAMI in einem Kampf zu schla­gen? Wenn nicht, was bleibt dann noch?

Andras Pfad ist ein­sam. Wen ist sie bereit, zurück­zu­las­sen, und wer ist bereit, sie zu ver­ra­ten? In ›Beta Hearts‹ schließt sich die Schlin­ge um die Häl­se der viel zu jun­gen Kämpfer.

»Gab es über­haupt noch Men­schen auf die­ser Welt außer ihnen? Gab es Städ­te und Dör­fer und Sied­lun­gen, in denen Men­schen leb­ten, die kei­ne Moja waren? Wo wären sie sicher?«

Graß­hoffs Sci­ence Fic­tion-Tri­lo­gie ist von der ers­ten bis zu letz­ten Sei­te span­nend. Die Fra­gen, die zwi­schen den Zei­len schlum­mern, rüh­ren tief an den Kern des Mensch­seins her­an. Die Geschich­te der Mensch­heit ist von Kämp­fen durch­zo­gen, wie soll­te es in der Zukunft anders sein? Sind Oki­jen und die ande­ren bereit, die­se Welt von den Genera­tio­nen vor ihnen zu übernehmen?

Fazit zu ›Beta Hearts

Bereits in den ers­ten bei­den Bän­den der ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie ›Neon Birds‹ und ›Cyber Trips‹ hat Graß­hoff bewie­sen, dass sie schrei­ben kann und das Fina­le ›Beta Hearts‹ steht hier­bei in nichts nach. Es ist eine die­ser Rei­hen, über die man stun­den­lang spre­chen könn­te, weil so vie­le essen­zi­el­le Fra­gen dar­in schlummern.

Zugleich bleibt auch in ›Beta Hearts‹ noch vie­les unbe­ant­wor­tet. Zum Teil auch Fra­gen, um die sich die drei Bän­de stark gedreht haben. So bleibt zu hof­fen, dass ›Beta Hearts‹ zwar das Fina­le der Tri­lo­gie ist, das ›Neon Birds‹-Uni­ver­sum jedoch noch fort­ge­setzt wird. Ich bin gespannt! 

Buchinfo

Marie Graß­hoff:
Beta Hearts

Sci­ence Fic­tion, Roman
Band 3
Alters­emp­feh­lung: ab 16 Jah­ren
Bas­tei Lüb­be, Köln 2020
511 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−404−20968−2

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.


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Kathy Rabus: Reset your Body [Rezension]

Eine Einladung, die Sprache des eigenen Körpers kennenzulernen. 

Eins vor­ne weg: Ich lese nicht ton­nen­wei­se Bücher über Ernäh­rung und Gesund­heit. Viel­leicht soll­te ich mehr lesen, aber vor allem, soll­te ich wahr­schein­lich das, was ich lese, auch beher­zi­gen. Mit die­sem Vor­satz will ich mich mit ›Reset your Body‹ beschäf­ti­gen.

Wenn ich aller­dings ein Buch aus die­sem Bereich lesen, dann schaue ich genau, was ich mir da hole. Ich will dann weder ein Buch, das aller­lei Ver­spre­chen macht und nichts davon ein­löst, noch eines, das Schön­heits­idea­le hoch­hält, die weder gesund noch rea­lis­tisch sind. »Vital« und »indi­vi­du­el­le Ernäh­rung« klan­gen da schon vielversprechender. 

Denn das, was Kathy Rabus in ›Reset your Body‹ vor­stellt, ist kein ein­fa­cher, mal so neben­bei Ansatz, der vom wenig tun, kolos­sa­le Ergeb­nis­se ver­spricht. ›Reset your Body‹ ist in ers­ter Linie eine Ein­la­dung, das eige­ne Kör­per­ge­fühl bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Zu ent­schlüs­seln, wel­che Lebens­mit­tel dem eige­nen Kör­per gut­tun und wel­che viel­leicht eher nicht. Kör­per sind unter­schied­lich und reagie­ren unterschiedlich. 

»So wie der Kör­per sich bei unge­sun­der oder unpas­sen­der Lebens­wei­se beschwert, so kann er uns auch deut­lich signa­li­sie­ren, dass wir im Ein­klang mit unse­ren Bedürf­nis­sen leben. Wenn wir ihm geben, was er braucht, wonach er sich sehnt, belohnt er uns.«

Da Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ dar­auf basiert, min­des­tens einen Monat mit der eige­nen Ernäh­rung zu expe­ri­men­tie­ren, anfangs vor allem durch Ent­wöh­nung, soll­te an sich für die­ses Pro­jekt Zeit mitbringen. 

»Statt unse­rem Kör­per Regeln auf­zu­zwin­gen, las­sen wir ihn selbst sei­ne indi­vi­du­el­le Ernäh­rungs­weis­heit fin­den. Daher ist dies auch kein typi­scher Rat­ge­ber, der dir Woche für Woche einen neu­en Plan an die Hand gibt, den du befol­gen sollst.«

Natür­lich ersetzt ›Reset your Body‹ nicht den Arzt­be­such, wenn man sich unwohl fühlt oder, dass gesund­heit­li­che Fra­gen pro­fes­sio­nell abge­klärt wer­den soll­ten. Viel­mehr geht es dar­um, sich eine Wei­le von den Lebens­mit­teln fern­zu­hal­ten, die dafür bekannt sind, häu­fig Pro­ble­me im Kör­per zu ver­ur­sa­chen, wie Müdig­keit oder schlech­te Haut. Wenn man die­se dann nach ein paar Wochen wie­der Stück für Stück in sei­ne Ernäh­rung auf­nimmt, zeigt die kör­per­li­che Reak­ti­on durch die Ent­wöh­nung deut­li­cher, wie gut oder schlecht uns ein bestimm­tes Lebens­mit­tel tut. 

Somit ist Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ kei­ne Wun­der­waf­fe, um mit einem Trick plötz­lich super gesund und schlank zu sein. Son­dern ein Ken­nen­ler­nen des Kör­pers bezie­hungs­wei­se der Spra­che, die die­ser in Bezug auf Lebens­mit­tel spricht.

Da es mit Rat­ge­bern jedoch zumeist nicht getan ist, solan­ge man die­se nur gele­sen hat, ist die­se Rezen­si­on nur vor­läu­fig und bezieht sich auf Schritt 1: das Lesen des Buches. Sobald ich mei­nen Selbst­ver­such abge­schlos­sen habe, wer­de ich die­sen Bei­trag ergänzen. 

Vorläufiges Fazit zu ›Reset your Body

Bis­lang mag ich ›Reset your Body‹ wirk­lich sehr ger­ne. Es ist wis­sen­schaft­lich fun­diert, lie­fert viel Grund­la­gen­wis­sen und vie­le prak­ti­sche Tipps. Nun wird der Selbst­ver­such zei­gen, ob das Buch sei­nem ers­ten Ein­druck gerecht wird. Ich bin gespannt. Wer ›Reset your Body‹ mag, könn­te sich auch für ›Darm mit Charme‹ oder ›Hap­py Food‹ inter­es­sie­ren.

Buchinfo

Kathy Rabus:
Reset your Body

Erle­be ein vita­les Kör­per­ge­fühl dank indi­vi­du­el­ler Ernäh­rung
Lüb­be Life, Mün­chen 2020
320 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−431−07014−9

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Laini Taylor: Muse of Nightmares 2 (Strange the Dreamer 4) [Rezension]

Was von den Göttern übrig blieb. 

Die Göt­ter haben mit den Figu­ren von ›Muse of Night­ma­res 2‹ gespielt. Mit den Frau­en von Weep, die sie hol­ten. Mit ihren Män­nern, die sie meis­tens zurück­lie­ßen. Eril-Fane hat­ten die Göt­ter nicht in der Stadt zurück­ge­las­sen, um wie alle ande­ren dar­auf zu war­ten und zu hof­fen, dass die Ent­führ­ten wie­der zurück­ge­bracht wer­den würden. 

Ska­this, der Gott der Bes­ti­en, nahm ihn mit und schenk­te ihn der Göt­tin der Ver­zweif­lung als Spiel­zeug. Eril-Fanes jun­ge Frau war es, die in Weep zurück­blieb und war­ten muss­te. Die Jah­re ver­gin­gen, doch ihr Mann kehr­te nicht zurück. Bis Ska­this auch vor ihrer Tür auf­tauch­te, um sie zur Zita­del­le mit­zu­neh­men. Und die jun­ge Frau war bereit –, glaub­te sie zumindest. 

Inzwi­schen sind in ›Muse of Night­ma­res 2‹ die grau­sa­men Göt­ter längst fort. Doch ihre Spu­ren haben sie nicht nur an den Gebäu­den und Orten, son­dern auch an und in den Men­schen hin­ter­las­sen. In der schwe­ben­den Zita­del­le ver­su­chen die letz­ten der Göt­ter­brut – Kin­der gezeugt von Göt­tern und Men­schen – am Leben zu blei­ben. Und mit dem Grau­en des Tages zu leben, als ein Mensch im Säug­lings­trakt all die ande­ren Kin­der der Göt­ter abschlach­te­te, um die Men­schen von den Göt­tern zu befrei­en. Doch auch im Schat­ten der Zita­del­le leben noch immer Men­schen, die die Schre­cken der Göt­ter nicht ver­ges­sen kön­nen, die zu lan­ge ihr Leben bestimmt haben. 

»Die Frau­en von Weep teil­ten ein selt­sa­mes Gefühl mit­ein­an­der, gegen das sie ihr gan­zes Leben lang zu kämp­fen hat­ten, näm­lich, dass sie nur halb exis­tie­ren. Sie waren Rest­stü­cke, übrig geblie­be­ne Kru­men vom Fest­schmaus der Götter.«

Wie lebt man mit einer Ver­gan­gen­heit, die so vol­ler Grau­en und Ver­zweif­lung ist? Wie lebt man damit, die Schuld auf sich gela­den zu haben, die Göt­ter und ihre Babys zu töten? Wie lebt man mit der Erin­ne­rung, als Klein­kind nur in der Lage gewe­sen zu sein, vier der Babys zu ret­ten, weil man nicht mehr tra­gen konnte?

»Doch Sarai wuss­te, was nur sie allein wis­sen konn­te, näm­lich dass Eril-Fane jeden Tag die größ­te Mut­pro­be ableg­te, die sie je gese­hen hat­te: Um ande­ren zu hel­fen, leb­te er wei­ter, obwohl es viel ein­fa­cher gewe­sen wäre, ein­fach damit aufzuhören.«

Stran­ge the Drea­mer‹, Band 1 und Band 2, sowie ›Muse of Night­ma­res 1‹ und Band 2, von Lai­ni Tay­lor stel­len die­se Fra­gen. Die Fan­ta­sy-Roma­ne zei­gen das Leben jener, die übrig geblie­ben sind: Ihre Ver­su­che, einen Weg hin­aus aus Hass, Wut und Ver­zweif­lung zu fin­den, die nicht immer gelin­gen können. 

Doch obwohl das Grund­the­ma der Bän­de düs­ter und kom­plex ist, gelingt es Tay­lor, eine Roman­welt zu erschaf­fen, die von der Suche nach Hoff­nung, Lie­be und Ver­ge­bung erfüllt sind. Vie­le der Über­le­ben­den in ›Muse of Night­ma­res 2‹ sind Kin­der, die nichts für die Ver­bre­chen ihrer Eltern kön­nen, sich nicht ein­mal an sie erin­nern, doch deren blo­ße Exis­tenz genügt, um an die­se zu erin­nern. Dabei ist Tay­lors Spra­che ein­fach, klar und zugleich poetisch. 

Fazit zu ›Muse of Nightmares 2

Ein biss­chen scha­de ist es, dass meh­re­re Auf­lö­sun­gen von Rät­seln und Geheim­nis­sen in ›Muse of Night­ma­res 2‹ über geraff­te Erzäh­ler­mo­no­lo­ge gesche­hen und nicht wie bis­her an das Erle­ben und Erin­nern der Figu­ren gebun­den sind. Auch die Lie­bes­ge­schich­te zwi­schen Lazlo und Sarai hat mich nie ganz über­zeu­gen kön­nen, doch im Ver­gleich zu der unglaub­lich tie­fen und geheim­nis­vol­len Geschich­te, die Tay­lors Roman­welt zu bie­ten hat, ver­liert sie dadurch nur wenig.

Wer die Bän­de ›Stran­ge the Drea­mer‹ und ›Muse of Night­ma­res 1‹ noch nicht kennt, aber eine Schwä­che für Geheim­nis­se, Trau­ma­ta und Göt­ter hat, dem sind sie wärms­tens zu empfehlen.

Buchinfo

Lai­ni Tay­lor:
Muse of Night­ma­res

Das Erwa­chen der Träu­me­rin
Band 2 (Stran­ge the Drea­mer Band 4)
Roman
Über­setzt von: Ulri­ke Rai­mer-Nol­te
One, Köln 2020
368 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−8466−0101−3

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Katharina Seck: Die Silberne Königin [Rezension]

Silberminen, Schokolade und ein König ohne Herz. 

Ein Land aus Eis und Schnee. Jeder Schritt fern­ab der Wege kann in ›Die Sil­ber­ne Köni­gin‹ den Tod bedeu­ten, denn ein Sturz genügt, um zu erfrie­ren. Es wird von einem König regiert, den kaum jemand je zu Gesicht bekommt, doch des­sen Herz eben­so kalt sein soll wie sein Land. 

Wie die meis­ten Bewoh­ner der Stadt hält sich Emma vom Schloss fern. Selbst wenn sie es woll­te, hät­te sie kaum die Zeit, so weit von ihrem gewohn­ten Weg abzu­kom­men. Denn Emma arbei­tet in den Sil­ber­mi­nen, in denen sie sich zwar nie sicher gefühlt hat, aber auch nicht so sehr in Gefahr, wie an dem Tag, als einer der Stol­len wäh­rend ihrer Schicht ein­stürzt. Emma will nie wie­der zurück in die Minen. Und Arbeit ist im Land eben­so sel­ten wie Son­nen­stun­den. Doch Emma braucht Arbeit. Nicht nur für sich, son­dern auch für ihren Vater, der seit dem Tod ihrer Mut­ter kaum mehr das Haus ver­lässt, nicht arbei­tet und zu viel trinkt. 

»Am nächs­ten Mor­gen war der Berg wie­der zu Ruhe gekom­men, aber in Emmas Träu­men groll­te er noch immer.«

Doch alles ändert sich, als es Emma wie durch ein Wun­der gelingt, einen Job in der Cho­co­la­te­rie zu fin­den. Denn dort fin­det Emma nicht nur Arbeit, son­dern auch ech­te Freun­de und lernt den Zau­ber von Geschich­ten ken­nen. Geschich­ten, die mehr Wahr­heit in sich tra­gen, als sie je geahnt hätte.

Auch die Arbeit in der Cho­co­la­te­rie ist es, die Emma das ers­te Mal über die Schwel­le des Schlos­ses führt. Denn der König ist einer der Weni­gen, der sich den Luxus von Scho­ko­la­de noch erlau­ben kann. Nur das Schloss ist noch käl­ter als das es umge­ben­de Land aus Eis und Schnee. Und als die zen­tra­le Han­dels­stra­ße durch den Schnee unpas­sier­bar wird, wis­sen die Bewoh­ner der Stadt, dass nun ein Wett­lauf gegen das Ver­hun­gern begon­nen hat.

»Casper neig­te den Kopf. Das amü­sier­te Lächeln auf sei­nen Lip­pen hät­te char­mant wir­ken kön­nen, wenn die­ses Blit­zen in sei­nen Augen nicht wäre. Es war der Aus­druck eines Raub­tiers, das mit sei­ner Beu­te spielte.«

Fast 150 Sei­ten dau­er­te es, bis ich mit die­sem Buch wirk­lich warm gewor­den bin. Erst als der König in Erschei­nung tritt, hat sich die Geschich­te so ver­dich­tet, dass sie ihre Sog­wir­kung ent­fal­tet hat. Mit dem König Casper ist Seck ein wun­der­bar fas­zi­nie­ren­der Cha­rak­ter gelun­gen. Ein Herz aus Eis, den Men­schen fern, und nur durch das Erzäh­len eines Mär­chens dazu zu bewe­gen, sei­ne dunk­len Vor­ha­ben auf­zu­schie­ben. Ein wenig wie ›Tau­send­und­ei­ne Nacht‹, nur viel käl­ter. Und doch eine Lie­bes­er­klä­rung an die Kraft und den Zau­ber von Mär­chen und Geschichten.

Fazit zu ›Die Silberne Königin

Wäh­rend sich die Ereig­nis­se für mich anfangs zu lang­sam ent­fal­te­ten, ging mir bei der Pro­blem­lö­sung dann alles etwas zu schnell, um es spoi­ler­frei zu for­mu­lie­ren. In ›Die Sil­ber­ne Köni­gin‹ ste­cken vie­le, wun­der­schö­ne Ele­men­te, mit­ein­an­der ver­wo­ben durch eine mär­chen­haf­te, das Beson­de­re fin­den­de Spra­che. Nur bei der Aus­ar­bei­tung hät­te ich mir mehr gewünscht. Den­noch, wer Mär­chen und Fan­ta­sy liebt, kann die­sem Buch ger­ne eine Chan­ce geben. Sobald man sich warm gele­sen hat, lohnt es sich, die Geschich­te um Casper zu erfahren. 

Wer ›Die Sil­ber­ne Köni­gin‹ mag, dem könn­te auch ›Der Dieb ohne Herz‹ gefal­len.

Buchinfo

Katha­ri­na Seck:
Die Sil­ber­ne Köni­gin

Roman
Bas­tei Lüb­be, Köln 2016
366 S., EUR (D) 12,- inkl. MwSt.
Paper­back
Alters­emp­feh­lung: ab 16 Jah­ren
ISBN 978−3−404−20862−3

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Marie Graßhoff: Cyber Trips [Rezension]

Vom Zerfall einer Welt und einem Huhn. 

Die Ord­nung ihrer Welt ist im Zer­fall begrif­fen. Nur mit müde sind Sperr­zo­nen errich­tet und ver­tei­digt wor­den, Unzäh­li­ge sind in die­sen Kämp­fen ums Leben gekommen. 

Doch die Moja – men­schen­ähn­li­che Wesen, die nicht über Gefüh­le ver­fü­gen – haben dazu gelernt. Erst lern­ten sie, Kugeln und ande­ren Waf­fen der Men­schen zu trot­zen, nun lern­ten sie, die Mau­ern der Sperr­zo­nen zu zer­stö­ren, als wären sie aus Sand. Beson­ders ein Moja, der Ers­te der Stu­fe 4, hält Oki­jen, Flover, Andra, Byth und Luka in ›Cyber Trips‹ in Atem. 

Was will die­ses Wesen, das aus­ge­bil­de­te und erfah­re­ne Ein­hei­ten aus­löscht, als wären sie Spiel­zeug­sol­da­ten, sogar Bom­ben­an­grif­fen trotzt?

»Das Beben der Geschos­se hallt noch nach, als der Staub sich fast sorg­sam um den Baum gesam­melt und ihn in ein wei­ches Lager aus Erin­ne­run­gen gebet­tet hat. Die Trüm­mer der Mau­er, wie zufäl­lig um die Wur­zeln ver­teilt, wir­ken wie die Grab­stei­ne des alten Riesen.« 

Nach­dem der ers­te Teil der ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie mit dem gleich­lau­ten­den Namen ›Neon Birds‹ die Lesen­den an einem Punkt zurück­ge­las­sen hat­te, der nach ›Wei­ter­le­sen‹ geschrie­ben hat, beginnt ›Cyber Trips‹ nicht weni­ger spannend. 

Zwei jun­ge Män­ner flie­hen gemein­sam mit einem Huhn in einem Zug. Flovers und Lukes letz­te Hoff­nung liegt in Flovers Mut­ter Liza, die sich in der Ver­gan­gen­heit nicht durch müt­ter­li­che Qua­li­tä­ten bewie­sen hat. 

Wäh­rend Andra in ›Cyber Trips‹ hin­ge­gen hofft, mit KAMI, dem Moja Stu­fe 4, spre­chen zu kön­nen, scheint Byth etwas vor ihnen zu ver­ber­gen. Eine der weni­gen Aus­weg­mög­lich­kei­ten, der Oki­jen, Byth und Andra bleibt, ruht in Andras Ver­gan­gen­heit. Was hat es mit den Pfei­len auf sich, die durch die Alte in Andras zer­stör­tem Dorf geseg­net wor­den sind?

»Sie hat­te vor dem Dorf gestan­den und gekämpft, war sich so sicher gewe­sen, alle zu beschüt­zen.
Aber sie hat­te sich nicht umge­dreht. Hät­te sie es getan, hät­te sie gese­hen, dass die Moja auch aus ande­ren Rich­tun­gen gekom­men waren.«

Wäh­rend immer mehr Gebie­te der Welt von den Moja über­nom­men und dadurch für Men­schen unbe­wohn­bar wer­den, setzt der Welt­rat alles dar­an, um dies zu ver­hin­dern. Doch wäh­rend die Ord­nung der alten Welt zer­bricht, bleibt auch der Welt­rat von ihrem Ver­fall nicht verschont. 

In ›Cyber Trips‹ beginnt die Auf­lö­sung und Ver­wi­schung des Bekann­ten. Denn wäh­rend KAMI nicht nur lernt, zu über­le­ben und zu kämp­fen, scheint es auch immer mehr über das Wesen des Men­schen zu ler­nen. Schrit­te in die Ver­gan­gen­heit wer­den nötig, alte Wun­den wie­der auf­ge­ris­sen. Wie­so ist Oki­jen van Dire in sei­nen jun­gen Jah­ren bereits so müde, wei­ter­zu­kämp­fen? Und wel­ches Leben haben die drei Per­so­nen geführt, die sich der Welt­rat nen­nen, schon vie­le Jah­re alt sind und so jung aus­se­hen, als wären sie kei­ne drei­ßig? Wie war die­se Welt, bevor die Mojas kamen, und wel­che Opfer muss­ten Liza, Mar­shall und Alas­ka brin­gen, um in der neu­en Welt als Welt­rat hervorzugehen?

»›Es wäre mir eine Ehre, wenn Sie auf mein Huhn auf­pas­sen wür­den, Gene­ral Moo­re‹, rief Luke, wäh­rend er Flover aus dem Raum zerr­te. ›Ihr Name ist Gerta.‹«

Fazit zu ›Cyber Trips

Cyber Trips‹, der zwei­te Band die­ser span­nungs­ge­la­de­nen Tri­lo­gie, soll­te defi­ni­tiv erst gele­sen wer­den, wenn auch der ers­te Band ›Neon Birds‹ gele­sen wur­de. Das fei­ne Netz an Zusam­men­hän­gen, dass Marie Graß­hoff über Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukunft der Cha­rak­te­re ist zu kom­plex und zu viel­ver­spre­chend, um einen Teil davon ver­pas­sen zu wollen.

Graß­hoffs Schreib­stil in ›Cyber Trips‹ ist klar und frisch, mit einem Hauch von Poe­sie. Und so wird es sicher­lich auch im drit­ten Teil, ›Beta Hearts‹ span­nend wei­ter­ge­hen. Denn zwei Fra­gen beschäf­ti­gen ver­mut­lich jeden Leser und jede Lese­rin der ers­ten bei­den Bän­de: Wel­che Zukunft kann es für eine sol­che Welt geben und was schlum­mert in ihrer Vergangenheit?

Buchinfo

Marie Graß­hoff:
Cyber Trips

Sci­ence Fic­tion, Roman
Band 2
Alters­emp­feh­lung: ab 16 Jah­ren
Bas­tei Lüb­be, Köln 2020
445 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−404−20967−5

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Marie Graßhoff: Neon Birds [Rezension]

Von Menschen, Mauern und Maschinen. 

Ihre Leben sind mit dem Tod ver­wo­ben. Flover Naka­mu­ra und Oki­jen Van Dire, weil sie in ihrem kur­zen Leben bereits zu viel töten muss­ten. Andra und Luke, weil sie alles und jeden, den sie in ihrem Leben kann­ten, ver­lie­ren mussten. 

KAMI, ein künst­lich erschaf­fe­ner, tech­ni­scher Virus, macht Men­schen und Tie­re, die sich mit ihm infi­zie­ren, in ›Neon Birds‹ zu Mojas: Cyborgs, die von KAMI gesteu­ert Men­schen angrei­fen. Weg­ge­sperrt in Sperr­zo­nen sind sie aus dem All­tag der Men­schen ver­schwun­den. Doch wäh­rend die Men­schen sich in den Gebie­ten ein­ge­rich­tet haben, die ihnen noch blei­ben, schläft KAMI nicht – es lernt.

»Die Ältes­te sag­te, dass das, was hin­ter den Mau­ern schlum­mer­te, das Kind und gleich­zei­tig der Unter­gang der Mensch­heit sei. Geschöp­fe, von ihnen selbst erschaf­fen, gekom­men, um über sie zu richten.«

Was sagt es über eine Welt, in der die gefei­erts­ten Sol­da­ten kaum zwan­zig Jah­re alt und doch schon müde sind? Mecha­ni­sche Tie­re tum­meln sich auf den Stra­ßen und in den Woh­nun­gen, die oft­mals über und über mit Pflan­zen deko­riert sind, um sich von ihnen zu ernähren. 

Sol­da­ten wer­den im Kampf gegen die Mojas aus­ge­bil­det, die mit jedem ver­strei­chen­den Jahr stär­ker und intel­li­gen­ter zu wer­den schei­nen. An den Mau­ern zu den Sperr­zo­nen woh­nen noch ver­ein­zelt Stäm­me, die ihren eige­nen Geset­zen fol­gen, oder Men­schen, die das Leben in den Zonen nicht hin­ter sich las­sen kön­nen. Sie war­ten und hof­fen, dass das, was hin­ter den Mau­ern exis­tiert, irgend­wann wie­der so sein wird, wie sie es kannten. 

»Die Tore der Zone waren das Größ­te, was sie jemals gese­hen hat­te. Die Gewalt, die allein von den Mau­ern aus­ging, war unfass­bar für sie gewe­sen. Wie mäch­tig muss­te dann erst das sein, was sie in sich bargen?«

Doch von jenen, die sich hin­ter die Mau­ern trau­en, kom­men nur die wenigs­ten zurück. Und wäh­rend KAMI in den Mau­ern gedeiht, wer­den außer­halb der Mau­ern Ent­schei­dun­gen getroffen. 

»Außer­halb der Mau­ern erzäh­len die Men­schen ein­an­der eine Geschich­te. Eine Geschich­te von Sicher­heit und davon, dass sie durch Aus­gren­zung erreicht wer­den könn­te. Sie nei­gen dazu, alles, was sie nicht ken­nen, von sich fern­zu­hal­ten, aus Angst, es könn­te ihnen schaden.«

Die Cha­rak­te­re von ›Neon Birds‹, dem Auf­takt­band zur Tri­lo­gie von Marie Graß­hoff, sind eben­so beson­ders, wie es die Welt ist, die Graß­hoff erschafft. Weder Flover noch Oki­jen ent­pup­pen sich als blo­ße Abzieh­bil­der eines Sol­da­ten, auch Andra ist kein hilf­lo­ses Mäd­chen, das stän­dig geret­tet wer­den muss. Männ­li­che wie weib­li­che Cha­rak­te­re neh­men die unter­schied­lichs­ten Posi­tio­nen in der Welt von ›Neon Birds‹ ein.

In die­ser Welt, die von Kyber­ne­tik, künst­li­cher Intel­li­genz und Fort­schritt geprägt ist, zeich­nen sich die Figu­ren vor allem durch eines aus: Menschlichkeit.

»Die Welt stand vor dem Ende. Er hat­te die­ses Gefühl gehabt, seit er den­ken konn­te. Das Gefühl, dass es endete.«

Fazit zu ›Neon Birds

Die­se beson­de­ren, ans Herz wach­sen­den Figu­ren machen es leicht, die Ein­la­dung in die Tri­lo­gie um ›Neon Birds‹ anzu­neh­men, obwohl der Sog der Gesam­terzäh­lung, der mich förm­lich zwang, das Buch bis zum Ende zu lesen, erst im spä­te­ren Ver­lauf des Romans ein­setz­te. Mit jedem wei­te­ren Kapi­tel wird bei ›Neon Birds‹ eines siche­rer: Man darf auf die bei­den Fol­ge­bän­de ›Cyber Trips‹ und ›Beta Hearts‹ der ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie mehr als gespannt sein.

»Super­sol­da­ten kämp­fen gegen Zom­bie-Cyborgs«, lau­te­te Graß­hoffs Dank­sa­gung im Roman zufol­ge die ursprüng­li­che Plot­idee zu ›Neon Birds‹. Und es ist wirk­lich erstaun­lich, was die Autorin aus die­ser Idee erschaf­fen hat: Eine Emp­feh­lung, nicht nur für Science-Fiction-Fans.

Buchinfo

Marie Graß­hoff:
Neon Birds

Roman: Sci­ence Fic­tion
Bas­tei Lüb­be, Köln 2019
463 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back
Alters­emp­feh­lung: ab 16 Jah­ren
ISBN 978−3−404−20000−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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Neuerscheinungen 2020

2019 ist zu Ende gegan­gen und 2020 hat begon­nen. Die Ver­lags­vor­schau­en für (Frühjahr/Sommer) 2020 lie­gen bei vie­len Ver­la­gen vor und ver­spre­chen ein span­nen­des neu­es Lese­jahr in vie­len Gen­res. Bücher, die mir bereits jetzt ins Auge gesprun­gen sind und auf deren Erschei­nen ich mich schon sehr freue, stel­le ich Euch ger­ne vor. Ver­mut­lich wer­den über das Jahr noch eini­ge Bücher dazu­kom­men, aber die­se Neu­erschei­nun­gen 2020 haben bereits mei­ne Vor­freu­de ent­facht und ich hof­fe, sie rezen­sie­ren zu können. 

Navi­ga­ti­on
1. Gegen­warts­li­te­ra­tur
2. Klas­si­ker
3. Phan­tas­tik
4. Sach­bü­cher
5. Über­blicks­lis­te

Gegenwartsliteratur

Bei Suhr­kamp wird Ben­ja­min Maacks neu­es Buch Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein erschei­nen, das sich mit dem Leben mit Depres­sio­nen beschäf­tigt und auf das ich mich sehr freue. Ich habe bereits sei­nen Erzähl­band Mons­ter gele­sen, der mir unheim­lich nah gegan­gen ist und bin sehr gespannt, womit der Autor uns die­ses Jahr über­ra­schen wird. Maack ver­bin­de ich mit unge­wöhn­li­cher, authen­ti­scher und auf­rich­ti­ger Lite­ra­tur, die ich nur schwer aus der Hand legen kann.

Ben­ja­min Maack: Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein,
333 S., ISBN: 978−3−518−47073−2, Suhr­kamp, erschie­nen am 09.03.2020


Maxim Bil­ler gehört zu mei­nen abso­lu­ten Lieb­lin­gen der deutsch­spra­chi­gen Gegen­warts­li­te­ra­tur und so lan­den sei­ne Bücher auto­ma­tisch auf mei­ner Lese­lis­te. 2020 wird bei KiWi Sie­ben Ver­su­che zu lie­ben erschei­nen, das ich sicher­lich lesen wer­de. Dar­in ent­hal­ten sind gesam­mel­te Fami­li­en­ge­schich­ten von Maxim Bil­ler und weil mir sei­ne Bücher immer einen neu­en Blick auf die Din­ge geschenkt haben, bin ich schon sehr gespannt, wie die­ser neue Blick bei Fami­li­en­ge­schich­ten aus­se­hen wird.

Maxim Bil­ler: Sie­ben Ver­su­che zu lie­ben. Fami­li­en­ge­schich­ten,
368 S., ISBN: 978−3−462−05437−8, Kiepenheuer&Witsch, erschie­nen am 13.02.2020


Seit ich vor vie­len Jah­ren das Buch 19 Minu­ten von Jodi Picoult gele­sen habe, über das ich bereits vie­le span­nen­de Gesprä­che geführt habe, habe ich immer wie­der zu Roma­nen der Schrift­stel­le­rin gegrif­fen und wur­de bis­lang nicht ent­täuscht. Ich mag die kom­ple­xen, emo­tio­na­len und viel­schich­ti­gen The­men, die sie in ihren Roma­nen behan­delt. Auch in Der Fun­ke des Lebens hat sie sich einem sol­chen – eine Gei­sel­na­me in einer Frau­en­kli­nik – angenommen.

Jodi Picoult: Der Fun­ke des Lebens, Roman,
448 S., ISBN: 978−3−570−10400−2, Ber­tels­mann, erschie­nen am 27.04.2020

Klassiker

Bei Suhr­kamp wird eine Gra­phic Novel von Nico­las Mah­ler zu Ulys­ses von James Joy­ce erschei­nen. Ich bin ein gro­ßer Fan von Klas­si­kern im neu­en Gewand und von krea­ti­ven Mög­lich­kei­ten, Lesern Klas­si­ker näher­zu­brin­gen. Dar­um bin ich auch sehr gespannt, wie Ulys­ses in die­ser Gra­phic Novel umge­setzt wurde.

Nico­las Mah­ler: Ulys­ses von James Joy­ce, Gra­phic Novel,
ca. 288 S., ISBN: 978−3−518−47006−0, Suhr­kamp, erscheint vor­aus­sicht­lich am 17.08.2020


Von allen Klas­si­kern sind mir vor allem auch die Roma­ne der Schwes­tern Bron­të ans Herz gewach­sen, egal ob in Buch­form oder als Ver­fil­mung. Umso glückli­cker bin ich, dass bei Reclam 2020 ein wirk­lich sehr hüb­scher Schu­ber erschei­nen wird, in dem Jane Eyre, Sturm­hö­he und Agnes Grey ent­hal­ten sein wer­den. Ich bin ein gro­ßer Fan der Schu­ber, die bei Reclam erschei­nen, wie der bezau­bern­de Schu­ber zu Grimms Mär­chen. Am meis­ten freue ich mich, Agnes Grey zu lesen, da ich mit die­sem Roman bis­lang am wenigs­ten zu tun hat­te. Es wird spannend.

Anne/Charlotte/Emily Bron­të: Jane Eyre/Sturm­hö­he/Agnes Grey,
insg. 1434 S., ISBN: 978−3−15−030066−4, Reclam, erschie­nen Febru­ar 2020 


Auch Rowohlt hat ab 2020 zwei Klas­si­ker im Pro­gramm, auf die ich mein Auge gewor­fen habe. Dabei han­delt es sich um Die Sturm­flu­ten des Früh­lings und Die fünf­te Kolon­ne von Heming­way. Da ich bis­lang noch sehr Heming­way-unbe­le­sen bin, freue ich mich schon sehr auf die­se bei­den Bücher, um mei­ne Kennt­nis­se auszuweiten.

Ernest Heming­way: Die Sturm­flu­ten des Früh­lings und Die fünf­te Kolon­ne,
ca. 96 & 128 S., ISBN: 978−3−499−00368−4 & 978−3−499−00369−1, Rowohlt, erschei­nen vor­aus­sicht­lich am 15.09.2020

Phantastik

Nach­dem Band 1 und Band 2 (vor allem Band 2) von Stran­ge the Drea­mer 2019 bereits eine wun­der­ba­re Über­ra­schung waren, die ich wirk­lich sehr ger­ne gele­sen habe, bin ich umso glück­li­cher, dass 2020 bereits Band 3 und Band 4 – jedoch Muse of Night­ma­res Band 1 und Band 2 genannt – erschei­nen wer­den. Eine gelun­ge­ne Mischung aus Phan­tas­tik, Span­nung und ori­gi­nel­len Ideen.

Lai­ni Tay­lor: Muse of Night­ma­res, Band 1 und 2,
ISBN: 978−3−8466−0100−6 & 978−3−8466−0101−3, Bas­tei Lüb­be, One, erschie­nen am 29.06. & erscheint vor­aus­sicht­lich am 28.08.2020


Leigh Bar­d­u­gos Gri­sha-Tri­lo­gieGol­de­ne Flam­men, Eisi­ge Wel­len, Lodern­de Schwin­gen – wird bei Knaur in neu­er Aus­stat­tung erschei­nen und ich freue mich rie­sig, die­se Roma­ne ken­nen­zu­ler­nen, nach­dem ich die Lese­pro­ben dazu bereits sehr moch­te. Die Autorin ist von die­sen abge­se­hen jedoch ein voll­kom­men unbe­schrie­be­nes Blatt für mich und ich bin sehr gespannt, nach­dem ich so viel Gutes über ihre Roma­ne gehört habe.

Leigh Bar­d­u­go: Gol­de­ne Flam­men/Eisi­ge Wel­len/Lodern­de Schwingen,
352÷448÷432 S., ISBN: 978−3−426−52444−2÷978−3−426−52445−9÷978−3−426−52446−6, Droemer Knaur,
erschie­nen am 02.03./01.04./04.05.2020


Mit der Howl-Saga habe ich begon­nen, da ich den Film Das wan­deln­de Schloss von Stu­dio Ghi­b­li sehr moch­te. Band 1 habe ich wirk­lich sehr ger­ne gele­sen und jetzt bin ich gespannt wie es in Band 2 Der Palast im Him­mel wei­ter­ge­hen wird. Das Cover ist jeden­falls wunderschön.

Dia­na Wyn­ne Jones: Der Palast im Him­mel, Howl-Saga Band 2,
272 S., ISBN 978−3−426−52539−5 , Knaur, erscheint vor­aus­sicht­lich am 03.08.2020


Die Tri­bu­te von Panem gehö­ren zu den Fan­ta­sy-Rei­hen, die mich nach dem Lesen bzw. Hören noch lan­ge beschäf­tigt haben. Umso mehr freue ich mich, dass ein Pre­quel die­ser tol­len Serie in die­sem Jahr her­aus­kommt und ich fin­de die Wahl des Prot­ago­nis­ten wirk­lich unglaub­lich span­nend!
Das Lied von Vogel und Schlan­ge wer­de ich mir auf kei­nen Fall ent­ge­hen lassen.

Suzan­ne Col­lins: Die Tri­bu­te von Panem. Das Lied von Vogel und Schlan­ge,
608 S., ISBN 978−3−7891−2002−2 , Oetin­ger, erschie­nen am 19.05.2020

Sachbücher

Ich glau­be, Marie Kon­dos Kon­Ma­ri-Metho­de muss man pro­biert haben, um zu ver­ste­hen, was es damit auf sich hat und, ob es was für einen ist. Seit ich ihr Buch Magic Clea­ning gele­sen (und das vor­ge­schla­ge­ne Prin­zip beher­zigt) habe, bin ich (nicht immer ohne Kampf mit mir selbst) eine Men­ge Din­ge los­ge­wor­den und füh­le mich wirk­lich woh­ler in mei­ner häus­li­chen Umge­bung. Da man bekannt­lich in der Regel eini­ge Stun­den sei­nes Lebens bei der Arbeit ver­bringt, bin ich sehr gespannt, ob Joy at Work von Marie Kon­do und Scott Sonen­s­hein einen ähn­lich posi­ti­ven Effekt auf mein Arbeits­le­ben haben wird. Pro­bie­ren wer­de ich es auf jeden Fall.

Marie Kon­do und Scott Sonen­s­hein: Joy at Work,
224 S., ISBN 978−3−8052−0056−1, Wun­der­lich Ver­lag, erschie­nen am 28.04.2020


Als stu­dier­te Psy­cho­lo­gin und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin bin ich immer sehr gespannt auf Bücher, die ver­su­chen, Psy­cho­lo­gie und Lite­ra­tur oder das Schrei­ben mit­ein­an­der zu ver­bin­den und für den Leser nutz­bar zu machen. Des­we­gen hal­te ich immer wie­der Aus­schau nach Büchern, die einen sol­chen Ansatz ver­fol­gen. Die­ses Jahr wird von der aus­ge­bil­de­ten Poe­sie­t­he­ra­peu­tin Sil­ke Hei­mes, die Medi­zin und Ger­ma­nis­tik stu­diert hat, das Buch Ich schrei­be mich gesund erschei­nen. Ich bin schon sehr gespannt auf ihren Ansatz und wer­de sicher­lich berichten.

Sil­ke Hei­mes: Ich schrei­be mich gesund,
240 S., ISBN 978−3−423−28222−2, dtv, erschie­nen am 21.02.2020


Wie ihr seht, wird 2020 sicher­lich ein viel­sei­ti­ges Lese­jahr. Ich bin sicher, es wer­den noch eini­ge Neu­erschei­nun­gen 2020 dazu­kom­men, die von Inter­es­se sind und die ich hier bespre­chen wer­de. Bleibt natür­lich abzu­war­ten, was in die­sem Jahr alles auf mei­nem Lese­sta­pel lan­den wird, das kei­ne Neu­erschei­nung mehr ist, aber sicher­lich eben­so span­nend zu lesen.

Ich wün­sche ein span­nen­des Lese­jahr 2020 und wenn ihr mir Bücher emp­feh­len wollt, auf die ich defi­ni­tiv einen Blick wer­fen soll­te, dann lasst doch ein­fach einen Kom­men­tar da, ich wür­de mich freuen. 🙂

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Laini Taylor: Strange the Dreamer 2 [Rezension]

Von Traumata und Träumen. 

Das Leben, das Sarai und die ande­ren vier über­le­ben­den Kin­der der toten Göt­ter in der Zita­del­le füh­ren, befin­det sich in ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ in Auflösung. 

Wäh­rend sich Lazlo Stran­ge noch im ers­ten Band von ›Stran­ge the Drea­mer‹ nichts sehn­li­cher wünscht, als end­lich nach Weep zu gelan­gen und die Mys­te­ri­en der Stadt zu ergrün­den, wer­den die­se bald zu sei­ner Welt. Denn wäh­rend Lazlo nach Weep gelan­gen möch­te, müs­sen die fünf über­le­ben­den Göt­ter­kin­der, die in der Zita­del­le über der Stadt leben, befürch­ten, ent­deckt und umge­bracht zu werden.

In Lazlos Träu­men kom­men die Muse der Alb­träu­me, Sarai, und der Träu­mer sich bald näher. Doch wäh­rend sie bei Lazlo auf Offen­heit, Ver­ständ­nis und Wohl­wol­len trifft, zei­gen sich nicht alle Men­schen so freund­lich. Auch die Empa­thie und das Ver­ständ­nis, die Sarai den Men­schen ent­ge­gen­brin­gen kann, wird nicht von allen Kin­dern der Göt­ter geteilt.

Und so fin­den sich Sarai und Lazlo in ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ bald in einem Stru­del aus Ereig­nis­sen wie­der, in dem es um mehr geht, als Aben­teu­er­ge­schich­ten und Wun­der­glau­ben. Die Men­schen von Weep, die die Göt­ter­herr­schaft über­leb­ten, sind eben­so tief trau­ma­ti­siert wie die Kin­der der Göt­ter, die das Mas­sa­ker über­leb­ten, das ihre Eltern tötete.

»Noch immer hör­te sie die Schreie, die auf ent­setz­li­che, blu­ti­ge Art nach­ein­an­der ver­stumm­ten. Sie wür­de immer dort sein, und ihre Arme wür­den für die Kin­der nie aus­rei­chen, genau wie an jenem Tag.«

Dabei schafft es Lai­ni Tay­lor ein Span­nungs­feld zu erschaf­fen, das sie zwi­schen die bei­den Gräu­eln spannt, jenen der Göt­ter und jenen der Men­schen. Gräu­el, mit deren Nach­wir­kun­gen noch immer eine gan­ze Stadt zu kämp­fen hat, in der die Erin­ne­rung, der Hass und der Schmerz tief sitzen. 

Die Men­schen und Göt­ter­kin­der in ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ sind Über­le­ben­de, sie waren bis auf weni­ge Aus­nah­men, nicht an den Taten gegen die jeweils ande­ren betei­ligt. Die Men­schen lit­ten lan­ge unter der Göt­ter­herr­schaft und waren tag­täg­lich ihrer Gewalt aus­ge­setzt. Die fünf über­le­ben­den Göt­ter­kin­der lit­ten ent­we­der direkt unter dem Mas­sa­ker, das die Göt­ter­herr­schaft been­de­te, oder unter sei­nen Nach­wir­kun­gen, da sie allein und mit vie­len Ent­beh­run­gen auf­wach­sen mussten.

»Doch es gab kein Ent­kom­men vor den Taten der Ver­gan­gen­heit. Weder vor den Gräu­eln der Göt­ter, noch denen der Menschen.«

Die Wun­den auf bei­den Sei­ten sit­zen tief und sind alt. Und inmit­ten die­ser Trau­ma­ta, Ängs­te und Nöte ver­su­chen der unbe­darf­te Biblio­the­kar Lazlo und die Muse der Alb­träu­me Sarai eine Ant­wort auf das Gesche­hen zu fin­den, die nicht noch mehr Hass, Tod und neue Trau­ma­ta bringt. 

Damit greift Lai­ni Tay­lor im Gewand eines Jugend­bu­ches und der Fan­tas­tik exis­ten­ti­el­le The­men des Mensch­seins auf, balan­ciert fein zwi­schen abso­lu­ten Gut- oder Böse-Kate­go­ri­sie­run­gen und erschafft vor den Schre­cken der Ver­gan­gen­heit mit Lazlo und Sarai einen Hel­den und eine Hel­din, die ans Herz gehen.

Fazit zu ›Strange the Dreamer 2‹

Lan­ge­wei­le kommt beim Lesen von ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ nicht auf: Offe­ne Fra­gen, unter­schied­lichs­te Cha­rak­te­re und eine beson­de­re Erzähl­tie­fe erfül­len den Roman. So gelingt es ›Stran­ge the Drea­mer 2‹ nicht nur, an die Qua­li­tät des Vor­gän­ger­ban­des ›Stran­ge the Drea­mer‹ 1 anzu­knüp­fen, son­dern, sie sogar noch zu über­tref­fen. Die bei­den Fol­ge­bän­de ›Muse of Night­ma­resBand 1 und Band 2 wer­den also auf jeden Fall auf mei­nem Lese­sta­pel landen.

Buchinfo

Lai­ni Tay­lor:
Stran­ge the Drea­mer

Ein Traum von Lie­be
Buch 2
Über­setzt von Ulri­ke Rai­mer-Nol­te
One, Köln 2019
382 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Roman, Hard­co­ver
Erzäh­len­des für jun­ge Erwach­se­ne
Alters­emp­feh­lung: ab 14 Jah­ren
ISBN 978−3−8466−0086−3

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4.5 von 5.


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Laini Taylor: Strange the Dreamer 1 [Rezension]

Lazlo Stran­ge fehlt es in ›Stran­ge the Drea­mer 1‹ an vie­lem. Einer Fami­lie, einer Her­kunft, Wohl­stand und Schön­heit. Sei­nen Nach­na­men teilt er mit ande­ren Fin­del­kin­dern, sei­nen Vor­na­men mit einem stum­men Mann, den er nie ken­nen­ge­lernt hat. Doch bei all den Din­gen, bei denen Lazlo leer aus­ge­gan­gen ist, ist er mit einem geseg­net: sei­ner Fantasie. 

Lazlo hängt an den alten Geschich­ten, die er in der Biblio­thek, in der er arbei­tet, auf­stö­bert und nie­der­schreibt. Er hängt sogar so sehr an ihnen, dass er nicht zögert, sich Eril-Fane anzu­schlie­ßen, als die­ser in sei­nem Ort nach Gelehr­ten sucht.

Eril-Fane stammt aus der Stadt Weep, die nicht nur ihren rich­ti­gen Namen ver­lo­ren hat, son­dern die sich wei­te­ren Mys­te­ri­en aus­ge­setzt sieht. Die glei­chen Mys­te­ri­en, die Sarai und die ande­ren Kin­der, die zur Hälf­te von Göt­tern und zur Hälf­te von Men­schen abstam­men, umgeben.

»Namen kön­nen ver­lo­ren gehen oder in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Das wuss­te nie­mand bes­ser als Lazlo Strange.«

Sowohl die Kin­der der alten Göt­ter, von deren Exis­tenz die Men­schen von Weep nichts ahnen, als auch die Men­schen von Weep selbst, die unter den alten Göt­tern lit­ten, ver­su­chen zu über­le­ben und zurück zu ihrem alten, siche­ren Leben zu kom­men. Und Lazlo ist mittendrin.

Lazlo und Sarai sind in ›Stran­ge the Drea­mer 1‹ jun­ge Erwach­se­ne, die noch zu jung sind, um sich an die alten Göt­ter zu erin­nern. Was sie wis­sen, stammt aus der Erin­ne­rung ande­rer und dem, was sie erzählen.

Doch sie unter­schei­den sich von ande­ren jun­gen Erwach­se­nen, wie auch vie­le Bewoh­ner von Weep sich von ande­ren Men­schen unter­schei­den: Sie sind die Ver­sehr­ten und Trau­ma­ti­sier­ten. Ent­we­der lit­ten sie durch die alten Göt­ter, die Men­schen nah­men, wie es ihnen pass­te, und auch nur dann zurück­ga­ben, wenn sie es woll­ten. Oder sie lit­ten unter dem Mas­sa­ker, bei dem die alten Göt­ter und so vie­le ande­re ums Leben kamen.

Es ist ihre Geschich­te, die ›Stran­ge the Drea­mer 1‹ erzählt. Die Geschich­te jener, die über­leb­ten, und sich mit dem was war und sei­nen Fol­gen für Gegen­wart und Zukunft aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. Dabei hat ›Stran­ge the Drea­mer 1‹ bei­des: star­ke Män­ner und star­ke Frau­en, die sich in der fan­tas­ti­schen Welt von Lai­ni Tay­lor mit Schre­cken und Ängs­ten kon­fron­tiert sehen, die auch Men­schen jen­seits jeg­li­cher Fan­tas­tik ken­nen. Die Angst, jene zu ver­lie­ren und nicht beschüt­zen zu kön­nen, die man liebt. Die Furcht, dass man selbst oder ande­re ihrer kör­per­li­chen und see­li­schen Unver­sehrt­heit beraubt werden.

»Der Name des Mons­ters war Isa­gol gewe­sen, Göt­tin der Ver­zweif­lung. Ihre Mut­ter. Seit fünf­zehn Jah­ren tot.«

Fazit zu ›Strange the Dreamer 1

Dabei schafft es Lai­ni Tay­lor in ›Stran­ge the Drea­mer 1‹, dass Lazlo und der Leser nach und nach von den Schre­cken und den damit ver­bun­de­nen Wün­schen erfah­ren, und in die­se hin­ein­wach­sen müs­sen. Sti­lis­tisch könn­te man sich an man­chen Stel­len mehr ›Show, don’t tell‹ wün­schen, um der fan­tas­ti­schen Welt des Träu­mers Lazlo näher­zu­kom­men. Doch dies kann die Geschich­te um Lazlo und Sarai kaum weni­ger mys­tisch und span­nend wer­den las­sen. Denn eines ist sicher, sobald man sich auf die Geheim­nis­se der Roman­welt ein­ge­las­sen hat: Man wird sie nicht mehr so schnell los­be­kom­men: In Band 2 geht es weiter.

Buchinfo

Lai­ni Tay­lor:
Stran­ge the Drea­mer
Der Jun­ge, der träum­te, Buch 1
Über­setzt von Ulri­ke Rai­mer-Nol­te
One, Köln 2019
343 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Roman, Hard­co­ver
Erzäh­len­des für jun­ge Erwach­se­ne
Alters­emp­feh­lung: ab 14 Jah­ren
ISBN 978−3−8466−0085−6

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.


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