Schlagwort-Archive: 2019

Edward Brooke-Hitching: Der goldene Atlas [Rezension]

Edward Brooke-Hitching: Der goldene Atlas [Rezension]

Von Seefahrern, Forschern und Entdeckungen. 

Die Geschich­te von Kolum­bus, der Ame­ri­ka ent­deck­te und sich dabei in Indi­en wähn­te, kennt auch ohne ›Der gol­de­ne Atlas‹ heu­te jedes Kind. Weni­ger bekannt ist, dass Kolum­bus nicht der ers­te Euro­pä­er war, der sei­nen Fuß auf ame­ri­ka­ni­schen Boden setz­te. Auch nicht, wie Ame­ri­ka über­haupt zu sei­nem Namen kam. 

Die Geschich­te der Ent­de­ckun­gen ist eine Geschich­te vol­ler Aben­teu­er, hoff­nungs­vol­ler Erwar­tun­gen, küh­ner Auf­brü­che und tra­gi­scher Schick­sa­le. Die Stra­pa­zen und Risi­ken, die mit einer Rei­se ins Unge­wis­se ver­bun­den waren, sind heu­te kaum noch vor­stell­bar. Erst all­mäh­lich form­te sich aus den Erfah­run­gen unzäh­li­ger Expe­di­tio­nen und Rei­sen jene Gewiss­heit, die uns heu­te selbst­ver­ständ­lich ist. Wie ein gewal­ti­ges Puz­zle füg­te sich für die Mensch­heit über Jahr­tau­sen­de das Bild unse­rer Welt zusam­men. Zahl­lo­se Irr­tü­mer beglei­te­ten die­sen Weg.

Ist die Erde eine Schei­be? Der Indi­sche Oze­an in Wirk­lich­keit ein Bin­nen­meer? Liegt am Nord­pol ein gewal­ti­ger Magnet­berg, der Kom­pass­na­deln magisch anzieht? Und was steckt hin­ter der sagen­haf­ten Ter­ra Aus­tra­lis?

»Als die chi­ne­si­schen Kai­ser den Flot­ten­bau ein­stell­ten, begann in Euro­pa die Epo­che der gro­ßen Aben­teu­er zur See. Die Peri­ode zwi­schen dem 15. und 18. Jahr­hun­dert gilt als Zeit­al­ter der Ent­de­ckun­gen, das von euro­päi­scher Expan­si­on, Gier nach Gold und Erobe­run­gen geprägt war.«

Edward Broo­ke-Hit­ching
© Alex Anstey; Stand: April 2017

Wer sich für die Ent­de­ckung und Erfor­schung unse­rer Welt inter­es­siert, für den bie­tet ›Der gol­de­ne Atlas‹ einen idea­len Ein­stieg. In 39 kna­ckig kur­zen Kapi­teln ent­führt er Lese­rin­nen und Leser auf eine 4000-jäh­ri­ge Ent­de­ckungs­rei­se rund um die Welt. Dabei schlägt er einen Bogen von den alten Ägyp­tern und Grie­chen über die Rei­sen des Mar­co Polo hin­ein ins Zeit­al­ter der Ent­de­ckun­gen und schließ­lich der wis­sen­schaft­li­chen Erkun­dung der Welt im Zuge der Auf­klä­rung. Vor­ge­stellt wer­den auch Ent­de­ckun­gen isla­mi­scher Gelehr­ter und der chi­ne­si­schen Schatzflotte.

»Noch wich­ti­ger waren die Erkennt­nis­se der Expe­di­ti­on. Sie hat­te den Beweis erbracht, dass die Erde tat­säch­lich rund war und einen Umfang hat­te, der die bis­he­ri­gen Schät­zun­gen weit übertraf.«

Gar­niert ist das Gan­ze mit zahl­lo­sen Abbil­dun­gen his­to­ri­scher Kar­ten und Gemäl­de, die den Wis­sens­stand und die Vor­stel­lun­gen der jewei­li­gen Zeit greif­bar machen.

Wel­chen Wert sol­che Kar­ten und die dar­in ent­hal­te­ne Infor­ma­ti­on in ihrer Zeit besa­ßen, lässt ihre auf­wen­di­ge, kunst­vol­le und oft­mals präch­ti­ge Aus­ge­stal­tung erah­nen. Hier­in liegt der zwei­te Reiz die­ses Buches: Es ist ein Buch vol­ler groß­for­ma­ti­ger, manch­mal Sei­ten und Dop­pel­sei­ten fül­len­der Kunst­wer­ke der ver­schie­dens­ten Epo­chen und Kul­tu­ren. Lei­der las­sen sich klei­ne Details und Beschrif­tun­gen in vie­len Kar­ten nur mit Mühe oder gar nicht erken­nen, was in ers­ter Linie dem ver­gleichs­wei­se hand­li­chen For­mat des Buches (ca. 19 x 24,5 cm) geschul­det ist. Die wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen und der Gesamt­ein­druck kom­men aber immer rüber.

Fazit zu ›Der goldene Atlas

Der gol­de­ne Atlas‹ bil­det eine kurz­wei­li­ge Lek­tü­re über einen fas­zi­nie­ren­den Aspekt der Mensch­heits­ge­schich­te. Durch sei­ne hoch­wer­ti­ge Ver­ar­bei­tung und die vie­len Abbil­dun­gen ist er auch optisch und hap­tisch ein Leckerbissen.

Buchinfo

Edward Broo­ke-Hit­ching:
Der gol­de­ne Atlas

Die aben­teu­er­li­chen Rei­sen der gro­ßen See­fah­rer, Ent­de­cker und For­scher
Über­setzt von Lutz‑W. Wolff
dtv, Mün­chen 2019
256 S., EUR (D) 30,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−423−28207−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4.5 von 5.

Holly Black: Die verlorenen Schwestern. Eine Elfenkrone-Novelle [Rezension]

Von Unterschieden und Entschuldigungen. 

Was wür­dest du tun, um geliebt zu wer­den? Wel­che Geheim­nis­se wür­dest du bewah­ren und wel­che Schwin­de­lei­en glau­ben? Taryn stellt sich mit ›Die ver­lo­re­nen Schwes­tern‹ sol­chen Fragen.

Vor allem, wenn du in einer Welt leben wür­dest, in dem sich grau­sam-schö­ne Unge­heu­er tum­meln? Elfen, die dich zu ihrem Ver­gnü­gen ver­zau­bern kön­nen. Wie groß die Unter­schie­de zwi­schen die­sen ele­gan­ten und durch­trie­be­nen Elfen und den Men­schen sind, spürst du jeden Tag.

Taryn ist dafür weit gegan­gen, viel­leicht zu weit. Sie hat sich auf den Han­del ein­ge­las­sen, den eine der Elfen ihr bot, obwohl sie wuss­te, dass an die­sen immer ein Haken ist. Sie hät­te sich jedoch nicht träu­men las­sen, dass ihre Zwil­lings­schwes­ter Jude den Preis für die­sen Han­del bezah­len muss. Was wür­dest du dei­ner Schwes­ter verzeihen?

»Es begann mit einem Zet­tel, den Locke in mei­nen Ruck­sack schmug­gel­te. Er hat es wohl auf dem Palast­ge­län­de getan, wo die Kin­der des Adels – und wir – in Geschich­te, Rät­sel­ra­ten, Wahr­sa­gen und all den ande­ren Fächern unter­rich­tet wur­den, die nütz­li­che Mit­glie­der der Elfen­ge­mein­schaft im Leben brauchten.«

Die ver­lo­re­nen Schwes­tern‹ greift die Erleb­nis­se des ers­ten Ban­des der ›Elfen­kro­ne-Rei­he‹ auf, die in der Tri­lo­gie aus Judes Sicht geschil­dert wer­den. Die­se Novel­le, die eher an einen Brief erin­nert, soll­te auch erst nach dem ers­ten Band gele­sen wer­den, um sich nicht zu spoi­lern. Sie erzählt die Ereig­nis­se, die zum Ver­rat an Jude und zu ihrer Demü­ti­gung führ­ten aus Sicht ihrer Zwil­lings­schwes­tern Taryn, die dar­in eine grö­ße­re Rol­le spiel­te, als ihr lieb gewe­sen ist.

»Aber was ist mit all die­sen Mäd­chen, die­sen gehor­sa­men Mäd­chen, die Ver­trau­en hat­ten, die lieb­ten, hei­ra­te­ten und star­ben? Waren sie denn nicht auch mutig?«

Blacks Novel­le ›Die ver­lo­re­nen Schwes­tern‹ macht greif­bar, was ›Elfen­kro­ne‹ bereits ver­mu­ten lässt. Wie groß Lockes Talent ist, sich sys­te­ma­tisch in das Leben ande­rer zu wüh­len, ihre tiefs­ten Sehn­süch­te zu nut­zen und sie so zu mani­pu­lie­ren, dass es den größt­mög­li­chen Effekt zeigt. Locke ist schön, char­mant und begabt. Er spürt Taryns Wun­sche zu gefal­len und dazu­zu­ge­hö­ren. Er schenkt ihr Näch­te, die so schön sind, wie sie sie kaum je zu erle­ben glaub­te, bevor ihr der Preis die­ser Näch­te klar wer­den kann. Und doch kann sie die Hoff­nung, dass die­se schö­nen Näch­te wie­der­kom­men könn­ten, nicht mehr loslassen.

Fazit zu ›Die verlorenen Schwestern

Die ver­lo­re­nen Schwes­tern‹ ist eine Ent­schul­di­gung von Taryn an ihre Schwes­ter Jude. Der Ver­such, sie ver­ste­hen zu las­sen, war­um sie bereit war, so viel für die Ehe mit Locke zu ertra­gen – und ihre Schwes­tern ertra­gen zu las­sen. Eine span­nen­de Ergän­zung, um die Hin­ter­grün­de des ers­ten Ban­des bes­ser zu ver­ste­hen und eine Außen­sicht auf Jude zu bekommen.

Buchinfo

Hol­ly Black:
Die ver­lo­re­nen Schwes­tern

Eine Elfen­kro­ne-Novel­le
Über­setzt von: Anne Brau­ner
cbj HC, Mün­chen 2019
ca. 70 S., EUR (D) 0,99 inkl. MwSt.
eBook
ISBN 978−3−641−24551−1

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Leigh Bardugo: King of Scars [Rezension]

Geheimnisse, älter als die Schattenflur. 

Kaum drei Jah­re sind ver­gan­gen, seit der Kampf auf der Schat­ten­flur Rav­ka ver­än­dert hat. Doch wäh­rend eine Bedro­hung abge­wehrt scheint, tre­ten die Pro­ble­me, die der Dunk­le been­den woll­te, in ›King of Scars‹ wie­der deut­lich hervor. 

Rav­ka befin­det sich schon viel zu lan­ge im Krieg. Von allen Sei­ten ist das Land von Fein­den umge­ben, doch auch im Innern wol­len die Unru­hen nicht enden. Vor allem für den König des Lan­des, in des­sen Innern noch immer etwas schlum­mert, das sich nicht kon­trol­lie­ren lässt.

Niko­lai Lant­sov hat vie­le Namen gehabt und eben­so vie­le Leben gelebt. In der Infan­te­rie und auf dem Meer gefürch­tet und geehrt, im eige­nen Land hin­ter vor­ge­hal­te­ner Hand als Bas­tard oder Wel­pe beschimpft. Doch wer glaubt, das hät­te Niko­lai zu einem mür­ri­schen und grau­sa­men Mann her­an­wach­sen las­sen, der irrt.

Wer die ›Gri­sha-Tri­lo­gie‹ (›Gol­de­ne Flam­men‹, ›Eisi­ge Wel­len‹ und ›Lodern­de Schwin­gen‹) bereits gele­sen hat, was drin­gend vor dem Lesen von ›King of Scars‹ emp­foh­len sein will, wird sich sicher­lich an den gut aus­se­hen­den, ein­falls­rei­chen und char­man­ten Prin­zen erin­nern, der nie um eine Ant­wort ver­le­gen ist.

Wäh­rend die Wun­den des letz­ten Kamp­fes kaum ver­heilt sind, ver­än­dert sich Rav­ka. Wun­der­sa­me Ereig­nis­se gesche­hen über­all im Land, die alle­samt in eine Rich­tung zu wei­sen schei­nen: zur Schat­ten­flur. Und mit ihnen wird das Mons­ter in Niko­lais Innern stär­ker: die Dun­kel­heit, die in der schein­bar unbe­küm­mer­tes­ten Figur lauert.

»Der Dämon war damit nicht ein­ver­stan­den. Der Dämon hat­te kein Inter­es­se am Lösen von Pro­ble­men oder an der Staats­kunst oder der Zukunft. Ihn trieb nur der Hun­ger, die Gier des Augen­blicks, Töten und Verschlingen.«

Doch nicht nur in Rav­ka herr­schen Unru­hen und Pro­ble­me. Auch in Fje­r­da sind die Geg­ner der Gri­sha nicht taten­los. Wäh­rend somit die Pro­ble­me noch da sind, die der Schaf­fer der Schat­ten­flur mit ihr lösen woll­te, haben Niko­lai und sei­ne Freun­de und Fein­de alle Hän­de voll zu tun: Ein Mons­ter will besiegt wer­den, eine Hoch­zeit geplant und ein altes Geheim­nis gelöst.

King of Scars‹ ver­eint neue Erzähl­per­spek­ti­ven mit der ver­trau­ten Magie der Gri­sha und lässt neben neu­en Schre­cken, vie­len alten Bekann­ten aus dem Gris­ha­ver­se begegnen.

»Einen Moment stand Nina allein mit dem Tod auf den Docks, zwei müde Rei­sen­de, lang­jäh­ri­ge Gefähr­ten. Aber jetzt sah sie die Art, wie die ande­ren sie beob­ach­te­ten – die Gri­sha-Flücht­lin­ge, Adrik und Leo­ni, sogar der Kapi­tän des Schiffs und sei­ne Mann­schaft, die sich über die Reling beugten.«

Fazit zu ›King of Scars

Bar­d­u­go gelingt es mit ›King of Scars‹ erneut, zu begeis­tern: Sie ver­webt eine fan­tas­ti­sche Geschich­te, mit span­nen­den Cha­rak­te­ren, alten Rät­seln und einer ordent­li­chen Por­ti­on Dun­kel­heit und Humor. Es bleibt span­nend, wohin die Autorin ihre Leser im zwei­ten Band von ›Thron aus Gold und Asche‹ noch füh­ren wird. 

Buchinfo

Leigh Bar­d­u­go:
King of Scars

Thron aus Gold und Asche
Band 1
Über­setzt von: Michel­le Gyo
Knaur HC, Mün­chen 2019
512 S., EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Roman, Paper­back
ISBN 978−3−426−22700−8

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4.5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Margaret Owen: Knochendiebin [Rezension]

Die Krähen und ihre toten Götter. 

Namen wie ›Scheu­sal‹, ›Gal­gen­strick‹ oder ›Stur‹ sind es, die die Ange­hö­ri­gen der Krä­hen-Kas­te in ›Kno­chen­die­bin‹ tra­gen. Der ein­zi­gen, der zwölf Kas­ten von Sabor, der kein Geburts­recht zusteht. Sie sind Geäch­te­te und Vogel­freie, denen man jedes erdenk­li­che Leid zufü­gen kann, ohne sich dafür ver­ant­wor­ten zu müssen. 

Doch zugleich sind sie in die­sem Land, in dem seit Genera­tio­nen eine Seu­che wütet, die ein­zi­gen, die sich um die Bestat­tung der von die­ser Befal­le­nen küm­mern kön­nen. Fast jede Krä­he in Sabor hat durch die ande­ren Kas­ten Ange­hö­ri­ge oder Freun­de ver­lo­ren, nur weni­ge Krä­hen wer­den alt.

Doch wäh­rend die Aus­gren­zung der Krä­hen in ›Kno­chen­die­bin‹ eben­so fest zu Sabors Gesell­schaft gehö­ren wie die Sün­den­seu­che selbst, für die vie­le die Krä­hen ver­ant­wort­lich machen, hal­ten die Krä­hen fest zusam­men. ›Beschüt­ze die Dei­nen!‹ ist die Regel, nach der sie leben.

»Stur hat­te wäh­rend ihrer sech­zehn Lebens­jah­re vie­le Lek­tio­nen gelernt, meist auf die har­te Art: immer die Men­ge im Blick behal­ten; immer einen Flucht­weg parat haben; kei­ne Stadt allein betre­ten.
Und in den Näch­ten, in denen sie Sün­der ver­brann­ten, in den San­da­len schlafen.«

Die jun­ge Hexe und zukünf­ti­ge Flü­gel­her­rin Stur ist alles ande­re, als auf den Mund gefal­len. Weder wenn es dar­um geht, um Zäh­ne zu feil­schen, noch in Bezug auf die Män­ner ihrer Rot­te. Doch plötz­lich mit einem Phö­nix-Prin­zen und sei­nem Habicht-Leib­wäch­ter durch das Land zu rei­sen, um den Prin­zen zu schüt­zen, ist selbst für die auf­ge­weck­te Stur Neuland.

Denn wäh­rend sie sich in ›Kno­chen­die­bin‹ mit der Fra­ge aus­ein­an­der­set­zen muss, ob sie Mit­glie­dern der Phö­nix- oder der Habicht-Kas­te trau­en kann, die sie und die ihren stets wie Dreck behan­delt haben, müs­sen Prinz und Leib­wäch­ter eben­falls neue Erfah­run­gen machen. In das Gewand der Krä­hen gehüllt, spü­ren sie zum ers­ten Mal die Aus­gren­zung und den Hass der ande­ren. Müs­sen mit der Angst leben, die dies erzeugt, und der Ungerechtigkeit.

»Sie konn­te nicht spre­chen, nick­te aber. Habich­te baten nicht. Stur wuss­te nicht, wie sie mit einem umge­hen soll­te, der es trotz­dem tat.«

Wäh­rend es für den Prin­zen Jasi­mir und sei­nen Leib­wäch­ter Tavin ums Über­le­ben geht, steht für Stur die Zukunft ihrer Kas­te auf dem Spiel. Wenn es ihnen gelingt, den Prin­zen lebend zu sei­nen Ver­bün­de­ten zu brin­gen, müs­sen die Habich­te zukünf­tig die Krä­hen schützen. 

Doch die­se Abma­chung ist alles ande­re als ein­fach zu erfül­len. Schie­nen die Krä­hen doch bis­lang vom Glück und den tau­send toten Göt­tern ver­las­sen zu sein.

»Eine Krä­he hät­te gewusst, wie man sich ver­hielt. Man ließ die Leu­te höh­nen. Man ließ die Leu­te flu­chen und pöbeln und ging wei­ter, denn wenn man sich wehr­te, muss­ten auch ande­re dafür büßen.«

Mar­ga­ret Owen gelingt es, in ihrem Debüt ›Kno­chen­die­bin‹ eine Welt zu erschaf­fen, die von der ers­ten bis zur letz­ten Sei­te zwingt, den Atem anzu­hal­ten. Das Leben, das die Krä­hen füh­ren müs­sen, ist düs­ter und vol­ler Not. Und doch gelingt es den Krä­hen durch ihren Zusam­men­halt unter­ein­an­der inner­halb die­ser Düs­ter­nis ein Leben zu füh­ren, das mit­reißt. Owens Schreib­stil ist ein­dring­lich und lässt nicht nur beim Mam­mon-Tanz die Nacken­haa­re zu Ber­ge stehen.

Foto: pri­vat.

Die Sün­den­seu­che ist ein für die Krä­hen all­ge­gen­wär­ti­ges Grau­en in Sabor und es bleibt span­nend, im zwei­ten Band der Rei­he ›Die zwölf Kas­ten von Sabor‹ hof­fent­lich zu erfah­ren, wie die­se einst ihren Anfang nahm.

Fazit zu ›Knochendiebin

Kno­chen­die­bin‹ gehört zu jenen Büchern, die nicht nur für Jugend­li­che geschrie­ben sind, son­dern auch Erwach­se­ne fes­seln kön­nen. Eine star­ke, berüh­ren­de Prot­ago­nis­tin, wit­zi­ge und klu­ge Dia­lo­ge und eine düs­te­re Welt vol­ler Geheim­nis­se machen Owens Debüt ›Kno­chen­die­bin‹ mehr als lesens­wert. Gespannt darf auch nach dem zwei­ten Band der Dilo­gie – ›Krä­hen­zau­ber‹ – gegrif­fen werden.

Buchinfo

Mar­ga­ret Owen:
Kno­chen­die­bin

Roman
Die zwölf Kas­ten von Sabor, Band 1
Über­setzt von: Hen­ning Ahrens
Carl­sen, Ham­burg 2019
416 S., EUR (D) 19,99 inkl. MwSt.
Hard­co­ver mit Schutz­um­schlag
ab 14 Jah­ren
ISBN 978−3−551−58405−2

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Marie Graßhoff: Neon Birds [Rezension]

Von Menschen, Mauern und Maschinen. 

Ihre Leben sind mit dem Tod ver­wo­ben. Flover Naka­mu­ra und Oki­jen Van Dire, weil sie in ihrem kur­zen Leben bereits zu viel töten muss­ten. Andra und Luke, weil sie alles und jeden, den sie in ihrem Leben kann­ten, ver­lie­ren mussten. 

KAMI, ein künst­lich erschaf­fe­ner, tech­ni­scher Virus, macht Men­schen und Tie­re, die sich mit ihm infi­zie­ren, in ›Neon Birds‹ zu Mojas: Cyborgs, die von KAMI gesteu­ert Men­schen angrei­fen. Weg­ge­sperrt in Sperr­zo­nen sind sie aus dem All­tag der Men­schen ver­schwun­den. Doch wäh­rend die Men­schen sich in den Gebie­ten ein­ge­rich­tet haben, die ihnen noch blei­ben, schläft KAMI nicht – es lernt.

»Die Ältes­te sag­te, dass das, was hin­ter den Mau­ern schlum­mer­te, das Kind und gleich­zei­tig der Unter­gang der Mensch­heit sei. Geschöp­fe, von ihnen selbst erschaf­fen, gekom­men, um über sie zu richten.«

Was sagt es über eine Welt, in der die gefei­erts­ten Sol­da­ten kaum zwan­zig Jah­re alt und doch schon müde sind? Mecha­ni­sche Tie­re tum­meln sich auf den Stra­ßen und in den Woh­nun­gen, die oft­mals über und über mit Pflan­zen deko­riert sind, um sich von ihnen zu ernähren. 

Sol­da­ten wer­den im Kampf gegen die Mojas aus­ge­bil­det, die mit jedem ver­strei­chen­den Jahr stär­ker und intel­li­gen­ter zu wer­den schei­nen. An den Mau­ern zu den Sperr­zo­nen woh­nen noch ver­ein­zelt Stäm­me, die ihren eige­nen Geset­zen fol­gen, oder Men­schen, die das Leben in den Zonen nicht hin­ter sich las­sen kön­nen. Sie war­ten und hof­fen, dass das, was hin­ter den Mau­ern exis­tiert, irgend­wann wie­der so sein wird, wie sie es kannten. 

»Die Tore der Zone waren das Größ­te, was sie jemals gese­hen hat­te. Die Gewalt, die allein von den Mau­ern aus­ging, war unfass­bar für sie gewe­sen. Wie mäch­tig muss­te dann erst das sein, was sie in sich bargen?«

Doch von jenen, die sich hin­ter die Mau­ern trau­en, kom­men nur die wenigs­ten zurück. Und wäh­rend KAMI in den Mau­ern gedeiht, wer­den außer­halb der Mau­ern Ent­schei­dun­gen getroffen. 

»Außer­halb der Mau­ern erzäh­len die Men­schen ein­an­der eine Geschich­te. Eine Geschich­te von Sicher­heit und davon, dass sie durch Aus­gren­zung erreicht wer­den könn­te. Sie nei­gen dazu, alles, was sie nicht ken­nen, von sich fern­zu­hal­ten, aus Angst, es könn­te ihnen schaden.«

Die Cha­rak­te­re von ›Neon Birds‹, dem Auf­takt­band zur Tri­lo­gie von Marie Graß­hoff, sind eben­so beson­ders, wie es die Welt ist, die Graß­hoff erschafft. Weder Flover noch Oki­jen ent­pup­pen sich als blo­ße Abzieh­bil­der eines Sol­da­ten, auch Andra ist kein hilf­lo­ses Mäd­chen, das stän­dig geret­tet wer­den muss. Männ­li­che wie weib­li­che Cha­rak­te­re neh­men die unter­schied­lichs­ten Posi­tio­nen in der Welt von ›Neon Birds‹ ein.

In die­ser Welt, die von Kyber­ne­tik, künst­li­cher Intel­li­genz und Fort­schritt geprägt ist, zeich­nen sich die Figu­ren vor allem durch eines aus: Menschlichkeit.

»Die Welt stand vor dem Ende. Er hat­te die­ses Gefühl gehabt, seit er den­ken konn­te. Das Gefühl, dass es endete.«

Fazit zu ›Neon Birds

Die­se beson­de­ren, ans Herz wach­sen­den Figu­ren machen es leicht, die Ein­la­dung in die Tri­lo­gie um ›Neon Birds‹ anzu­neh­men, obwohl der Sog der Gesam­terzäh­lung, der mich förm­lich zwang, das Buch bis zum Ende zu lesen, erst im spä­te­ren Ver­lauf des Romans ein­setz­te. Mit jedem wei­te­ren Kapi­tel wird bei ›Neon Birds‹ eines siche­rer: Man darf auf die bei­den Fol­ge­bän­de ›Cyber Trips‹ und ›Beta Hearts‹ der ›Neon Birds‹-Tri­lo­gie mehr als gespannt sein.

»Super­sol­da­ten kämp­fen gegen Zom­bie-Cyborgs«, lau­te­te Graß­hoffs Dank­sa­gung im Roman zufol­ge die ursprüng­li­che Plot­idee zu ›Neon Birds‹. Und es ist wirk­lich erstaun­lich, was die Autorin aus die­ser Idee erschaf­fen hat: Eine Emp­feh­lung, nicht nur für Science-Fiction-Fans.

Buchinfo

Marie Graß­hoff:
Neon Birds

Roman: Sci­ence Fic­tion
Bas­tei Lüb­be, Köln 2019
463 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back
Alters­emp­feh­lung: ab 16 Jah­ren
ISBN 978−3−404−20000−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Doris Dörrie: Leben schreiben atmen [Rezension]

Von der Kunst, sich Zeit zu nehmen. 

Hast du als Kind gelo­gen? Hast du schon­mal etwas ver­lo­ren, oder jeman­den? Schrei­be über dein Eltern­haus, was ist noch da? So oder so ähn­lich lau­ten eini­ge der Fra­gen und Anre­gun­gen, die Doris Dör­rie in ihrem neu­en Buch ›Leben schrei­ben atmen‹ für den Leser bereithält. 

In 50 Kapi­teln, die zumeist nur weni­ge Sei­ten lang sind, begeg­nen ihnen die Lesen­den und mit ihnen der »Ein­la­dung zum Schrei­ben«. Dör­rie löst die­ses Ver­spre­chen ein, das der Unter­ti­tel des Buches gibt: Kaum hat man das Buch auf­ge­schla­gen, begeg­net man der ers­ten die­ser Fra­gen und Anre­gun­gen, die zum Schrei­ben inspirieren.

Doch Leben schrei­ben atmen ist kein Fron­tal­un­ter­richt, bei dem Dör­rie die Fra­gen dik­tiert und die Ler­nen­den brav eine Ant­wort geben sol­len. Viel­mehr erin­nert das Buch an einen Dia­log, denn noch bevor die Lesen­den die Fra­ge ken­nen­ler­nen, gibt die Autorin kur­ze Erzähl­pas­sa­gen von sich preis, die sich um die kom­men­de Fra­ge drehen.

»Mei­ne Erin­ne­run­gen ver­mi­schen sich mit dei­nen Erin­ne­run­gen.
Wenn ich über Ver­lo­re­nes schrei­be, erin­nerst du dich an Ver­lo­re­nes. Wenn ich über Gewon­ne­nes schrei­be, erin­nerst du dich an Gewon­ne­nes.
«

Leben schrei­ben atmen ist ein Ken­nen­ler­nen durch Schrei­ben und Geschrie­be­nes. Wäh­rend das Bild der Erzäh­le­rin durch ihre Erzähl­tex­te Kon­tur annimmt, wer­den die Lesen­den auch auf ihre eige­nen Kon­tu­ren sto­ßen und die­se neu abzu­tas­ten versuchen.

Doris Dör­rie gelingt es, ihren Lesern – wenn die­se sich auf ihre Ein­la­dung ein­las­sen und zu Schrei­ben­den wer­den –, mit einem uner­schöpf­li­chen Vor­rat an Geschich­ten ver­traut zu machen: Jene Geschich­ten, die der Mensch durch sei­ne Erleb­nis­se und Erin­ne­run­gen in sich trägt. Fra­gen, die zunächst leicht beant­wort­bar erschei­nen, ent­pup­pen sich als Gold­gru­ben. Denn Dör­ries Prin­zip, min­des­tens zehn Minu­ten am Stück zu schrei­ben, führt dazu, dass es bei der schnel­len Ant­wort auf eine Fra­ge nicht blei­ben kann, Asso­zia­tio­nen wer­den geweckt, der Lesen­de gräbt tie­fer nach einer Ant­wort und noch ehe er sich ver­sieht, ist die Ant­wort auf die Fra­ge weit grö­ßer gewor­den, als sie je aus­ge­se­hen hat. Und grö­ßer, als dass sie in zehn Minu­ten nie­der­zu­schrei­ben wäre.

»Erin­ne­run­gen auf­schrei­ben ist wie Per­len auf eine Ket­te auf­zie­hen. Eine nach der ande­ren. Nichts ist verloren.«

Einladung statt Anleitung

Wer sich auf Dör­ries Ein­la­dung zum Schrei­ben ein­lässt, lernt schnell, den eige­nen Kopf beim Schrei­ben nicht mehr als Geg­ner oder Blo­cka­de wahr­zu­neh­men, son­dern ihn zur Quel­le des­sen zu machen.

»Wenn wir dar­über nach­den­ken, was wir so den­ken, schä­men wir uns schnell. Und wenn wir uns schä­men, kön­nen wir schlecht schrei­ben. Wofür schä­men wir uns?«

Leben schrei­ben atmen ver­sucht nicht, letzt­gül­ti­ge Regeln dar­über fest­zu­le­gen, wie geschrie­ben wer­den soll. Es belehrt nicht und kann den­noch eine gro­ße Wir­kung auf sei­ne Leser und Lese­rin­nen ent­fal­ten: Dör­ries Fra­gen inspi­rie­ren, sie regen an und hel­fen, sich selbst zum Schrei­ben zu verhelfen.

Doris Dör­ries neu­es Werk ist kein Buch, das am Stück gele­sen wer­den soll, um dann in den Untie­fen des Bücher­re­gals neben dicken Wör­ter­bü­chern zu ver­schwin­den. Viel­mehr kann es immer wie­der her­vor­ge­zo­gen wer­den, um erneut zum Schrei­ben einzuladen.

Fazit zu ›Leben schreiben atmen

Wer nach kla­ren Vor­ga­ben sucht, wie geschrie­ben wer­den soll, wird bei Dör­rie nicht fün­dig. Doch was sich durch das Buch zieht, ist die Auf­for­de­rung, das geschrie­ben wer­den soll, am bes­ten täg­lich, min­des­tens zehn Minu­ten. Wer ler­nen will, im eige­nen Kopf einen Weg zu pflas­tern, der zu einem Quell an Inspi­ra­ti­on führt, soll­te Leben schrei­ben atmen in sei­nen Werk­zeug­kas­ten packen, denn man­che Ein­la­dun­gen soll­te man nicht ausschlagen.

Buchinfo

Doris Dör­rie:
Leben, schrei­ben, atmen

Eine Ein­la­dung zum Schrei­ben
Dio­ge­nes, Zürich 2019
288 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver, Lei­nen, im Schutz­um­schlag
ISBN 978−3−257−07069−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4.5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Katherine Arden: Der Bär und die Nachtigall [Rezension]

Die Kälte und ihre Kinder. 

Immer wie­der erzählt die alte Dun­ja Mär­chen über Rus und sei­ne Sagen­ge­stal­ten. Pjo­trs Kin­dern und sei­ner Frau sind sie ver­traut, und doch lau­schen sie der alten Frau stets aufs Neue, beson­ders wenn dicke Schnee­de­cken über dem Land lie­gen und die Fami­lie vor der Wär­me des Ofens näher zusammenrückt.

Obwohl Pjo­trs Frau, Mari­na, bereits drei Söh­ne und eine Toch­ter hat und aus­ge­zehrt ist vom Win­ter, will sie, als sie wie­der schwan­ger wird, das Kind auf jeden Fall behal­ten. Denn sie hat zwar eine Toch­ter, aber die­se erin­nert wenig an Mari­nas eige­ne Mut­ter, die Geheim­nis­se und Geschich­ten umranken.

So bringt sie die klei­ne Was­ja zur Welt, doch sie über­lebt nicht, um das jun­ge Mäd­chen auf­wach­sen zu sehen.

Die klei­ne Was­ja wächst in ›Der Bär und die Nach­ti­gall‹ ohne ihre Mut­ter auf, doch umge­ben von ihren Geschwis­tern, Dun­ja, ihrem Vater und Gestal­ten, die nur sie sehen kann. »Ver­giß uns nicht«, flüs­tern die Rusal­ka und der Domo­woi, alte Sagen­we­sen, für die meis­ten Men­schen nur noch in Mär­chen existent.

Und wäh­rend die­se Was­ja anfle­hen, sie nicht zu ver­ges­sen, ist auch ›Der Bär und die Nach­ti­gall‹ gefüllt von die­sem Wunsch. Lie­be­voll erzählt steckt in den Sei­ten des Buches der Zau­ber alter Erzäh­lun­gen, von Volks­glau­ben und von Beson­der­hei­ten der rus­si­schen Erzähltradition.

Erfri­schend echt sind auch die Figu­ren, die Kathe­ri­ne Arden in ihrem Roman schafft: Frau­en, die sich selbst zu hel­fen wis­sen in einer Zeit, in denen ihnen nur die Ehe oder das Klos­ter offen­stand; Män­ner, die mehr sind als Mus­keln, coo­le Sprü­che und Lovein­te­rests. Die Figu­ren in ›Der Bär und die Nach­ti­gall‹ sind mit Lie­be fürs Detail geschnitzt und laden dazu ein, das Rus aus Kathe­ri­ne Ardens Roman­welt mit ihnen kennenzulernen.

Fazit zu ›Der Bär und die Nachtigall

Wer also beson­de­re Figu­ren mag, ger­ne in Mär­chen oder Sagen­wel­ten ein­taucht, oder sich für his­to­ri­sche Phan­tas­tik inter­es­siert, kann das gelun­ge­ne Debüt ›Der Bär und die Nach­ti­gall‹ auf jeden Fall lesen und sich mit mir dar­über freu­en, dass noch wei­te­re Nach­fol­ge­bän­de kom­men wer­den. Band 2 der Rei­he trägt den viel­ver­spre­chen­den Titel ›Das Mäd­chen und der Win­ter­kö­nig‹.

Buchinfo

Kathe­ri­ne Arden:
Der Bär und die Na
chti­gall
Win­ter­nacht-Tri­lo­gie, Band 1
Über­setzt von Micha­el Pfingstl
Roman
Hey­ne, Mün­chen 2019
432 S., EUR (D) 16,99 inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−453−32003−1

Rezen­si­on erst­mals erschie­nen auf Liz­zy­Net

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]