Archiv der Kategorie: Gesundheit & Ernährung

Ekstedt & Ennart: Noch mehr Happy Food [Rezension]

14 neue Kapitel, 50 Rezepte und jede Menge Wissenswertes. 

Fast 40 Rezep­te gibt es in ›Hap­py Food‹ zu ent­de­cken, ›Noch mehr Hap­py Food‹ erfreut nun mit 50 wei­te­ren, neu­en und lecke­ren Rezep­ten. Ob Lin­sen-Wild­bret-Bolo­gne­se mit Weiß­kohl­nu­deln, Avo­cad­o­hälf­ten mit Lachs und Chi­li oder Man­gold mit Knob­lauch, But­ter und Hasel­nüs­sen – bei ›Noch mehr Hap­py Food‹ ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei.

Und das bes­te? Die Rezep­te aus ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ sind nicht nur super lecker, sie sind auch super gesund. Und zwar nicht nur für den Kör­per, son­dern damit zusam­men­hän­gend auch für den Kopf. Um dies zu errei­chen haben sich der schwe­di­sche Ster­ne­koch Niklas Eks­tedt und der Jour­na­list und Autor Hen­rik Ennart zusam­men­ge­tan und das Ergeb­nis kann sich sehen lassen.

Noch mehr Hap­py Food‹ ist voll von tol­len Rezep­ten, Tipps, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und tol­len Foto­gra­fien. Doch ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ ist kein gewöhn­li­ches Koch­buch. In ers­ter Linie ist es voll von Wis­sen, inter­es­san­ten Kapi­teln und der Aus­wer­tung aktu­el­ler For­schungs­er­geb­nis­se. Die Rezep­te sind dafür da, um die­ses Wis­sen mög­lichst ein­fach und effi­zi­ent in die Pra­xis umset­zen zu kön­nen. Rund­um gesun­des Essen hat sel­ten bes­ser ausgesehen. 

»Glück­li­cher­wei­se ist das Essen, das die See­le beru­higt, auch genau das, was sich für Umwelt und Kli­ma, die bio­lo­gi­sche Viel­falt, eine dau­er­haf­te Lebens­mit­tel­ver­sor­gung, das Tier­wohl und nicht zuletzt auch für unser Herz und den übri­gen Kör­per als das Bes­te erwie­sen hat. Eine klas­si­sche Win-win-Situa­ti­on also, die oben­drein noch rich­tig gut schmeckt.«

Wer ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ kennt, für den ist das The­ma Darm­flo­ra sicher­lich kein unbe­schrie­be­nes Blatt mehr. Denn was genau macht der Darm mit den Din­gen, die wir essen, und wie steht das in Ver­bin­dung mit unse­rem Gehirn? Wie kön­nen wir durch unse­re Ernäh­rung unse­ren Kör­per opti­mal dabei unter­stüt­zen, über­all genau die Nähr­stof­fe hin­zu­be­kom­men, die er braucht?

In den letz­ten Jah­ren war die For­schung rund um das The­ma Darm­flo­ra, Bak­te­ri­en und Ernäh­rung sehr flei­ßig. Sie hat vie­le neue Erkennt­nis­se zuta­ge geför­dert und altes Wis­sen aus der Ver­ges­sen­heit gezogen.

»Seit dem Erschei­nen unse­res vor­he­ri­gen Buchs Hap­py Food im Jahr 2017 sind mehr als 10000 neue For­schungs­stu­di­en dar­über ver­öf­fent­licht wor­den, wie unse­re Bak­te­ri­en uns in unse­ren tiefs­ten Tie­fen beeinflussen.«

Den Stein ins Rol­len gebracht hat für mich bei der Fra­ge, wie wir durch Ernäh­rung unse­ren Kör­per und Geist am bes­ten unter­stüt­zen, ›Reset your Body‹. Auch ›Darm mit Charme‹ habe ich sehr ger­ne gele­sen und war ver­blüfft, was der Darm so alles kann. Es über­rascht also nicht, dass ich auch ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ in die Hän­de bekom­men musste. 

Dass die Ernäh­rung sich auf die kör­per­li­che Gesund­heit aus­wirkt, dürf­te weni­ge über­ra­schen. Wie stark der Ein­fluss der Ernäh­rung laut ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ auf unse­re geis­ti­ge und psy­chi­sche Gesund­heit hin­ge­gen ist, wohl schon eher.

»Natür­lich ist die Ernäh­rung nicht der ein­zi­ge Fak­tor für eine gute Gesund­heit – ein sozia­les Netz, das Gefühl, etwas Sinn­vol­les zu tun, Sport und eine gesun­de Umwelt sind ande­re –, aber sie ist ein gro­ßes und wich­ti­ges Puz­zle­teil, das man lan­ge über­se­hen hat.«

Fazit zu ›Noch mehr Happy Food

Lecke­re und ansehn­li­che Rezep­te, die auf aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen beru­hen und sowohl für den Men­schen als auch für die Umwelt gut sind. Das klingt doch so, als könn­te man es ein­fach mal aus­pro­bie­ren, oder?

Buchinfo

Niklas Eks­tedt & Hen­rik Ennart:
Noch mehr Hap­py Food

Glück­li­che Men­schen essen bunt
süd­west, Mün­chen 2019
256 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−517−09869−2

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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Ekstedt & Ennart: Happy Food [Rezension]

14 Kapitel voller Wissen und Rezepte. 

Dass Ernäh­rung wich­tig ist, ist bekannt. Eben­so, dass wir uns den­noch nicht unbe­dingt gesund ernäh­ren. Zugleich rei­hen sich in Buch­hand­lun­gen und Büche­rei­en Koch­bü­cher aneinander. 

Doch wenn sich ein Wis­sen­schafts­jour­na­list, der auf mehr als 15 Jah­re Erfah­rung zurück­bli­cken kann, und einer der füh­ren­den Ster­ne­kö­che Schwe­dens zusam­men­tun, kann ein Buch ent­ste­hen, das so wohl noch nicht in vie­len Rega­len steht. ›Hap­py Food‹ ist kein klas­si­sches Koch­buch. In 14 Kapi­teln ist es voll von aktu­el­len For­schungs­er­geb­nis­sen, Tipps, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und vie­len tol­len Rezepten.

Die Rezep­te ste­hen in ›Hap­py Food‹ nicht im Vor­der­grund. Den Haupt­teil des Buches neh­men aller­lei Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum The­ma Ernäh­rung und ihrer Aus­wir­kun­gen ein. Ver­ständ­lich und unter­halt­sam geschrie­ben, ohne den Lesen­den aus dem Blick zu verlieren.

»Immer mehr soli­de For­schungs­er­geb­nis­se legen nahe, dass das­sel­be zucker­las­ti­ge Indus­trie­es­sen, das glo­ba­le Epi­de­mien von Fett­lei­big­keit und Dia­be­tes ver­ur­sacht, Glu­ten­in­to­le­ranz begüns­tigt und die Zahl der Magen-Darm-Erkran­kun­gen auf nie dage­we­se­ne Höhen getrie­ben hat, auch zu der aktu­el­len Wel­le von psy­chi­schen Erkran­kun­gen beiträgt.«

Nütz­li­che Infor­ma­tio­nen und Zusam­men­hän­ge über Bauch und Hirn – von einem Crash­kurs zum The­ma Darm­bak­te­ri­en bis hin zu Stress, Ent­zün­dun­gen und Depres­sio­nen –, machen aus ›Hap­py Food‹ ein eben­so tol­les Buch wie des­sen anspre­chen­de Auf­ma­chung samt tol­ler Essensfotografien. 

Doch ›Hap­py Food‹ lässt es nicht dabei, über die The­men Gesund­heit und Ernäh­rung nur anschau­lich zu infor­mie­ren. Die­ses Buch will nicht nur Theo­rie ver­mit­teln, son­dern vor allem zu ihrer prak­ti­schen Umset­zung motivieren. 

»Wir kön­nen Darm­flo­ra wie­der­her­stel­len, solan­ge noch eini­ge Bak­te­ri­en übrig sind. Aller­dings könn­ten die nicht mehr vor­han­de­nen für immer ver­schwun­den sein, ganz egal, auf wie vie­len Faser­stof­fen wir herumkauen.«

Bei der Umset­zung, um aus jenen Lebens­mit­teln, die sich in der For­schung als gesund bewährt haben, umsetz­ba­re Rezep­te zu gestal­ten, kommt der schwe­di­sche Ster­ne­koch Niklas Eks­tedt ins Spiel.

Ob im Gan­zen geba­cke­ner Cur­ry-Blu­men­kohl mit gerös­te­ten Man­deln, Lein­sa­men­kek­se mit Roque­fort, Wal­nüs­sen und Honig oder ein Super­sa­lat mit Boh­nen, Gers­te, Topinam­bur und Äpfeln. Von schlicht bis hin zu beson­ders sind für vie­le Geschmä­cker pas­sen­de Rezep­te dabei.

»Die Revo­lu­ti­on hat bereits begon­nen! Die Ergeb­nis­se von mehr als der Hälf­te der jemals über die Darm­flo­ra unter­nom­me­nen For­schun­gen wur­den allein in den letz­ten zwei Jah­ren publi­ziert, und in zuneh­men­der Geschwin­dig­keit kom­men und qua­si stünd­lich neue Erkennt­nis­se hinzu.«

Reset your Body‹ hat mich auf den Geschmack gebracht, der Fra­ge nach­zu­ge­hen, wie wir durch Ernäh­rung unse­ren Kör­per und Geist am bes­ten dabei unter­stüt­zen, den unter­schied­lichs­ten Her­aus­for­de­run­gen gewach­sen zu sein. ›Darm mit Charme‹ hat mich mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen dar­über ver­sorgt, was der Darm so alles kann.

Fazit zu ›Happy Food

War­um zögern, wenn gesund so lecker sein kann? Eks­tedt und Ennart haben in ihrem Buch ›Hap­py Food‹ eine beson­de­re Mischung geschaf­fen: anschau­li­che Infor­ma­tio­nen, aktu­el­le For­schung und super­le­cke­re Rezep­te. Was will man mehr? Ich bin jeden­falls schon sehr gespannt auf ›Noch mehr Hap­py Food‹.

Buchinfo

Niklas Eks­tedt & Hen­rik Ennart:
Hap­py Food

War­um Man­gold vor Depres­sio­nen schützt und
Wal­nüs­se schlau machen
süd­west, Hürth 2018
240 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−517−09745−9

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Eveline Helmink: Handbuch für miese Tage [Rezension]

Tipps und Tricks für den Umgang mit (vielleicht doch nicht immer ganz so) miesen Tagen. 

So schön der Umschlag des Buches ›Hand­buch für mie­se Tage‹ anmu­tet, so uner­freu­lich ist oft­mals des­sen The­ma. Manch­mal steht man nicht mit dem rich­ti­gen Bein auf. An ande­ren hin­ge­gen schon, aber irgend­je­mand tritt einem trotz­dem gegen das Schien­bein. Oder in die Knie­keh­le. Oder man steht mit dem rich­ti­gen Fuß auf, die Mit­men­schen sind einem wohl­ge­son­nen, und dann star­tet man vol­ler Eupho­rie und Ener­gie in den Tag und rammt den klei­nen Zeh Freu­de strah­lend gegen die Bett­kan­te. Und plötz­lich ist jede Ener­gie und gute Lau­ne fort. 

Und die­se den klei­nen Zeh hin­ter­häl­tig angrei­fen­den mie­sen Tage sol­len für etwas gut sein? Und was ist mit den Tagen, an denen man sich nicht nur wünscht, man wäre nicht auf­ge­stan­den, son­dern tat­säch­lich nicht aus dem Bett kommt? Gera­de noch die neue Blu­se ange­zo­gen und direkt brü­hend hei­ßen Kaf­fee dar­über gekippt?

Hel­minks ›Hand­buch für mie­se Tage‹ ist eine Lie­bes­er­klä­rung an sie, an die­se Tage, die weder zu einem Hoch­glanz-Leben pas­sen, noch im Lebens­lauf erwähnt wer­den, doch zu etwas zu gebrau­chen sind. Denn was macht man nun mit ihnen, wenn mie­se Tage wie­der unein­ge­la­den vor der Tür ste­hen und sich selbst hineinbitten? 

Das ›Hand­buch für mie­se Tage‹ hat hier­für mehr als nur die eine oder ande­re Idee: Zahl­reich sind die Short­cuts, die Hel­mink zusam­men­ge­stellt hat, um die mie­sen Tage etwas bes­ser zu über­ste­hen, und sie viel­leicht sogar zum Vor­teil zu nutzen.

»Ich bin weder Coach oder Psy­cho­lo­gin noch Dozen­tin – ich inter­es­sie­re mich schon seit jeher für mensch­li­che Ecken und Kan­ten, Unvoll­kom­men­heit und alles rund um die soge­nann­te Resi­li­enz, also das, was man see­li­sche Wider­stands­kraft bezeich­net. Des­halb sehe ich in mir selbst eine Art Cheer­lea­de­rin bei Rück­schlä­ge, Miss­mut und Ungemach.«

Die­se Short­cuts tref­fen vor allem einen Kern des Mensch­li­chen: Es muss nicht alles glän­zen, auch nicht per­fekt ist gut genug, und man ist nicht der ein­zi­ge Mensch auf der Welt, der hin und wie­der von sei­nen mie­sen Tagen erdrückt wird. 

»In einer Zeit, in der wir so ger­ne dar­über spre­chen oder in den sozia­len Netz­wer­ken tei­len, wie gut es uns geht, wie cool das Leben ist und wie bewusst wir das Bes­te aus Kör­per, Geist und See­le machen, scheint es nur wenig Raum für die­se unaus­weich­li­che Wahr­heit zu geben: Jedes mensch­li­che Leben beinhal­tet Tage, die ein­fach nur blöd sind.«

Mit einem Augen­zwin­kern und vie­len Ein­bli­cken in die Tief­punk­te ihres Lebens führt die Autorin durch das ›Hand­buch für mie­se Tage‹. Die­ses ist durch­zo­gen von ganz­sei­ti­gen Abbil­dun­gen mit inspi­rie­ren­den Sprü­chen, die auf den Punkt brin­gen, womit sich die Kapi­tel beschäftigen.

»Mist muss nicht unbe­dingt Sinn ergeben.«

Fazit zu ›Handbuch für miese Tage

So schön und detail­ver­liebt der Umschlag und das Lay­out des Buches ›Hand­buch für mie­se Tage‹ auch sind, so sehr hät­te ich mir gewünscht, dass die Sei­ten weni­ger text­las­tig sind. Durch das gro­ße Sei­ten­for­mat und das ein­spal­ti­ge Lay­out haben die Sei­ten mich manch­mal etwas erschla­gen. Aber das tut dem Inhalt des Buches natür­lich kei­nen Abbruch, der das hält, was bereits das Cover ver­spricht: Es zeigt Mög­lich­kei­ten auf, wie die eige­nen »ungla­mou­rö­sen Tage« betrach­tet wer­den kön­nen und wie auf ein »Ab« ein »Auf« fol­gen kann.

Hel­minks Vor­schlä­ge sind sehr per­sön­lich und von der Autorin bereits erprobt. Nicht jeder Short­cut muss für jeden Leser und jede Lese­rin der rich­ti­ge sein, doch ist bei der umfang­rei­chen Men­ge an Vor­schlä­gen sicher­lich für jeden etwas dabei, das zukünf­tig im Umgang mit den eige­nen mie­sen Tagen erprobt wer­den kann. 

Buchinfo

Eve­li­ne Hel­mink:
Hand­buch für mie­se Tage

Ohne Ab kein Auf: Wie uns die
ungla­mou­rö­sen Tage wei­ter­brin­gen
Über­setzt von Ingrid Oster­mann
Iri­sia­na, Mün­chen 2020
256 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−424−15383−5

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Eine Haf­tung der Rezen­sen­tin für Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­schä­den ist ausgeschlossen.


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Kathy Rabus: Reset your Body [Rezension]

Eine Einladung, die Sprache des eigenen Körpers kennenzulernen. 

Eins vor­ne weg: Ich lese nicht ton­nen­wei­se Bücher über Ernäh­rung und Gesund­heit. Viel­leicht soll­te ich mehr lesen, aber vor allem, soll­te ich wahr­schein­lich das, was ich lese, auch beher­zi­gen. Mit die­sem Vor­satz will ich mich mit ›Reset your Body‹ beschäf­ti­gen.

Wenn ich aller­dings ein Buch aus die­sem Bereich lesen, dann schaue ich genau, was ich mir da hole. Ich will dann weder ein Buch, das aller­lei Ver­spre­chen macht und nichts davon ein­löst, noch eines, das Schön­heits­idea­le hoch­hält, die weder gesund noch rea­lis­tisch sind. »Vital« und »indi­vi­du­el­le Ernäh­rung« klan­gen da schon vielversprechender. 

Denn das, was Kathy Rabus in ›Reset your Body‹ vor­stellt, ist kein ein­fa­cher, mal so neben­bei Ansatz, der vom wenig tun, kolos­sa­le Ergeb­nis­se ver­spricht. ›Reset your Body‹ ist in ers­ter Linie eine Ein­la­dung, das eige­ne Kör­per­ge­fühl bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Zu ent­schlüs­seln, wel­che Lebens­mit­tel dem eige­nen Kör­per gut­tun und wel­che viel­leicht eher nicht. Kör­per sind unter­schied­lich und reagie­ren unterschiedlich. 

»So wie der Kör­per sich bei unge­sun­der oder unpas­sen­der Lebens­wei­se beschwert, so kann er uns auch deut­lich signa­li­sie­ren, dass wir im Ein­klang mit unse­ren Bedürf­nis­sen leben. Wenn wir ihm geben, was er braucht, wonach er sich sehnt, belohnt er uns.«

Da Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ dar­auf basiert, min­des­tens einen Monat mit der eige­nen Ernäh­rung zu expe­ri­men­tie­ren, anfangs vor allem durch Ent­wöh­nung, soll­te an sich für die­ses Pro­jekt Zeit mitbringen. 

»Statt unse­rem Kör­per Regeln auf­zu­zwin­gen, las­sen wir ihn selbst sei­ne indi­vi­du­el­le Ernäh­rungs­weis­heit fin­den. Daher ist dies auch kein typi­scher Rat­ge­ber, der dir Woche für Woche einen neu­en Plan an die Hand gibt, den du befol­gen sollst.«

Natür­lich ersetzt ›Reset your Body‹ nicht den Arzt­be­such, wenn man sich unwohl fühlt oder, dass gesund­heit­li­che Fra­gen pro­fes­sio­nell abge­klärt wer­den soll­ten. Viel­mehr geht es dar­um, sich eine Wei­le von den Lebens­mit­teln fern­zu­hal­ten, die dafür bekannt sind, häu­fig Pro­ble­me im Kör­per zu ver­ur­sa­chen, wie Müdig­keit oder schlech­te Haut. Wenn man die­se dann nach ein paar Wochen wie­der Stück für Stück in sei­ne Ernäh­rung auf­nimmt, zeigt die kör­per­li­che Reak­ti­on durch die Ent­wöh­nung deut­li­cher, wie gut oder schlecht uns ein bestimm­tes Lebens­mit­tel tut. 

Somit ist Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ kei­ne Wun­der­waf­fe, um mit einem Trick plötz­lich super gesund und schlank zu sein. Son­dern ein Ken­nen­ler­nen des Kör­pers bezie­hungs­wei­se der Spra­che, die die­ser in Bezug auf Lebens­mit­tel spricht.

Da es mit Rat­ge­bern jedoch zumeist nicht getan ist, solan­ge man die­se nur gele­sen hat, ist die­se Rezen­si­on nur vor­läu­fig und bezieht sich auf Schritt 1: das Lesen des Buches. Sobald ich mei­nen Selbst­ver­such abge­schlos­sen habe, wer­de ich die­sen Bei­trag ergänzen. 

Vorläufiges Fazit zu ›Reset your Body

Bis­lang mag ich ›Reset your Body‹ wirk­lich sehr ger­ne. Es ist wis­sen­schaft­lich fun­diert, lie­fert viel Grund­la­gen­wis­sen und vie­le prak­ti­sche Tipps. Nun wird der Selbst­ver­such zei­gen, ob das Buch sei­nem ers­ten Ein­druck gerecht wird. Ich bin gespannt. Wer ›Reset your Body‹ mag, könn­te sich auch für ›Darm mit Charme‹ oder ›Hap­py Food‹ inter­es­sie­ren.

Buchinfo

Kathy Rabus:
Reset your Body

Erle­be ein vita­les Kör­per­ge­fühl dank indi­vi­du­el­ler Ernäh­rung
Lüb­be Life, Mün­chen 2020
320 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−431−07014−9

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.



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