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Anne Fleck: Energy! [Rezension]

Anne Fleck: Energy! [Rezension]

Von Energieräubern, Tipps und dem ›ENERGY!‹-Prinzip.

Mor­gens schon vol­ler Ener­gie auf­wa­chen und end­lich genug Kraft für all die Vor­ha­ben haben, die man hat, statt liter­wei­se Kaf­fee in sich rein­schüt­ten zu müs­sen. Flecks neu­es Buch ›Ener­gy!‹ will dabei hel­fen, dass dies nicht nur Wunsch­den­ken sein muss. 

Ganz gleich, ob es sich um das Auf­spü­ren heim­li­cher Ener­gie­räu­ber han­delt, wie stum­me Ent­zün­dun­gen oder Nah­rungs­mit­tel­in­to­le­ran­zen, oder dar­um, kon­kret aus dem »Müdig­keits­la­by­rinth« her­aus­zu­kom­men – Anne Flecks neu­es Buch ›Ener­gy!‹ ist vol­ler Wis­sen über mög­li­che Zusam­men­hän­ge, Emp­feh­lun­gen und prak­ti­schen Anleitungen. 

Flecks Schreib­stil ist dabei infor­ma­tiv, klar und zugleich zugäng­lich. Zwar kommt ein sol­ches The­ma nicht ohne Fach­be­grif­fe aus – hal­lo Mito­chon­dri­en und Toxo­plas­mo­se –, jedoch ohne das The­ma stär­ker zu ver­kom­pli­zie­ren als nötig.

»Anhal­ten­de Müdig­keit ist immer ein Warn­si­gnal des Körpers.«

Doch ›Ener­gy!‹ zeich­net sich nicht nur durch einen hohen Infor­ma­ti­ons­ge­halt aus. Auch Flecks Rezep­te im Pra­xis­teil kön­nen sich sehen las­sen. Zwar sind nicht alle Zuta­ten im Dis­coun­ter schnell zu fin­den, doch geschmack­lich kön­nen die Gerich­te überzeugen.

Deut­lich wird, wie lan­ge sich Fleck bereits mit den The­men Müdig­keit und Ernäh­rung beschäf­tigt und wie wich­tig ihr die­se sind. Natür­lich kann Fleck den Lesern und Lese­rin­nen die Arbeit nicht abneh­men, selbst auf Ursa­chen­su­che zu gehen, um her­aus­zu­fin­den, wor­an die eige­ne Müdig­keit und Erschöp­fung lie­gen könn­te, oder an der eige­nen Ernäh­rung zuschrau­ben. Aber ›Ener­gy!‹ gibt jede Men­ge Ansatz­punk­te, wie man der eige­nen Ener­gie­lo­sig­keit auf die Spur kom­men kann. 

»Die chro­nisch Müden zei­gen wie ein mensch­li­cher Warn­blin­ker an, dass in uns und um uns her­um Ener­gie­staub­sauger wir­ken, die wir lei­der bis­her zu oft verkennen.«

Ener­gy!‹ ent­hält neben jeder Men­ge Theo­rie auch einen umfang­rei­chen Pra­xis­teil. Fleck hat ein ›30-Tage-Energy!-Programm‹ zusam­men­ge­stellt, das sich in drei Pha­sen glie­dert. Momen­tan bin ich noch mit­ten drin in die­sem Selbst­ex­pe­ri­ment und wer­de berich­ten, sobald ich damit fer­tig bin. Bis­lang über­zeu­gen mich die Rezep­te sehr und machen Lust, weiterzumachen. 

Natür­lich ver­fügt ›Ener­gy!‹ auch über einen Anhang sowie Check­lis­ten und Leit­fä­den. Der Lesen­de kann sich also über eine Men­ge Input freuen.

»Der Mensch ist, was er isst, aber er ist letzt­lich auch nur das, war er ver­wer­ten kann.«

Vorläufiges Fazit zu ›Energy!

Ener­gy!‹ ist kein Buch, das man am Stück liest und hin­ter­her ist jede Müdig­keit weg. Es kann Anlei­tun­gen und Anre­gun­gen bie­ten, doch auf Spu­ren­su­che gehen muss der Lesen­de natür­lich selbst – oft­mals mit Arzt oder Ärz­tin. Den­noch kann es hel­fen, bei genau die­ser Spu­ren­su­che vor­an­zu­kom­men und den eige­nen Kör­per bes­ser ken­nen und ver­ste­hen zu ler­nen. Ein Weg zu einer gesün­de­ren Ernäh­rung inklu­si­ve. Wer sich für das The­ma Ernäh­rung inter­es­siert, kann ger­ne auch mal einen Blick in ›Reset your Body‹ wer­fen.

Buchinfo

Anne Fleck:
Ener­gy!

Der gesun­de Weg aus dem Müdig­keits­la­by­rinth
Mit 30-Tage-Selbst­hil­fe­pro­gramm
dtv, Mün­chen 2021
432 S., EUR (D) 25,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−423−28277−2

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Doris Dörrie: Einladung zum Schreiben [Rezension]

50 Kapitel voller Schreibideen. 

Nicht nur für jene, die bereits Doris Dör­ries Buch ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ gele­sen haben, könn­te ihr neu­es Buch ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ inter­es­sant sein. Auch für Dör­rie-Neu­lin­ge trifft dies zu.

Wäh­rend in ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ neben Ermun­te­run­gen zum Schrei­ben auch für das Erleb­te der Autorin Platz war, kon­zen­triert sich ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ auf das eige­ne Schreiben.

In ihrem Buch lei­tet Dör­rie in 50 Kapi­teln mit den unter­schied­lichs­ten Schreib­im­pul­sen zum Schrei­ben an. Ob über Gum­mi­bär­chen, Löwen­zahn oder die Dun­kel­heit – bei der Viel­falt an Schrei­b­ideen ist sicher­lich für jeden etwas dabei. Dabei ist ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ in ers­ter Linie kein Buch über das Schrei­ben, son­dern wie der Unter­ti­tel Schreib­jour­nal bereits ver­rät, ein Buch für das eige­ne Schrei­ben. Neben einer etwa halb­sei­ti­gen Ein­füh­rung sind in jedem Kapi­tel meh­re­re Sei­ten dafür vor­ge­se­hen, dass die Lesen­den die­se selbst fül­len können. 

»Ich schrei­be, um einen Sinn zu fin­den, obwohl es am Ende wahr­schein­lich kei­nen gibt. Schrei­bend erin­ne­re ich mich an mich selbst. Schrei­bend erfor­sche ich die Welt.«

Wer sich jede Woche ein ande­res Kapi­tel aus ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ vor­nimmt, wird somit fast ein Jahr von Dör­ries Buch beglei­tet und zum Schrei­ben angeregt.

Dabei sind Dör­ries Regeln für das Schrei­ben, die sich an nicht mal zwei Hän­den abzäh­len las­sen, denk­bar leicht zu ver­ste­hen und dabei super effek­tiv. Allen vor­an die Auf­for­de­rung, eine bestimm­te Zeit am Stück zu schrei­ben und sich dabei weder zu unter­bre­chen noch zu bewerten.

»Wenn man schreibt, schreibt man immer über sich selbst. Schrei­bend hal­te ich mich am Leben und über­le­be. Jeden Tag wieder.«

Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ ist eine Art geschütz­ter Raum für das eige­ne Schrei­ben. Auch vor der stän­di­gen Selbst­be­wer­tung und Selbst­ab­wer­tung will es durch sei­ne Regeln bewah­ren und somit dem Unge­schrie­be­nem die Chan­ce geben, end­lich geschrie­ben zu werden. 

»Und so ist dies also eine wei­te­re Ein­la­dung, die Schatz­kis­te der eige­nen Erin­ne­run­gen zu öff­nen und zu begrei­fen, dass nie­mand sonst auf der Welt genau die­sen Schatz besitzt, ihn her­vor­zu­ho­len, abzu­stau­ben und zu beschreiben.«

Obwohl ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ nicht nur für Fans von Dör­ries Buch ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ zu emp­feh­len ist, kann die­ses ger­ne zusätz­lich gele­sen wer­den. Die­ses ist aus­führ­li­cher und kann dadurch einen zusätz­li­chen Moti­va­ti­ons­schub schenken.

Fazit zu ›Einladung zum Schreiben‹

Da ich bereits ›Leben, Schrei­ben, Atmen‹ super und sehr inspi­rie­rend und moti­vie­rend fand, wuss­te ich, dass ich ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ unbe­dingt lesen muss. Ich mag Dör­ries ent­spann­ten und wert­neu­tra­len Ansatz, der ermun­tert und anregt. Beim Kauf von ›Ein­la­dung zum Schrei­ben‹ soll­te jedoch klar sein, dass es sich dabei nicht um ein Buch im klas­si­schen Sin­ne, son­dern um ein Schreib­jour­nal han­delt. Dies bedeu­tet, dass die frei­en Sei­ten zum Selbst­aus­fül­len im Buch die Mehr­zahl aus­ma­chen. Denn genau dar­um geht es dar­in: selbst ins Schrei­ben zu kommen.

Buchinfo

Doris Dör­rie:
Ein­la­dung zum Schrei­ben

Ein Schreib­jour­nal nach dem Best­sel­ler Leben, Schrei­ben, Atmen
Hard­co­ver Lei­nen
Dio­ge­nes, Zürich 2021
224 S., EUR (D) 16,- inkl. MwSt.
ISBN 978−3−257−07110−8

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Ekstedt & Ennart: Noch mehr Happy Food [Rezension]

14 neue Kapitel, 50 Rezepte und jede Menge Wissenswertes. 

Fast 40 Rezep­te gibt es in ›Hap­py Food‹ zu ent­de­cken, ›Noch mehr Hap­py Food‹ erfreut nun mit 50 wei­te­ren, neu­en und lecke­ren Rezep­ten. Ob Lin­sen-Wild­bret-Bolo­gne­se mit Weiß­kohl­nu­deln, Avo­cad­o­hälf­ten mit Lachs und Chi­li oder Man­gold mit Knob­lauch, But­ter und Hasel­nüs­sen – bei ›Noch mehr Hap­py Food‹ ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei.

Und das bes­te? Die Rezep­te aus ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ sind nicht nur super lecker, sie sind auch super gesund. Und zwar nicht nur für den Kör­per, son­dern damit zusam­men­hän­gend auch für den Kopf. Um dies zu errei­chen haben sich der schwe­di­sche Ster­ne­koch Niklas Eks­tedt und der Jour­na­list und Autor Hen­rik Ennart zusam­men­ge­tan und das Ergeb­nis kann sich sehen lassen.

Noch mehr Hap­py Food‹ ist voll von tol­len Rezep­ten, Tipps, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und tol­len Foto­gra­fien. Doch ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ ist kein gewöhn­li­ches Koch­buch. In ers­ter Linie ist es voll von Wis­sen, inter­es­san­ten Kapi­teln und der Aus­wer­tung aktu­el­ler For­schungs­er­geb­nis­se. Die Rezep­te sind dafür da, um die­ses Wis­sen mög­lichst ein­fach und effi­zi­ent in die Pra­xis umset­zen zu kön­nen. Rund­um gesun­des Essen hat sel­ten bes­ser ausgesehen. 

»Glück­li­cher­wei­se ist das Essen, das die See­le beru­higt, auch genau das, was sich für Umwelt und Kli­ma, die bio­lo­gi­sche Viel­falt, eine dau­er­haf­te Lebens­mit­tel­ver­sor­gung, das Tier­wohl und nicht zuletzt auch für unser Herz und den übri­gen Kör­per als das Bes­te erwie­sen hat. Eine klas­si­sche Win-win-Situa­ti­on also, die oben­drein noch rich­tig gut schmeckt.«

Wer ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ kennt, für den ist das The­ma Darm­flo­ra sicher­lich kein unbe­schrie­be­nes Blatt mehr. Denn was genau macht der Darm mit den Din­gen, die wir essen, und wie steht das in Ver­bin­dung mit unse­rem Gehirn? Wie kön­nen wir durch unse­re Ernäh­rung unse­ren Kör­per opti­mal dabei unter­stüt­zen, über­all genau die Nähr­stof­fe hin­zu­be­kom­men, die er braucht?

In den letz­ten Jah­ren war die For­schung rund um das The­ma Darm­flo­ra, Bak­te­ri­en und Ernäh­rung sehr flei­ßig. Sie hat vie­le neue Erkennt­nis­se zuta­ge geför­dert und altes Wis­sen aus der Ver­ges­sen­heit gezogen.

»Seit dem Erschei­nen unse­res vor­he­ri­gen Buchs Hap­py Food im Jahr 2017 sind mehr als 10000 neue For­schungs­stu­di­en dar­über ver­öf­fent­licht wor­den, wie unse­re Bak­te­ri­en uns in unse­ren tiefs­ten Tie­fen beeinflussen.«

Den Stein ins Rol­len gebracht hat für mich bei der Fra­ge, wie wir durch Ernäh­rung unse­ren Kör­per und Geist am bes­ten unter­stüt­zen, ›Reset your Body‹. Auch ›Darm mit Charme‹ habe ich sehr ger­ne gele­sen und war ver­blüfft, was der Darm so alles kann. Es über­rascht also nicht, dass ich auch ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ in die Hän­de bekom­men musste. 

Dass die Ernäh­rung sich auf die kör­per­li­che Gesund­heit aus­wirkt, dürf­te weni­ge über­ra­schen. Wie stark der Ein­fluss der Ernäh­rung laut ›Hap­py Food‹ und ›Noch mehr Hap­py Food‹ auf unse­re geis­ti­ge und psy­chi­sche Gesund­heit hin­ge­gen ist, wohl schon eher.

»Natür­lich ist die Ernäh­rung nicht der ein­zi­ge Fak­tor für eine gute Gesund­heit – ein sozia­les Netz, das Gefühl, etwas Sinn­vol­les zu tun, Sport und eine gesun­de Umwelt sind ande­re –, aber sie ist ein gro­ßes und wich­ti­ges Puz­zle­teil, das man lan­ge über­se­hen hat.«

Fazit zu ›Noch mehr Happy Food

Lecke­re und ansehn­li­che Rezep­te, die auf aktu­el­len wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen beru­hen und sowohl für den Men­schen als auch für die Umwelt gut sind. Das klingt doch so, als könn­te man es ein­fach mal aus­pro­bie­ren, oder?

Buchinfo

Niklas Eks­tedt & Hen­rik Ennart:
Noch mehr Hap­py Food

Glück­li­che Men­schen essen bunt
süd­west, Mün­chen 2019
256 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−517−09869−2

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Ekstedt & Ennart: Happy Food [Rezension]

14 Kapitel voller Wissen und Rezepte. 

Dass Ernäh­rung wich­tig ist, ist bekannt. Eben­so, dass wir uns den­noch nicht unbe­dingt gesund ernäh­ren. Zugleich rei­hen sich in Buch­hand­lun­gen und Büche­rei­en Koch­bü­cher aneinander. 

Doch wenn sich ein Wis­sen­schafts­jour­na­list, der auf mehr als 15 Jah­re Erfah­rung zurück­bli­cken kann, und einer der füh­ren­den Ster­ne­kö­che Schwe­dens zusam­men­tun, kann ein Buch ent­ste­hen, das so wohl noch nicht in vie­len Rega­len steht. ›Hap­py Food‹ ist kein klas­si­sches Koch­buch. In 14 Kapi­teln ist es voll von aktu­el­len For­schungs­er­geb­nis­sen, Tipps, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und vie­len tol­len Rezepten.

Die Rezep­te ste­hen in ›Hap­py Food‹ nicht im Vor­der­grund. Den Haupt­teil des Buches neh­men aller­lei Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum The­ma Ernäh­rung und ihrer Aus­wir­kun­gen ein. Ver­ständ­lich und unter­halt­sam geschrie­ben, ohne den Lesen­den aus dem Blick zu verlieren.

»Immer mehr soli­de For­schungs­er­geb­nis­se legen nahe, dass das­sel­be zucker­las­ti­ge Indus­trie­es­sen, das glo­ba­le Epi­de­mien von Fett­lei­big­keit und Dia­be­tes ver­ur­sacht, Glu­ten­in­to­le­ranz begüns­tigt und die Zahl der Magen-Darm-Erkran­kun­gen auf nie dage­we­se­ne Höhen getrie­ben hat, auch zu der aktu­el­len Wel­le von psy­chi­schen Erkran­kun­gen beiträgt.«

Nütz­li­che Infor­ma­tio­nen und Zusam­men­hän­ge über Bauch und Hirn – von einem Crash­kurs zum The­ma Darm­bak­te­ri­en bis hin zu Stress, Ent­zün­dun­gen und Depres­sio­nen –, machen aus ›Hap­py Food‹ ein eben­so tol­les Buch wie des­sen anspre­chen­de Auf­ma­chung samt tol­ler Essensfotografien. 

Doch ›Hap­py Food‹ lässt es nicht dabei, über die The­men Gesund­heit und Ernäh­rung nur anschau­lich zu infor­mie­ren. Die­ses Buch will nicht nur Theo­rie ver­mit­teln, son­dern vor allem zu ihrer prak­ti­schen Umset­zung motivieren. 

»Wir kön­nen Darm­flo­ra wie­der­her­stel­len, solan­ge noch eini­ge Bak­te­ri­en übrig sind. Aller­dings könn­ten die nicht mehr vor­han­de­nen für immer ver­schwun­den sein, ganz egal, auf wie vie­len Faser­stof­fen wir herumkauen.«

Bei der Umset­zung, um aus jenen Lebens­mit­teln, die sich in der For­schung als gesund bewährt haben, umsetz­ba­re Rezep­te zu gestal­ten, kommt der schwe­di­sche Ster­ne­koch Niklas Eks­tedt ins Spiel.

Ob im Gan­zen geba­cke­ner Cur­ry-Blu­men­kohl mit gerös­te­ten Man­deln, Lein­sa­men­kek­se mit Roque­fort, Wal­nüs­sen und Honig oder ein Super­sa­lat mit Boh­nen, Gers­te, Topinam­bur und Äpfeln. Von schlicht bis hin zu beson­ders sind für vie­le Geschmä­cker pas­sen­de Rezep­te dabei.

»Die Revo­lu­ti­on hat bereits begon­nen! Die Ergeb­nis­se von mehr als der Hälf­te der jemals über die Darm­flo­ra unter­nom­me­nen For­schun­gen wur­den allein in den letz­ten zwei Jah­ren publi­ziert, und in zuneh­men­der Geschwin­dig­keit kom­men und qua­si stünd­lich neue Erkennt­nis­se hinzu.«

Reset your Body‹ hat mich auf den Geschmack gebracht, der Fra­ge nach­zu­ge­hen, wie wir durch Ernäh­rung unse­ren Kör­per und Geist am bes­ten dabei unter­stüt­zen, den unter­schied­lichs­ten Her­aus­for­de­run­gen gewach­sen zu sein. ›Darm mit Charme‹ hat mich mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen dar­über ver­sorgt, was der Darm so alles kann.

Fazit zu ›Happy Food

War­um zögern, wenn gesund so lecker sein kann? Eks­tedt und Ennart haben in ihrem Buch ›Hap­py Food‹ eine beson­de­re Mischung geschaf­fen: anschau­li­che Infor­ma­tio­nen, aktu­el­le For­schung und super­le­cke­re Rezep­te. Was will man mehr? Ich bin jeden­falls schon sehr gespannt auf ›Noch mehr Hap­py Food‹.

Buchinfo

Niklas Eks­tedt & Hen­rik Ennart:
Hap­py Food

War­um Man­gold vor Depres­sio­nen schützt und
Wal­nüs­se schlau machen
süd­west, Hürth 2018
240 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−517−09745−9

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Eveline Helmink: Handbuch für miese Tage [Rezension]

Tipps und Tricks für den Umgang mit (vielleicht doch nicht immer ganz so) miesen Tagen. 

So schön der Umschlag des Buches ›Hand­buch für mie­se Tage‹ anmu­tet, so uner­freu­lich ist oft­mals des­sen The­ma. Manch­mal steht man nicht mit dem rich­ti­gen Bein auf. An ande­ren hin­ge­gen schon, aber irgend­je­mand tritt einem trotz­dem gegen das Schien­bein. Oder in die Knie­keh­le. Oder man steht mit dem rich­ti­gen Fuß auf, die Mit­men­schen sind einem wohl­ge­son­nen, und dann star­tet man vol­ler Eupho­rie und Ener­gie in den Tag und rammt den klei­nen Zeh Freu­de strah­lend gegen die Bett­kan­te. Und plötz­lich ist jede Ener­gie und gute Lau­ne fort. 

Und die­se den klei­nen Zeh hin­ter­häl­tig angrei­fen­den mie­sen Tage sol­len für etwas gut sein? Und was ist mit den Tagen, an denen man sich nicht nur wünscht, man wäre nicht auf­ge­stan­den, son­dern tat­säch­lich nicht aus dem Bett kommt? Gera­de noch die neue Blu­se ange­zo­gen und direkt brü­hend hei­ßen Kaf­fee dar­über gekippt?

Hel­minks ›Hand­buch für mie­se Tage‹ ist eine Lie­bes­er­klä­rung an sie, an die­se Tage, die weder zu einem Hoch­glanz-Leben pas­sen, noch im Lebens­lauf erwähnt wer­den, doch zu etwas zu gebrau­chen sind. Denn was macht man nun mit ihnen, wenn mie­se Tage wie­der unein­ge­la­den vor der Tür ste­hen und sich selbst hineinbitten? 

Das ›Hand­buch für mie­se Tage‹ hat hier­für mehr als nur die eine oder ande­re Idee: Zahl­reich sind die Short­cuts, die Hel­mink zusam­men­ge­stellt hat, um die mie­sen Tage etwas bes­ser zu über­ste­hen, und sie viel­leicht sogar zum Vor­teil zu nutzen.

»Ich bin weder Coach oder Psy­cho­lo­gin noch Dozen­tin – ich inter­es­sie­re mich schon seit jeher für mensch­li­che Ecken und Kan­ten, Unvoll­kom­men­heit und alles rund um die soge­nann­te Resi­li­enz, also das, was man see­li­sche Wider­stands­kraft bezeich­net. Des­halb sehe ich in mir selbst eine Art Cheer­lea­de­rin bei Rück­schlä­ge, Miss­mut und Ungemach.«

Die­se Short­cuts tref­fen vor allem einen Kern des Mensch­li­chen: Es muss nicht alles glän­zen, auch nicht per­fekt ist gut genug, und man ist nicht der ein­zi­ge Mensch auf der Welt, der hin und wie­der von sei­nen mie­sen Tagen erdrückt wird. 

»In einer Zeit, in der wir so ger­ne dar­über spre­chen oder in den sozia­len Netz­wer­ken tei­len, wie gut es uns geht, wie cool das Leben ist und wie bewusst wir das Bes­te aus Kör­per, Geist und See­le machen, scheint es nur wenig Raum für die­se unaus­weich­li­che Wahr­heit zu geben: Jedes mensch­li­che Leben beinhal­tet Tage, die ein­fach nur blöd sind.«

Mit einem Augen­zwin­kern und vie­len Ein­bli­cken in die Tief­punk­te ihres Lebens führt die Autorin durch das ›Hand­buch für mie­se Tage‹. Die­ses ist durch­zo­gen von ganz­sei­ti­gen Abbil­dun­gen mit inspi­rie­ren­den Sprü­chen, die auf den Punkt brin­gen, womit sich die Kapi­tel beschäftigen.

»Mist muss nicht unbe­dingt Sinn ergeben.«

Fazit zu ›Handbuch für miese Tage

So schön und detail­ver­liebt der Umschlag und das Lay­out des Buches ›Hand­buch für mie­se Tage‹ auch sind, so sehr hät­te ich mir gewünscht, dass die Sei­ten weni­ger text­las­tig sind. Durch das gro­ße Sei­ten­for­mat und das ein­spal­ti­ge Lay­out haben die Sei­ten mich manch­mal etwas erschla­gen. Aber das tut dem Inhalt des Buches natür­lich kei­nen Abbruch, der das hält, was bereits das Cover ver­spricht: Es zeigt Mög­lich­kei­ten auf, wie die eige­nen »ungla­mou­rö­sen Tage« betrach­tet wer­den kön­nen und wie auf ein »Ab« ein »Auf« fol­gen kann.

Hel­minks Vor­schlä­ge sind sehr per­sön­lich und von der Autorin bereits erprobt. Nicht jeder Short­cut muss für jeden Leser und jede Lese­rin der rich­ti­ge sein, doch ist bei der umfang­rei­chen Men­ge an Vor­schlä­gen sicher­lich für jeden etwas dabei, das zukünf­tig im Umgang mit den eige­nen mie­sen Tagen erprobt wer­den kann. 

Buchinfo

Eve­li­ne Hel­mink:
Hand­buch für mie­se Tage

Ohne Ab kein Auf: Wie uns die
ungla­mou­rö­sen Tage wei­ter­brin­gen
Über­setzt von Ingrid Oster­mann
Iri­sia­na, Mün­chen 2020
256 S., EUR (D) 22,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−424−15383−5

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 4 von 5.

Eine Haf­tung der Rezen­sen­tin für Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­schä­den ist ausgeschlossen.


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Kathy Rabus: Reset your Body [Rezension]

Eine Einladung, die Sprache des eigenen Körpers kennenzulernen. 

Eins vor­ne weg: Ich lese nicht ton­nen­wei­se Bücher über Ernäh­rung und Gesund­heit. Viel­leicht soll­te ich mehr lesen, aber vor allem, soll­te ich wahr­schein­lich das, was ich lese, auch beher­zi­gen. Mit die­sem Vor­satz will ich mich mit ›Reset your Body‹ beschäf­ti­gen.

Wenn ich aller­dings ein Buch aus die­sem Bereich lesen, dann schaue ich genau, was ich mir da hole. Ich will dann weder ein Buch, das aller­lei Ver­spre­chen macht und nichts davon ein­löst, noch eines, das Schön­heits­idea­le hoch­hält, die weder gesund noch rea­lis­tisch sind. »Vital« und »indi­vi­du­el­le Ernäh­rung« klan­gen da schon vielversprechender. 

Denn das, was Kathy Rabus in ›Reset your Body‹ vor­stellt, ist kein ein­fa­cher, mal so neben­bei Ansatz, der vom wenig tun, kolos­sa­le Ergeb­nis­se ver­spricht. ›Reset your Body‹ ist in ers­ter Linie eine Ein­la­dung, das eige­ne Kör­per­ge­fühl bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Zu ent­schlüs­seln, wel­che Lebens­mit­tel dem eige­nen Kör­per gut­tun und wel­che viel­leicht eher nicht. Kör­per sind unter­schied­lich und reagie­ren unterschiedlich. 

»So wie der Kör­per sich bei unge­sun­der oder unpas­sen­der Lebens­wei­se beschwert, so kann er uns auch deut­lich signa­li­sie­ren, dass wir im Ein­klang mit unse­ren Bedürf­nis­sen leben. Wenn wir ihm geben, was er braucht, wonach er sich sehnt, belohnt er uns.«

Da Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ dar­auf basiert, min­des­tens einen Monat mit der eige­nen Ernäh­rung zu expe­ri­men­tie­ren, anfangs vor allem durch Ent­wöh­nung, soll­te an sich für die­ses Pro­jekt Zeit mitbringen. 

»Statt unse­rem Kör­per Regeln auf­zu­zwin­gen, las­sen wir ihn selbst sei­ne indi­vi­du­el­le Ernäh­rungs­weis­heit fin­den. Daher ist dies auch kein typi­scher Rat­ge­ber, der dir Woche für Woche einen neu­en Plan an die Hand gibt, den du befol­gen sollst.«

Natür­lich ersetzt ›Reset your Body‹ nicht den Arzt­be­such, wenn man sich unwohl fühlt oder, dass gesund­heit­li­che Fra­gen pro­fes­sio­nell abge­klärt wer­den soll­ten. Viel­mehr geht es dar­um, sich eine Wei­le von den Lebens­mit­teln fern­zu­hal­ten, die dafür bekannt sind, häu­fig Pro­ble­me im Kör­per zu ver­ur­sa­chen, wie Müdig­keit oder schlech­te Haut. Wenn man die­se dann nach ein paar Wochen wie­der Stück für Stück in sei­ne Ernäh­rung auf­nimmt, zeigt die kör­per­li­che Reak­ti­on durch die Ent­wöh­nung deut­li­cher, wie gut oder schlecht uns ein bestimm­tes Lebens­mit­tel tut. 

Somit ist Rabus’ Ansatz in ›Reset your Body‹ kei­ne Wun­der­waf­fe, um mit einem Trick plötz­lich super gesund und schlank zu sein. Son­dern ein Ken­nen­ler­nen des Kör­pers bezie­hungs­wei­se der Spra­che, die die­ser in Bezug auf Lebens­mit­tel spricht.

Da es mit Rat­ge­bern jedoch zumeist nicht getan ist, solan­ge man die­se nur gele­sen hat, ist die­se Rezen­si­on nur vor­läu­fig und bezieht sich auf Schritt 1: das Lesen des Buches. Sobald ich mei­nen Selbst­ver­such abge­schlos­sen habe, wer­de ich die­sen Bei­trag ergänzen. 

Vorläufiges Fazit zu ›Reset your Body

Bis­lang mag ich ›Reset your Body‹ wirk­lich sehr ger­ne. Es ist wis­sen­schaft­lich fun­diert, lie­fert viel Grund­la­gen­wis­sen und vie­le prak­ti­sche Tipps. Nun wird der Selbst­ver­such zei­gen, ob das Buch sei­nem ers­ten Ein­druck gerecht wird. Ich bin gespannt. Wer ›Reset your Body‹ mag, könn­te sich auch für ›Darm mit Charme‹ oder ›Hap­py Food‹ inter­es­sie­ren.

Buchinfo

Kathy Rabus:
Reset your Body

Erle­be ein vita­les Kör­per­ge­fühl dank indi­vi­du­el­ler Ernäh­rung
Lüb­be Life, Mün­chen 2020
320 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−431−07014−9

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Heiko Kienbaum: Was Paare glücklich macht [Rezension]

Zum Nachdenken, Ausprobieren und Weiterempfehlen. 

Wie oft liest man einen guten Tipp in der Zei­tung, in einem Buch oder im Inter­net, hält ihn für plau­si­bel und hat ihn im nächs­ten Moment schon wie­der ver­ges­sen? ›Was Paa­re glück­lich macht‹ will die­ses Pro­blem umgehen.

Denn wie vie­le Ideen und Vor­ha­ben blei­ben in der Theo­rie ste­cken, weil sie nicht in die Pra­xis umge­setzt wer­den, obwohl man weiß, dass es gut wäre? 

Hei­ko Kien­baum möch­te, dass genau das mit ›Was Paa­re glück­lich macht‹ nicht pas­siert. Denn sei­ne Geheim­nis­se und Tipps für eine glück­li­che­re Bezie­hung müs­sen vor allem eins: gelebt werden. 

Damit dies gelingt, sind für jedes der zehn Geheim­nis­se in ›Was Paa­re glück­lich macht‹ unter­schied­li­che Übun­gen beschrie­ben, die dabei hel­fen, sie zu ver­in­ner­li­chen. Dabei greift der Autor auf sei­ne Erfah­rung zurück, die er zum einen dabei gesam­melt hat, Paa­re auf die Ehe vor­zu­be­rei­ten. Zum ande­ren hat Kien­baum selbst Höhen und Tie­fen erlebt – er war Ver­mö­gens­mil­lio­när, bis er alles ver­lor –, und dabei ler­nen müs­sen, was wirk­lich im Leben zählt. 

»Jede groß­ar­ti­ge Bezie­hung, die du bei Men­schen in dei­nem Umfeld siehst oder bei Pro­mi­nen­ten im Fern­se­hen, hat irgend­wo klein ange­fan­gen. Aber davor ver­schlie­ßen wir gern die Augen. Wir haben kei­nen Respekt mehr vor den klei­nen Anfän­gen, sie erschei­nen uns nicht so interessant.«

Sein Schreib­stil ist klar, direkt und ein­la­dend. Sei­ne Bei­spie­le sind aus dem Leben gegrif­fen, die Übun­gen gut ver­ständ­lich und pas­send für den All­tag. Kien­baum ver­spricht sei­nen Lesern nicht das Blaue vom Him­mel, er behaup­tet nicht, dass es immer leicht sein wird, in eine glück­li­che Bezie­hung zu inves­tie­ren. Nur, dass es sich lohnt.

Was Paa­re glück­lich macht‹ fühlt sich eher wie ein Gespräch an als wie ein Buch. Sei­te für Sei­te regt Kien­baum zum Nach­den­ken an, nicht nur über die Bezie­hung, son­dern vor allem auch über sich selbst. Vie­le Din­ge, die im All­tag auto­ma­ti­siert sind und selbst­ver­ständ­lich erschei­nen, nimmt er in den Fokus und rückt sie in ein ande­res Licht, zumeist in ein wärmeres.

»Wenn wir im Leben und in der Part­ner­schaft wie­der zufrie­den sein wol­len, geht es nur über Ermu­ti­gung. Und Ermu­ti­gung ist Liebe.«

Fazit zu ›Was Paare glücklich macht

Um von ›Was Paa­re glück­lich macht‹ zu pro­fi­tie­ren, muss man weder beson­ders lang noch beson­ders frisch in einer Bezie­hung sein. Im Prin­zip muss man nicht ein­mal in einer Paar­be­zie­hung sein, denn die Prin­zi­pi­en sei­ner Tipps und Geheim­nis­se fin­den sich auch in vie­len ande­ren Bezie­hun­gen wie­der, aus denen der mensch­li­che All­tag besteht: die Bezie­hung zur Fami­lie, zu Freun­den, Kol­le­gen oder sich selbst. Auf jeden Fall sehr lesenswert.

Buchinfo

Hei­ko Kien­baum:
Was Paa­re glück­lich macht

Die 10 Geheim­nis­se der Lie­be vom Pastor2Go
In Zusam­men­ar­beit mit Lars Chris­ti­an­sen
Gold­mann, Mün­chen 2020
304 S., EUR (D) 10,- inkl. MwSt.
Taschen­buch, Bro­schur
ISBN 978−3−442−17840−7

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Marie Kondo/Scott Sonenshein: Joy at Work [Rezension]

Ein aufgeräumter Arbeitsplatz und andere Zaubertricks. 

Die ›Kon­Ma­ri-Metho­de‹ am Arbeits­platz – heißt das, man räumt mit ›Joy at Work‹ sei­nen Schreib­tisch auf und voilà? 

Spä­tes­tens wenn man an E‑Mails, Mee­tings oder Kon­tak­te denkt, ist klar, dass damit die Arbeit nicht getan ist: Den­noch, das Auf­räu­men der mate­ri­el­len Bestand­tei­le des Berufs bil­det einen per­fek­ten ers­ten Schritt auf dem Weg zu einem Arbeits­platz, an dem man sich wohl­füh­len kann.

Wer Marie Kon­dos ›Kon­Ma­ri-Metho­de‹ kennt, viel­leicht sogar ›Magic Clea­ning‹ gele­sen hat, den dürf­ten die Grund­la­gen des Auf­räu­mens am Arbeits­platz in ›Joy at Work‹ nicht über­ra­schen: nach Kate­go­rien getrennt, in einem Rutsch und an der Fra­ge ori­en­tiert, was Freu­de ent­facht. Zuge­ge­ben, am Arbeits­platz tum­meln sich zumeist sel­te­ner Ber­ge an Klei­dung oder Küchen­uten­si­li­en, dafür umso häu­fi­ger Doku­men­te, E‑Mails oder erschöp­fen­de Besprechungen.

»Das Ziel der in die­sem Buch vor­ge­stell­ten Metho­de besteht nicht nur dar­in, am Ende an einem hübsch auf­ge­räum­ten Schreib­tisch zu sit­zen, son­dern durch das Auf­räu­men mit sich selbst ins Gespräch zu kom­men – zu ent­de­cken, was Sie wert­schät­zen, indem Sie erfor­schen, war­um Sie eigent­lich arbei­ten und wel­che Art Arbeit Sie sich wünschen.«

Wie wun­der­bar sich Marie Kon­dos Auf­räum-Metho­de mit dem Arbeits­le­ben ver­bin­den lässt, zeigt ›Joy at Work‹. Für die­ses Buch haben sich die Auf­räumspe­zia­lis­tin Marie Kon­do und der Exper­te für Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­ti­on Scott Sonen­s­hein zusam­men getan. Und das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen: Die Metho­den und Fähig­kei­ten des Autoren­du­os ergän­zen sich hervorragend.

Einen Werk­zeug­kof­fer vol­ler Tech­ni­ken haben Sonen­s­hein und Kon­do mit­ge­bracht: Ganz gleich, ob es sich um digi­ta­le Daten, Pro­ble­me mit der Ent­schei­dungs­fin­dung oder der Team­ar­beit geht. Mit Offen­heit und einer Men­ge Kar­tei­kar­ten kann es ans Werk gehen. Wie groß der Unter­schied sein kann, den ein Freu­de spen­den­der Arbeits­platz schafft, ist spä­tes­tens dann klar, wenn man dar­über nach­denkt, wie vie­le Stun­den man durch­schnitt­lich auf der Arbeit verbringt.

»Der Schlüs­sel zu mehr Freu­de bei der Arbeit liegt dar­in, mehr Zeit in Tätig­kei­ten zu inves­tie­ren, die Spaß machen, und weni­ger in sol­che, die es nicht tun.«

Fazit zu ›Joy at Work

Und wenn man bedenkt, wie oft man nach einem bestimm­ten Doku­ment sucht, das man doch letz­tens noch hat­te, was bei den wenigs­ten Hoch­ge­füh­le aus­löst, ist es viel­leicht einen Ver­such wert, dem Buch ›Joy at Work‹ eine Chan­ce geschrieben. 

Ein fri­scher Schreib­stil, wis­sen­schaft­li­che Quel­len und ein sym­pa­thi­sches Autoren­duo mit einer Men­ge Berufs­er­fah­rung laden dazu ein, zukünf­tig viel­leicht mehr Freu­de am Arbeits­platz zu fin­den: Einen Ver­such ist es alle­mal wert.

Buchinfo

Marie Kondo/Scott Sonen­s­hein:
Joy at Work

Auf­ge­räumt und erfolg­reich im
Arbeits­le­ben
Magic Clea­ning fürs Büro
über­setzt von: Antoi­net­te Git­tin­ger;
Ursu­la Pesch; Rita Gra­vert; Kat­ja Hald
Rowohlt, Ham­burg 2020
256 S., EUR (D) 14,99 inkl. MwSt.
Ebook
ISBN 978−3−644−00604−1

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Silke Heimes: ich schreibe mich gesund [Rezension]

Viel Raum um mit sich selbst ins Gespräch zu kommen. 

Als zumin­dest stu­dier­te Psy­cho­lo­gin und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­le­rin, fin­de ich vie­les, was die bei­den Berei­che mit­ein­an­der ver­bin­det, unglaub­lich span­nend. Das Schrei­ben zu nut­zen, wie in ›ich schrei­be mich gesund‹, um zu mehr Aus­ge­gli­chen­heit und Gesund­heit zu fin­den oder um den eige­nen Beschwer­den Aus­druck zu ver­lei­hen, hat lan­ge Tradition. 

Dabei stellt Hei­mes natür­lich nicht den Anspruch, durch ›ich schrei­be mich gesund‹ pro­fes­sio­nel­le Bera­tung und Hil­fe erset­zen zu wollen. 

Viel­mehr will sie in ›ich schrei­be mich gesund‹ durch das Schrei­ben über Beschwer­den, den Lesern und Lese­rin­nen ein Werk­zeug in die Hand geben, über des­sen Vor­aus­set­zun­gen sie bereits selbst ver­fü­gen. Dabei geht es nicht dar­um, beson­ders ›gut‹ oder ›tief­sin­nig‹ zu schreiben.

»Die wenigs­ten Men­schen brau­chen Kon­sum, Erfolg oder Selbst­dar­stel­lung, um gesund und glück­lich zu sein. Viel­mehr sind es die klei­nen Din­ge und stil­len Momen­te, die zäh­len. Des­we­gen kön­nen nur Sie selbst her­aus­fin­den, was Ihre per­sön­li­che Gesund­heits- und Glücks­for­mel ist.«

Durch ›ich schrei­be mich gesund‹ lädt Hei­mes zu einem Ken­nen­ler­nen mit sich selbst ein. Vor allem ein Ken­nen­ler­nen all jener Tei­le von sich, die sonst im All­tag kaum Platz fin­den kön­nen. Die ers­ten rund 60 der 240 Sei­ten des Buches wid­met Hei­mes den theo­re­ti­schen Grund­la­gen und Über­le­gun­gen, die dem ›Gesund­heits­ta­ge­buch‹ zugrun­de lie­gen sollen. 

Der Groß­teil der ande­ren Sei­ten des Buches ist jedoch für das ›Gesund­heits­ta­ge­buch‹ reser­viert. Die­ses ist in drei Etap­pen geglie­dert, die jeweils vier Wochen des Schreib­pro­jek­tes umspan­nen. Jede der Etap­pen und jede Woche ver­fügt wie­der­um über eine kur­ze Ein­lei­tung, um sich mit dem jewei­li­gen Schwer­punkt ver­traut zu machen. Ob über den »Umgang mit schwie­ri­gen Gefüh­len«, das Ken­nen­ler­nen der »wah­ren Bedürf­nis­se« oder die Ein­lei­tung zum Per­spek­tiv­wech­sel: Die­se The­men und wei­te­re fin­den in ›ich schrei­be mich gesund‹ ihren Platz.

Zusätz­lich ver­fügt jede Woche über eine Wochen­re­fle­xi­on, jede Etap­pe über eine Etap­pen­re­fle­xi­on und das Buch an sich über eine Abschluss­re­fle­xi­on. Somit hat der Leser – und Schrei­ber – mehr­mals die Mög­lich­keit, sich mit den unter­schied­li­chen Schwer­punk­ten kri­tisch auseinanderzusetzen.

»Und obwohl wir inner­lich dau­ernd von etwas bewegt sind und unser Kör­per eben­falls stän­dig in Bewe­gung ist, ist die Fra­ge, wie es uns geht und was uns bewegt, nicht immer leicht zu beant­wor­ten, weil wir im All­tag oft dar­über hin­weg­ge­hen. Zudem han­delt es sich bei dem, was uns bewegt, meist um eine Mischung aus Gefüh­len und Gedan­ken, die manch­mal nur schwer aus­ein­an­der­zu­hal­ten sind.«

Auch in der Anga­be ihrer Quel­len will Hei­mes trans­pa­rent sein, so ver­fügt der Anhang über eine Sei­te mit Buch­tipps, einen Anmer­kungs­ap­pa­rat und Zitat­nach­wei­se. In der ver­wen­de­ten Lite­ra­tur ist Hei­mes um Aktua­li­tät bemüht: nur eine ver­schwin­dend gerin­ge Anzahl der ver­wen­de­ten Quel­len sind noch aus den 80er- oder 90er-Jah­ren. Die über­wie­gen­de Mehr­heit hin­ge­gen ist nach 2000 publi­ziert wor­den, aus den letz­ten fünf Jah­ren ist jedoch nur sehr wenig For­schung in den Anmer­kungs­ap­pa­rat auf­ge­nom­men worden.

Fazit zu ›ich schreibe mich gesund

So kann Hei­mes Buch ›ich schrei­be mich gesund‹ natür­lich kei­ne Alter­na­ti­ve zu pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe sein, aber will die Mög­lich­keit geben, sich selbst und die eige­nen Beschwer­den bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Auch bei einer Ver­schlech­te­rung der Beschwer­den soll­te das 12-Wochen-Pro­gramm natür­lich nicht sto­isch bis zum Ende ertra­gen wer­den. Das Wohl­be­fin­den soll im Zen­trum ste­hen und zugleich ein Sich-Zeit-Neh­men um über das nach­zu­den­ken, was einen bewegt.

Buchinfo

Sil­ke Hei­mes:
Ich schrei­be mich gesund

Mit dem 12-Wochen-Pro­gramm zu Gesund­heit und Aus­ge­gli­chen­heit
dtv Rat­ge­ber, Mün­chen 2020
240 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
Hard­co­ver
ISBN 978−3−423−28222−2

Lust bekom­men?

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Eine Haf­tung der Rezen­sen­tin für Personen‑, Sach- oder Ver­mö­gens­schä­den ist ausgeschlossen.


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