Archiv der Kategorie: Krimi, Thriller, Mystery

Marc Raabe: Die Hornisse [Rezension]

Marc Raabe: Die Hornisse [Rezension]

Geheimnisse einer vergangenen Zeit. 

Ein bru­ta­ler Mord im Gäs­te­haus der Poli­zei hält das Ermitt­lungs­team in ›Die Hor­nis­se‹ in Atem. Bei dem Opfer han­delt es sich um Brad Gal­lo­way, der von sei­nen zahl­rei­chen Fans ver­ehrt wird. 

Nie­mand weiß, wie das Opfer auf das Poli­zei­ge­län­de gekom­men ist. Auch die Bot­schaft, die auf Gal­lo­ways Brust geschrie­ben steht, lässt das Ermitt­lungs­team um Tom Baby­lon im Dun­keln tappen. 

Mit jeder gefun­de­nen Spur steigt die Hoff­nung, das Ver­bre­chen auf­zu­klä­ren. Doch umso mehr Spu­ren sie sam­meln, des­to deut­li­cher wird, dass alle in eine Rich­tung wei­sen. Und der Alb­traum beginnt.

»Gar nicht so lan­ge her, denkt er, da gab es auch in Deutsch­land noch Todes­ur­tei­le. Amt­lich, mit Stem­pel. Getippt im Zwei-Fin­ger-Such­sys­tem auf bucke­li­gen Schreib­ma­schi­nen mit Durch­schlag­pa­pier und aus­ge­führt im Ver­bor­ge­nen, von Sol­da­ten ohne Uniform.«

In ›Die Hor­nis­se‹ knüpft Raa­be geschickt zwei Zei­ten anein­an­der, das hier und jetzt und das Jahr 1989. Ist das Ver­schwin­den von Tom Baby­lons klei­ner Schwes­ter noch immer unge­klärt, führt das Jahr 1989 in eine Zeit zurück, in der sie noch ein Baby war. 

Auch Tom ist noch ein klei­ner Jun­ge, der noch nicht ahnen kann, wel­che Schre­cken die Zukunft für ihn bereit­hal­ten wird. Sei­ne Mut­ter will unbe­dingt die DDR ver­las­sen, um ihre Kin­der im Wes­ten auf­wach­sen zu sehen. Doch könn­te jemand ahnen, was sie vor­hat und hin­ter ihr Geheim­nis gekom­men sein? Hil­fe kann sie nur von einem erwarten.

»Ben­no hat­te zwei Sei­ten. Die, die sie magisch anzog, und die ande­re, manch­mal düs­te­re Sei­te, die sie nicht weni­ger anzie­hend fand. Es mach­te schließ­lich etwas mit einem, wenn man wie er stän­dig Zeit unter der Erde ver­brach­te und Tun­nel grub.«

In einem Wech­sel­spiel aus Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart grei­fen die­se inein­an­der über. Das Netz aus Geheim­nis­sen und Ver­stri­ckun­gen hat Raa­be in ›Die Hor­nis­se‹ fein gewebt. Gespannt kön­nen die Leser und Lese­rin­nen dabei zuse­hen, wie sich die Figu­ren im Thril­ler dar­in verfangen. 

»Inge stand im Bad, hielt sich mit bei­den Hän­den am Wasch­be­cken fest und starr­te ihr Spie­gel­bild an. Die Ver­zweif­lung stand ihr ins Gesicht geschrieben.«

Für das Ver­ständ­nis von ›Die Hor­nis­se‹ ist es nicht wich­tig, die ers­ten bei­den Bän­de der Tom Baby­lon-Serie – ›Schlüs­sel 17‹ und ›Zim­mer 19‹ – gele­sen zu haben, so war es bei mir. Doch wer viel­leicht die kom­plet­te Rei­he lesen will, soll­te auf jeden Fall mit Band 1 anfan­gen. In ›Die Hor­nis­se‹ wird sich auf Ele­men­te bezo­gen, die ver­mut­lich durch die Auf­lö­sung in Band 1 und 2 bekannt wer­den. Wer also der Rei­he nach liest, hat bei allen Bän­den den maxi­ma­len Lesegenuss. 

Fazit zu ›Die Hornisse

Die Hor­nis­se‹ ist nicht nur für ein­ge­fleisch­te Marc Raa­be- und Tom Baby­lon-Fans Span­nung pur. Doch mit jeder wei­te­ren Sei­te gera­ten Leser und Lese­rin tie­fer in die dich­te, atmo­sphä­ri­sche Welt die­ses Thril­lers. Neben Tom Baby­lon und Sita Johanns bie­tet ›Die Hor­nis­se‹ viel Raum für die heim­li­che­ren Hel­den, die die­sen Roman so beson­ders machen.

Buchinfo

Marc Raa­be:
Die Hor­nis­se

Tom Baby­lon-Serie 3
Thril­ler
ull­stein buch­ver­la­ge, Ber­lin 2020
544 S., EUR (D) 14,99 inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−86493−151−2

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Ragnar Jónasson: Nebel [Rezension]

Von Dunkelheit und Einsamkeit. 

Als Erna sich ent­schei­det, ihren Mann zu hei­ra­ten, ent­schei­det sie sich auch für sei­nen Hof. Abge­le­gen, über vie­le Mona­te im Jahr stock­fins­ter, Ker­zen gegen die stän­di­gen Stromausfälle. 

Erla ist nicht für die­ses Leben gemacht, doch ihren Mann wür­de sie nicht im Stich las­sen. Des­sen Fami­lie küm­mert sich bereits seit so vie­len Genera­tio­nen um den Hof, dass sie weiß, dass er ihn nie ver­kau­fen wird. Nur drei Din­ge hel­fen ihr, damit klar­zu­kom­men: Roma­ne, das Radio und der Gedan­ke an ihre Toch­ter Anna. 

Auch die­ses Weih­nach­ten soll ruhig wer­den. Nur sie und ihr Mann, spä­ter viel­leicht noch Anna. Doch als es an der Tür klopft und ein Frem­der um Ein­lass bit­tet, ist es damit vorbei.

»Sie wuss­te, dass für Einar die Fami­li­en­eh­re auf dem Spiel stand. Er hat­te ein schwe­res Erbe ange­tre­ten, und es war, als wären die Geis­ter sei­ner Ahnen stän­dig anwe­send und beob­ach­te­ten ihn aus den dunk­len Ecken heraus.«

Mit dem Frem­den zieht für Erla die Furcht in das eige­ne Haus ein. Das Tele­fon ist tot, der Strom lässt sie im Stich. Und in der Nacht hört sie Geräu­sche, die nicht da sein soll­ten. Doch abge­schot­tet jeder wei­te­ren Men­schen­see­le, sich Erna, ihr Mann und der Frem­de auf sich allein gestellt.

»Durch den Strom­aus­fall war die Atmo­sphä­re ohne­hin schon son­der­bar genug: Es herrsch­te eine Art düs­te­res Zwie­licht, das Erla an die Tages­zeit erin­ner­te, die sie immer als beson­ders unheim­lich emp­fand, die Zeit, in der Geis­ter aus den Schat­ten tra­ten und mensch­li­che Gestalt anneh­men konn­ten, ohne dass man es merkte.«

Nebel‹, der drit­te Teil der ›Hul­da‹-Tri­lo­gie kann pro­blem­los an die Qua­li­tät des ers­ten Ban­des, ›Dun­kel‹, und zwei­ten Ban­des, ›Insel‹, anzu­knüp­fen. Der drit­te Band baut zwar nicht auf den Gescheh­nis­sen des zwei­ten Ban­des auf, was durch die achro­no­lo­gi­sche Anord­nung der Tri­lo­gie auch nicht mög­lich wäre, doch lässt er Hul­das Ent­wick­lung mit­er­le­ben. Eini­ge der Ereig­nis­se, die im drit­ten Band gesche­hen, hat­ten auf den ers­ten und zwei­ten Band Auswirkungen.

Was ein fried­li­ches und besinn­li­ches Weih­nachts­fest hät­te wer­den sol­len, wird in ›Nebel‹ durch Dun­kel­heit und Iso­la­ti­on zu einem Grauen.

Wie ›Dun­kel‹ und ›Insel‹ kommt ›Nebel‹ ohne mög­lichst blu­ti­ge und bes­tia­li­sche Mor­de aus. Das Grau­en und die Span­nung wach­sen aus dem, was im Inne­ren des Men­schen schlum­mert. Jónas­son zeigt in sei­ner ›Hul­da‹-Tri­lo­gie, was Geheim­nis­se, Schuld und Dun­kel­heit mit dem Men­schen, Fami­li­en oder Part­ner­schaf­ten machen kann. 

Fazit zu ›Nebel

Nebel‹ ist ein wür­di­ger Abschluss – oder Auf­takt? – der ›Hul­da‹-Tri­lo­gie. Für mich per­sön­lich sogar der liebs­te Teil der Tri­lo­gie, die sich von Band zu Band noch wei­ter gestei­gert hat. Für alle Kri­mi-Fans, die Lust auf unauf­dring­li­che­re Span­nung haben.

Buchinfo

Rag­nar Jónas­son:
Nebel

Die HUL­DA-Tri­lo­gie, Band 3
Ori­gi­nal­ti­tel: Mis­tur (Ver­lag: Bjar­tur Ver­öld)
Thril­ler
Über­setzt von: Andre­as Jäger
btb, Mün­chen 2020
352 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back, Klap­pen­bro­schur
ISBN 978−3−442−75862−3

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Ragnar Jónasson: Insel [Rezension]

Die Last eines zehn Jahre alten Geheimnisses. 

Sie erzählt ger­ne Geschich­ten. Sie schmückt sie aus und füllt die Lücken, bis sie sicher ist, sie auf die span­nends­te Wei­se erzäh­len zu kön­nen. Immer wenn sie das abge­le­ge­ne Som­mer­haus ihrer Fami­lie besucht, erzählt sie eine bestimm­te Geschichte. 

Einst soll einer ihrer Vor­fah­ren in der Nähe gelebt haben, der vor vie­len Jah­ren als Hexer au dem Schei­ter­hau­fen ver­brannt wur­de. Und manch­mal, wenn man nachts wach­liegt und nicht schla­fen kann, soll man ihn noch hören können. 

Nie­mals wür­de sie eine Nacht allein im Som­mer­haus ver­brin­gen. Auch die­ses Mal ist sie nicht allein dort­hin gefah­ren. Nie­mand weiß, dass sie dort sind. Es soll ihr Geheim­nis sein; doch die­ses Geheim­nis for­dert sei­nen Preis.

»Sie durch­quer­ten die Hoch­moo­re, eine baum­lo­se Land­schaft, die sich karg und unheil­voll leer in der Däm­me­rung vor ihnen erstreck­te, und fuh­ren ent­lang des größ­ten Fjords, des Ísaf­jarðard­júp, zur Küs­te hinunter.«

Dagur muss mit anse­hen, wie sein Vater noch im Schlaf­an­zug aus dem Haus geführt und ver­haf­tet wird. Er will es ver­hin­dert, wehrt sich, doch er kann es nicht ver­hin­dern. Er weiß, dass in die­sem Moment sei­ne Fami­lie kaputtgeht.

»Der Frie­den war gestört wor­den, in der Nach­bar­schaft und in sei­ner Fami­lie. Nie­mand, der es mit ange­se­hen hat­te, wür­de jemals den Anblick ver­ges­sen, wie Vetur­liði in der Däm­me­rung nur mit einem Schlaf­an­zug beklei­det, von der Poli­zei aus sei­nem Haus gezerrt wor­den war, wäh­rend sein Sohn Zeter und Mor­dio geschrien hatte.«

Dem zwei­ten Teil der ›Hul­da‹-Tri­lo­gie gelingt es mühe­los, an die Qua­li­tät des ers­ten Ban­des, ›Dun­kel‹, anzu­knüp­fen. Zwar baut er nicht auf den Gescheh­nis­sen des ers­ten Ban­des auf, da die Bän­de achro­no­lo­gisch ange­ord­net sind, doch zeigt er für man­ches dar­in einen Teil der Vor­ge­schich­te. Im zwei­ten Band ist Hul­da jün­ger, der Ruhe­stand noch in der Fer­ne und ihr Wunsch nach einem Kar­rie­re­sprung groß.

Rag­nar Jónas­son ist ein Meis­ter der lei­sen und unauf­dring­li­chen Span­nung. Die Atmo­sphä­re ist dicht, die Stim­mung düs­ter und geheimnisumwoben. 

Insel‹ braucht kei­nen mög­lichst bes­tia­li­schen oder blu­ti­gen Mord – viel­mehr leben die Fäl­le von Geheim­nis­sen, mensch­li­chen Bin­dun­gen und Nöten. Vie­le schei­nen etwas zu ver­heim­li­chen zu haben, alte Pro­ble­me schwe­len noch unter der Oberfläche. 

Nach­dem ›Dun­kel‹ und ›Insel‹ bereits über­zeu­gen konn­ten, bleibt nur noch, auf den drit­ten Band der Tri­lo­gie – ›Nebel‹ – zu war­ten. Eins ist auch hier sicher: Es wird span­nend werden.

Buchinfo

Rag­nar Jónas­son:
Insel

Die HUL­DA-Tri­lo­gie, Band 2
Thril­ler
Über­setzt von: Kris­ti­an Lut­ze
btb, Mün­chen 2020
384 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−442−75861−6

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Ragnar Jónasson: Dunkel [Rezension]

Das letzte Aufbäumen einer abgeschriebenen Kommissarin. 

Seit Jahr­zehn­ten arbei­tet Hul­da Her­manns­dót­tir in ›Dun­kel‹ für die Poli­zei. Doch obwohl sie bes­ser ist als die meis­ten ihrer Kol­le­gen, ist sie nie über den Rang einer Kom­mis­sa­rin hin­aus­ge­kom­men. Wäh­rend Kol­le­gen, die weit weni­ger gründ­lich und sorg­sam arbei­te­ten, auf der Kar­rie­re­lei­ter an ihr vor­bei­zo­gen. Doch die­se hat­ten eines gemein­sam, dass Hul­da nie sein wür­de, sie waren Männer. 

Wie vie­le in ihrem Beruf erfüllt Hul­da der Gedan­ke an ihre Pen­si­on mit Unbe­ha­gen. Doch als ihr Chef ihr eines Mor­gens mit­teilt, dass sie nicht erst zum Ende des Jah­res in Pen­si­on gehen soll, son­dern in zwei Wochen, erwischt es Hul­da eis­kalt. Man bräuch­te ihr Büro. Man habe die Chan­ce, einen viel­ver­spre­chen­den Auf­stei­ger anzu­stel­len. Ihre Fäl­le sei­en bereits an die Kol­le­gen ver­teilt wor­den. Doch so ein­fach lässt sich die 64-jäh­ri­ge Kom­mis­sa­rin nicht in den Ruhe­stand schicken.

Für ihre letz­ten zwei Wochen darf Hul­da in ›Dun­kelCold Cases bear­bei­ten, auf die sie Lust hat. Und bald fin­det sie sich in einem Fall, der nicht nur jede Men­ge Feh­ler auf­weist, son­dern sie an ihre Gren­zen brin­gen wird.

»Man hat­te die Lei­che der jun­gen Frau an einem dunk­len Win­ter­mor­gen in einer fel­si­gen Bucht am Vatns­ley­sus­trönd gefun­den, einem dünn besie­del­ten Küs­ten­strei­fen im Nor­den der Halb­in­sel Reykja­nes etwa drei­ßig Kilo­me­ter süd­lich von Reykjavík.«

Hul­da hat sich bei der Poli­zei stets aus­ge­schlos­sen und auf sich allein gestellt gefühlt. Am Ende nun so grob und plötz­lich in den Ruhe­stand beför­dert zu wer­den, macht das nicht bes­ser. Viel­leicht fühlt sich die Kom­mis­sa­rin sich des­we­gen der toten jun­gen Frau schnell ver­bun­den: Wenn Hul­da nicht den Fall wie­der für sie auf­greift, wird es nie­mand tun. Ihre Kol­le­gen und auch die Öffent­lich­keit haben mit ihrem Fall bereits abge­schlos­sen, genau­so wie mit Hulda.

»Sie ver­miss­te ihr altes Leben, die gute alte Zeit, und obwohl sie mit Pétur einen neu­en Freund gefun­den hat­te, fühl­te sie sich allein auf die­ser Welt. Nie hat­te sie das stär­ker emp­fun­den als in die­sem Augenblick.«

Die ›Hul­da‹-Tri­lo­gie weist ein Merk­mal auf, das sie stark von ande­ren Tri­lo­gien unter­schei­det: Hul­das Geschich­te wird nicht chro­no­lo­gisch, son­dern achro­no­lo­gisch erzählt. In ›Dun­kel‹ erle­ben wir Hul­da in ihrem letz­ten Fall, bevor der Ruhe­stand ihre Kar­rie­re been­den soll. In den Fol­ge­bän­den ›Insel‹ und ›Nebel‹ hin­ge­gen erle­ben wir sie auf der Höhe ihrer Kar­rie­re in ihren pro­mi­nen­tes­ten Fällen.

Bereits der ers­te Band ›Dun­kel‹ macht deut­lich, dass Hul­da mehr ist als eine Kom­mis­sa­rin. Was sie vor ihrem Freund Pétur ver­birgt, weiß auch nie­mand sonst auf die­ser Welt. Nach und nach erzählt sie ihm von ihrer Kind­heit, ihrem schwie­ri­gen Ver­hält­nis zu ihrer Mut­ter und dem Tag, an dem sie ihre gan­ze Fami­lie verlor.

»Aber hier war sie nun, allein mit ihrem Kind, und konn­te nachts vor Sor­ge um die Zukunft kaum schlafen.«

Fazit zu ›Dunkel

Obwohl Hul­da kein strah­len­der Son­nen­schein ist, ist sie sym­pa­thisch, auf ihre eige­ne, in die Jah­re gekom­me­ne Art, die sich selbst treu bleibt. Die Atmo­sphä­re, die Jónas­son in ›Dun­kel‹ ver­dich­tet, ist auf jeder Sei­te spür­bar. Hul­das Island ist düs­ter, schön und geheimnisvoll. 

Auch das Ende des ers­ten Ban­des der Tri­lo­gie kann über­ra­schen, ob auf eine gute oder schlech­te Wei­se wird wohl jeder Leser und jede Lese­rin für sich selbst ent­schei­den müs­sen. Doch einst ist ›Dun­kel‹ auf jeden Fall: span­nend, auf eine düs­te­re, unauf­dring­li­che und ruhi­ge Art.

Buchinfo

Rag­nar Jónas­son:
Dun­kel

Die HUL­DA-Tri­lo­gie, Band 1
Thril­ler
Über­setzt von: Kris­ti­an Lut­ze
btb, Mün­chen 2020
384 S., EUR (D) 15,- inkl. MwSt.
Paper­back
ISBN 978−3−442−75860−9

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Agatha Christie: Das fehlende Glied in der Kette [Rezension]

Alte Bekannte, Poirot und ein Mord. 

Das Wie­der­se­hen mit einem alten Bekann­ten gestal­tet sich in ›Das feh­len­de Glied in der Ket­te‹ für Has­tings anders als erwar­tet: Auf Hei­mat­ur­laub trifft er auf John Caven­dish, der ihn zu sich nach Hau­se nach Styles ein­lädt, um dort den Rest sei­nes Urlaubs zu verbringen. 

Obwohl er John, des­sen Bru­der Law­rence und ihre schon betag­te Mut­ter seit Jah­ren nicht gese­hen hat, sind die Erin­ne­run­gen an Styles noch lebendig. 

Doch nicht alles ist so geblie­ben, wie es Has­tings aus sei­ner Jugend erin­nert: Trotz ihres hohen Alters hat Johns und Law­rence Mut­ter noch ein­mal gehei­ra­tet – und zwar einen Mann, der bei nie­man­dem Sym­pa­thien aus­zu­lö­sen scheint.

Zum ers­ten Bruch auf dem char­man­ten Anwe­sen Styles kommt es, als die reso­lu­te Evie es nach einem Streit verlässt.

»Ich spür­te, dass zusam­men mit Evie etwas Unde­fi­nier­ba­res aus der Atmo­sphä­re ver­schwun­den war. Ihre Anwe­sen­heit hat­te Sicher­heit bedeu­tet. Jetzt war die­se Sicher­heit ver­schwun­den und nun war die Luft vol­ler Verdächtigungen.«

Was in ›Das feh­len­de Glied in der Ket­te‹ als ver­gnüg­li­ches Wie­der­se­hen von alten Freun­den beginnt, wird schnell ernst. Noch wäh­rend Has­tings sei­nen Hei­mat­ur­laub in Styles genießt, ver­stirbt eine sei­ner Jugend­be­kannt­schaf­ten und es dau­ert nicht lan­ge, bis der Ver­dacht sich regt, dass dies kein natür­li­cher Tod war.

Doch zum Glück sind die auf Styles Leben­den nicht die ein­zi­gen alten Bekann­ten, die Has­tings auf sei­nem Hei­mat­ur­laub trifft: Auch Her­cu­le Poi­rot, ein ehe­ma­li­ger Mit­ar­bei­ter der bel­gi­schen Kri­mi­nal­po­li­zei, der für sein Kön­nen bekannt ist, läuft ihm wie­der über den Weg. 

Und was lie­ge da näher, als den etwas schrul­li­gen, jedoch dis­kre­ten und fähi­gen Poi­rot dar­um zu bit­ten, sich der Auf­klä­rung des Falls anzunehmen?

»Poi­rot war ein klei­ner Mann von unge­wöhn­li­chem Aus­se­hen. Er war knapp einen Meter sech­zig groß, aber sei­ne Hal­tung ver­riet Wür­de. Sein Kopf hat­te genau die Form eines Eies, und er neig­te ihn stets ein wenig zur Seite.«

Mit ›Das feh­len­de Glied in der Ket­te‹ – im Ori­gi­nal bekannt unter dem Titel ›The Mys­te­rious Affair at Styles‹ – beglei­ten die Leser und Lese­rin­nen Poi­rot bei der Auf­klä­rung sei­nes ers­ten Falls. Dut­zen­de Roma­ne über ihn waren in den fol­gen­den Jah­ren erschienen.

Wäh­rend Has­tings und Poi­rot nach und nach die Fra­ge nach dem ›Wie?‹ des Todes ent­schlüs­seln, hat der Leser oder die Lese­rin vom Anfang bis zum Ende die Gele­gen­heit, mit­zu­rät­seln und sich den Kopf über die Fra­ge nach dem ›Wer?‹ zu zer­bre­chen. Denn eines ist klar, ein Motiv wäre wohl bei jedem zu finden.

Fazit zu ›Das fehlende Glied in der Kette

So ver­fügt bereits die­ser ers­te Fall für Her­cu­le Poi­rot über vie­le der Ele­men­te, die an Aga­tha Chris­ties Kri­mi­nal­ro­ma­nen so geschätzt wer­den: Span­nung, Charme und eine ordent­li­che Por­ti­on Rätselvergnügen.

Buchinfo

Aga­tha Chris­tie:
Das feh­len­de Glied in der Ket­te

Poi­rots ers­ter Fall
Über­setzt von: Nina Schind­ler
Atlan­tik, Ham­burg 2020
224 S., EUR (D) 20,- inkl. MwSt.
Papp­band
ISBN 978−3−455−00883−8

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Harlan Coben: Ich vermisse dich [Rezension]

Was ihr Ex ihr verschwieg. 

Kat Dono­van, Detec­ti­ve bei der Kri­mi­nal­po­li­zei, gehört zu jenen Frau­en, die nicht auf den Mund gefal­len sind. Schon ihr Vater war bei der Poli­zei, der vor fast zwan­zig Jah­ren ermor­det wurde. 

Und mit dem Tod ihres Vaters hat sich auch ihr dama­li­ger Ver­lob­ter von ihr ent­frem­det und sie ver­las­sen. Seit­dem klafft ein Loch in Kats Leben, das durch die Arbeit nicht gefüllt wer­den kann. 

Der Mann, der für den Mord an ihrem Vater hin­ter Git­tern sitzt, liegt im Ster­ben. Ein letz­tes Mal ver­sucht Kat von ihm zu erfah­ren, wer den Mord an ihrem Vater in Auf­trag gab und war­um. Zur glei­chen Zeit hat ihre Freun­din Sta­cy die Idee, Kat Dono­van bei einer Online-Sin­gle­bör­se anzumelden.

»Man erfährt viel über Bezie­hun­gen, wenn der eige­ne Job gewis­ser­ma­ßen dar­in besteht, sie zu zer­stö­ren. Die Wahr­heit ist aber, dass es in fast jeder Bezie­hung Bruch­stel­len gibt. Jede Bezie­hung hat Ris­se und Sprünge.«

Doch was, wenn die Sin­gle­bör­se dir nicht hilft, auf ande­re Gedan­ken zu kom­men, son­dern dir das Bild dei­nes Ex-Ver­lob­ten vorschlägt? 

Und wäh­rend Kat in ›Ich ver­mis­se dich‹ dar­an zu kau­en hat, dass ihr Ex-Ver­lob­ter plötz­lich wie­der in Reich­wei­te scheint und der ver­ur­teil­te Mör­der ihres Vaters ster­ben könn­te, ohne ihr ihre letz­ten Fra­gen beant­wor­tet zu haben, braucht ein Jun­ge Kats Hilfe.

Men­schen ver­schwin­den, wäh­rend die noch unge­lös­ten Fra­gen in Kats Ver­gan­gen­heit wie­der in die Gegen­wart rei­chen. Wäh­rend sich alles mehr und mehr zu ver­mi­schen und zu ver­wi­schen scheint, stellt sich bald die Fra­ge, wem Kat noch ver­trau­en und glau­ben kann. Und vor allem – kann sie ihrem eige­nen Urteil noch trauen?

»Meis­tens emp­fand sie nur glü­hen­den Hass für ihn, manch­mal wur­de ihr jedoch klar, dass es war, als wür­de sie eine Pis­to­le has­sen. Er war die Waf­fe, mehr nicht.«

Fazit zu ›Ich vermisse dich

Coben ver­steht es, in ›Ich ver­mis­se dich‹ eine span­nen­de und erschre­cken­de Hand­lung mit den Geschich­ten der Figu­ren zu ver­we­ben. Ein Sog ent­steht, der durch über­ra­schen­de Wen­dun­gen, klu­ge Dia­lo­ge und glaub­haf­te Cha­rak­te­re durch das Buch treibt. Ein Thril­ler, der in Atem hält.

Buchinfo

Har­lan Coben:
Ich ver­mis­se dich

Thril­ler
Aus dem Ame­ri­ka­ni­schen von Gun­nar Kwisin­ski
Gold­mann, Mün­chen 2016
512 S., EUR (D) 9,99 inkl. MwSt.
Roman, Taschen­buch, Klap­pen­bro­schur
ISBN 978−3−442−48435−5

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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Robert Galbraith: Der Ruf des Kuckucks [Rezension]

Von einem taumelnden Detektiv. 

250 Sei­ten hat es gedau­ert, bis ich mit ›Der Ruf des Kuckucks‹ warm gewor­den bin. Zuge­ge­ben, wenn das Buch von einer ande­ren Autorin oder einem ande­ren Autor geschrie­ben wor­den wäre, hät­te ich ihm ver­mut­lich nicht so viel Zeit gege­ben. Ich habe es immer wie­der zurück auf mei­nen Lese­sta­pel gelegt, um es dann irgend­wann wie­der hervorzuholen. 

Aber ich den­ke, dass mein Pro­blem mit dem Anfang des Buches vor allem durch eines kam: Ich hat­te es nicht aus­ge­sucht, weil ich den Klap­pen­text viel­ver­spre­chend fand, son­dern nur, weil ich die Autorin so sehr mag. Nor­ma­ler­wei­se hät­te mich das Set­ting des Romans nicht sehr inter­es­siert, da es mir nicht atmo­sphä­risch genug erschie­nen wäre.

Somit sagen mei­ne Pro­ble­me mit dem Anfang des Roma­nes wohl nicht unbe­dingt etwas über die Qua­li­tät des­sel­ben aus, son­dern vor allem dar­über, dass ich ihn mir nicht aus den rich­ti­gen Grün­den gekauft hat­te. Aber den­noch: Nach­dem ich mit dem Set­ting warm­ge­wor­den war und end­lich einen Durch­blick über all die unter­schied­li­chen Figu­ren bekom­men hat­te, war das Buch sehr schnell ver­schlun­gen. Für die ers­ten 250 Sei­ten brauch­te ich fast zwei Jah­re, für die rest­li­chen knapp 400 Sei­ten kei­ne 24 Stunden.

»… durch sei­ne Grö­ße und beträcht­li­che Kör­per­be­haa­rung, gepaart mit einem deut­li­chen Bauch­an­satz, erin­ner­te sei­ne Erschei­nung an einen Grizz­ly. Er hat­te ein ange­schwol­le­nes blau­es Auge; unter der Augen­braue befand sich ein Schnitt.«

Das ange­sag­te Top­mo­del Lula Landry stirbt bei einem Sturz von ihrem Bal­kon. Was zuerst nach Selbst­mord aus­sieht, wird bald von eini­gen ihrer Ange­hö­ri­gen infra­ge gestellt. Die Gerüch­te häu­fen sich. Hat­te Lula vor ihrem Tod Streit mit ihrem eben­falls berühm­ten Freund? Haben ihre leib­li­chen Eltern etwas mit ihrem Tod zu tun, oder war gar ihre Adop­tiv­fa­mi­lie dar­in ver­wi­ckelt? Mit ihrem Tod hin­ter­lässt das Model meh­re­re Mil­lio­nen und eine Men­ge unge­klär­ter Fragen.

Auch das Leben, wie es sich der Detek­tiv Cormo­ran Strike vor­ge­stellt hat­te, ist vor­bei: Die Tren­nung von sei­ner Ver­lob­ten, die Ampu­ta­ti­on sei­nes Bei­nes nach sei­ner Zeit beim Mili­tär, die finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten, die ihn auf einer Cam­pin­glie­ge in sei­nem Büro schla­fen lassen. 

Als ihn John Bris­tow, der Adop­tiv­bru­der des ver­stor­be­nen Models Lula Landry, auf­sucht, strahlt Cormo­ran Strikes hells­ter Stern nicht. Doch der Vor­schuss für die Über­nah­me der Ermitt­lun­gen ist groß und ein Kind­heits­freund, eben­falls ein Adop­tiv­bru­der von John Bris­tow, ver­bin­det die Män­ner mit­ein­an­der. Zu sei­nem neu­en Fall bekommt Cormo­ran auch eine neue Sekre­tä­rin ins Haus, die sich schon bald als über­aus flei­ßig und begabt entpuppt.

»Obwohl Robin Ella­cotts fünf­und­zwan­zig­jäh­ri­ges Leben nicht frei von auf­re­gen­den und dra­ma­ti­schen Ereig­nis­sen gewe­sen war, so hat­te sie doch nie zuvor das Bett in der fes­ten Gewiss­heit ver­las­sen, dass sie den anbre­chen­den Tag für den Rest ihres Lebens im Gedächt­nis behal­ten würde.«

Und so begibt sich Cormo­ran Strike in ›Der Ruf des Kuckucks‹ für sei­ne Ermitt­lun­gen in die Welt des Blitz­licht­ge­wit­ters und die vie­len, mit­ein­an­der ver­wo­be­nen Schich­ten des Romans fal­ten sich vor dem Leser oder der Lese­rin auf.

Der Ruf des Kuckucks‹ war das ers­te Buch, das ich von J. K. Row­ling gele­sen habe – die hier unter dem Pseud­onym Robert Gal­braith schreibt –, das nicht zum ›Har­ry Pot­ter‹-Uni­ver­sum zählt. Und ich habe lan­ge gebraucht, um zu ver­dau­en, dass in ›Der Ruf des Kuckucks‹ nie­mand mit Zau­ber­stä­ben auf­ein­an­der los­geht. Natür­lich weiß ich, dass Schrift­stel­ler unter­schied­li­che Wel­ten erschaf­fen kön­nen: Doch J. K. Row­ling war durch mei­ne Kind­heit hin­durch so stark mit ›Har­ry Pot­ter‹ ver­knüpft, dass ich es für die­sen Roman wie­der neu ler­nen musste.

»Strike hat­te ein­mal ver­sucht, die Schu­len zu zäh­len, die er in sei­ner Jugend besucht hat­te, und war auf sieb­zehn gekom­men, wobei er jedoch den Ver­dacht heg­te, ein paar ver­ges­sen zu haben. Nicht mit ein­ge­rech­net hat­te er die kur­ze Zeit, in der er angeb­lich Pri­vat­un­ter­richt erhal­ten hat­te: als er mit sei­ner Mut­ter und sei­ner Halb­schwes­ter in einem besetz­ten Haus in der Atlan­tic Road in Brixton wohnte.«

Eines der gro­ßen Talen­te von Robert Gal­braith und J. K. Row­ling (›Phan­tas­ti­sche Tier­we­sen‹ & ›Grin­del­walds Ver­bre­chen‹) ist ihr Gespür für Men­schen, die Wir­ren ihrer Bezie­hun­gen und die Glaub­wür­dig­keit ihrer Emo­tio­nen. ›Der Ruf des Kuckucks‹ ent­wi­ckelt sich nach und nach zu einem Kri­mi­nal­ro­man, in dem die Taten und Wün­sche der ver­schie­de­nen Figu­ren so fein mit­ein­an­der ver­wo­ben sind, dass der Roman ein stim­mi­ges Gesamt­bild ergibt.

Fazit zu ›Der Ruf des Kuckucks

Nun, viel­leicht habe ich ›Der Ruf des Kuckucks‹ aus den fal­schen Grün­den ange­fan­gen zu lesen, aber sicher­lich habe ich ihn aus den rich­ti­gen Grün­den zu Ende gele­sen: Die Ver­stri­ckun­gen und die orga­ni­sche Ent­wick­lung der unter­schied­li­chen Figu­ren in ihren Bezie­hun­gen zuein­an­der hat mir kei­ne ande­re Wahl gelas­sen. So hat sich für mich auch das Ende über­aus stim­mig ange­fühlt und mir gro­ße Lust gemacht, die­se Rei­he trotz mei­ner Start­schwie­rig­kei­ten weiterzulesen.

Buchinfo

Robert Gal­braith:
Der Ruf des Kuckucks

Ein Fall für Cormo­ran Strike
Die Cormo­ran-Strike-Rei­he, Band 1
Aus dem Eng­li­schen von Wulf Berg­ner,
Chris­toph Göh­ler, Kris­tof Kurz
Roman, Kri­mi
Blan­va­let, Mün­chen 2014
656 S., EUR (D) 10,99 inkl. MwSt.
Taschen­buch, Klap­pen­bro­schur
ISBN 978−3−442−38321−4

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 3.5 von 5.


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