Hube (Hrsg.): Die schönsten norwegischen Märchen [Rezension]

Hube: Die schönsten norwegischen Märchen [Rezension]

Von vielköpfigen Trollen und weißen Bären. 

coverAuf über 200 Sei­ten hat Hans-Jür­gen Hube sie gesam­melt: ›Die schöns­ten nor­we­gi­schen Mär­chen‹. Sie sind voll von muti­gen Prin­zen, ent­führ­ten Prin­zes­sin­nen, lie­bens­wer­ten Hel­fern und rol­len­den Troll­köp­fen. Miss­güns­ti­ge Brü­der, die den jüngs­ten nicht mit­neh­men wol­len und sich über ihn lus­tig machen, fin­den eben­so Ein­zug in die Geschich­ten wie Stief­müt­ter, die sich der ver­hass­ten Stief­söh­ne ent­le­di­gen wollen. 

Ein­ge­lei­tet wer­den die ein­zel­nen Geschich­ten von der ver­trau­ten Mär­chen-For­mel »Es war ein­mal«, doch geschlos­sen nur sel­ten von der alt­be­kann­ten »Und wenn sie nicht gestor­ben sind«-Formel.

Neben bekann­ten Mär­chen-Ele­men­ten, wie dem Raub der schö­nen Prin­zes­sin, fin­den sich vie­le, den nor­we­gi­schen Mär­chen eige­ne Ele­men­te, wie die viel­köp­fi­gen Trol­le und den bös­ar­ti­gen Trollhexen.

»Als Lil­le­kort ein Weil­chen gewan­dert war, traf er ein altes, krum­mes buck­li­ges Weib, das nur ein Auge hatte.«

Zudem vari­ie­ren die ein­zel­nen Mär­chen erheb­lich in ihrer Län­ge. Wäh­rend man­che Geschich­ten kaum eine Sei­te lang sind, erstre­cken sich wie­der ande­re auf ein hal­bes Dut­zend Sei­ten. Unter den Ele­men­ten, von denen sich eini­ge immer­fort zu wie­der­ho­len schei­nen, fal­len doch jene Geschich­ten beson­ders auf, die eige­ne­re Inhal­te erzählen. 

coverUnter mei­nen liebs­ten nor­we­gi­schen Mär­chen dür­fen sowohl der ›Weiß­bär König Vale­mon‹, ›Die Müh­le auf dem Mee­res­grun­de‹, ›Lil­le­kort‹ als auch ›All­schwarz und All­weiß‹ nicht fehlen. 

Auf jeden Fall zäh­le ich ›Die schöns­ten nor­we­gi­schen Mär­chen‹ schon jetzt zu den Büchern, die ich in die­sem Jahr gele­sen habe und deren Cover mir mit am meis­ten gefal­len hat.

Ich fin­de, dass das Cover die Stim­mung der Geschich­ten in ›Die schöns­ten nor­we­gi­schen Mär­chen‹ wun­der­bar ein­fängt und gro­ße Lust macht, das hüb­sche und hand­li­che Büch­lein wie­der und wie­der in die Hand zu nehmen.

»Es waren ein­mal zwei Brü­der, der eine hieß Treu, der ande­re Unge­treu; und Treu war stets gut und auf­rich­tig, Unge­treu aber böse und vol­ler Lügen; nie­mand konn­te sich auf ihn ver­las­sen. Ihre Mut­ter war eine arme Wit­we, die nur wenig zum Leben hatte …«

Fazit zu ›Die schönsten norwegischen Märchen

Wer sich für Mär­chen inter­es­siert, soll­te, obwohl auch ein paar der Mär­chen durch die sich wie­der­ho­len­den, jedoch mär­chen­ty­pi­schen Ele­men­te ein­tö­nig wir­ken kön­nen, doch auch ein­mal einen Blick auf nor­we­gi­sche Mär­chen wer­fen, unter denen sicher­lich der eine oder ande­re Lieb­ling gewon­nen wer­den kann.

Buchinfo

hube norwegischemaerchen

Hans-Jür­gen Hube (Hrsg.):
Die schöns­ten nor­we­gi­schen Mär­chen

Über­setzt v. F. Bre­se­mann & H.-J. Hube
insel taschen­buch, Ber­lin 2019
231 S., EUR (D) 11,- inkl. MwSt.
Taschen­buch
ISBN 978−3−458−36400−9

Lust bekom­men?

genialokal microbutton amazon banner 1

Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


Bewer­tung: 3.5 von 5.


Bewer­te die­sen Post ♥
[Total: 1 Average: 5]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.