Anke Bär: Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war [Rezension]

Anke Bär: Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war [Rezension]

Über Kindertage einer vergangenen Zeit. 

baer kirschendiebeKir­schen­die­be‹ der Autorin Anke Bär erzählt die Geschich­te der klei­nen Lot­te, die mit ihrer Fami­lie in einem Forst­haus lebt und ihre Kind­heit in der Nach­kriegs­zeit erlebt. 

Lot­te ist ein auf­ge­weck­tes, jun­ges Mäd­chen, das lie­ber Leder­ho­sen als Klei­der trägt, bes­ser wer­fen als nähen kann und lie­bend ger­ne Zeit mit den ande­ren Kin­dern verbringt. 

Gemein­sam erle­ben sie zahl­rei­che klei­ne All­tags­aben­teu­er in der Nähe des Forst­hau­ses. Sie gehen zur Schu­le, spie­len im Schnee und fei­ern Weih­nach­ten im Kreis der Fami­lie. Genau­so wie man sich das Leben eines jun­gen Mäd­chens vor­stellt. Nur eben ganz anders. Denn Lot­te kennt Hun­ger, muss sich mit Plumps­klos anfreun­den und kann nur dann lecke­re Kir­schen naschen, wenn sie die­se der Förs­ter­fa­mi­lie Greß­mann stibitzt. 

Die­se Ähn­lich­keit und zugleich Unter­schied­lich­keit zwi­schen Lot­te und einem klei­nen Mäd­chen der heu­ti­gen Zeit macht einen gro­ßen Reiz des Buches ›Kir­schen­die­be‹ aus. Es lädt die jun­gen Lesen­den ein, Lot­tes Leben mit ihrem eige­nen zu ver­glei­chen und Fra­gen zu stel­len: an Eltern, Groß­el­tern oder ande­re, die Erin­ne­run­gen an ihre Kind­heit tei­len wollen.

Anke Bärs Kir­schen­die­be punk­tet durch zahl­rei­che lie­be­vol­le Illus­tra­tio­nen, die so aus­se­hen, als wären sie direkt mit Blei­stift auf die Sei­ten gemalt wor­den. Zusätz­lich ver­fügt das Buch über einen span­nen­den Anhang, der neben einer Über­sicht mit Ereig­nis­sen der Nach­kriegs­zeit und einer Lis­te mit Muse­en auch zahl­rei­che Farb­ab­bil­dun­gen ent­hält. Neben Spiel­zeug und Büchern der Nach­kriegs­zeit fin­den sich dort auch Fotografien.

Der Schreib­stil von ›Kir­schen­die­be‹ ist klar und an die Gedan­ken­welt von Lot­te ange­passt. Das Buch besteht aus 36 knap­pen Kapi­teln, die sich zum Vor­le­sen eig­nen, da sie zumeist für sich ste­hen kön­nen. In die­sen gibt Kir­schen­die­be epi­so­den­haft Ein­blick in Ereig­nis­se aus Lot­tes All­tag und Leben.

Fazit zu ›Kirschendiebe

Doch so lie­be­voll das Buch illus­triert ist, fehlt es der Geschich­te an Span­nung. Die Kapi­tel sind für sich genom­men gut zu lesen, doch gibt es kei­nen Bogen, der dazu ver­lei­tet, direkt das nächs­te Kapi­tel lesen zu wollen.

Das Buch ›Kir­schen­die­be‹ ist durch die Illus­tra­tio­nen der Autorin wun­der­schön gestal­tet. Es han­delt sich nicht um eine Geschich­te, die durch Span­nung auf­fällt, son­dern um einen ruhi­ge­ren, zu Unter­hal­tun­gen anre­gen­den Erzählstil.

Buchinfo

baer kirschendiebe

Anke Bär:
Kir­schen­die­be oder als der Krieg vor­bei war
Gers­ten­berg, Hil­des­heim 2017
240 S., EUR (D) 18,- inkl. MwSt.
ISBN 978−3−8369−5997−1

Rezen­si­on zuerst erschie­nen auf: Liz­zy­Net

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Das hier dar­ge­stell­te Cover und die ange­ge­be­ne Aus­ga­be sowie die Anga­ben zum Buch kön­nen von den der­zeit erhält­li­chen Aus­ga­ben abweichen.


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